Aktuelles

124. Treffbunt – Im wunderschönen Monat Mai

Es wird wärmer – und nicht nur draußen! Unser nächster Treffbunt bietet euch wieder die Wärme eines freundlichen Kreises und einen schönen langen Abend am 10. Mai.

Organisiert mit dem Online-Service wonder.me, bietet der Treffbunt themenbasierte Diskussionskreise, denen jeder beitreten kann. Ob mit einem spannenden Thema, oder mit den Menschen die ihr schon lange wieder  sehen wolltet, euer perfekter Kreis lässt sich finden. Wenn ihr euch noch immer unschlüssig seid, denkt noch daran: auf dem virtuellen Tisch gibt’s immer nur eure Lieblingsgetränke… aus eurem Kühlschrank!

Zusätzlich zu den  Diskussionskreisen starten wir ein neues Format: den Spieltisch. Wer sich seine Langeweile ausspülen will, sollte definitiv für eine (oder gar mehrere) Runde(n)  reinschauen!

Wir warten auf euch am 10.5.2021 um 19:30. Wer neu ist kann gerne schon 15 Minuten früher kommen um unser Team vorab kennen zu lernen.

Machen wir diesen Mai gemeinsam wunderschön!

Bei Fragen und Problemen meldet euch per Mail an kulturundcommunity@vielbunt.org oder auch direkt beim Treffbunt im Chat.

Systemvoraussetzungen für wonder.me:

Bitte benutzt Chrome, Firefox oder Edge und achtet darauf, dass die neuste Version installiert ist.

NICHT unterstützt werden: Safari, Internet Explorer, Opera und ältere Versionen von Edge ( vor 87)

Zugang zum Treffbunt: wonder.me

Der Treffbunt ist ein Stammtisch für alle queeren Menschen in Darmstadt und Umgebung. Ob vielbunt-Mitglieder oder Interessierte, ganz egal. In der Regel findet er jeden 2. Montag im Monat statt. Das Besondere: eine Stammkneipe gibt es nicht. Die nächste Location wird jedes Mal ausgelost. Also entdecke mit uns Darmstadt, lerne neue Leute kennen und verbringe einen schönen Abend!

Wenn du neu dabei bist, Fragen hast oder einfach ein bisschen Hilfe beim Kennenlernen brauchst, melde dich bei uns unter kulturundcommunity@vielbunt.org oder einfach direkt beim Treffbunt.

Kundgebung zum Europatag am 09.05.2021

Zum Europatag am Sonntag den 09. Mai 2021 veranstaltet Pulse of Europa eine Kundgebung um 14 Uhr auf dem Karolinenplatz. Unter anderem wird unser Vorsitzender Alexander Arnold dort auch einen Redebeitrag halten. Kommt zahlreich, mit Abstand und Masken.

In Darmstadt lädt Pulse of Europe ein zur Demo auf den Karolinenplatz. Dort wird u.a. ein Plädoyer von OB Jochen Partsch für Frieden, Freiheit und Zusammenhalt in Europa zu hören sein. Auch Alexander Arnold von Vielbunt e.V., Kooperationspartner der Aktion, und der Europaparlamentarier Michael Gahler stehen auf der Rednerliste. Musikalische Beiträge gehören (voraussichtlich) ebenso zum Programm wie das „Offene Mikrophon“, wo Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Statement frei ausdrücken können – ein Klassiker auf allen Pulse of Europe-Kundgebungen.

Workshopreihe: Was ist schon normal? Queere Jugendliche im Handlungsfeld Schule

Das LSBT*IQ Netzwerk Südhessen klärt an drei Workshoptagen über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt auf

14.06.2021: 9:30 bis 16 Uhr: Sexualität_en – Zwischen Diskriminierung und Unsichtbarkeit im Schulkontext

https://www.facebook.com/events/75164872885651021.06.2021:

9:30 bis 16 Uhr: Intergeschlechtlichkeit in vorurteilsbewusster pädagogischer Praxis

https://www.facebook.com/events/15955002933527302.07.2021:

9:30 bis 17 Uhr: Trans* & Pädagogik im Kontext geschlechtlicher Selbstbestimmung

https://www.facebook.com/events/3837781296338913

Ort: Bessunger Forst bei Darmstadt oder Digital

Abhängig von der Lage des Infektionsgeschehens der Corona-Pandemie finden die Veranstaltungen entweder in Präsenz oder Digital statt. Findet sie vor Ort statt, so wird im Vorfeld das verbindliche Hygienekonzept angekündigt. Zielgruppen: Fortbildung für Fachkräfte in Schulen und Jugendeinrichtungen sowie Haupt- und Ehrenamtliche aus queeren Strukturen Es kann sich für einzelne oder mehrere Workshops angemeldet werden unter info@lsbtiq-suedhessen.net. Bei der Anmeldung bitten wir darum, die konkreten Workshoptage, den beruflichen Hintergrund und ob sich die Einrichtung in Hessen befindet, anzugeben.

Die Veranstaltung ist akkreditiert durch die Hessische Lehrkräfteakademie unter der Nummer: 02102323

*wandern in der wutachschlucht

Auch dieses Jahr macht vielbunt wieder eine queere Wanderung in der Wutachschlucht – vom 05.07.2021 – 12.07.2021. Hierzu werden wir im entsprechenden Zeitraum in der Wanderhütte des Wandervereins Waldshut im Dorf und Luftkurort Amrigschwand bei Höchenschwand im Südschwarzwald nächtigen.

Auf der Hütte gibt es weder WLAN noch Fernsehen, aber dafür viel gemeinsamen Spaß, Platz für Kartenspiele und schöne Abende, eine Feuerstelle für Stockbrot sowie eine große Sonnenterrasse mit Alpenblick.

Update: Inzwischen sind alle Plätze belegt, es ist nur noch eine Registrierung für Nachrückplätze möglich.

Hier der Link zur Anmeldung und weiteren Details: Anmeldung

Wie war die Wanderung im Schwarzwald in 2020? >> Hier der Bericht

*pridedayrun darmstadt 2021

Da in Zeiten von Corona viele LaufEvents ausfallen, rufen wir auch in 2021 alle Läufer*innen in Darmstadt auf, am 05.06.2121 ab 10:30 Uhr coronakonform und virtuell vernetzt eine Strecke von 5 oder 10 km zu laufen und im Anschluss für einen wohltätigen Zweck zu spenden und damit die LGBTQ+ Community zu unterstützen.

Ob es die eigene Lieblingsstrecke war oder eine unbekannte Strecke – das ist frei wählbar – mit dem Hashtag #darmstadtpriderun könnt ihr eure Aktion – also Lauf und Spende – digital vernetzen.

Auch die ausgeschilderte vielbunt sport* Strecke für die wöchentlichen Waldläufe ist gut geeignet, um den persönlichen PrideRun zu laufen:

5 und 10 km sind markiert um individuell den PrideRun zu laufen – dabei kann als Startpunkt der Waldweg am Baseballfeld der Darmstadt Whippets an der Eschollbrücker Straße genutzt werden: Startpunkt.

Meldet euch einfach beim „RainbowRun“ an und lasst uns über sport@vielbunt.org die Startnummer und eure Handynummer zukommen, dann können wir euch zum Team und zur Whatsapp-Gruppe hinzufügen 🙂

Wie war der *pridedayrun in 2020? >> Hier der Bericht

*stadtradeln startet am 1. Mai

Auch 2021 machen wir wieder beim STADTRADELN mit – das ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Dabei ist es egal, ob du bereits jeden Tag fährst oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs bist. Jeder Kilometer zählt – erst recht wenn du ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hättest.

Wir sind als Team vielbunt sport* mit dabei – join our team!

https://www.stadtradeln.de/index.php?id=171&L=1&team_preselect=11398

Tag der lesbischen Sichtbarkeit

Am Tag der Lesbischen Sichtbarkeit wollen wir auf das Engagement und den Aktivismus mit und für alle Lesben und queeren Frauen aufmerksam machen. Gemeinsam setzen wir uns für unsere Rechte, Gleichstellung und gegen jegliche Diskriminierung ein. Unsere trans und nicht-binären Freund*innen sind in unserem Aktivismus eingeschlossen und fester Bestandteil unserer Community.Lasst uns alle gemeinsam aktiv werden!

Foto von Quintin Gellar von Pexels

6. vielbunter Lady Night Talk (online) am 24.4.2021

Wir wollen an diesem Abend mit „bunten“ Frauen und Lesben in unserem Lady Night-Talk die Ideen rund um das Thema lesbische Sichtbarkeit und Engagement für die Zukunft mit Euch vertiefen und konkretisieren. Im Fokus wird diesmal der Tag der lesbischen Sichtbarkeit am 26.04.2021 stehen.
Im Anschluss wird es wieder einen lockeren Ausklang geben.

24.04.2021 um 19 Uhr online

Anmeldung für die Zugangssdaten unter folgenden Link:
https://forms.gle/L7ZwMuXamK5hMcWr8

Für Fragen rund um die Veranstaltung wendet Euch an: Heidi.Schweitzer at vielbunt.org

123. Treffbunt – Der April macht was er will…

Und wir machen das auch! Egal ob lustiger Online-Spieleabend, zwanglose Plaudereien mit alten und neuen Bekannten, ernste Themen oder kleine Schwärmereien für die Leute am Nebentisch, bei unserem Treffbunt ist für alle etwas dabei.

Dafür nutzen wir wieder die browserbasierte Software „wonder.me“. Über den Anmeldelink gelangt ihr zu unserem Treffbunt.

Klickt mit der Maus an den Ort zu dem ihr möchtet, haltet die Taste gedrückt und freut euch, während euer Symbol quer durch den Raum flitzt.

Sobald ihr in Reichweite eines “Kreises” mit Personen oder einer einzelnen Person kommt, werdet ihr verbunden und könnt euch gegenseitig sehen und hören.

In größeren Gruppen ist es ratsam, wenn die Mikrofone erst eingeschaltet werden, wenn ihr etwas sagen möchtet.

Wir treffen uns am 12.04.2021 um 19:30 Uhr.

Neu- und Que(e)reinsteigende können gerne schon eine Viertelstunde vorher zu uns stoßen, um im kleineren Kreis erste Kontakte zu knüpfen.

Naschereien, Tischdekoration und dem Wetter angepasste Getränke besorgt ihr euch am besten selbst, der virtuelle Ausschank hat sich leider nicht bewährt.

Bei Fragen und Problemen meldet euch per Mail an kulturundcommunity@vielbunt.org oder auch direkt beim Treffbunt im Chat.

Systemvoraussetzungen für wonder.me:

Bitte benutzt Chrome, Firefox oder Edge und achtet darauf, dass die neuste Version installiert ist.

NICHT unterstützt werden: Safari, Internet Explorer, Opera und ältere Versionen von Edge ( vor 87)

Zugang zum Treffbunt: wonder.me

Der Treffbunt ist ein Stammtisch für alle queeren Menschen in Darmstadt und Umgebung. Ob vielbunt-Mitglieder oder Interessierte, ganz egal. In der Regel findet er jeden 2. Montag im Monat statt. Das Besondere: eine Stammkneipe gibt es nicht. Die nächste Location wird jedes Mal ausgelost. Also entdecke mit uns Darmstadt, lerne neue Leute kennen und verbringe einen schönen Abend!

Wenn du neu dabei bist, Fragen hast oder einfach ein bisschen Hilfe beim Kennenlernen brauchst, melde dich bei uns unter kulturundcommunity@vielbunt.org oder einfach direkt beim Treffbunt.

Bühne frei! zur zweiten Online-OpenMicNight von vielbunt!

Stay@Home, wir kommen zu Euch!

Am Freitag, den 23. April, pünktlich um 19:55 Uhr wird die virtuelle Bühne geöffnet. Ihr bleibt ganz gechillt zu Hause, gemütlich auf dem Sofa oder auf dem Balkon und wir bringen ein buntes „Bühnenprogramm“ zu Euch nach Hause. 

Wer vor der virtuellen Bühne sitzen möchte, kann sich per Zoom zuschalten und die Künstler_innen dort live verfolgen. Wenn dir das doch zu nah an den GagaLadies ist, ist die OpenMicNight auch über einen Facebook-Stream zu verfolgen. Nachträglich findest du die Veranstaltung auch auf unserem YouTube-Kanal.

Applaus nehmen die Künstler_innen nicht nur in Form von lieben Kommentaren und Emojis entgegen, sondern auch im Zoom-Meeting in Form von echtem Applaus! 

Du möchtest Teil dieses tollen Abend-Programms werden? Dann schreibe uns doch an kulturundcommunity@vielbunt.org. Wir schalten dich dann per Skype oder Zoom direkt auf die virtuelle Bühne. Ob Musik, Gesang, Theater, Travestie, Slapstick, Satire, Comedy oder Kabarett, erlaubt ist fast alles was dir und hoffentlich uns Spaß macht! 

Moderiert wird dieses Mal live aus dem neuen Wohnzimmer von und mit Ben Hermann

Lasst uns gemeinsam ein paar fröhliche, bunte Stunden verbringen und dem Corona Alltag entfliehen. 

Hier geht es zur virtuellen Bühne und hier geht es zum Facebook-Stream oder Youtube-Stream. Der Raum ist ab 19:30 Uhr geöffnet!

Vortrag von Andreas Kemper zur Sprache der Rechten

JUGEND-VERANSTALTUNG: Vortrag von Andreas Kemper zur Sprache der Rechten am Freitag ab 18:00 Uhr (für die queere Jugend Darmstadt von 14 bis 27)

Der Politiker Björn Höcke soll jahrelang rechtsextremistische Texte unter dem Pseudonym “Landolf Ladig” verfasst haben. Das fand Andreas Kemper heraus durch eine sprachliche Analyse der Beiträge. Doch nicht nur zwischen diesen beiden Namen gibt es Parallelen. Es gibt auch eine beachtliche Nähe zur Rhetorik und sogar zu Ideen aus der NS-Zeit.

Außerdem eint viele Faschist*innen auch das Verwenden von Begriffen und Narrativen, von “LINKSGRÜN-VERSIFFT” über “GENDERWAHN” zu “VOLKSTOD”, die immer wieder auftauchen. Tatsächlich gibt es charakteristische Merkmale, was die Sprache der Rechten betrifft: Identifikation, Gewalt, das Überschreiten von Grenzen und das Missachten von “politischer Korrektheit”.

In unserem Zoom-Vortrag von Andreas Kemper am Freitag, den 19. März, wird diese Thematik näher beleuchtet.

Ab 17:45 Uhr könnt ihr euch, wenn ihr zwischen 14 und 27 Jahre alt seid, hier einwählen: https://us02web.zoom.us/j/88576365643?pwd=SVo2ak9OQ3hIWEUzOWNYb1ZmYmdVdz09 

Mehr Infos (“Andreas Kemper über ‘Landolf Ladig’ alias Björn Höcke (AfD)”): https://www.youtube.com/watch?v=5r1bzvO4E6k 

Solidarität mit verfolgten queeren Aktivist*innen
in unserer polnischen Partnerstadt Płock

Deutsch

Sehr geehrte Damen_Herren,

wir von vielbunt e.V. sehen uns als Gestalter_innen queeren Lebens sowie als Ansprechpartner_innen und Sprachrohr für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter und queere Menschen (LSBT*IQ) in Darmstadt. Unsere Solidarität endet jedoch nicht an der Stadtgrenze – in diesen Tagen schauten wir insbesondere auf unsere polnische Partnerstadt Płock.

Nachdem dort eine Kirche in einer Kunstinstallation zum Osterfest im Jahr 2019 „Homosexualität“ als Sünde darstellte, ließen das drei queere Aktivistinnen nicht unkommentiert. Sie teilten aus Protest eine Fotomontage, die ein Regenbogen auf einem Marienbild zeigt – und standen deshalb in Płock vor Gericht.

Wir finden, dass ein Regenbogen kein Verbrechen ist und dass die Verfolgung von Regenbogensymbolen, die an die Illegalität von Regenbogenflaggen in der Öffentlichkeit in Russland erinnert, so nicht passieren darf. Aus diesem Grund nahmen wir das zum Anlass, unsere Solidarität auszudrücken, zum Handeln aufzufordern und den aktuellen Stand zusammenzufassen: https://www.vielbunt.org/news/aktuelles/solidaritaet-mit-verfolgten-queeren-aktivistinnen-in-unserer-polnischen-partnerstadt-plock/

Mit dem noch nicht rechtskräftigen Urteil am 2. März steht nun fest, dass die drei Aktivistinnen unschuldig sind. Während dies erfreulich ist, ändert das leider wenig an den bestehenden sogenannten “LGBT-ideologiefreien Zonen” in Polen und der durch diesen Prozess weiter vorangetriebenen Spaltung der Gesellschaft in der Frage, ob queere Menschen akzeptiert werden sollen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn dieser Umstand in Darmstadts Partnerstadt Płock und der Umgebung im Rahmen Ihrer Berichterstattung Aufmerksamkeit bekommen könnte. Bitte lassen Sie uns wissen, falls Sie dafür noch weitere Informationen benötigen.

Mit bunten Grüßen aus Darmstadt

English

Dear Ladies_Gentlemen,

we at vielbunt e.V. see ourselves as shapers of queer life and as contact persons for lesbian, gay, bisexual, trans*, inter and queer people (LGBT*IQ) in Darmstadt. However, our solidarity does not end at the city limits – these days we are looking in particular at our Polish partner city of Płock. 

After a church there depicted „homosexuality“ as a sin in an art installation for Easter in 2019, three queer activists did not let this go uncommented. In protest, they shared a photo montage showing a rainbow on an image of the Virgin Mary – and stood trial in Płock because of it.

We insist that a rainbow is not a crime and that the persecution of rainbow symbols, reminiscent of the illegality of rainbow flags in public in Russia, should not take place. For this reason, we took this as an opportunity to express our solidarity, call for action, and summarize the current situation: https://www.vielbunt.org/news/aktuelles/solidaritaet-mit-verfolgten-queeren-aktivistinnen-in-unserer-polnischen-partnerstadt-plock/

The verdict of March 2 not yet legally binding proclaims that the three activists are not guilty. While this is worth gladness, it changes unfortunately little about the so-called the established “LGBT ideology-free zones” in Poland as well as the continuously growing split in the society over the question whether queer persons should be accepted.

We would be very pleased if this occasion in Darmstadt’s twin city Płock and its neighbourhood could get attention in the context of your reporting. Please let us know if you need any further information for this.

With colorful greetings from Darmstadt

Polski

Szanowni Państwo,

my z vielbunt e.V. uważamy siebie za organizatorów queer życia, a także osób kontaktowych i rzeczników  dla ludzi homoseksualne, biseksualne, trans*, inter oraz queer w Darmstadtu. Nasza solidarność, jednak, nie jest ograniczona naszym miastem – w te dni spoglądamy zwłaszcza nasze polskie miasto partnerskie Płock.

Po tym jak kościół tam przedstawił w instalacje na wielkanoc „homoseksualność“ jak grzech, trzy aktywistki nie zostawili to tak. Na protest one rozpowszechniły fotomontaż, w jakim Matka Boska z Częstochowa ma tęczową aureolą – i za to stojały przed sądem w Płocku.

My uważamy, że tęcza nie jest przestępstwom oraz że prześladowanie symbolów tęczowych przypomina o zakazu na pokaz publiczny symbolów tęczowych w Rosji i nie powinno się odbywać. Dlatego z takiej okazji wyrażamy swoją solidarność, zew do działania, oraz podsumujemy stanowisko aktualne:

https://www.vielbunt.org/news/aktuelles/solidaritaet-mit-verfolgten-queeren-aktivistinnen-in-unserer-polnischen-partnerstadt-plock/

Wyrok od 2. marca jeszcze nie ostateczno prowadzony wyznaje trzech aktywistek niewinnymi. Chocz to jest naprawdę radosno, mienia to, na żal, niewiele, kiedy chodzi o istniejące t. zw. “zony wolne od LGBT ideologii” czyli rozłam społeczny dookoła tego czy osoby queer mają być zaakceptowane.

Bylibyśmy wdzięczni gdyby ta sytuacja w naszem miastu partnerskim i jego okolicach otrzymała uwagą przez waszą komunikacją. Prosimy powiedzieć jeśli potrzebujecie więcej informacji o tym.

Z wielobarwnym poważaniem z Darmstadtu

5. vielbunter Lady Night Talk (online) am 20.03.2021

Wir wollen an diesem Abend mit „bunten“ Frauen und Lesben in unserem Lady Night-Talk die Ideen rund um das Thema lesbische Sichtbarkeit und Engagement für die Zukunft mit Euch vertiefen und konkretisieren.
Im Anschluss wird wieder es einen lockeren Ausklang geben.
20.03.2021 um 19 Uhr online
Formlose Anmeldung per E-Mail an: Heidi.Schweitzer@vielbunt.org

Buntes Musik Café

Du wolltet schon immer mal mit queeren vielfältigen und bunten Menschen in einer Musikgruppe, Band und Co. stressfrei und mit viel Spaß, Musik machen?

Dabei sein ist alles ! Spaß steht dabei an erster Stelle !

Dann komm’ vorbei und lass’ uns im 1. BuntesMusik Café darüber austauschen, plauschen und planen, wie wir es gemeinsam umsetzen können.

Sonntag 28.3.2021 um 10:30 – 12 Uhr via Zoom

Melissa und Beate freuen sich auf EUCH!

Link zum Zoom-Meeting

122. Treffbunt – endlich wieder am Tisch sitzen!

Ja – richtig gelesen! Es wird Zeit, endlich mal wieder Gespräche am Tisch zu führen. Daher haben wir uns etwas Neues einfallen lassen. Anstatt über Zoom, treffen wir uns an virtuellen Tischen in der Browserbasierten Software “wonder.me”. Wir haben mehrere Tische mit unterschiedlichen Themen für den Abend vorbereitet. Über den Anmeldelink gelangt ihr zu unserem Treffbunt. Klickt mit der Maus an den Tisch zu dem ihr möchtet, haltet die Taste gedrückt und lächelt, während euer Symbol quer durch den Raum zu einem Tisch flitzt. Sobald ihr in Reichweite eines “Kreises” mit Personen oder einer einzelnen Person kommt, werdet ihr verbunden und könnt euch gegenseitig sehen und hören. In größeren Gruppen ist es ratsam, wenn die Mikrofone erst eingeschaltet werden, wenn ihr etwas sagen möchtet. 

Möchtet ihr ein anderes Thema vorschlagen, teilt das einer Person aus der AG mit, wir öffnen dann einen neuen Tisch. 

Um Personen zu euch rüberzuwinken, reicht es nicht, wie üblich ein “Hi ! komm doch mal her” durch den Raum zu rufen, sondern ihr klickt eine Person an und drückt “invite to circle”.

Der Raum ist bereits jetzt geöffnet und kann zum Testen genutzt werden. Wir treffen uns dann am 08.03.2021 um 19:30 Uhr. Besorgt euch was zu Naschen und deckt euch mit kühlen Getränken ein, die Zeit für Glühwein ist vorbei.

Systemvoraussetzungen
Bitte benutzt Chrome, Firefox oder Edge und achtet darauf, dass die neuste Version installiert ist. Bei älteren, leistungsschwachen Geräten könnte außerdem zu Ton und Bildstörungen kommen.

NICHT unterstützt werden: Safari, Internet Explorer, Opera und ältere Versionen von Edge ( vor 87)

Bei Problemen meldet euch per mail an kulturundcommunity@vielbunt.org.

Zugang zum Treffbunt: wonder.me

Der Treffbunt ist ein Stammtisch für alle queeren Menschen in Darmstadt und Umgebung. Ob vielbunt-Mitglieder oder Interessierte, ganz egal. In der Regel findet er jeden 2. Montag im Monat statt. Das Besondere: eine Stammkneipe gibt es nicht. Die nächste Location wird jedes Mal ausgelost. Also entdecke mit uns Darmstadt, lerne neue Leute kennen und verbringe einen schönen Abend!

Wenn du neu dabei bist, Fragen hast oder einfach ein bisschen Hilfe beim Kennenlernen brauchst, melde dich bei uns unter kulturundcommunity@vielbunt.org oder einfach direkt beim Treffbunt.

Offener Brief: Trans*feindlichkeit in den Medien

“Das Geschichtsbuch im Regal wiederholt sich ständig.” – seit Jahrzehnten tanzen wir über diese Zeile hinweg. Das, obwohl an der Aussage sehr viel dran ist. Einige Dinge ändern sich eben nie. Dass sich Dinge im geschichtlichen Zeitrahmen wiederholen, müsste insbesondere Andreas Rödder wissen. Dieser wird in einem Echo-Artikel vom 6. Februar 2021 vorgestellt als Gastautor und Professor für Neueste Geschichte. Im Artikel “Das *-Thema” darf sich die Person so richtig aufregen über eine diskriminierungsfreie Sprache und unwidersprochen die Situation von trans* Menschen mit Pädophilie vergleichen.

Es ist auch nicht verwunderlich, dass Rödder die Diskussion um eine geschlechtergerechte Sprache nutzt, um seine queerfeindliche Haltung zu manifestieren und um nach seinen Hasstiraden zur diskriminierungsfreien Sprache einen Bezug zwischen trans* und Pädophilie herzustellen. Hier wiederholt sich die Geschichte, denn zum Thema Pädophilie zu greifen, für unappetitliche Vergleiche, ist nicht neu. Friedrich Merz, der mehrfach für den Vorsitz der CDU kandidierte, brachte 2020 diesen Vergleich bereits beim Bewerben seiner Kandidatur. Erika Steinbach, ehemals CDU-Mitglied und nun der AfD nahestehend, befriedigt damit die Leselust der Blase, in der sie sich befindet, ebenfalls. Diese Vergleiche, die seit Jahrzehnten kursieren, haben nach wie vor ein Ziel: das Schüren von Angst und Hass gegenüber queeren Menschen.

Der “Gastautor” vermischt mehrere Thematiken miteinander. Drei Schwerpunkte stechen dabei heraus:

Erstens ist hier markant, wie stark diese Stimmungsmache gegen trans* Menschen ist. Diese ist jedoch nicht neu. Seitdem Menschen vereinter gegen Diskriminierung vorgehen und diskriminierende Richtlinien mancherorts gekippt werden, werden Kritiker*innen lauter und dreister, und scheuen sich – wie neben Rödder beispielsweise auch Birgit Kelle – nicht, in einer verächtlichen, abwertenden Sprache über eine Gruppe von Menschen zu sprechen, die zu einer der am stärksten marginalisierten Gruppen überhaupt gehört. Der Schaden, der dabei für trans* Personen angerichtet wird, wird hier billigend in Kauf genommen, um die eigene Agenda voranzutreiben. 

Diese Verrohung der Sprache führt auch zu Handlungen. Wir beobachten dies in Deutschland daran, dass Hassgewalt gegen queere und insbesondere trans* Menschen erschreckend zunimmt. Wie Ungarn zeigt, können sich diese Handlungen aber auch bis auf die staatliche Ebene ziehen und dazu führen, dass das freie Leben von trans* Menschen gesetzlich eingeschränkt wird. Ein weiteres Land, die Vereinigten Staaten, zeigt ebenso, wie fragil der Schutz von trans* Menschen selbst auf rechtlicher Ebene ist: Es hat sich ein Tauziehen bestehend aus widersprüchlichen Gesetzen etabliert, welches zeigt, dass das Einstehen für die Rechte von queeren Menschen eine wahre Sisyphusarbeit ist.

Zweitens verquickt Rödder das Thema der geschlechtergerechten Sprache ganz bewusst mit einem anderen Thema, welches durch eine aktuelle Debatte im Vereinigten Königreich medial wieder mehr an Aktualität gewinnt. Es ist die Frage, wie wir mit trans* Identität bei Jugendlichen umgehen sollten und inwiefern Eltern und Ärzt*innen zulassen müssen, dass diese überhaupt gelebt werden darf. Medizinisch gesehen gibt es die Möglichkeit, trans* Jugendlichen ein temporäres Aufschieben der Pubertät zu ermöglichen, um mehr Entscheidungszeit zu gewinnen oder auch nach reiflicher Überlegung eine Transition in Wege zu leiten. Dabei müssen sie natürlich ein starkes Mitspracherecht haben – wer weiß besser Bescheid über ihr Geschlecht als sie selbst? Da das Nichteingreifen in der Regel eine genauso irreversible Entscheidung ist wie eine Transition einzuleiten, sind die Pubertätsblocker der einzige Weg, um Teenagern mehr Zeit zum Nachdenken zu schenken, falls Zweifel bestehen.

Wie der Tagesspiegel im Artikel “Debatte um trans Jugendliche” erläutert, ist das Thema in Deutschland jedoch lange nicht so kontrovers, wie es Rödder darstellt. Denn de facto werden im Rahmen einer Transition nicht nur Jugendliche, sondern auch ihre Eltern einbezogen. Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen arbeiten in Deutschland mit großer Sorgfalt. Eine Transition ist folglich nie eine Entscheidung, die in einem Augenblick oder über Nacht getroffen werden könnte, und zieht sich gerade bei jungen Personen über viele Jahre hin.

Auch der Respekt vor der selbstempfundenen Geschlechtsidentität einer Person, unabhängig von körperlichen Merkmalen, ist keine hochproblematische Ideologie. Diese Identität wurde schon mehrfach vom Bundesverfassungsgericht als ausschlaggebendes Merkmal befunden, unter anderem auch in einem Urteil, in dem nicht-binäre Personen das Recht auf eine korrekte Anrede zugesprochen wurde. Dieser Respekt ist Konsequenz der Achtung vor der Würde des Menschen.

Rödder äußert sich im Gastbeitrag hingegen so: „Pubertierende Jugendliche eine Entscheidung von solch lebenslanger Tragweite treffen zu lassen, ist verantwortungslos. Das erinnert mich an die sorglose Verharmlosung von Sex mit Minderjährigen in den achtziger Jahren […].“. So weit, so falsch und trans*feindlich also.

Drittens das Thema, welches laut Überschrift eigentlich im Vordergrund stehen sollte; es ist das Gendersternchen. Zunächst postuliert Rödder, das Benutzen des generischen Maskulinums, also das alleinige Verwenden der maskulinen Form eines Wortes, erfasse alle Geschlechter. Alleine aus logischer und semantischer Sicht ist das maximal falsch – es ist immerhin weiterhin das Maskulinum, egal, mit welcher Motivation es verwendet wird. Die Gedanken, die hinter der Verwendung des jeweiligen Wortes stehen, werden nicht auf magische Weise beim Sprechen mit übertragen.

Mit dieser Ansicht bleibt Rödder weit hinter der heutigen Lebensrealität vieler Menschen zurück: Personen, die eine binäre Geschlechterzuordnung für sich nicht als passend empfinden, gibt es in allen Altersstufen, sie werden in den Medien immer sichtbarer, und doch sollen sie in der Sprache – wie in vielen Statistiken – nicht sichtbar gemacht werden. Dabei haben wir das Mittel für die Schaffung von Sichtbarkeit längst gefunden: Das Gendersternchen schafft genau diese Inklusivität für alle. Das Sternchen ist dafür da, alle Leser*innen anzusprechen, egal, welches Geschlecht sie haben. Es heißt alle Menschen willkommen und spricht sie an – auch Andreas Rödder.

Die Überschrift seines Artikels, der Gender-Stern würde eine hochproblematische Ideologie verbreiten, ist angesichts der Tatsache, dass er selbst eine hochproblematische und trans*feindliche Ideologie verbreitet, fast ironisch. Sie zeigt aber auch: Es ist Zeit, Trans*feindlichkeit Geschichte werden zu lassen!

Solidarität mit verfolgten queeren Aktivist*innen in unserer polnischen Partnerstadt Płock

For English version, please see below

Die Lage für queere Menschen in Polen wird zunehmend besorgniserregender: während auf gesellschaftlicher Ebene Menschen teils gewalttätig attackiert werden, schränken queerfeindliche Politiker*innen auch rechtlich die freie Entfaltung durch das Errichten von sogenannten “LGBT-ideologiefreien Zonen” ein. Nun ist die Verfolgung von queeren Aktivist*innen auch in Darmstadts Partnerstadt Płock angekommen mit gravierenden Folgen. Deshalb müssen wir auch hier unsere Stimme erheben.

“LGBT” dargestellt als Sünde

“Geld”, “Gier”, “Stolz”, “LGBT”, “gender” und “Homosexualität” – diese und weitere Begriffe wurden zum Osterfest im Jahr 2019 an einer Kirche in unserer Partnerstadt Płock in einer “Kunstinstallation” als Sünden präsentiert. Dieser offensichtlich queerfeindliche Akt blieb von Elżbieta Podleśna und zwei weitere Aktivist*innen nicht unkommentiert. Sie zeigten Farbe und druckten Plakate, auf denen die Schwarze Madonna von Tschenstochau mit einem regenbogenfarbigen Heiligenschein zu sehen war. Rechte Kreise bezeichneten das Geschehen laut OKO.press als „Angriff auf die Kirche“, während Politiker*innen von „Entweihung“ sprachen. Jetzt drohen ihnen aufgrund dieser Protestaktion bis zu zwei Jahre Haft, da dies als Verletzung von religiösen Gefühlen verurteilt werden könnte. 

„Ich wollte mich Verachtung, Hass und Aggression widersetzen.“

Die Motivation der drei Personen ist klar: Sie wollten sich mit einer kreativen Aktion gegen die Hassbotschaft zum Osterfest stellen. Vor knapp einem Monat äußerte sich während des ersten Prozesses eine beteiligte Aktivistin: „Ich wollte mich Verachtung, Hass und Aggression widersetzen.” Dabei werden glücklicherweise auch hierzulande Stimmen lauter, die auf das Spannungsfeld zwischen der freien Meinungsäußerung und dem Eingreifen der Kirche in jene aufmerksam machen.

Wir finden auch: Ein Regenbogen ist kein Verbrechen!

Auf Missstände in der Gesellschaft aufmerksam zu machen, darf nicht als Verbrechen gewertet werden. Insbesondere nicht, wenn es durch das bloße Zeigen eines Regenbogensymbols über einem Gemälde oder Bildnis geschieht. Es erinnert sehr stark an die Verfolgung der öffentlichen Verwendung von Regenbogenflaggen in Russland, ebenfalls aber auch an die Ketzerverfolgung im Mittelalter. Aber es passiert im 21. Jahrhundert, in der Europäischen Union, die die Prinzipien des Rechtsstaats kaum verteidigen konnte.

Wir fordern Solidarität – aber auch Handeln.

Wir stehen im Kontakt zu den Aktivist*innen, um zu klären, wie wir hier von Darmstadt aus nicht nur Solidarität zeigen, sondern aktiv etwas an dieser misslichen Lage ändern können. Voraussichtlich am 2. März wird ein Urteil aufgrund ihrer Aktion gefällt.

Bereits in unseren queeren Forderungen für die Kommunalwahl in Darmstadt forderten wir ein Selbstverständnis für den Umgang mit Queerfeindlichkeit in unseren Partnerstädten. Die queere Community darf bei solchen Vorfällen nicht wegschauen, insbesondere die Partnerstadt darf es ebenfalls nicht. Der Zusammenschluss SUQ (Solidarisch Unaufgefordert Queer) wird am 28. Februar 2021 während einer Online-Veranstaltung die Verfolgung von queeren Menschen in Polen und die Hintergründe beleuchten. Bis dahin bleibt es an uns, ebenfalls die Stimme zu erheben und den Dialog zu suchen.

vielbunte Forderungen an die Kommunalpolitik

Wir von vielbunt e.V. sehen uns als Gestalter_innen queeren Lebens sowie als Ansprechpartner_innen und Sprachrohr für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter und queere Menschen (LSBT*IQ) in Darmstadt. Aus diesem Grund nehmen wir die anstehenden hessischen Kommunalwahlen am 14. März 2021 zum Anlass, acht queere Forderungen an die Stadtpolitik zu formulieren.

Ab Dezember schickten wir diese an alle bei der Wahl teilnehmenden Parteien. Dabei deckten die Forderungen vielfältige Themenfelder ab: von einem Selbstverständnis zur Antidiskriminierungs bei Städtepartnerschaften, über queer-sensible Schulsozialarbeit, bis hin zum Schutz von LGBT*IQ Flüchtlingen. Gemeinsam haben alle Forderungen jedoch, dass sie die Lebensqualität für queere Menschen durch gute Kommunalpolitik erhöhen. 

Dabei sollte man nicht die Wirkung dieser Forderungen unterschätzen – als wir 2016 bereits Wahlprüfsteine aufstellten, bekamen wir nicht nur viele positive Rückmeldungen, sondern können in einem Fazit nach fünf Jahren nun auch zeigen, dass fast alle Forderungen erfüllt worden sind.

Auf unserer Internetpräsenz https://darmstadt-waehlt-queer.de/ können die Antworten der einzelnen Parteien betrachtet werden, die bereits mit einer Bewertung versehen worden sind. So ließ sich eine schnell und einfach zu lesende Übersicht schaffen um zu sehen, welche Parteien die vielbunten Forderungen an die Kommunalpolitik am ehesten unterstützen:

Forderung CDU GRÜNE SPD FDP DIE LINKE UFFBASSE WGD Darmstadt Volt Darmstadt Die PARTEI
1. Unisex-Toiletten + Unisex-(Einzel-)Umkleiden 🟡🤨 🟢😃 🟢😃 🟡😐 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃
2. Hilfe für LSBT*IQ Jugendliche 🟢😃 🟢🙂 🟢😃 🟢🙂 🟢🙂 🟡🤨 🟢😃 🟢🙂 🟢😃
3. Queer-Sensible Schulsozialarbeit 🟡🤨 🟢😃 🟢😃 🟢🙂 🟢😃 🔴😕 🟡🤨 🟡🤨 🟢😃
4. Inter*-Sensibilisierung in der Kinderbetreuung 🟡🤨 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃
5. Schutz für LSBT*IQ-Flüchtlinge 🟢😃 🟢😃 🟡😐 🟢🙂 🟢😃 🟡😐 🟢😃 🟡😐 🟢😃
6. Barrierefreiheit im Queeren Zentrum 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟡😐 🟡🤨 🟢😃 🟢😃
7. Diskriminierungsfreie Sprache 🔴☹️ 🟢😃 🟢😃 🔴😕 🟢😃 🟢😃 🔴☹️ 🟢😃 🟢😃
8. Antidiskriminierung bei Städtepartnerschaften 🔴😕 🟢😃 🟢😃 🟡😐 🟢😃 🟢😃 🔴☹️ 🟢😃 🟢😃

Legende:

🟢😃 Die Forderung wird ohne Einschränkung unterstützt
🟢🙂 Die Forderung wird abgewandelt, aber mit dem selben Ziel unterstützt
🟡😐 Die Forderung wird abgeschwächt unterstützt
🟡🤨 Die Forderung scheint unterstützt zu werden, bei genauerem Hinschauen ist jedoch ein Haken oder Widerspruch enthalten
🔴😕 Der Forderung wird eine Absage erteilt
🔴☹️ Dem Kern der Forderung wird widersprochen, bzw. das dahinter liegende Problem wird geleugnet

Was seit den Hessischen Kommunalwahlen 2016 in Darmstadt geschah

Anlässlich der Hessischen Kommunalwahlen 2016 haben wir erstmals vielbunte Forderungen an die Kommunalpolitik veröffentlicht. Kurz vor der Veröffentlichung der neuen Wahlprüfsteine für die kommende Wahl ist es an der Zeit zu schauen, welche der damaligen Forderungen inwiefern umgesetzt worden sind.

Forderung 1: Ein queeres Zentrum als Begegnungsraum, Schutzort und Zuhause für Angebote rund um die Community.
✅ Das Queere Zentrum wurde am 27. Mai 2017 eröffnet.

Forderung 2: Stabile und fortlaufende finanzielle Unterstützung durch die Stadt Darmstadt für Projekte von LGBT*-Organisationen.
✅ Das Queere Zentrum und die dortige Jugendarbeit werden von der Stadt gefördert.

Forderung 3: Regenbogen-Beflaggung von öffentlichen Gebäuden und Statement zum Christopher Street Day für ein sichtbares Bekenntnis zu Vielfalt.
✅ Zuletzt hat die Stadt am 6. August 2020 die Regenbogenflaggen auf dem Luisenplatz anlässlich zur CSD-Aktionswoche gehisst, ebenfalls zum 10. Geburtstag von vielbunt am 28.11.2021.

Forderung 4: Beratungs- und Betreuungsangebote für queere Geflüchtete.
✔️ Im Schutzkonzept der Stadt wird dies berücksichtigt und die professionelle Beratung ist gewährleistet. Es gibt jedoch keine kommunale Förderung von queerer Flüchtlingsarbeit.

Forderung 5: Hilfsangebot für Kinder unter 14 Jahren, die sich als queer Identifizieren, und ihre Eltern.
✅ Durch die Öffnung und Förderung des Queeren Zentrums ist seit 2017 eine Anlaufstelle mit Fachkräften vorhanden.

Forderung 6: Eine_n Ansprechpartner_in für sämtliche Angelegenheiten von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Trans* in der Stadtverwaltung.
✅ Die Stelle ist zum Februar 2021 besetzt.

Forderung 7: Aufarbeitung der Verfolgung von Homosexuellen in Darmstadt und einen Ort des Gedenkens, Erinnerns und Mahnens.
🟨 Die Stadt gab am 13. Juli 2020 bekannt, dass ein Mahnmal ausgesucht wurde und nun über die Platzierung entschieden wird. Allerdings steht aus unserer Sicht noch eine tatsächliche Aufarbeitung aus.