Unser Kunstkurs “Queeriosity” findet wieder am 25. Februar 2026 ab 18:15 Uhr im Queeren Zentrum Darmstadt statt. 🎨 Erfahrene oder Anfänger*innen – alle sind willkommen! Betreut wird der Kurs von der Künstlerin Katharina Skalicky. Der Kurs kostet nichts und inhaltlich gibt es immer mal wieder Challenges. Seid gespannt und schnuppert einfach mal rein! Material wird bereitgestellt.
Kunst ist ein Medium, durch welches das Unaussprechbare Gehör findet, sie transportiert Emotionen, erlaubt sich selbst auszudrücken. Kunst ist für alle, egal welches Alter, Geschlechtsidentität oder Herkunft. Kunst ist eine universale Sprache – und damit auch bei vielbunt genau richtig!
Am 24. Februar 2026 um 19 Uhr lädt die AG SCHLAU herzlich zu einer Schnuppersitzung in der Oetinger Villa Darmstadt ein. SCHLAU ist ein queeres Antidiskriminierungs- und Bildungsprojekt, das an Schulen ab der 8. Klassenstufe sowie in anderen Jugendgruppen aufklärt. In diesem landesgeförderten und außergewöhnlichen Projekt arbeitest du im Team daran, junge Menschen im Schulkontext zu queeren Themen zu informieren. Der Unterricht findet ohne Lehrkräfte statt, sodass Jugendliche ihre Gedanken frei äußern und wir offen über alle Fragen sprechen können. Diese Arbeit ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zu zeitgemäßer Bildungsarbeit, sondern auch eine empowernde Erfahrung für die Teamenden. Lerne, dich Schritt für Schritt mit eigenen biografischen Erfahrungen auseinanderzusetzen und Vorurteilen sowie Falschinformationen sachlich, reflektiert und eloquent zu begegnen.
Setze dich mit uns dafür ein, dass queere Themen im Unterricht sichtbar bleiben und der sachliche Dialog gestärkt wird. Profitiere dabei von finanziellen Aufwandsentschädigungen und vielfältigen Fortbildungsmöglichkeiten. Weitere Infos erhältst du unter schlau-hessen.de oder direkt bei der Schnuppersitzung.
“Durch die Arbeit bei SCHLAU habe ich mehr Selbstbewusstsein im Hinblick auf meine eigene Identität bekommen. Die Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen von meinen Erfahrungen mit Asexualität und Aromantik zu erzählen, bedeutet mir sehr viel, da ich auf diese Weise mehr Aufmerksamkeit für diesen wichtigen Teil der queeren Community schaffen kann.” (Franca, Mitglied seit September 2021)
“SCHLAU gehört zu meinen bereicherndsten und fast schon aktivistischen Erfahrungen meines Lebens, weil ich wirklich das Gefühl habe, etwas zu verändern.” (Roman, Mitglied seit Januar 2023)
Die Reihe „Frames of Pride“ des Citydome Darmstadt geht in die nächste Runde – und dieses Mal wird es besonders ästhetisch ✨🎨🔥 Es wird Céline Sciammas Meisterwerk „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ gezeigt 🎬🖼️
Um den Abend gebührend zu feiern, wird das Foyer in ein kleines Atelier verwandelt 🏛️🖌️ Werdet zwischen einem gratis Glas französischen Wein 🍷 und anregenden Gesprächen 💬✨ selbst zumzur Künstlerin 🎨👩🎨👨🎨
An bereitgestellten Staffeleien könnt Ihr eigene Eindrücke festhalten oder Porträts anderer Gäste skizzieren 🔥🖍️🖼️
Beim nächsten Jugendkochabend machen wir leckeres, veganes Thai-Curry. Als Beilage machen wir Reis und es gibt Fladenbrot. Natürlich ist auch für einen Nachtisch gesorgt!
Du musst kein Kochprofi sein – einfach vorbeikommen, mithelfen, essen und eine gute Zeit haben. Auch wenn du zum allerersten Mal da bist: Du bist herzlich willkommen! 💖 Die Teilnahme ist kostenlos.
📅 Do, 26.02. · 19 Uhr 📍 Queeres Zentrum Darmstadt 👥 Queers & Allies bis 27 – auch (noch) ungeoutet ✍️ vielbunt.org/kochen (zur besseren Planung)
📌 Übrigens: Die vielbunt Jugend trifft sich jeden 2. und 4. Donnerstag – mal zum Kochabend, mal zum Spieleabend oder anderen Aktionen. Komm vorbei und werd Teil der Runde!
In der Oetinger Villa findet das fünfte große vielbunt Pubquiz am 15. März 2026 ab 16:30 Uhr (Start 17 Uhr) statt. Es dürfen sich bis zu 9 Gruppen mit je 4-6 Teilnehmenden anmelden.
+++ Anmeldefrist 12. März 2026! +++ Anmeldung an: kulturundcommunity@vielbunt.org Bitte schreibt uns die Anzahl der Teilnehmenden und einen Teamnamen, den ihr euch ausgedacht habt!
In über 40 knallbunten Fragen könnt ihr im schönen Neon-Pub-Ambiente eure unterschiedlichsten Fähigkeiten und Kenntnisse unter Beweis stellen. Es ist alles dabei: Logik, Rätsel, Experimente, queere Fragen, Höraufgaben und vieles mehr. Für Abwechslung ist gesorgt. In den letzten Wochen liefen die Köpfe heiß, damit ihr einen unvergesslichen Abend erleben könnt. Am Ende winkt sogar für die beste Gruppe ein ganz einzigartiger Pokal.
Ein duftes Barteam versorgt euch mit gekühlten Getränken. Durch den Abend leiten euch Simon Bitsch sowie Roman Richter, die das Quiz für euch erstellt haben.
Wir von vielbunt e.V. verstehen uns als Gestalter*innen queeren Lebens sowie als Ansprechpartner*innen und Sprachrohr für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter und queere Menschen (LSBT*IQ) in Darmstadt. Aus diesem Grund nehmen wir die anstehenden hessischen Kommunalwahlen am 15. März 2026 zum Anlass, elf queere Forderungen an die Stadtpolitik zu formulieren: https://darmstadt-waehlt-queer.de/
Ab November haben wir diese an die Darmstädter Parteien versandt. Die Forderungen decken vielfältige Themenfelder ab: Von gezielten Hilfen für LSBT*IQ-Jugendliche, über umfassende Barrierefreiheit im Queeren Zentrum, bis hin zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung für queere Menschen. Gemeinsam ist allen Forderungen das Ziel, dass sie die Lebensqualität für queere Menschen durch gute Kommunalpolitik erhöhen.
Dabei sollte man nicht die Wirkung dieser Forderungen unterschätzen. Neben zahlreichen positiven Rückmeldungen, als wir 2016 und 2021 bereits Wahlprüfsteine aufstellten, zeigt unser Fazit, dass einige dieser Forderungen erfüllt worden sind: https://vielbunt.org/wahl-2021
Auf unserer Internetseite darmstadt-waehlt-queer.de können die Antworten der einzelnen Parteien betrachtet werden. Wir haben diese jeweils bewertet, sodass eine übersichtliche Einordnung möglich ist, welche Parteien die vielbunten Forderungen an die Kommunalpolitik am ehesten unterstützen.
Am 01.03.2026 ab 15 Uhr veranstalten wir unser Queer Speed-Socializing im Queeren Zentrum Darmstadt. Hier könnt ihr platonisch und/oder romantisch mit Menschen matchen. Wer mag wen? Eigentlich eine ganz grundsätzlich Frage in der queeren Sexualität. Aber auch platonische Kontakte können genauso unentbehrlich für queere Menschen sein. Egal was du suchst – nach deiner großen Liebe, nach interessanten Menschen, nach poly-Kontakten oder magst du einfach deine „found family“ erweitern? Vielleicht bist du lediglich etwas neugierig. Ohne viel Zwang und Drang soll sich beim Queer Speed-Socializing ausgetauscht werden, denn wir wissen alle: Mögen kannst du Menschen auf ganz viele unterschiedliche Weisen und nicht immer spielt die Sexualität eine Rolle. Alle ab 18 Jahren sind willkommen! Die Teilnahme ist kostenlos.
*Ablauf*
Zu Beginn gibt es ein “Warm Up” – das heißt, dass wir spielerische Fragen dabei haben und wir erstmal in der Gruppe etwas machen. Anschließend werden alle bunt gemischt und es beginnen 6-minütige Gespräche in 2er-Teams. Um das alles etwas spielerischer zu gestalten, liegen Kärtchen mit Kennenlern-Fragen auf den Tischen – damit kommt sicher kein Gespräch ins Stocken! Nach diesen 6 Minuten habt ihr 30-60 Sekunden Zeit, um zu wechseln und dann beginnen die nächsten 6 Minuten mit einer neuen Person. Mit welchem System gewechselt wird, sagen wir euch vor Ort. Snacks und Wasser sind kostenlos, sonstige Getränke können an der Bar gekauft werden. Wir erwarten etwa 16 Personen und es wird zwischendurch Pausen geben. Gegebenenfalls wirst du nicht mit allen reden können, aber ab ca. 18 Uhr startet die offene Runde, wo du noch direkt Personen ansprechen oder andere Gespräche fortführen kannst. Das offizielle Ende ist 19 Uhr.
*Wie kommt es zu einem romantischen oder platonischen Match?*
Ihr benutzt während des Events sogenannte “Match Cards”. Darauf notiert ihr zu Beginn der Konversation den Namen eures Gegenübers und dann sprecht ihr drauf los. Anschließend könnt ihr auf dem Zettel neben dem Namen ein Kreuz bei P (platonisch) oder R (romantisch) setzen oder beides frei lassen bzw. beides ankreuzen. Wenn die andere Person ebenfalls das gleiche Match zu euch mitteilt, schreiben wir euch nach dem Event an und verknüpfen euch miteinander. Nicht nur die hinterlegten E-Mails helfen uns dabei, sondern auch Telefonnummern. Natürlich könnt ihr auch direkt auf Personen zugehen. Solltet ihr in der Gruppe anreisen oder eine Person schon kennen, dann könnt ihr entweder trotzdem reden oder eine Runde aussetzen, wenn ihr mit der bekannten Person am Tisch seid. Matcht dann bitte nicht miteinander, weil das für das Orga-Team zusätzliche Arbeit in der Auswertung bedeuten würde. 🙂 Kommt bestenfalls nicht in großen Freundesgruppen. Vor Ort wird es außerdem zwei Awareness-Personen geben, die ihr jederzeit ansprechen könnt und die darauf achten, dass alles reibungslos läuft.
Wir können nur maximal zwischen 16-20 Plätze vergeben. Nächste Events folgen aber. Wenn Du ein Teil unseres Teams werden willst, schreibe uns gerne über die kulturundcommunity@vielbunt.org
Veranstaltung des AK Polittalk zum Thema Russland unter queerpolitischen Aspekten mit vielen interessanten Fachvorträgen im Queeren Zentrum Oetinger Villa.
Wir von der vielbunt Jugend gehen gemeinsam ins Unikino und schauen Pride – ein Film über Mut, Zusammenhalt und queere Geschichte. Das Beste: Der Eintritt für alle bis 27 Jahre geht auf uns! Komm mit, bring Freund*innen mit und erlebe mit uns einen bunten Kinoabend. 💖✨
Wir treffen uns um 19:15 Uhr vor dem Haupteingang der TU Darmstadt (Karolinenplatz 5). Der Film startet um 20 Uhr.
Pride wird in Originalsprache (Englisch) mit deutschen Untertiteln gezeigt.
Am 29. November 2025 luden vielbunt e.V. und die Aidshilfe Darmstadt e.V. zur „AIDS Gala mit Safersex Appeal“ ins Queere Zentrum Darmstadt ein. Die Benefizveranstaltung verband künstlerische Vielfalt mit einem klaren gesellschaftlichen Anliegen. Insgesamt kamen 1871 Euro an Spenden für die Arbeit der Aidshilfe Darmstadt zusammen. Durch den Abend führten Kitty Bambule und Koko von der Line.
Auf der Bühne standen außerdem Igitte von Bingen, die Gaga Ladies, Sugabébés, Galaxy Diamond, Hoeratio Belvedere sowie Emm und Leni. Alle Künstler*innen traten ohne Gage auf und unterstützten die Gala damit ausdrücklich solidarisch.
In ihrer Rede machte Patricia Wagner, Geschäftsführerin der Aidshilfe Darmstadt, deutlich, dass HIV und Aids auch heute noch zentrale Themen der Gesundheits- und Sozialarbeit sind. Steigende Neuinfektionen, unzureichender Zugang zu Prävention und Testangeboten sowie anhaltende Diskriminierung zeigten den weiterhin hohen Handlungsbedarf.
In ihrer Rede sagte Wagner: „Die PrEP ist seit langem eine wissenschaftlich anerkannte und hoch wirksame Präventionsstrategie, die nachweislich vor einer Ansteckung mit HIV schützt. Fatal, dass dies nicht überall und für alle, die sie wollen und ein Infektionsrisiko haben, zur Verfügung steht. Auch der niedrigschwellige und ebenfalls flächendeckende Zugang zu Testmöglichkeiten von HIV und anderen STIs ist eine Forderung, die wir unbedingt unterstützen, um mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.“
Die Aidshilfe Darmstadt bietet zweimal im Monat Testmöglichkeiten an, dank einer Projektförderung der Stadt Darmstadt.
Die AIDS Gala ist eine Benefizveranstaltung zugunsten der Aidshilfe Darmstadt. Mit den Spenden in Höhe von 1871 Euro wird die Arbeit der Aidshilfe unterstützt. Ein besonderer Dank gilt allen ehrenamtlichen Helfer*innen, den auftretenden Künstler*innen, den Besucher*innen sowie allen Spender*innen. Fotos des Abends von Falk Fleischer sind online abrufbar.
Im Februar führt uns unsere Reise in ein traditionelles Lokal. Wir treffen uns am 09.02.26 um 19:00 Uhr im Rumpelstilzchen in der Dieburger Str. 52 (Darmstadt). Lasst euch gemeinsam mit weiteren queeren Menschen von leckerer Pasta, knusprigen Schnitzel oder veganen Spezialitäten verzaubern, während ihr euch gegenseitig kennenlernen und vernetzen könnt.
Der Treffbunt ist ein Stammtisch für alle queeren Menschen in Darmstadt und Umgebung. Ob vielbunt-Mitglieder oder Interessierte, ganz egal. In der Regel findet er jeden 2. Montag im Monat statt. Das Besondere: Eine Stammkneipe gibt es nicht. Die nächste Location wird jedes Mal ausgelost. Also entdecke mit uns Darmstadt, lerne neue Leute kennen und verbringe einen schönen Abend!
Wenn du neu dabei bist, Fragen hast oder einfach ein bisschen Hilfe beim Kennenlernen brauchst, melde dich bei uns unter treffpunkte@vielbunt.org oder einfach direkt beim Treffbunt.
Diskriminierungsfreie Sprache in Verwaltung und Politik
Selbstverständnis zur Antidiskriminierung bei Städtepartnerschaften
❌ Nicht umgesetzt:
Queer-sensible Schulsozialarbeit
Barrierefreiheit im Queeren Zentrum
Details
Einige unserer Forderungen aus den Wahlprüfsteinen haben es ganz oder teilweise in den Koalitionsvertrag von Grünen, CDU und Volt geschafft. Auch die Umsetzung von Forderungen, die es nicht in den Koalitionsvertrag geschafft haben, haben wir betrachtet. Zuletzt haben wir die Wissenschaftsstadt Darmstadt um ihre eigene Perspektive auf die Umsetzung unserer kommunalpolitischen Forderungen gebeten. Dabei richtete sich unsere Anfrage an den Oberbürgermeister (SPD) und die Dezernent*innen Akdeniz (GRÜNE), Kolmer (GRÜNE), Schellenberg (CDU), Klötzner (VOLT) und Wandrey (CDU).
Hinweis: Nach der Kommunalwahl im Jahr 2021 haben VOLT, CDU und GRÜNE in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung eine Koalition gebildet. Außerdem gab es 2023 einen Wechsel von einem GRÜNEN- zu einem SPD-Oberbürgermeister.
🟩 Unisex-Toiletten + Unisex-(Einzel-)Umkleiden
Da das Bundesverfassungsgericht entschieden hat, dass eine binäre Personenstandsregelung nicht der tatsächlichen Realität entspricht, und somit den Weg für einen dritten Geschlechtseintrag geebnet hat, forderten wir, dass in städtischen Gebäuden wie zum Beispiel Schulen, Bürgerhäusern und Sportstätten Alternativen zu binären Toiletten und Umkleideräumen eingerichtet werden.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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Umsetzung bis 2026
Wir sehen Fortschritte im Angebot von Unisex-Toiletten + Unisex-(Einzel-)Umkleiden. Unser Wunsch liegt allgemein darin, dass diese tatsächlich so neutral wie möglich dargestellt und ausgeschildert werden. Ein gesamtstädtisches Konzept wäre wünschenswert.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort IDA Dez. IV: Für eine mögliche Umsetzung durch Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt IDA wird ein entsprechendes gesamtstädtisches Konzept mithilfe eines politischen Beschlusses benötigt.
Sportamt Dez. I: In den Darmstädter Schwimmbädern gilt, dass der separate Sanitär und Umkleidebereich für Menschen mit Behinderung ausdrücklich auch von Personen genutzt werden kann, die sich in den geschlechtsspezifischen Bereichen nicht wohlfühlen. Das Personal stellt sicher, dass die Nutzung dieser Räume niemandem ohne triftigen Grund verwehrt wird. Gäste, die diese Räumlichkeiten nutzen möchten, werden dabei stets höflich und diskret unterstützt, ohne Nachfragen oder Kommentare.
🟨 Hilfe für LSBT*IQ Jugendliche
Wir forderten Hilfe für LSBT*IQ Jugendliche, die von zu Hause aufgrund von Diskriminierung seitens der eigenen Familie dazu gezwungen sind, auszuziehen. Insbesondere forderten wir eine feste Ansprechperson im Jugendamt für LSBT*IQ Jugendliche, die für jene Jugendliche auch eine sichere Unterkunft in Kooperation mit Einrichtungen bzw. Trägern der Erziehungsberatung oder Jugendhilfe bereithält.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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🟢🙂
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Umsetzung bis 2026
Die Forderung wurde nicht erfüllt. Es gibt keine feste Ansprechperson im Jugendamt für LSBT*IQ Jugendliche, die für jene Jugendliche auch eine sichere Unterkunft in Kooperation mit Einrichtungen bzw. Trägern der Erziehungsberatung oder Jugendhilfe bereithält. Es wurden auch keine städtischen Wohnangebote für queere Jugendliche gestellt. Lediglich der Träger PaSo gGmbH hat eine Jugend-WG mit drei Wohnplätzen für queere Jugendliche eingerichtet, die aber selbstverständlich sofort gefüllt war.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort Jugendamt Dez. II: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bekennt sich zu einer diskriminierungsfreien und wertschätzenden Kinder und Jugendhilfe und unterstützt die Belange von LSBTIQ Jugendlichen ausdrücklich. Zuständig auf gesamtstädtischer Ebene ist die kommunale LSBTIQ koordinierende Person, die Vernetzungs und Sensibilisierungsarbeit leistet und Kontakte zu Beratungsstellen vermittelt. Diese ist im Dezernat I verortet und durch eine Entscheidung des Oberbürgermeisters Benz als Vollzeitstelle installiert.
Innerhalb der Kinder und Jugendförderung werden Themen geschlechtlicher und sexueller Vielfalt regelmäßig aufgegriffen etwa in Fortbildungen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden oder im Rahmen von Fachtagen zur Demokratiebildung und Minderheitenschutz. Allen Trägern und Fachkräften sind die Beratungsangebote von vielbunt e.V. bekannt, an die bei Bedarf verwiesen oder mit denen kooperiert wird.
In Fällen, in denen junge Menschen aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung besonderen Schutzbedarf haben, werden individuelle Lösungen gemeinsam mit freien Trägern der Jugendhilfe gesucht. Die Stärkung von Diversität und Schutzkonzepten bleibt ein kontinuierlicher Schwerpunkt des gesamten Jugendamtes. Eine spezifische Unterkunft für LSBTIQ Jugendliche besteht derzeit nicht.
❌ Queer-Sensible Schulsozialarbeit
An Schulen mangelt es an Ansprechpersonen für queere Themen. Wir forderten daher LSBT*IQ-qualifizierte Ansprechpersonen an Schulen. Um der Diskriminierung entgegenzuwirken, forderten wir ebenfalls eine hauptamtliche Stelle für das außerschulische Bildungsprojekt SCHLAU in Südhessen.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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Umsetzung bis 2026
Träger*innen sind eingebunden und Rahmenkonzepte existieren. Aber es fehlt der Nachweis einer verpflichtenden Zertifizierung/Fortbildung für die Fachkräfte. Die Qualität hängt stark vom individuellen Engagement von Träger*in/Sozialarbeiter*in ab: Um Ansprechpersonen kümmern sich die Schulen meist selbst und meistens gibt es deswegen auch keine. Außerdem wurde die hauptamtliche Stelle für das außerschulische Bildungsprojekt SCHLAU nicht geschaffen. Die Konsequenz ist, dass das Projekt auf wackelnden Beinen steht, weil Ehrenamtliche kaum nachrücken.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort Jugendamt Dez. II: Die Schulsozialarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist Teil der Jugendhilfe am Ort Schule und folgt dem Rahmenkonzept Schulsozialarbeit, das Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Schutz vor Diskriminierung als Leitlinien festschreibt. Die Fachkräfte stehen allen Schüler*innen als niedrigschwellige und vertrauliche Ansprechpersonen zur Verfügung auch für queere Jugendliche. Sie begleiten bei Diskriminierungserfahrungen, fördern Akzeptanz und vermitteln bei Bedarf an spezialisierte Beratungsstellen, insbesondere auch an vielbunt e.V.
Die Benennung spezifisch qualifizierter Ansprechpartner*innen liegt in der Verantwortung der Schulen. Die Schulsozialarbeit kann hier unterstützend wirken, ist aber nicht als spezialisierte Fachstelle konzipiert. Themen wie geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung und Antidiskriminierung werden regelmäßig in Fortbildungen, Qualitätszirkeln und Fachaustauschen behandelt. Auch die Schulsozialberichterstattung berücksichtigt diese Aspekte, um Entwicklungen und Bedarfe sichtbar zu machen.
Zur Frage der Förderung einer Hauptamtlichkeit bei SCHLAU fand bereits ein Austausch zwischen der Stadt, den Landkreisen Darmstadt Dieburg und Groß Gerau sowie vielbunt e.V. Ende 2023 statt. Angesichts der angespannten Haushaltslage ist eine kommunale Finanzierung einer hauptamtlichen Stelle derzeit nicht möglich. Die bestehende städtische Förderung von vielbunt e.V. bleibt davon unberührt. Die Stadt unterstützt ausdrücklich die Forderung nach einer dauerhaften Landesfinanzierung für diese wertvolle Bildungsarbeit.
✅ Inter* Sensibilisierung in der Kinderbetreuung
Wir forderten Bildungsangebote für Mitarbeitende in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, um den Bedürfnissen von inter* und trans* Kindern gerecht zu werden.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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Umsetzung bis 2026
Wir sehen starke Fortschritte in der fachlichen Auseinandersetzung sowie in der Umsetzung in der Praxis. Wir hoffen, dass diese Fortschritte bestehen bleiben und freuen uns über eine kontinuierliche Reflexion.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort Dez. II: Die Anregung zur weiteren Sensibilisierung im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt in Kindertageseinrichtungen begrüßen wir ausdrücklich. Die Themenbereiche Gender Vielfalt und gendersensible Pädagogik sind bereits fester Bestandteil der fachlichen Auseinandersetzung innerhalb der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen und werden kontinuierlich reflektiert und in die pädagogische Praxis integriert.
Im Rahmen der bisherigen Arbeit wurden insbesondere folgende Inhalte bearbeitet:
Sensibilisierung und Reflexion im Umgang mit Gendervielfalt und gendersensibler Pädagogik
Thematisierung verschiedener Familienkonzepte zum Beispiel Homosexualität, Adoption, künstliche Befruchtung in kindgerechter Form
Förderung der Identitätsentwicklung und gezielter Abbau geschlechtsspezifischer Rollenklischees zum Beispiel geschlechterunabhängige Nutzung von Spiel und Bildungsangeboten
Sensibilisierung von Familien im Hinblick auf kulturell oder religiös geprägte Geschlechterbilder
Reflexion des Sprachverhaltens der pädagogischen Fachkräfte im Alltag zum Beispiel Vermeidung geschlechterstereotyper Formulierungen
Diese Themen werden unter anderem mit zusätzlichen Sprachfachkräften erarbeitet und in die Teams der Kindertageseinrichtungen eingebracht. Die zusätzlichen Sprachfachkräfte unterstützen zudem bei Elterngesprächen sowie bei thematischen Angeboten im Elterncafé. Darüber hinaus werden Spielmaterialien und Bücher regelmäßig im Hinblick auf Vielfalt und Inklusion überprüft und angepasst.
✅ LSBT*IQ Flüchtlinge
Wir forderten eine adäquate Unterbringung für LSBT*IQ Flüchtlinge und eine umfassende Sensibilisierung für alle städtischen Angestellten im Arbeitsbereich Asyl- und Ausländerwesen. Gerade im Sozialamt brauchte vielbunt eine Ansprechperson, um Anliegen queerer Flüchtlinge gemeinsam bearbeiten zu können.
„Die Wissenschaftsstadt sucht einen Sozialdienst für die beratende Begleitung der im Erstwohnhaus „Villa Tann“ untergebrachten Menschen. Die Unterkunft „Villa Tann“ zeichnet sich dadurch aus, dass dort überwiegend Personen untergebracht werden, die der Gruppe der sogenannten Rainbow-Refugees angehören oder von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) betroffen sind. (…)
Demnach sucht die Wissenschaftsstadt Darmstadt einen Sozialdienstleister, der (…) über Expertise in der Beratung von Rainbow-Refugees sowie von FGM betroffenen Personen verfügt. „
Eine ganztägige Veranstaltung „Sensibilisierung und Best Practice über die Bedarfe der vulnerablen Gruppe der LSBTIQ+-Geflüchteten für kommunale Strukturen“ der Koordinationsstelle LSBTIQ der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat am 17.05.2024 stattgefunden.
Ein entsprechender Ansprechpartner für die Anliegen queerer Flüchtlinge ist benannt und für vielbunt erreichbar.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort Dez. II: Das Thema Rainbow Refugees ist in der täglichen Arbeit der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose im Amt für Soziales und Prävention deutlich präsent. Es ist in den Arbeitsalltag eingeflochten und findet regelmäßig in Netzwerktreffen, Jour fixe, einzelfallbezogenen Gesprächen und weiteren täglichen Abläufen Beachtung. Nicht zuletzt durch vermehrte Zuweisungen von Geflüchteten mit einem entsprechend ausgewiesenen Unterstützungsbedarf haben wir das Thema Unterbringung von LSBTIQ Personen in den letzten Jahren verstärkt in den Blick genommen.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bringt geflüchtete Rainbow Refugees mit besonderen Schutzbedürfnissen in eine kleinere Unterkunft für geflüchtete Menschen unter, in der die Bedürfnisse queerer Menschen insbesondere auf diskriminierungsfreie Unterbringung adäquat erfüllt werden können. Der in der Unterkunft tätige Sozialdienst verfügt über Kenntnisse und mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit Rainbow Refugees. Die Einrichtung einer speziellen Unterkunft ausschließlich für queere Geflüchtete, wie es sie beispielsweise in größeren Großstädten wie Berlin, Köln oder Frankfurt gibt, ist für eine mittlere Großstadt wie Darmstadt nicht bedarfsgerecht abbildbar. Mit der aktuellen Vorgehensweise der Unterbringung in einer Unterkunft, deren räumliche Ausgestaltung die Schutzbedürfnisse queerer Geflüchteter berücksichtigt, wurden bisher gute Erfahrungen gemacht.
Im Jahr 2022 wurde nach einem Austausch mit den stadtinternen Verantwortlichen durch das Sozialdezernat ein Projekt zum Thema Schutz vor Gewalt für LSBTIQ Personen in städtischen Asyl und Obdachlosenunterkünften initiiert, mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen zur Orientierung, Unterstützung, Schutz und zur Integration von LSBTIQ Personen zu erarbeiten. Diese sollen auch in die Weiterentwicklung des bereits seit Jahren bestehenden Gewaltschutzkonzeptes implementiert werden. Der Projektzeitraum 2023 2025 ist abgeschlossen und die Ergebnisse werden aktuell vorgestellt.
Alle Mitarbeitenden in den Unterkünften sind zum Thema individuelle Bedarfe von Rainbow Refugees sensibilisiert. In regelmäßig stattfindenden Austauschen Trägertreffen zwischen Bürgermeisterin Barbara Akdeniz und den Geschäftsführenden der zur beratenden Begleitung in den Geflüchteten Unterkünften beauftragten Sozialdiensten und dem Amt für Soziales und Prävention wird das Thema Rainbow Refugees übergeordnet platziert. Darüber hinaus werden im stetigen Austausch auf Arbeitsebene zwischen der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose und den Teamleitungen der Unterkünfte Bedarfe für Einzelfälle abgestimmt, sodass seitens der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose lösungsorientierte Schritte zeitnah unter Einbeziehung aller am Prozess Beteiligten umgesetzt werden können. Als verantwortliche Ansprechperson im Amt für Soziales und Prävention ist für die Fragestellungen der Unterbringung von queeren Geflüchteten der Abteilungsleiter der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose seit vielen Jahren mit dem Verein vielbunt e.V. im Kontakt.
❌ Barrierefreiheit im Queeren Zentrum
Wir forderten eine erweiterte Barrierefreiheit für das Queere Zentrum, mindestens durch einen rollstuhlgerechten Zugang und eine rollstuhlgerechte Toilette, ebenfalls aber durch das Hinzufügen eines taktilen Leitsystems, induktiven Höranlagen und sonstigen Einrichtungen.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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Umsetzung bis 2026
Zum 23. Januar 2026 wurde diese Forderung in keinem Punkt umgesezt. Es gab keine Umbauten und sämtliche Forderungen werden aufgrund des Denkmalschutzes immer wieder abgewiesen.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort IDA Dez. IV: Maßnahmen zur Barrierefreiheit sind im Rahmen eines Gesamtsanierungskonzepts umzusetzen, in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Dies muss entsprechend der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für Sanierungsmaßnahmen priorisiert werden.
🟨 Diskriminierungsfreie Sprache
Wir forderten, dass die Stadt grundsätzlich eine diskriminierungsfreie Sprache anwendet, die Menschen aller Geschlechter einen Zugang schafft und anspricht.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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Umsetzung bis 2026
Wir haben die Pressemitteilungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt seit 2021 sowie die im Netz verfügbaren Formulare analysiert. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass nicht-binäre Menschen in der Regel im Rahmen von Pressemitteilungen nicht angesprochen werden. In der absoluten Mehrzahl der Fälle findet eine binäre Nennung des weiblichen und männlichen Geschlecht statt (z.B. “Bürgerinnen und Bürger”).
Wir nehmen allerdings auch wahr, dass vermehrt Neutralisierungen verwendet werden (z.B. “Interessierte”, “Pflegeeltern” oder “Lehrkräfte”). Dass damit nicht-binäre Menschen mitgemeint und inkludiert werden, loben wir ausdrücklich.
Antwort Amt für Kommunikation Dez. I: Die Rundverfügung wird aktuell überarbeitet. Bis dahin gilt im amtlichen Schriftverkehr die Orientierung an den derzeit gültigen Regeln der deutschen Rechtschreibung. Genderzeichen sind darin bislang nicht verbindlich verankert, weshalb wir sie vorerst nicht nutzen. Uns ist dabei wichtig zu betonen, dass dies keine inhaltliche Positionierung gegen Vielfalt oder Sichtbarkeit ausdrückt.
🟨 Selbstverständnis zur Antidiskriminierung bei Städtepartnerschaften
Wir forderten die Formulierung eines Selbstverständnisses für den Umgang mit Fällen von politischer Diskriminierung von queeren Menschen auf lokaler Ebene in Partnerstädten und eine Zusammenarbeit mit diesen für eine diskriminierungsfreie Lebenssituation von queeren Menschen.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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🟢😃
Umsetzung bis 2026
Ein konkreter Fall war der Umgang mit der polnischen Partnerstadt Płock in Zeiten der sogenannten „LGBT-Ideologie-freien Zonen“ in Polen. Darmstadt scheint sich in solchen Fällen eher auf Netzwerke, Gespräche und allgemeine Bekundungen zu berufen statt auf vertragliche Absicherungen. In diesem konkreten Fall hat das geklappt: Płock lehnte entsprechende diskriminierende Resolutionen ab. Ungelöst bleibt weiterhin die strukturelle Forderung nach einer Antidiskriminierungsklausel in Städtepartnerschaftsverträgen.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort Amt für Gremiendienste, Protokoll und Internationales Dez. I: Für die Wissenschaftsstadt Darmstadt gehören Weltoffenheit, Vielfalt und Gleichberechtigung unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität oder Herkunft zum festen Selbstverständnis. Dementsprechend setzt sie sich klar für die Rechte und Gleichstellung von LSBTIQ Personen ein.
Auch die Beziehungen zu den Partnerstädten basieren auf diesem Verständnis. Sollten dort Vorkommnisse auftreten, die diesem widersprechen, sucht Darmstadt das Gespräch.
Die Partnerstädte Płock, Szeged und Gyönk liegen in Ländern, die aufgrund der Einschränkung von LSBTIQ Rechten international kritisiert wurden. Städtepartnerschaften bestehen jedoch unabhängig von nationaler Politik und können gerade in solchen Situationen den lokalen Dialog stärken.
So war zum Beispiel Płock keine der Kommunen, die sich 2019 zu LGBT freien Zonen erklärten. Trotz politischer Spannungen fand dort 2019 ein Gleichberechtigungs Marsch statt, der vom Stadtpräsidenten unterstützt wurde zudem beteiligt sich Płock an einer europaweiten Regenbogenflaggen Initiative.
Aus Szeged und Gyönk sind derzeit keine besonderen Vorkommnisse bekannt. In Szeged ist jedoch eine Organisation der Hungarian LGBT Alliance aktiv, die sich vor Ort für die LSBTIQ Community einsetzt.
++++ Nächste Queerbar am 13. Februar 2026‼️ EINTRITT AB 18 JAHREN ‼️ ++++
Am 13. Februar öffnet die Queerbar wieder ihre Tore! Wir bieten euch ein rauschendes Fest mit einem bezaubernden Barteam, das flaschenweise die Brause verteilt. Bei uns sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in der Überzahl und der Gaydar muss nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden. 😉 Wir haben die besten DJs, um euch die ganze Nacht auf den Beinen zu halten. Es wird wie ein nicht enden wollender Traum. Kommt vorbei!
Die Gründung von vielbunt hat Jochen damals ehrlich gefreut. Sehr schnell schuf er erste Kooperationen und nutzte sie ganz selbstverständlich für das QUEER Filmfest. Natürlich war ihm klar, dass sein Engagement und seine Präsenz immer auch ein Gewinn für vielbunt und für die Darmstädter LSBT*IQ Community waren. Seit es uns gibt, fand Jochen immer wieder Gelegenheiten, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen und so das subkulturelle Leben in unserer Region mitzugestalten. Und wir haben fast immer gern mitgemacht.
Beim CSD in Darmstadt und eigentlich auch bei jedem anderen blieb Jochen schon auf den ersten Blick im Gedächtnis. Knappes Höschen, bunte Irokesenperücke, sonst nicht viel. So war Jochen. Und so kannten ihn mehr Menschen, als er sich vermutlich selbst je gedacht hätte. Wer ihm begegnete, wurde ungefragt mit einem briefmarkengroßen Sticker des QUEER Filmfests versehen. Man wartete jedes Jahr fast schon darauf. Als einer Delegation von vielbunt auf dem EuroPride in Malta plötzlich mehrere auf diese Weise frankierte Demoteilnehmende auffielen, war klar: Jochen kann nicht weit sein. Kurz darauf fiel unser Blick auf den Paradewagen eines Technoclubs. Jochen hatte sich offenbar gerade an der Security vorbeigequatscht, um ganz oben auf dem Truck zu posieren.
Für seine Mitmenschen, egal welchen Alters und egal woher sie kamen, hatte Jochen immer ein Herz. Gespräche mit ihm waren interessant und witzig. Er hatte oft viel zu erzählen, nahm sich selbst dabei aber nie zu ernst. Einmal verriet er unserem damaligen Vorsitzenden einen Spartipp für die jüngere Generation: Statt nach einer Party in einer fremden Stadt ein Hotel zu nehmen, könne man auch einfach eine Kabine in der Gaysauna buchen. Das sei deutlich günstiger, schön warm und man könne dort erstaunlich gut schlafen.
Gerne erinnern wir uns daran, wie Jochen Synergien zwischen dem Kommunalen Kino Weiterstadt und vielbunt geschaffen hat. Als vielbunt noch ganz neu war, lud er uns ein, beim Filmfest die Patenschaft für einen Film zu übernehmen. Dass wir dafür keinerlei finanzielle Mittel hatten, war für ihn nebensächlich. Wichtig war, dass wir da waren und die Möglichkeit hatten, uns als neuer Verein dem Publikum vorzustellen. Diese Patenschaften übernahmen wir in den Folgejahren immer wieder gern und irgendwann konnten wir sie dann auch bezahlen. Im Gegenzug kaperte Jochen alljährlich den kleinen Floor unserer Schrill & Laut Party. Mit Trailern der aktuell in Weiterstadt laufenden Filme wurde das Publikum auf das Filmfest aufmerksam gemacht, während Jochen nebenan auf dem großen Dancefloor tanzte.
Den Vogel abgeschossen hat er vor drei Jahren, als er für das Filmfest eine Show in unserer QUEERBAR veranstalten wollte. Er war überzeugt, dass das perfekt zusammenpasst und alles kein großer Aufwand sein würde. Offenbar hatte er jedoch noch viele andere Dinge im Kopf, denn die Planung geriet ins Hintertreffen. Kurz vor dem Event war kaum etwas geregelt, Absprachen waren verloren gegangen. Jeder andere hätte vermutlich abgesagt. Jochen hingegen bekam es innerhalb von zwei Tagen irgendwie noch hin. Und obwohl die Stimmung zuvor leicht angespannt war, mussten wir bei seinem abschließenden „Hat doch subber geklappt alles“ sofort wieder lachen.
Vielleicht hat angesichts des einen oder anderen Organisationsstresses mit diesem liebenswerten Chaoten jemand einmal gesagt: Nie wieder mit Jochen. Und das sogar ernst gemeint. Heute werden wir nachdenklich. Party. Filmfest. CSD. Unverhoffte Begegnungen an unmöglichen Orten. Das alles nie wieder mit Jochen?
Was bleibt, ist die Lücke, die er hinterlässt, und die Gewissheit, dass unsere Community ohne ihn leiser und sehr viel weniger lebendig wäre.