Queergarten Online

Machen wir uns nichts vor – Du wirst an diesem Abend niemanden mit nach Hause nehmen. Aber vielleicht wird es trotzdem ein guter gemeinsamer Abend.
Es wird Getränke geben, es wird Musik geben, Aurora schlendert vielleicht durch die Reihen und ist zu laut. Hoffentlich bist du nicht in der Jogginghose erschienen, denn das würden wir ja alle sehen. Stell den Sekt kalt! Falls du eine Spiegelkugel zur Hand hast, staub sie schonmal ab. Oder reiß die Kerzen vom letzten Adventskranz ab und bring sie mit, damit es etwas schummrig-gemütlich wird.
Wir treffen uns online in der größten Gaybar der Stadt.

Zoom-Meeting Link: Folgt kurz vor dem Start!

3. vielbunter Lady Night Talk (online)

Ausblicke-Ideen-Visionen

Wir wollen an diesem Abend mit „bunten“- Frauen und Lesben in unserem Lady Night-Talk die Ideen rund um das Thema lesbische Sichtbarkeit und Engagement für die Zukunft mit Euch vertiefen und konkretisieren.

Samstag 23.01.2021

Im Anschluss wird wieder es einen lockeren Ausklang geben.
Formlose Anmeldung per E-Mail an: Heidi.Schweitzer@vielbunt.org

120. Treffbunt – Schrottwichteln

Frohes Neues queeres (Treffbunt-)Jahr!!

2020 liegt nun hinter uns und ein wohlwollendes Jahr 2021 breitet die Arme aus, um uns willkommen zu heißen! Was wird es uns bringen? Wir können gespannt sein! Traditionell findet an unserem ersten Treffbunt im Neuen Jahr ein Schrottwichteln statt! Wir sind sicher, dass auch dieses Mal wieder jede_r irgendetwas “Interessantes” geschenkt bekommen hat, dass er/sie gerne gleich wieder los werden möchte. Leider könnt Ihr es bei uns diesmal nicht wirklich los werden, aber wir laden alle unglücklich Beschenkten herzlich ein, ihr schrottigstes Geschenk zu zeigen! Über ein ausgeklügeltes Präsentations- und Bewertungssystem wird das schli….hust….schönste Geschenk gekürt!

Wer mag wohl gewinnen?

Dies findet natürlich alles unter strengen Abstandsregeln online per Zoom statt! Leistet uns am Montag, den 11. Januar 2021 um 19:30 Uhr Gesellschaft!
Wir freuen uns auf Euren vielfältigen (und -bunten?) Schrott!

P.S.: Ein Schrottwichtelgeschenk ist nicht zwingend notwendig. Hauptsache Ihr seid dabei! 🙂

Zoom-Meeting beitreten

vielbunter Lady Night Talk (online)

Am 29.12.2020 ab 20:00 Uhr
Rückblick-Ausblick-Ideen-Visionen

Wir wollen an diesem Abend mit „bunten“- Frauen und Lesben in einem lockeren Lady Night-Talk das eigenartige Jahr 2020 ausklingen lassen und Ideen und Visionen rund um das Thema lesbische Sichtbarkeit und Engagement für die Zukunft mit Euch zusammen sammeln.

Formlose Anmeldung per E-Mail an: Heidi.Schweitzer@vielbunt.org

HoHoHo – Die Vielbunt Weihnachtsshow (online)

Natürlich ist es schade, dass wir dieses Jahr in der Advendtszeit nicht wie gewohnt, Seite an Seite, bei einer Tasse Glühwein oder Punsch, vor der Hauptbühne auf dem Darmstädter Weihnachtsmarkt stehen können, um unseren vielbunten Künstler_innen bei ihren Auftritten zu lauschen. Doch Ihr dürft Euch trotzdem auf ein absolut tolles und hoffentlich auch einmaliges Erlebnis freuen, denn wir verlagern den Weihnachtsmarkt in Eure Wohnzimmer und laden Euch ein, mit uns zusammen die jetzt schon legendäre “HoHoHo – Die Vielbunt Weihnachtsshow” online zu genießen.

Wir geben vielen Künstler_innen die Gelegenheit, sich auch in diesen suboptimalen Zeiten gemeinsam zu präsentieren und Euch queere Herzlichkeit, Freude und Liebe in Euer Heim zu senden. Durch die Show führen wird Euch keine andere als Darmstadts Drag-Ikone Rosa Opossum.

Freuen dürft Ihr Euch besonders auf Beate Leisner, Aurora DeMeehl, Igitte von Bingen, Kelly Heelton, Vanessa P. und – was zu befürchten ist – auch die Gaga Ladies.

Kocht Euch ein Heißgetränk, füllt die Teller mit Plätzchen und freut Euch auf eine absolut tolle Show:

Tag der Gewalt gegen Frauen in Darmstadt

Am 25.11.2020 hat der FemStreik Darmstadt und die interventionistische Linke Darmstadt in Kooperation mit CatCalls Darmstadt zu einer Kundgebung auf dem Darmstädter Friedensplatz sowie einer Sprühkreideaktion aufgerufen, um den internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen zu begehen.

Auf Anfrage von Catcalls Darmstadt hat der Jugendvorstand von vielbunt einen Redebeitrag dazu erstellen lassen.

Hierfür wurde mit Katharina Freitag eine Masterstudentin der Geschichte beauftragt, die sich geschichtswissenschaftlich mit der Entwicklung des Frauenbildes im heutigen Deutschen Raum beschäftigt.

Dabei sollte insbesondere eine sachliche sowie informative Betrachtung des Themas erzeugt werden, welche gesellschaftsverändernde Prozesse nachvollziehen lässt und erläutert, wie diesen Entwicklungen künftig entgegengewirkt werden könnte. Speziell wird bei dieser Betrachtung auf das veraltete Festhalten an einem konstruierten, binären Geschlechtersystem verwiesen.

Autorin Katharina Freitag (Bildquelle: Katharina Freitag privat)

Diese Rede wurde aufgrund der aktuellen Corona-Fallzahlen nicht in persönlicher Präsenz unsererseits gehalten, sondern stellvertretend vorgetragen:

Zur Entwicklung der Kategorie „Frau“ seit der Frühen Neuzeit (Katharina Freitag)

Heute demonstrieren wir gegen sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt gegen Frauen*. Danke an CatCalls Darmstadt für ihren Aufruf dazu! Es gibt nicht nur die offensichtlichen Dinge, über die es sich zu diesem Anlass zu sprechen lohnt und die hier und heute ebenfalls ausgesprochen werden. Wir können diesen Tag auch nutzen, um die Wurzeln des Problems genauer zu betrachten. Beispielsweise kann man sich durchaus fragen, warum es sich hier um ein Themenfeld handelt, das unsere Gesellschaft als Sonderthematik unter der Kategorie „Frauenthema“ verortet. Woher kommt eigentlich diese Trennung, die sich nicht nur in Alltagsdiskussionen zeigt?

Auch im akademischen Diskurs der Geschichtswissenschaft wird diese Aufteilung deutlich, in dem gerade das Feld der „Frauengeschichte“ eine Hochkonjunktur erlebt, nachdem es jahrzehntelang ein Schattendasein geführt hat. Historische Frauenfiguren erlangen endlich die Aufmerksamkeit, die ihnen zusteht und tragen damit zu einem umfassenderen, vollständigeren Blick auf die Menschheitsgeschichte bei. Doch ein bitterer Beigeschmack bleibt. Wieder ist eine gesonderte Betrachtung nötig, wieder die Spezialthematik, auch wenn sie inzwischen kaum noch von seriösen Wissenschaftler*innen zu übergehen ist. Der Herkunft dieser Schwarz-Weiß-Trennung möchte ich heute ein wenig auf den Grund gehen.

Ich selbst beschäftige mich in meinem Studium der Geschichtswissenschaft mit der Frühen Neuzeit, also grob gesagt mit der Zeitspanne vom 16. bis 19. Jahrhundert. In dieser Epoche bildeten sich die meisten modernen Kategorien und Strukturen erst aus, da ist die soziale Kategorie „Frau“ keine Ausnahme. Ich finde es wichtig nachzuvollziehen, woher unsere heutige Auffassung davon, was eine Frau ist, eigentlich kommt. Denn eines vorab: Geschlechterrollen unterliegen immensem historischen Wandel und sind damit immer auch eine Konstruktion.

Geschlecht ist im Spätmittelalter und zu Beginn der Frühen Neuzeit keine in Stein gemeißelte Kategorie.[1] Vielmehr zeigt sich an dem ausgeprägten Interesse zur Schaffung einer klaren Geschlechterordnung vonseiten kirchlicher wie juristisch-obrigkeitlicher Institutionen, dass genau dies nicht der Fall war. Der als anarchisch interpretierte Naturzustand sollte zugunsten einer gottgewollten Ordnung überwunden werden. Juristen suchten wiederum eine Legitimierung der Geschlechterungleichheit und fanden sie in christlichen Texten. Diese Motivation, eine Ordnung herzustellen, war der Grundstein von Gesetzgebung und Staatswesen im modernen Sinne, die christliche Anthropologie stabilisierte zudem Herrschaftsansprüche.[2] Es sollte einige Jahrhunderte dauern, bis sich dieser Gedanke einer strengen Geschlechterbinarität konkret gesellschaftlich abbildete. Geschlecht war in der Frühen Neuzeit keinesfalls die wichtigste soziale Kategorie um die Position eines Menschen in der Gesellschaft zu bestimmen. Vielmehr konstituierte sich innerhalb des Sozialverbands Haushalt eine Hierarchie. Die Zugehörigkeit oder der Ausschluss von diesem Sozialverband entschied effektiv über die Identität einer Person, nicht ihr Geschlecht.[3] Selbst zeitgenössische Rechtsgelehrte – wohlgemerkt ausschließlich Männer – überschätzten die Kategorie Geschlecht in ihrer realen Ausprägung.  Während viele Männer genauso wenig am politischen Leben beteiligt waren, übten hingegen viele Frauen mit Vermögen und Besitz informelle und politische Autorität aus.[4]

Der Historiker des bürgerlichen 19. Jahrhunderts liest also diese Einschätzung von männlichen Rechtsgelehrten der Frühen Neuzeit, die wohl der entwickelten Norm, doch nicht der Realität entsprechen und nimmt sie im schlimmsten Fall unkritisch für bare Münze. Inzwischen ist die Wissenschaft zum Glück weiter.[5] Wir wissen heute, dass unser Blick auf Geschlechterrollen der Frühen Neuzeit durch die Interpretationen von Historikern aus dem 19. Jahrhundert gefärbt sind, die ihre eigene gesellschaftliche Realität auf die Erforschung der Vergangenheit übertrugen.[6] Denn unser heutiges Verständnis von „Frau“ und auch „Mann“, das den Geschlechtern verschiedene Aufgaben und Eigenschaften zuschreibt und sie damit in zwei gegensätzliche Pole einteilt, kommt aus dem späten 18. Jahrhundert. Gerade psychologische Merkmale zur Konstruktion von Geschlecht zu verwenden, ist ein vergleichsweise neues Phänomen. Die Trennung in verschiedene gesellschaftliche Sphären, ist eng verknüpft mit der bürgerlichen Gesellschaft, die im 19. Jahrhundert zur Leitkultur avancierte. Man trennte Frauen und Männer auf durch die vermeintlichen Gegensätze von Natur und Kultur, verortete die Frau im Haus und den Mann im öffentlichen Leben. Auch hier benötigte man wieder eine Autorität, um die Geschlechterungleichheit zu begründen. Dieses Mal war es nicht die Bibel, sondern die sich ausbildende professionalisierte Wissenschaft. In sonderanthropologischen Studien beschäftigte man sich mit „dem Weib“ und stellte seine Andersartigkeit und seine Eigenschaften heraus. Da haben wir sie wieder, die Sonderkategorie, extra geschaffen für die „Frau“. Es folgte der systematische Ausschluss von historischen Frauenfiguren wie ich ihn eingangs erwähnt habe.[7]

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich unsere Gesellschaft mit dem historisch konstruierten Charakter von „Frau“, aber auch von „Mann“, auseinandersetzt. Denn immer noch gibt es hier zu viele Missverständnisse, zu wenig Wissen darüber, dass es gerade NICHT die Wissenschaftler*innen und insbesondere Genderforscher*innen sind, die Geschlechterdiversität angeblich erfinden, sondern dass wir selbst weiterhin an der konstruierten Binarität der Geschlechter festhalten. Vielleicht beginnen wir dann auch endlich, sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt gegen Frauen* nicht mehr als „Frauenthema“, sondern als gesamtgesellschaftliche Herausforderung zu begreifen.

Dankeschön, dass Sie alle heute ein Stück weit dazu beigetragen haben, indem Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben!


[1] Claudia Opitz-Belakhal, Geschlechtergrenzen und ihre Infragestellung in der Frühen Neuzeit, in: Christine Roll [u.a.] (Hrsg.), Grenzen und Grenzüberschreitungen. Bilanz und Perspektiven der Frühneuzeitforschung, Köln 2010, S. 527-534, hier S. 531.

[2] Heide Wunder, Normen und Institutionen der Geschlechterordnung, in: Gisela Engel/ Heide Wunder (Hrsg.), Geschlechterperspektiven. Forschungen zur Frühen Neuzeit, Königstein 1998, S. 57-78, hier S. 60f.

[3] Heide Wunder, Einleitung, in: Heide Wunder (Hrsg.), Dynastie und Herrschaftssicherung. Geschlechter und Geschlecht, Berlin 2002, S. 9-27, hier S. 16f.

[4] Natalie Zemon Davis, Frauen, Politik und Macht, in: Arlette Farge/ Natalie Zemon Davis (Hrsg.), Frühe Neuzeit. Frankfurt a.M. [u.a.] 1994, S. 189-210, hier S. 189.

[5] Claudia Ulbrich, Art. „Geschlechterrollen“, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, 2019.

[6] Arlette Farge/ Natalie Zemon Davis, Einleitung, in: Arlette Farge/ Natalie Zemon Davis (Hrsg.), Frühe Neuzeit. Frankfurt a.M. [u.a.] 1994, S. 11-26, hier S. 12.

[7] Claudia Ulbrich, Art. „Geschlechterrollen“, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, 2019.

#darmstadtbildetbanden

Zahlreiche Darmstädter Kulturinstitutionen haben sich zusammengeschlossen und trotzen unter dem Motto „Darmstadt bildet Banden“ dem zweiten Lockdown. Gemeinsam planen wir jetzt einen virtuellen Adventskalender, in dem die Vielheit der Darmstädter Kultur – auch unter pandemischen Bedingungen – gezeigt wird. Start ist am 1. Dezember. Tag für Tag wird sich ein neuer Blick in das beeindruckende kreative Potential Darmstadts öffnen. Hinter welchem Türchen wohl vielbunt steckt? Täglich reinschauen lohnt sich!

Neuer Jugendvorstand gewählt

Zoom-Screenshot des neuen Jugendvorstands

Am 20.11.2020 wurde auf der Jugendversammlung von vielbunt der neue Jugendvorstand durch die Vereinsjugend gewählt. Aufgrund der aktuell geltenden Einschränkungen der Corona-Pandemie musste diese Versammlung online per Zoom stattfinden. 

In den aktuellen Jugendvorstand wurden Jan Bambach, Benedikt Freitag und Lu Hell wiedergewählt; neu dabei ist Jonas Franz. 

Wir bedanken uns bei der nicht erneut angetretenen Sasha Young für die Mitarbeit im vorherigen Jugendvorstand und wünschen ihr alles Gute auf ihren weiteren Wegen.

Aufgrund der hohen Zustimmungswerte bei der Wahl fühlen wir uns darin bestätigt, den erfolgreichen queerpolitisch-aktivistischen Kurs des im November 2019 gewählten Jugendvorstandes weiterzuführen.

Abseits der Wahl des Jugendvorstands wurde durch die Jugendversammlung auch das neue 2-Jahres-Programm beschlossen. Der neue Jugendvorstand bedankt sich bei den Teilnehmer_innen für das Vertrauen und freut sich darauf, das nächste Jahr mit den hauptamtlichen Pädagog_innen des queeren Zentrums Darmstadt und der Vereinsjugend gestalten zu können.

Queer-WinterSong Singalong

Queer-WinterSong Singalong 

mit Beate Leisner und vielbunt 

Wir laden Euch am 13.12. ab 18 Uhr per Facebook-Live-Stream (weitere Plattform wird bekannt noch gegeben) zu unserem Queer-WinterSong Singalong ein. Da es dieses Jahr leider keine Weihnachtsmärkte und auch keine Winterkonzerte geben wird, bringen wir Euch die Musik mit der winterlichen Stimmung direkt in eure Wohnzimmer. vielbunt ist mit Euch zu Gast im Gesangsstudio von Beate Leisner und ihren Liebhaber_innen – ihrem Flügel – ihrer Gitarre sowie ihrer Loopstation. 

Beate, die auch Chorleiterin ist, wird für Euch die schönsten Winter Songs spielen und Euch anleiten –  ihr seid eingeladen  zuhause in euren Wohnzimmer mit einem Glas Glühwein oder Tee kräftig mitzusingen. 

Beate Leisner ist ausgebildete Sängerin und Chorleiterin. Sie unterrichtet derzeit Online aus ihrem Gesangsstudio in Darmstadt. Da es derzeit keine Möglichkeiten zu Live Auftritten gibt, streamt Beate mit ihrer Frau Heidi jeden zweiten Sonntag über ihre Facebook Seite.

Dort könnt ihr u.a. Ausschnitte aus ihrem Programm iSòlo! Beate, einer Vocal-Guitar-Loop-Performance, hören.

119. Treffbunt

“In der TREFFBUNTbäckerei,
gibt es manche (K)Leckerei…” *sing*

Hmmm… der Duft von Waffeln, Glühwein und Kinderpunsch spielte jedes Jahr um diese Zeit um unsere Nasen, während wir gemeinsam über den Weihnachtsmarkt schlenderten. Dieses Jahr haben wir nicht mal einen Weihnachtsmarkt auf dem wir uns treffen könnten. 

Allerdings lassen wir uns die schöne Stimmung nicht vermiesen! Denn wir haben uns mal wieder etwas ausgedacht! 

Ihr habt doch bestimmt ein Plätzchenlieblingsrezept, oder? Eine Küche und ein digitales Endgerät für eine Zoom-Sitzung? Gut! 

Am Montag, den 14.12.2020, um 19:30 Uhr, treffen wir uns online und bilden die erste digitale Treffbuntbäckerei! Wir backen alle gleichzeitig für uns und irgendwie doch miteinander Plätzchen 🙂

Dabei kann jede_r die schönsten Weihnachtsgeschichten auspacken! 

Wir freuen uns auf einen schönen Backabend mit euch!

Zoom-Meeting beitreten

Der Treffbunt ist ein Stammtisch für alle queeren Menschen in Darmstadt und Umgebung. Ob vielbunt-Mitglieder oder Interessierte, ganz egal. In der Regel findet er jeden 2. Montag im Monat statt. Das Besondere: eine Stammkneipe gibt es nicht. Die nächste Location wird jedes Mal ausgelost. Also entdecke mit uns Darmstadt, lerne neue Leute kennen und verbringe einen schönen Abend!

Wenn du neu dabei bist, Fragen hast oder einfach ein bisschen Hilfe beim Kennenlernen brauchst, melde dich bei uns unter treffpunkte@vielbunt.org oder einfach direkt beim Treffbunt.

10 Jahre vielbunt

Eigentlich hätte heute eine große Feier mit vielen Freund_innen und Unterstützer_innen von vielbunt im Queeren Zentrum stattfinden sollen, aber wie viele andere Geburtstagsfeiern in diesem Jahr muss das aufs nächste Jahr verschoben werden. Älter wird vielbunt dennoch und die runde Zahl 10 bietet einen schönen Anlass kurz zurückzublicken, Danke zu sagen und einen kleinen Ausblick in die Zukunft zu wagen. 

In den vergangenen Jahren hat unser Verein eine beachtliche Entwicklung genommen. Aus einer kleinen Gruppe LSBT*Q- Aktivist_innen die vielbunt damals gegründet hatte, ist mittlerweile ein Verein mit über 300 Mitgliedern, 10 verschiedenen Arbeitsgruppen, einem Queeren Zentrum und 3 hauptamtlichen Mitarbeiter_innen geworden. Dass dies so möglich war, ist in erster Linien den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen zu verdanken, die unzähligen Stunden an Zeit und Herzblut in vielbunt gesteckt haben und dies auch weiterhin tun. Ganz allein geht es auch nicht, ohne viele Freund_innen, Sponsor_innen und auch politische Unterstützer_innen wäre vieles von dem was heute da ist in dieser Form nicht möglich gewesen. vielbunt und die gesamte Community in Darmstadt werden das nicht vergessen.

vielbunt hat in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen  sowie trans, inter und queere Personen vor allem in Darmstadt, aber auch darüber hinaus geleistet. Natürlich fällt da zuerst der CSD ein, aber auch die Kundgebungen zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie am 17.Mai, der regelmäßige Stammtisch, der mittlerweile in fast jedem Restaurant der Stadt war, die spontane Demo zur „Ehe-für-Alle“, die queeren Angebote auf dem Weihnachtsmarkt und das vorhandensein des Queeren Zentrums können hier stellvertretend für jedes Angebot des Vereins genannt werden.

Der Verein hat schon immer klare Kante gezeigt, nicht nur gegen Homo- und Transphobie, sondern gegen jede Form der Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit. Aufruf und Teilnahme an Gegendemonstrationen gegen Rechte und Nazis sind für vielbunt ebenso selbstverständlich und notwendig, wie die Kundgebungen nach dem Attentat von Orlando oder zur Situation in Tschetschenien und auch Reisen nach Stuttgart oder Wiesbaden gegen Kundgebungen der sogenannten Demo für alle.

Es waren intensive erste 10 Jahre für vielbunt und so ist es irgendwie auch nicht verwunderlich, dass dieser besondere Geburtstag in Zeiten einer besonderen Herausforderung stattfindet. Neben der Frage wie es ein Verein schafft den Zusammenhalt auch in Lockdown-Zeiten zu sichern und Austausch und Begegnungen weiterhin zu ermöglichen, gilt es auch den Blick in die Zukunft zu richten und den Verein für die nächsten 10 Jahre gut aufzustellen. 

Um die Wichtigkeit der Angebote und Community steht auch am heutigen Tag mit zwei digitalen Veranstaltungen im Mittelpunkt des Geburtstags am Nachmittag findet der Online-Talk „Queere Räume – Queere Krisen“ statt und am Abend lädt vielbunt gemeinsam mit der AIDS-Hilfe Darmstadt zur „Onlinsten AIDS-Gala der Welt“ ein. 

Pressemitteilung: Die Onlineste AIDS-Gala der Welt

vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt veranstalten am Samstag, den 28.11.2020 zum neunten Mal gemeinsam eine etwas andere AIDS-Gala

Was als „Kleinste AIDS-Gala der Welt“ begann und sich über die Jahre immer wieder durch alternative Konzepte auszeichnete, wird auch während der Pandemie wieder neue Wege beschreiten: Statt der „Kleinsten AIDS-Gala der Welt“ findet zum Welt-AIDS-Tag die „Onlineste AIDS-Gala der Welt“ statt

Wie jedes Jahr organisieren vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt gemeinsam eine außergewöhnliche Spenden-Gala zum Welt-AIDS-Tag. Bekannte Künstler_innen und neue Talente treten diesmal im Online-Stream für den guten Zweck auf. Die Veranstalter_innen bleiben dem alternativen Charakter der letzten Jahre treu und versprechen einen vielfältigen Abend: Verstörung, Verzauberung, Chic und Rebellion werden direkt auf die Bildschirme zuhause übertragen. Nicht zuletzt verkörpert durch die schonungslose Moderatorin: Drag Queen und Polit-Tunte Rosa Opossum lädt in ihr Schlafzimmer ein und freut sich auf ein volles virtuelles Haus: „Menschen mit HIV sind ein selbstverständlicher Teil unserer Community und unserer Gesellschaft. Wir wollen auch während der aktuellen Lage Solidarität zeigen und hoffen auf viele Spenden!“ Die Veranstaltung bietet den Gästen ein abwechslungsreiches Programm und stellt sich auf die Seite von Menschen, die von HIV oder AIDS betroffen sind. Eine HIV-Infektion bedeutet auch heute noch zu oft, dass Menschen an den Rand der Gesellschaft und in Armut gedrängt werden. Patricia Wagner von der AIDS-Hilfe Darmstadt: „Wir sind sehr froh und dankbar, dass auch in diesem Jahr wenigstens die gute Tradition der AIDS-Gala aufrechterhalten werden kann und freuen uns, wenn möglichst viele Menschen sich auf diese Weise solidarisch mit uns zeigen. Und natürlich freuen wir uns über möglichst viel Spenden, die unmittelbar für die Unterstützung unserer Klient_innen eingesetzt werden.

Die „Onlineste AIDS-Gala der Welt“ findet im Rahmen des Welt-AIDS-Tages statt. Weltweit wird jährlich am 1. Dezember an das Thema HIV/AIDS erinnert und zu Solidarität mit HIV-Infizierten, an AIDS Erkrankten und ihnen nahestehenden Menschen aufgerufen.

Onlineste AIDS-Gala der Welt
Datum: 28.11.2020
Beginn 21.00 Uhr

Die Links zu den Streams werden auf vielbunt.org und facebook.com/vielbunt veröffentlicht.

Facebook Event: https://www.facebook.com/events/648475095848749

Vor während und nach der Show kann direkt über PayPal oder Überweisung an die AIDS-Hilfe gespendet werden.

Kontakt für Rückfragen:

stefan.kraeh@vielbunt.org
Telefon: 06151-3534346

Onlineste AIDS-Gala der Welt

vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt veranstalten am Samstag, den 28.11.2020 zum neunten Mal gemeinsam eine etwas andere AIDS-Gala

Was als „Kleinste AIDS-Gala der Welt“ begann und sich über die Jahre immer wieder durch alternative Konzepte auszeichnete, wird auch während der Pandemie wieder neue Wege beschreiten: Statt der „Kleinsten AIDS-Gala der Welt“ findet zum Welt-AIDS-Tag die „Onlineste AIDS-Gala der Welt“ statt

Wie jedes Jahr organisieren vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt gemeinsam eine außergewöhnliche Spenden-Gala zum Welt-AIDS-Tag. Bekannte Künstler_innen und neue Talente treten diesmal im Online-Stream für den guten Zweck auf. Die Veranstalter_innen bleiben dem alternativen Charakter der letzten Jahre treu und versprechen einen vielfältigen Abend: Verstörung, Verzauberung, Chic und Rebellion werden direkt auf die Bildschirme zuhause übertragen. Nicht zuletzt verkörpert durch die schonungslose Moderatorin: Drag Queen und Polit-Tunte Rosa Opossum lädt in ihr Schlafzimmer ein und freut sich auf ein volles virtuelles Haus: „Menschen mit HIV sind ein selbstverständlicher Teil unserer Community und unserer Gesellschaft. Wir wollen auch während der aktuellen Lage Solidarität zeigen und hoffen auf viele Spenden!“

Die Veranstaltung bietet den Gästen ein abwechslungsreiches Programm und stellt sich auf die Seite von Menschen, die von HIV oder AIDS betroffen sind. Eine HIV-Infektion bedeutet auch heute noch zu oft, dass Menschen an den Rand der Gesellschaft und in Armut gedrängt werden. Die während der Show überwiesenen Spenden werden unmittelbar für die Unterstützung der Klient_innen der AIDS-Hilfe Darmstadt eingesetzt.Vor während und nach der Show kann direkt über PayPal oder Überweisung an die AIDS-Hilfe gespendet werden.

Die „Onlineste AIDS-Gala der Welt“ findet im Rahmen des Welt-AIDS-Tages statt. Weltweit wird jährlich am 1. Dezember an das Thema HIV/AIDS erinnert und zu Solidarität mit HIV-Infizierten, an AIDS Erkrankten und ihnen nahestehenden Menschen aufgerufen.

Onlineste AIDS-Gala der Welt
Datum: 28.11.2020
Beginn 21.00 Uhr

Links zu Zoom und dem facebook Live-Stream folgen im Laufe der Woche!

Transgender Day of Remembrance 2020

Seit 1999 begeht die trans Community den Transgender Day of Remembrance (TDOR) jährlich am 20. November. Er ist ein Tag des Gedenkens an die Opfer von transfeindlicher Gewalt überall auf der Welt. Anlass für den ersten TDOR war der Mord an der afro-amerikanischen trans Frau Rita Hester. Auch gut zwanzig Jahre nach dem ersten TDOR haben wir weiter Anlass, an diesem Tag zu mahnen und zu erinnern.

In vielen Ländern der Erde müssen trans Personen weiter staatliche Verfolgung fürchten, erhalten keinerlei rechtliche Anerkennung oder medizinische Unterstützung. Sie sind institutioneller Diskriminierung unterworfen, und transfeindliche Morde gab es auch im Jahr 2020. Besonders in Europa und Nordamerika proben konservative Regierungen den Backlash  – bereits erreichte Fortschritte werden zurückgenommen. In Ungarn beispielsweise wurde trans Personen die Möglichkeit genommen, ihren Vornamen und ihren Geschlechtseintrag auf offiziellem Weg ändern zu können. Gruppierungen, die sich als feministisch bezeichnen und gleichzeitig trans Personen die Solidarität und Anerkennung ihrer Selbstaussage entziehen, sind in Europa im Aufwind. Diese strukturelle Gewalt, die mit der medialen Verbreitung von transfeindlichen Narrativen einhergeht, gefährdet trans Personen aller Altersklassen und schürt Hass und falsche Vorurteile.

vielbunt e.V. gedenkt heute aller trans Personen, die im letzten Jahr Opfer von transfeindlicher Gewalt wurden. Wir werden nicht aufhören, dafür zu kämpfen, dass diese Gewalt ein Ende haben wird.

TALK: Queere Räume – queere Krise?

Queere Menschen brauchen queere Räume. Das klingt logisch aber auch ein wenig banal. Was genau wird da von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* gebraucht? Stephanie Kuhnen sagt “Wir brauchen unsere eigenen Räume, um zu werden wer wir sind.” Das lässt vermuten, dass queere Räume mehr bieten als Gesellschaft, Kennenlernen, Dating und Kultur. Queere Räume sind eng verbunden mit den Bedürfnissen und auch Nöten von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten in einer queerfeindlichen Welt. Sie können Schutz bieten und auch Freiheit.

Der CSD Darmstadt 2020 formulierte das so: “Es geht darum, queere Einsamkeit zu überwinden, Räume für Austausch, stärkende Gemeinschaftserfahrungen und Alternativen zu schaffen.” Wie werden queere Räume diesem Anspruch gerecht und wie hat Corona queere Räume und ihre Zugänge verändert?

Darüber wollen wir reden mit Laura Halding-Hoppenheit, die seit 1977 den Kings Club in Stuttgart betreibt, mit Pasta Parisa, die als Drag Queen queere Räume nutzt aber auch schafft, mit Kim Alexandra Trau aus der queeren Bildungsstätte Akademie Waldschlösschen (angefragt) und mit Josefine Liebing, die sich während der Pandemie im Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt für queere Bars in Frankfurt eingesetzt hat.
Die Moderation übernimmt Patrick Orth, der viele Jahre im Vorstand des CSD Hamburg aktiv war und jetzt bei der Aidshilfe NRW Präventionsarbeit macht.

Anmeldung: https://forms.gle/VA1fLs1CxiN2djKP6

Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt.

Erste digitale Mitgliederversammlung von vielbunt

Am 07.11.2020 fand die erste digitale Mitgliederversammlung von vielbunt statt. Wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen war die geplante Durchführung im Bürgermeister-Pohl-Haus nicht möglich. Da in diesem Jahr reguläre Vorstandswahlen anstanden, war es dem Vorstand und den AG/AK Leitungen ein besonders Anliegen die Versammlung auch unter besonderen Bedingungen durchzuführen.

Neben den Vorstandswahlen standen auch weitere wichtige Entscheidungen an, über die die 49 anwesenden Vereinsmitglieder beraten und abstimmen konnten. So wurde unter anderem das Zwei-Jahresprogramm verabschiedet, welches die Arbeit und Ziele der AGs und AKs bis 2022 vorgibt. Ebenfalls im Programm wurden Arbeitsaufträge an den Vorstand definiert. So wird sich vielbunt in der nächsten Zeit unter anderem mit dem Thema lesbisches Engagement im Verein beschäftigen.

Eine sehr sichtbare Änderung wurde auch beschlossen: vielbunt bekommt ein überarbeitetes Logo. Der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit hatte dazu einen entsprechenden Vorschlag eingebracht, der mit großer Mehrheit die Zustimmung der Mitglieder fand. Das Logo wird gegen Ende des Jahres veröffentlicht.

Bei den Vorstandswahlen wurden Alexander Arnold und Christopher Januschkowetz als 1. Vorsitzender und Beisitzer in ihren Ämtern bestätigt. Mit Heidi Schweitzer, als neue 2. Vorsitzende und Andreas Ewald, als neuem Kassierer, haben zwei bisherige Beisitzer_innen neue Posten im Vorstand übernommen. Neu in den Vorstand wurden Judith Bellmann als 2. Kassiererin und als Beisitzer Tobias Schulz und Stefan Hauer gewählt. Steffen Mück, Dennis Hochmann und Stefan Zoll traten nicht mehr für den Vorstand an.

Danke an Steffen Mück, der zwei Jahre Kassierer war, um als weitere Person den gewachsenen Verein zu verwalten. Insbesondere Dennis Hochmann und Stefan Zoll wurde durch Mitgliederversammlung für ihr langjähriges Engagement im Vorstand gedankt. Stefan Zoll hat in seinen sechs Jahren als Beisitzer und später auch 2. Vorsitzender maßgeblich die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins geprägt. Dennis Hochmann war seit der Gründung vor 10 Jahren Kassierer des Vereins. Ohne seinen Einsatz wäre vieles von dem was vielbunt geschafft hat nicht möglich gewesen.