Aktuelles

Buntes Musik Café

Du wolltet schon immer mal mit queeren vielfältigen und bunten Menschen in einer Musikgruppe, Band und Co. stressfrei und mit viel Spaß, Musik machen?

Dabei sein ist alles ! Spaß steht dabei an erster Stelle !

Dann komm’ vorbei und lass’ uns im 1. BuntesMusik Café darüber austauschen, plauschen und planen, wie wir es gemeinsam umsetzen können.

Sonntag 28.3.2021 um 10:30 – 12 Uhr via Zoom

Melissa und Beate freuen sich auf EUCH!

Link zum Zoom-Meeting

122. Treffbunt – endlich wieder am Tisch sitzen!

Ja – richtig gelesen! Es wird Zeit, endlich mal wieder Gespräche am Tisch zu führen. Daher haben wir uns etwas Neues einfallen lassen. Anstatt über Zoom, treffen wir uns an virtuellen Tischen in der Browserbasierten Software “wonder.me”. Wir haben mehrere Tische mit unterschiedlichen Themen für den Abend vorbereitet. Über den Anmeldelink gelangt ihr zu unserem Treffbunt. Klickt mit der Maus an den Tisch zu dem ihr möchtet, haltet die Taste gedrückt und lächelt, während euer Symbol quer durch den Raum zu einem Tisch flitzt. Sobald ihr in Reichweite eines “Kreises” mit Personen oder einer einzelnen Person kommt, werdet ihr verbunden und könnt euch gegenseitig sehen und hören. In größeren Gruppen ist es ratsam, wenn die Mikrofone erst eingeschaltet werden, wenn ihr etwas sagen möchtet. 

Möchtet ihr ein anderes Thema vorschlagen, teilt das einer Person aus der AG mit, wir öffnen dann einen neuen Tisch. 

Um Personen zu euch rüberzuwinken, reicht es nicht, wie üblich ein “Hi ! komm doch mal her” durch den Raum zu rufen, sondern ihr klickt eine Person an und drückt “invite to circle”.

Der Raum ist bereits jetzt geöffnet und kann zum Testen genutzt werden. Wir treffen uns dann am 08.03.2021 um 19:30 Uhr. Besorgt euch was zu Naschen und deckt euch mit kühlen Getränken ein, die Zeit für Glühwein ist vorbei.

Systemvoraussetzungen
Bitte benutzt Chrome, Firefox oder Edge und achtet darauf, dass die neuste Version installiert ist. Bei älteren, leistungsschwachen Geräten könnte außerdem zu Ton und Bildstörungen kommen.

NICHT unterstützt werden: Safari, Internet Explorer, Opera und ältere Versionen von Edge ( vor 87)

Bei Problemen meldet euch per mail an kulturundcommunity@vielbunt.org.

Zugang zum Treffbunt: wonder.me

Der Treffbunt ist ein Stammtisch für alle queeren Menschen in Darmstadt und Umgebung. Ob vielbunt-Mitglieder oder Interessierte, ganz egal. In der Regel findet er jeden 2. Montag im Monat statt. Das Besondere: eine Stammkneipe gibt es nicht. Die nächste Location wird jedes Mal ausgelost. Also entdecke mit uns Darmstadt, lerne neue Leute kennen und verbringe einen schönen Abend!

Wenn du neu dabei bist, Fragen hast oder einfach ein bisschen Hilfe beim Kennenlernen brauchst, melde dich bei uns unter kulturundcommunity@vielbunt.org oder einfach direkt beim Treffbunt.

Offener Brief: Trans*feindlichkeit in den Medien

“Das Geschichtsbuch im Regal wiederholt sich ständig.” – seit Jahrzehnten tanzen wir über diese Zeile hinweg. Das, obwohl an der Aussage sehr viel dran ist. Einige Dinge ändern sich eben nie. Dass sich Dinge im geschichtlichen Zeitrahmen wiederholen, müsste insbesondere Andreas Rödder wissen. Dieser wird in einem Echo-Artikel vom 6. Februar 2021 vorgestellt als Gastautor und Professor für Neueste Geschichte. Im Artikel “Das *-Thema” darf sich die Person so richtig aufregen über eine diskriminierungsfreie Sprache und unwidersprochen die Situation von trans* Menschen mit Pädophilie vergleichen.

Es ist auch nicht verwunderlich, dass Rödder die Diskussion um eine geschlechtergerechte Sprache nutzt, um seine queerfeindliche Haltung zu manifestieren und um nach seinen Hasstiraden zur diskriminierungsfreien Sprache einen Bezug zwischen trans* und Pädophilie herzustellen. Hier wiederholt sich die Geschichte, denn zum Thema Pädophilie zu greifen, für unappetitliche Vergleiche, ist nicht neu. Friedrich Merz, der mehrfach für den Vorsitz der CDU kandidierte, brachte 2020 diesen Vergleich bereits beim Bewerben seiner Kandidatur. Erika Steinbach, ehemals CDU-Mitglied und nun der AfD nahestehend, befriedigt damit die Leselust der Blase, in der sie sich befindet, ebenfalls. Diese Vergleiche, die seit Jahrzehnten kursieren, haben nach wie vor ein Ziel: das Schüren von Angst und Hass gegenüber queeren Menschen.

Der “Gastautor” vermischt mehrere Thematiken miteinander. Drei Schwerpunkte stechen dabei heraus:

Erstens ist hier markant, wie stark diese Stimmungsmache gegen trans* Menschen ist. Diese ist jedoch nicht neu. Seitdem Menschen vereinter gegen Diskriminierung vorgehen und diskriminierende Richtlinien mancherorts gekippt werden, werden Kritiker*innen lauter und dreister, und scheuen sich – wie neben Rödder beispielsweise auch Birgit Kelle – nicht, in einer verächtlichen, abwertenden Sprache über eine Gruppe von Menschen zu sprechen, die zu einer der am stärksten marginalisierten Gruppen überhaupt gehört. Der Schaden, der dabei für trans* Personen angerichtet wird, wird hier billigend in Kauf genommen, um die eigene Agenda voranzutreiben. 

Diese Verrohung der Sprache führt auch zu Handlungen. Wir beobachten dies in Deutschland daran, dass Hassgewalt gegen queere und insbesondere trans* Menschen erschreckend zunimmt. Wie Ungarn zeigt, können sich diese Handlungen aber auch bis auf die staatliche Ebene ziehen und dazu führen, dass das freie Leben von trans* Menschen gesetzlich eingeschränkt wird. Ein weiteres Land, die Vereinigten Staaten, zeigt ebenso, wie fragil der Schutz von trans* Menschen selbst auf rechtlicher Ebene ist: Es hat sich ein Tauziehen bestehend aus widersprüchlichen Gesetzen etabliert, welches zeigt, dass das Einstehen für die Rechte von queeren Menschen eine wahre Sisyphusarbeit ist.

Zweitens verquickt Rödder das Thema der geschlechtergerechten Sprache ganz bewusst mit einem anderen Thema, welches durch eine aktuelle Debatte im Vereinigten Königreich medial wieder mehr an Aktualität gewinnt. Es ist die Frage, wie wir mit trans* Identität bei Jugendlichen umgehen sollten und inwiefern Eltern und Ärzt*innen zulassen müssen, dass diese überhaupt gelebt werden darf. Medizinisch gesehen gibt es die Möglichkeit, trans* Jugendlichen ein temporäres Aufschieben der Pubertät zu ermöglichen, um mehr Entscheidungszeit zu gewinnen oder auch nach reiflicher Überlegung eine Transition in Wege zu leiten. Dabei müssen sie natürlich ein starkes Mitspracherecht haben – wer weiß besser Bescheid über ihr Geschlecht als sie selbst? Da das Nichteingreifen in der Regel eine genauso irreversible Entscheidung ist wie eine Transition einzuleiten, sind die Pubertätsblocker der einzige Weg, um Teenagern mehr Zeit zum Nachdenken zu schenken, falls Zweifel bestehen.

Wie der Tagesspiegel im Artikel “Debatte um trans Jugendliche” erläutert, ist das Thema in Deutschland jedoch lange nicht so kontrovers, wie es Rödder darstellt. Denn de facto werden im Rahmen einer Transition nicht nur Jugendliche, sondern auch ihre Eltern einbezogen. Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen arbeiten in Deutschland mit großer Sorgfalt. Eine Transition ist folglich nie eine Entscheidung, die in einem Augenblick oder über Nacht getroffen werden könnte, und zieht sich gerade bei jungen Personen über viele Jahre hin.

Auch der Respekt vor der selbstempfundenen Geschlechtsidentität einer Person, unabhängig von körperlichen Merkmalen, ist keine hochproblematische Ideologie. Diese Identität wurde schon mehrfach vom Bundesverfassungsgericht als ausschlaggebendes Merkmal befunden, unter anderem auch in einem Urteil, in dem nicht-binäre Personen das Recht auf eine korrekte Anrede zugesprochen wurde. Dieser Respekt ist Konsequenz der Achtung vor der Würde des Menschen.

Rödder äußert sich im Gastbeitrag hingegen so: „Pubertierende Jugendliche eine Entscheidung von solch lebenslanger Tragweite treffen zu lassen, ist verantwortungslos. Das erinnert mich an die sorglose Verharmlosung von Sex mit Minderjährigen in den achtziger Jahren […].“. So weit, so falsch und trans*feindlich also.

Drittens das Thema, welches laut Überschrift eigentlich im Vordergrund stehen sollte; es ist das Gendersternchen. Zunächst postuliert Rödder, das Benutzen des generischen Maskulinums, also das alleinige Verwenden der maskulinen Form eines Wortes, erfasse alle Geschlechter. Alleine aus logischer und semantischer Sicht ist das maximal falsch – es ist immerhin weiterhin das Maskulinum, egal, mit welcher Motivation es verwendet wird. Die Gedanken, die hinter der Verwendung des jeweiligen Wortes stehen, werden nicht auf magische Weise beim Sprechen mit übertragen.

Mit dieser Ansicht bleibt Rödder weit hinter der heutigen Lebensrealität vieler Menschen zurück: Personen, die eine binäre Geschlechterzuordnung für sich nicht als passend empfinden, gibt es in allen Altersstufen, sie werden in den Medien immer sichtbarer, und doch sollen sie in der Sprache – wie in vielen Statistiken – nicht sichtbar gemacht werden. Dabei haben wir das Mittel für die Schaffung von Sichtbarkeit längst gefunden: Das Gendersternchen schafft genau diese Inklusivität für alle. Das Sternchen ist dafür da, alle Leser*innen anzusprechen, egal, welches Geschlecht sie haben. Es heißt alle Menschen willkommen und spricht sie an – auch Andreas Rödder.

Die Überschrift seines Artikels, der Gender-Stern würde eine hochproblematische Ideologie verbreiten, ist angesichts der Tatsache, dass er selbst eine hochproblematische und trans*feindliche Ideologie verbreitet, fast ironisch. Sie zeigt aber auch: Es ist Zeit, Trans*feindlichkeit Geschichte werden zu lassen!

Solidarität mit verfolgten queeren Aktivist*innen in unserer polnischen Partnerstadt Płock

For English version, please see below

Die Lage für queere Menschen in Polen wird zunehmend besorgniserregender: während auf gesellschaftlicher Ebene Menschen teils gewalttätig attackiert werden, schränken queerfeindliche Politiker*innen auch rechtlich die freie Entfaltung durch das Errichten von sogenannten “LGBT-ideologiefreien Zonen” ein. Nun ist die Verfolgung von queeren Aktivist*innen auch in Darmstadts Partnerstadt Płock angekommen mit gravierenden Folgen. Deshalb müssen wir auch hier unsere Stimme erheben.

“LGBT” dargestellt als Sünde

“Geld”, “Gier”, “Stolz”, “LGBT”, “gender” und “Homosexualität” – diese und weitere Begriffe wurden zum Osterfest im Jahr 2019 an einer Kirche in unserer Partnerstadt Płock in einer “Kunstinstallation” als Sünden präsentiert. Dieser offensichtlich queerfeindliche Akt blieb von Elżbieta Podleśna und zwei weitere Aktivist*innen nicht unkommentiert. Sie zeigten Farbe und druckten Plakate, auf denen die Schwarze Madonna von Tschenstochau mit einem regenbogenfarbigen Heiligenschein zu sehen war. Rechte Kreise bezeichneten das Geschehen laut OKO.press als „Angriff auf die Kirche“, während Politiker*innen von „Entweihung“ sprachen. Jetzt drohen ihnen aufgrund dieser Protestaktion bis zu zwei Jahre Haft, da dies als Verletzung von religiösen Gefühlen verurteilt werden könnte. 

„Ich wollte mich Verachtung, Hass und Aggression widersetzen.“

Die Motivation der drei Personen ist klar: Sie wollten sich mit einer kreativen Aktion gegen die Hassbotschaft zum Osterfest stellen. Vor knapp einem Monat äußerte sich während des ersten Prozesses eine beteiligte Aktivistin: „Ich wollte mich Verachtung, Hass und Aggression widersetzen.” Dabei werden glücklicherweise auch hierzulande Stimmen lauter, die auf das Spannungsfeld zwischen der freien Meinungsäußerung und dem Eingreifen der Kirche in jene aufmerksam machen.

Wir finden auch: Ein Regenbogen ist kein Verbrechen!

Auf Missstände in der Gesellschaft aufmerksam zu machen, darf nicht als Verbrechen gewertet werden. Insbesondere nicht, wenn es durch das bloße Zeigen eines Regenbogensymbols über einem Gemälde oder Bildnis geschieht. Es erinnert sehr stark an die Verfolgung der öffentlichen Verwendung von Regenbogenflaggen in Russland, ebenfalls aber auch an die Ketzerverfolgung im Mittelalter. Aber es passiert im 21. Jahrhundert, in der Europäischen Union, die die Prinzipien des Rechtsstaats kaum verteidigen konnte.

Wir fordern Solidarität – aber auch Handeln.

Wir stehen im Kontakt zu den Aktivist*innen, um zu klären, wie wir hier von Darmstadt aus nicht nur Solidarität zeigen, sondern aktiv etwas an dieser misslichen Lage ändern können. Voraussichtlich am 2. März wird ein Urteil aufgrund ihrer Aktion gefällt.

Bereits in unseren queeren Forderungen für die Kommunalwahl in Darmstadt forderten wir ein Selbstverständnis für den Umgang mit Queerfeindlichkeit in unseren Partnerstädten. Die queere Community darf bei solchen Vorfällen nicht wegschauen, insbesondere die Partnerstadt darf es ebenfalls nicht. Der Zusammenschluss SUQ (Solidarisch Unaufgefordert Queer) wird am 28. Februar 2021 während einer Online-Veranstaltung die Verfolgung von queeren Menschen in Polen und die Hintergründe beleuchten. Bis dahin bleibt es an uns, ebenfalls die Stimme zu erheben und den Dialog zu suchen.

vielbunte Forderungen an die Kommunalpolitik

Wir von vielbunt e.V. sehen uns als Gestalter_innen queeren Lebens sowie als Ansprechpartner_innen und Sprachrohr für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter und queere Menschen (LSBT*IQ) in Darmstadt. Aus diesem Grund nehmen wir die anstehenden hessischen Kommunalwahlen am 14. März 2021 zum Anlass, acht queere Forderungen an die Stadtpolitik zu formulieren.

Ab Dezember schickten wir diese an alle bei der Wahl teilnehmenden Parteien. Dabei deckten die Forderungen vielfältige Themenfelder ab: von einem Selbstverständnis zur Antidiskriminierungs bei Städtepartnerschaften, über queer-sensible Schulsozialarbeit, bis hin zum Schutz von LGBT*IQ Flüchtlingen. Gemeinsam haben alle Forderungen jedoch, dass sie die Lebensqualität für queere Menschen durch gute Kommunalpolitik erhöhen. 

Dabei sollte man nicht die Wirkung dieser Forderungen unterschätzen – als wir 2016 bereits Wahlprüfsteine aufstellten, bekamen wir nicht nur viele positive Rückmeldungen, sondern können in einem Fazit nach fünf Jahren nun auch zeigen, dass fast alle Forderungen erfüllt worden sind.

Auf unserer Internetpräsenz https://darmstadt-waehlt-queer.de/ können die Antworten der einzelnen Parteien betrachtet werden, die bereits mit einer Bewertung versehen worden sind. So ließ sich eine schnell und einfach zu lesende Übersicht schaffen um zu sehen, welche Parteien die vielbunten Forderungen an die Kommunalpolitik am ehesten unterstützen:

Forderung CDU GRÜNE SPD FDP DIE LINKE UFFBASSE WGD Darmstadt Volt Darmstadt Die PARTEI
1. Unisex-Toiletten + Unisex-(Einzel-)Umkleiden 🟡🤨 🟢😃 🟢😃 🟡😐 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃
2. Hilfe für LSBT*IQ Jugendliche 🟢😃 🟢🙂 🟢😃 🟢🙂 🟢🙂 🟡🤨 🟢😃 🟢🙂 🟢😃
3. Queer-Sensible Schulsozialarbeit 🟡🤨 🟢😃 🟢😃 🟢🙂 🟢😃 🔴😕 🟡🤨 🟡🤨 🟢😃
4. Inter*-Sensibilisierung in der Kinderbetreuung 🟡🤨 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃
5. Schutz für LSBT*IQ-Flüchtlinge 🟢😃 🟢😃 🟡😐 🟢🙂 🟢😃 🟡😐 🟢😃 🟡😐 🟢😃
6. Barrierefreiheit im Queeren Zentrum 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟢😃 🟡😐 🟡🤨 🟢😃 🟢😃
7. Diskriminierungsfreie Sprache 🔴☹️ 🟢😃 🟢😃 🔴😕 🟢😃 🟢😃 🔴☹️ 🟢😃 🟢😃
8. Antidiskriminierung bei Städtepartnerschaften 🔴😕 🟢😃 🟢😃 🟡😐 🟢😃 🟢😃 🔴☹️ 🟢😃 🟢😃

Legende:

🟢😃 Die Forderung wird ohne Einschränkung unterstützt
🟢🙂 Die Forderung wird abgewandelt, aber mit dem selben Ziel unterstützt
🟡😐 Die Forderung wird abgeschwächt unterstützt
🟡🤨 Die Forderung scheint unterstützt zu werden, bei genauerem Hinschauen ist jedoch ein Haken oder Widerspruch enthalten
🔴😕 Der Forderung wird eine Absage erteilt
🔴☹️ Dem Kern der Forderung wird widersprochen, bzw. das dahinter liegende Problem wird geleugnet

Was seit den Hessischen Kommunalwahlen 2016 in Darmstadt geschah

Anlässlich der Hessischen Kommunalwahlen 2016 haben wir erstmals vielbunte Forderungen an die Kommunalpolitik veröffentlicht. Kurz vor der Veröffentlichung der neuen Wahlprüfsteine für die kommende Wahl ist es an der Zeit zu schauen, welche der damaligen Forderungen inwiefern umgesetzt worden sind.

Forderung 1: Ein queeres Zentrum als Begegnungsraum, Schutzort und Zuhause für Angebote rund um die Community.
✅ Das Queere Zentrum wurde am 27. Mai 2017 eröffnet.

Forderung 2: Stabile und fortlaufende finanzielle Unterstützung durch die Stadt Darmstadt für Projekte von LGBT*-Organisationen.
✅ Das Queere Zentrum und die dortige Jugendarbeit werden von der Stadt gefördert.

Forderung 3: Regenbogen-Beflaggung von öffentlichen Gebäuden und Statement zum Christopher Street Day für ein sichtbares Bekenntnis zu Vielfalt.
✅ Zuletzt hat die Stadt am 6. August 2020 die Regenbogenflaggen auf dem Luisenplatz anlässlich zur CSD-Aktionswoche gehisst, ebenfalls zum 10. Geburtstag von vielbunt am 28.11.2021.

Forderung 4: Beratungs- und Betreuungsangebote für queere Geflüchtete.
✔️ Im Schutzkonzept der Stadt wird dies berücksichtigt und die professionelle Beratung ist gewährleistet. Es gibt jedoch keine kommunale Förderung von queerer Flüchtlingsarbeit.

Forderung 5: Hilfsangebot für Kinder unter 14 Jahren, die sich als queer Identifizieren, und ihre Eltern.
✅ Durch die Öffnung und Förderung des Queeren Zentrums ist seit 2017 eine Anlaufstelle mit Fachkräften vorhanden.

Forderung 6: Eine_n Ansprechpartner_in für sämtliche Angelegenheiten von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Trans* in der Stadtverwaltung.
✅ Die Stelle ist zum Februar 2021 besetzt.

Forderung 7: Aufarbeitung der Verfolgung von Homosexuellen in Darmstadt und einen Ort des Gedenkens, Erinnerns und Mahnens.
🟨 Die Stadt gab am 13. Juli 2020 bekannt, dass ein Mahnmal ausgesucht wurde und nun über die Platzierung entschieden wird. Allerdings steht aus unserer Sicht noch eine tatsächliche Aufarbeitung aus.

121. Treffbunt

Schunkeln, Tusch und Maskenball,
Konfettiregen überall…

Die Straßen voll der Narren,
zu Fuß und in geschmückten Karren…

Dies alles gibt es heuer nicht,
statt Maskenball gilt Maskenpflicht…

Doch Fasching fällt nicht einfach aus, es wird gefeiert von Zuhaus…

Die Narrenkapp ist halt Pflicht, in Jokus‘ Spiegel zeigen wir was gefällt und was auch nicht…

Mit Masken Frohsinn zu verbreiten, in diesen harten und auch blöden Zeiten…

Ob Teufel, Engel oder Einhornfell, wir feiern dieses Jahr halt virtuell.

Der Treffbunt wird zum Maskenball, von irgendwo und von überall 🎉🎉🎉

Am Montag, dem 08.02.2021 laden wir euch um 19:30 Uhr zur virtuellen Faschingparty via Zoom im Rahmen des Februar-Treffbuntes.

Euch erwartet ein bunter Strauß toller Spiele und viel vielbunten Spaß. Das originellste Kostüm wird ebenso prämiert, wie die ausgefallene (queere) Büttenredd… Eingerahmt von witzigen Spielen die jeder schon in der Kindheit gern gespielt hat. Eine dementsprechend ausführliche (Einkaufs-) Liste der benötigten Zutaten wird zeitnah in der Veranstaltung eingestellt, ebenso der Zoom-Link.

Gute Laune nicht vergessen 😜

Zoom-Meeting beitreten

Der Treffbunt ist ein Stammtisch für alle queeren Menschen in Darmstadt und Umgebung. Ob vielbunt-Mitglieder oder Interessierte, ganz egal. In der Regel findet er jeden 2. Montag im Monat statt. Das Besondere: eine Stammkneipe gibt es nicht. Die nächste Location wird jedes Mal ausgelost. Also entdecke mit uns Darmstadt, lerne neue Leute kennen und verbringe einen schönen Abend!

Wenn du neu dabei bist, Fragen hast oder einfach ein bisschen Hilfe beim Kennenlernen brauchst, melde dich bei uns unter kulturundcommunity@vielbunt.org oder einfach direkt beim Treffbunt.

Fünf Jahre Asylberatung – Online Vortrag von Rainbow Refugees Darmstadt

Ende 2015 stiegen Kooperation Asyl und das Büro für Sozial-und Wohnberatung (BFSW) zusammen in die Asylberatung ein. Anlässlich dieses Jubiläums finden Themenwochen mit Netzwerkpartner_innen, Ehrenamtlichen und Engagierten, sowie Interessierten statt. In der Online-Vortragsreihe mit anschließendem Austausch teilen und reflektieren viele Referent_innen aus verschiedenen Bereichen ihre Erfahrungen.

Auch unser Unterstützungsangebot Rainbow Refugees wird mit einem Beitrag vertreten sein: „Das Projekt Rainbow Refugees berät und begleitet lesbische, schwule, bisexuelle und transidente Asylsuchende. Stefan Kräh berichtet aus der praktischen Arbeit zu den besonderen Lebenslagen und Bedarfen der Zielgruppe.“

Der Vortrag ist frei zugänglich und man kann einfach reinschauen:

Donnerstag, 04.02.2021 um 17:00 –18:00 Uhr
https://h-da-de.zoom.us/j/93908324169
Meeting-ID: 939 0832 4169
Kenncode: 052546

Weitere Informationen und Themen finden sich im Flyer:

Queergarten Online

Machen wir uns nichts vor – Du wirst an diesem Abend niemanden mit nach Hause nehmen. Aber vielleicht wird es trotzdem ein guter gemeinsamer Abend.
Es wird Getränke geben, es wird Musik geben, Aurora schlendert vielleicht durch die Reihen und ist zu laut. Hoffentlich bist du nicht in der Jogginghose erschienen, denn das würden wir ja alle sehen. Stell den Sekt kalt! Falls du eine Spiegelkugel zur Hand hast, staub sie schonmal ab. Oder reiß die Kerzen vom letzten Adventskranz ab und bring sie mit, damit es etwas schummrig-gemütlich wird.
Wir treffen uns online in der größten Gaybar der Stadt.

Zoom-Meeting Link: Folgt kurz vor dem Start!

3. vielbunter Lady Night Talk (online)

Ausblicke-Ideen-Visionen

Wir wollen an diesem Abend mit „bunten“- Frauen und Lesben in unserem Lady Night-Talk die Ideen rund um das Thema lesbische Sichtbarkeit und Engagement für die Zukunft mit Euch vertiefen und konkretisieren.

Samstag 23.01.2021

Im Anschluss wird wieder es einen lockeren Ausklang geben.
Formlose Anmeldung per E-Mail an: Heidi.Schweitzer@vielbunt.org

120. Treffbunt – Schrottwichteln

Frohes Neues queeres (Treffbunt-)Jahr!!

2020 liegt nun hinter uns und ein wohlwollendes Jahr 2021 breitet die Arme aus, um uns willkommen zu heißen! Was wird es uns bringen? Wir können gespannt sein! Traditionell findet an unserem ersten Treffbunt im Neuen Jahr ein Schrottwichteln statt! Wir sind sicher, dass auch dieses Mal wieder jede_r irgendetwas “Interessantes” geschenkt bekommen hat, dass er/sie gerne gleich wieder los werden möchte. Leider könnt Ihr es bei uns diesmal nicht wirklich los werden, aber wir laden alle unglücklich Beschenkten herzlich ein, ihr schrottigstes Geschenk zu zeigen! Über ein ausgeklügeltes Präsentations- und Bewertungssystem wird das schli….hust….schönste Geschenk gekürt!

Wer mag wohl gewinnen?

Dies findet natürlich alles unter strengen Abstandsregeln online per Zoom statt! Leistet uns am Montag, den 11. Januar 2021 um 19:30 Uhr Gesellschaft!
Wir freuen uns auf Euren vielfältigen (und -bunten?) Schrott!

P.S.: Ein Schrottwichtelgeschenk ist nicht zwingend notwendig. Hauptsache Ihr seid dabei! 🙂

Zoom-Meeting beitreten

vielbunter Lady Night Talk (online)

Am 29.12.2020 ab 20:00 Uhr
Rückblick-Ausblick-Ideen-Visionen

Wir wollen an diesem Abend mit „bunten“- Frauen und Lesben in einem lockeren Lady Night-Talk das eigenartige Jahr 2020 ausklingen lassen und Ideen und Visionen rund um das Thema lesbische Sichtbarkeit und Engagement für die Zukunft mit Euch zusammen sammeln.

Formlose Anmeldung per E-Mail an: Heidi.Schweitzer@vielbunt.org

HoHoHo – Die Vielbunt Weihnachtsshow (online)

Natürlich ist es schade, dass wir dieses Jahr in der Advendtszeit nicht wie gewohnt, Seite an Seite, bei einer Tasse Glühwein oder Punsch, vor der Hauptbühne auf dem Darmstädter Weihnachtsmarkt stehen können, um unseren vielbunten Künstler_innen bei ihren Auftritten zu lauschen. Doch Ihr dürft Euch trotzdem auf ein absolut tolles und hoffentlich auch einmaliges Erlebnis freuen, denn wir verlagern den Weihnachtsmarkt in Eure Wohnzimmer und laden Euch ein, mit uns zusammen die jetzt schon legendäre “HoHoHo – Die Vielbunt Weihnachtsshow” online zu genießen.

Wir geben vielen Künstler_innen die Gelegenheit, sich auch in diesen suboptimalen Zeiten gemeinsam zu präsentieren und Euch queere Herzlichkeit, Freude und Liebe in Euer Heim zu senden. Durch die Show führen wird Euch keine andere als Darmstadts Drag-Ikone Rosa Opossum.

Freuen dürft Ihr Euch besonders auf Beate Leisner, Aurora DeMeehl, Igitte von Bingen, Kelly Heelton, Vanessa P. und – was zu befürchten ist – auch die Gaga Ladies.

Kocht Euch ein Heißgetränk, füllt die Teller mit Plätzchen und freut Euch auf eine absolut tolle Show:

Tag der Gewalt gegen Frauen in Darmstadt

Am 25.11.2020 hat der FemStreik Darmstadt und die interventionistische Linke Darmstadt in Kooperation mit CatCalls Darmstadt zu einer Kundgebung auf dem Darmstädter Friedensplatz sowie einer Sprühkreideaktion aufgerufen, um den internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen zu begehen.

Auf Anfrage von Catcalls Darmstadt hat der Jugendvorstand von vielbunt einen Redebeitrag dazu erstellen lassen.

Hierfür wurde mit Katharina Freitag eine Masterstudentin der Geschichte beauftragt, die sich geschichtswissenschaftlich mit der Entwicklung des Frauenbildes im heutigen Deutschen Raum beschäftigt.

Dabei sollte insbesondere eine sachliche sowie informative Betrachtung des Themas erzeugt werden, welche gesellschaftsverändernde Prozesse nachvollziehen lässt und erläutert, wie diesen Entwicklungen künftig entgegengewirkt werden könnte. Speziell wird bei dieser Betrachtung auf das veraltete Festhalten an einem konstruierten, binären Geschlechtersystem verwiesen.

Autorin Katharina Freitag (Bildquelle: Katharina Freitag privat)

Diese Rede wurde aufgrund der aktuellen Corona-Fallzahlen nicht in persönlicher Präsenz unsererseits gehalten, sondern stellvertretend vorgetragen:

Zur Entwicklung der Kategorie „Frau“ seit der Frühen Neuzeit (Katharina Freitag)

Heute demonstrieren wir gegen sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt gegen Frauen*. Danke an CatCalls Darmstadt für ihren Aufruf dazu! Es gibt nicht nur die offensichtlichen Dinge, über die es sich zu diesem Anlass zu sprechen lohnt und die hier und heute ebenfalls ausgesprochen werden. Wir können diesen Tag auch nutzen, um die Wurzeln des Problems genauer zu betrachten. Beispielsweise kann man sich durchaus fragen, warum es sich hier um ein Themenfeld handelt, das unsere Gesellschaft als Sonderthematik unter der Kategorie „Frauenthema“ verortet. Woher kommt eigentlich diese Trennung, die sich nicht nur in Alltagsdiskussionen zeigt?

Auch im akademischen Diskurs der Geschichtswissenschaft wird diese Aufteilung deutlich, in dem gerade das Feld der „Frauengeschichte“ eine Hochkonjunktur erlebt, nachdem es jahrzehntelang ein Schattendasein geführt hat. Historische Frauenfiguren erlangen endlich die Aufmerksamkeit, die ihnen zusteht und tragen damit zu einem umfassenderen, vollständigeren Blick auf die Menschheitsgeschichte bei. Doch ein bitterer Beigeschmack bleibt. Wieder ist eine gesonderte Betrachtung nötig, wieder die Spezialthematik, auch wenn sie inzwischen kaum noch von seriösen Wissenschaftler*innen zu übergehen ist. Der Herkunft dieser Schwarz-Weiß-Trennung möchte ich heute ein wenig auf den Grund gehen.

Ich selbst beschäftige mich in meinem Studium der Geschichtswissenschaft mit der Frühen Neuzeit, also grob gesagt mit der Zeitspanne vom 16. bis 19. Jahrhundert. In dieser Epoche bildeten sich die meisten modernen Kategorien und Strukturen erst aus, da ist die soziale Kategorie „Frau“ keine Ausnahme. Ich finde es wichtig nachzuvollziehen, woher unsere heutige Auffassung davon, was eine Frau ist, eigentlich kommt. Denn eines vorab: Geschlechterrollen unterliegen immensem historischen Wandel und sind damit immer auch eine Konstruktion.

Geschlecht ist im Spätmittelalter und zu Beginn der Frühen Neuzeit keine in Stein gemeißelte Kategorie.[1] Vielmehr zeigt sich an dem ausgeprägten Interesse zur Schaffung einer klaren Geschlechterordnung vonseiten kirchlicher wie juristisch-obrigkeitlicher Institutionen, dass genau dies nicht der Fall war. Der als anarchisch interpretierte Naturzustand sollte zugunsten einer gottgewollten Ordnung überwunden werden. Juristen suchten wiederum eine Legitimierung der Geschlechterungleichheit und fanden sie in christlichen Texten. Diese Motivation, eine Ordnung herzustellen, war der Grundstein von Gesetzgebung und Staatswesen im modernen Sinne, die christliche Anthropologie stabilisierte zudem Herrschaftsansprüche.[2] Es sollte einige Jahrhunderte dauern, bis sich dieser Gedanke einer strengen Geschlechterbinarität konkret gesellschaftlich abbildete. Geschlecht war in der Frühen Neuzeit keinesfalls die wichtigste soziale Kategorie um die Position eines Menschen in der Gesellschaft zu bestimmen. Vielmehr konstituierte sich innerhalb des Sozialverbands Haushalt eine Hierarchie. Die Zugehörigkeit oder der Ausschluss von diesem Sozialverband entschied effektiv über die Identität einer Person, nicht ihr Geschlecht.[3] Selbst zeitgenössische Rechtsgelehrte – wohlgemerkt ausschließlich Männer – überschätzten die Kategorie Geschlecht in ihrer realen Ausprägung.  Während viele Männer genauso wenig am politischen Leben beteiligt waren, übten hingegen viele Frauen mit Vermögen und Besitz informelle und politische Autorität aus.[4]

Der Historiker des bürgerlichen 19. Jahrhunderts liest also diese Einschätzung von männlichen Rechtsgelehrten der Frühen Neuzeit, die wohl der entwickelten Norm, doch nicht der Realität entsprechen und nimmt sie im schlimmsten Fall unkritisch für bare Münze. Inzwischen ist die Wissenschaft zum Glück weiter.[5] Wir wissen heute, dass unser Blick auf Geschlechterrollen der Frühen Neuzeit durch die Interpretationen von Historikern aus dem 19. Jahrhundert gefärbt sind, die ihre eigene gesellschaftliche Realität auf die Erforschung der Vergangenheit übertrugen.[6] Denn unser heutiges Verständnis von „Frau“ und auch „Mann“, das den Geschlechtern verschiedene Aufgaben und Eigenschaften zuschreibt und sie damit in zwei gegensätzliche Pole einteilt, kommt aus dem späten 18. Jahrhundert. Gerade psychologische Merkmale zur Konstruktion von Geschlecht zu verwenden, ist ein vergleichsweise neues Phänomen. Die Trennung in verschiedene gesellschaftliche Sphären, ist eng verknüpft mit der bürgerlichen Gesellschaft, die im 19. Jahrhundert zur Leitkultur avancierte. Man trennte Frauen und Männer auf durch die vermeintlichen Gegensätze von Natur und Kultur, verortete die Frau im Haus und den Mann im öffentlichen Leben. Auch hier benötigte man wieder eine Autorität, um die Geschlechterungleichheit zu begründen. Dieses Mal war es nicht die Bibel, sondern die sich ausbildende professionalisierte Wissenschaft. In sonderanthropologischen Studien beschäftigte man sich mit „dem Weib“ und stellte seine Andersartigkeit und seine Eigenschaften heraus. Da haben wir sie wieder, die Sonderkategorie, extra geschaffen für die „Frau“. Es folgte der systematische Ausschluss von historischen Frauenfiguren wie ich ihn eingangs erwähnt habe.[7]

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich unsere Gesellschaft mit dem historisch konstruierten Charakter von „Frau“, aber auch von „Mann“, auseinandersetzt. Denn immer noch gibt es hier zu viele Missverständnisse, zu wenig Wissen darüber, dass es gerade NICHT die Wissenschaftler*innen und insbesondere Genderforscher*innen sind, die Geschlechterdiversität angeblich erfinden, sondern dass wir selbst weiterhin an der konstruierten Binarität der Geschlechter festhalten. Vielleicht beginnen wir dann auch endlich, sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt gegen Frauen* nicht mehr als „Frauenthema“, sondern als gesamtgesellschaftliche Herausforderung zu begreifen.

Dankeschön, dass Sie alle heute ein Stück weit dazu beigetragen haben, indem Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben!


[1] Claudia Opitz-Belakhal, Geschlechtergrenzen und ihre Infragestellung in der Frühen Neuzeit, in: Christine Roll [u.a.] (Hrsg.), Grenzen und Grenzüberschreitungen. Bilanz und Perspektiven der Frühneuzeitforschung, Köln 2010, S. 527-534, hier S. 531.

[2] Heide Wunder, Normen und Institutionen der Geschlechterordnung, in: Gisela Engel/ Heide Wunder (Hrsg.), Geschlechterperspektiven. Forschungen zur Frühen Neuzeit, Königstein 1998, S. 57-78, hier S. 60f.

[3] Heide Wunder, Einleitung, in: Heide Wunder (Hrsg.), Dynastie und Herrschaftssicherung. Geschlechter und Geschlecht, Berlin 2002, S. 9-27, hier S. 16f.

[4] Natalie Zemon Davis, Frauen, Politik und Macht, in: Arlette Farge/ Natalie Zemon Davis (Hrsg.), Frühe Neuzeit. Frankfurt a.M. [u.a.] 1994, S. 189-210, hier S. 189.

[5] Claudia Ulbrich, Art. „Geschlechterrollen“, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, 2019.

[6] Arlette Farge/ Natalie Zemon Davis, Einleitung, in: Arlette Farge/ Natalie Zemon Davis (Hrsg.), Frühe Neuzeit. Frankfurt a.M. [u.a.] 1994, S. 11-26, hier S. 12.

[7] Claudia Ulbrich, Art. „Geschlechterrollen“, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, 2019.

#darmstadtbildetbanden

Zahlreiche Darmstädter Kulturinstitutionen haben sich zusammengeschlossen und trotzen unter dem Motto „Darmstadt bildet Banden“ dem zweiten Lockdown. Gemeinsam planen wir jetzt einen virtuellen Adventskalender, in dem die Vielheit der Darmstädter Kultur – auch unter pandemischen Bedingungen – gezeigt wird. Start ist am 1. Dezember. Tag für Tag wird sich ein neuer Blick in das beeindruckende kreative Potential Darmstadts öffnen. Hinter welchem Türchen wohl vielbunt steckt? Täglich reinschauen lohnt sich!

Neuer Jugendvorstand gewählt

Zoom-Screenshot des neuen Jugendvorstands

Am 20.11.2020 wurde auf der Jugendversammlung von vielbunt der neue Jugendvorstand durch die Vereinsjugend gewählt. Aufgrund der aktuell geltenden Einschränkungen der Corona-Pandemie musste diese Versammlung online per Zoom stattfinden. 

In den aktuellen Jugendvorstand wurden Jan Bambach, Benedikt Freitag und Lu Hell wiedergewählt; neu dabei ist Jonas Franz. 

Wir bedanken uns bei der nicht erneut angetretenen Sasha Young für die Mitarbeit im vorherigen Jugendvorstand und wünschen ihr alles Gute auf ihren weiteren Wegen.

Aufgrund der hohen Zustimmungswerte bei der Wahl fühlen wir uns darin bestätigt, den erfolgreichen queerpolitisch-aktivistischen Kurs des im November 2019 gewählten Jugendvorstandes weiterzuführen.

Abseits der Wahl des Jugendvorstands wurde durch die Jugendversammlung auch das neue 2-Jahres-Programm beschlossen. Der neue Jugendvorstand bedankt sich bei den Teilnehmer_innen für das Vertrauen und freut sich darauf, das nächste Jahr mit den hauptamtlichen Pädagog_innen des queeren Zentrums Darmstadt und der Vereinsjugend gestalten zu können.