Schlagwort: Darmstadt

  • 13.02.: Queerbar

    ++++ Nächste Queerbar am 13. Februar 2026‼️ EINTRITT AB 18 JAHREN ‼️ ++++

    Am 13. Februar öffnet die Queerbar wieder ihre Tore! Wir bieten euch ein rauschendes Fest mit einem bezaubernden Barteam, das flaschenweise die Brause verteilt. Bei uns sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in der Überzahl und der Gaydar muss nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden. 😉 Wir haben die besten DJs, um euch die ganze Nacht auf den Beinen zu halten. Es wird wie ein nicht enden wollender Traum. Kommt vorbei!

    #nonbinär +

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  • 24.12.: Heilige Queerbar

    Heilige Queerbar am 24.12. ab 22 Uhr

    Schon in der Bibel heißt es: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, wird eine QueerBar sein“ (Mt 18:20)

    So auch am Heiligabend, den 24.12. um 22:00 Uhr. 

    Es wird flaschenweise Brause rausfeuert und Mariah Carey gespielt, bis die Ohren bluten. Hier sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in der Überzahl und der Gaydar nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden.

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  • 12.12.: Queerbar

    ++++ Nächste Queerbar am 12. Dezember 2025‼️ EINTRITT AB 18 JAHREN ‼️ ++++

    Am 12. Dezember öffnet die Queerbar wieder ihre Tore! Wir bieten euch ein rauschendes Fest mit einem bezaubernden Barteam, das flaschenweise die Brause verteilt. Bei uns sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in der Überzahl und der Gaydar muss nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden. 😉 Wir haben die besten DJs, um euch die ganze Nacht auf den Beinen zu halten. Es wird wie ein nicht enden wollender Traum. Kommt vorbei!

    #nonbinär +

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  • 03.10.: Queerbar

    ++++ Nächste Queerbar am 3. Oktober 2025‼️ EINTRITT AB 18 JAHREN ‼️ ++++

    Am 3. Oktober öffnet die Queerbar wieder ihre Tore! Wir bieten euch ein rauschendes Fest mit einem bezaubernden Barteam, das flaschenweise die Brause verteilt. Bei uns sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in der Überzahl und der Gaydar muss nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden. 😉 Wir haben die besten DJs, um euch die ganze Nacht auf den Beinen zu halten. Es wird wie ein nicht enden wollender Traum. Kommt vorbei!

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  • 13.06.: Queerbar Special

    ++++ Queerbar Special am 13. Jun 2025‼️ EINTRITT AB 18 JAHREN ‼️ ++++

    Am 13. Juni öffnet die Queerbar auf 2 Ebenen. Im Barraum bieten wir einen chilligen Barabend. Der Dancefloor ist im Keller. Wir bieten euch ein rauschendes Fest mit einem bezaubernden Barteam, das flaschenweise die Brause verteilt. Bei uns sind lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Menschen in der Überzahl und der Gaydar muss nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden. 😉 Wir haben die besten DJs, um euch die ganze Nacht auf den Beinen zu halten. Es wird wie ein nicht enden wollender Traum. Kommt vorbei!

    gay #nonbinär +

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  • Queerbar

    ++++ Nächste Queerbar am 9. Mai 2025‼️ EINTRITT AB 18 JAHREN ‼️ ++++

    Am 9. Mai öffnet die Queerbar wieder ihre Tore! Wir bieten euch ein rauschendes Fest mit einem bezaubernden Barteam, das flaschenweise die Brause verteilt. Bei uns sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in der Überzahl und der Gaydar muss nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden. 😉 Wir haben die besten DJs, um euch die ganze Nacht auf den Beinen zu halten. Es wird wie ein nicht enden wollender Traum. Kommt vorbei!

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  • Queerbar

    ++++ Nächste Queerbar am 14. März 2025‼️ EINTRITT AB 18 JAHREN ‼️ ++++

    Am 14. März öffnet die Queerbar wieder ihre Tore! Wir bieten euch ein rauschendes Fest mit einem bezaubernden Barteam, das flaschenweise die Brause verteilt. Bei uns sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in der Überzahl und der Gaydar muss nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden. 😉 Wir haben die besten DJs, um euch die ganze Nacht auf den Beinen zu halten. Es wird wie ein nicht enden wollender Traum. Kommt vorbei!

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  • Queerbar

    ++++ Nächste Queerbar am 14. Februar 2025‼️ EINTRITT AB 18 JAHREN ‼️ ++++

    Am 14. Februar öffnet die Queerbar wieder ihre Tore! Wir bieten euch ein rauschendes Fest mit einem bezaubernden Barteam, das flaschenweise die Brause verteilt. Bei uns sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in der Überzahl und der Gaydar muss nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden. 😉 Wir haben die besten DJs, um euch die ganze Nacht auf den Beinen zu halten. Es wird wie ein nicht enden wollender Traum. Kommt vorbei!

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  • Heilige Queerbar am 24.12. ab 22 Uhr

    Schon in der Bibel heißt es: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, wird eine QueerBar sein“ (Mt 18:20)

    So auch am Heiligabend, den 24.12. um 22:00 Uhr. 

    Es wird flaschenweise Brause rausfeuert und Mariah Carey gespielt, bis die Ohren bluten. Hier sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in der Überzahl und der Gaydar nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden.

  • Siebtkleinste AIDS-Gala der Welt

    vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt veranstalten am Samstag, dem 01.12.2018 zum siebten Mal gemeinsam eine etwas andere AIDS-Gala

    Die Siebtkleinste AIDS-Gala der Welt präsentiert bekannte Künstler_innen und neue Talente verschiedenster Genres für den guten Zweck im Queeren Zentrum.
    Wie auch in den vergangenen Jahren organisieren vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt gemeinsam eine außergewöhnliche Spenden-Gala zum Welt-AIDS-Tag.

    Die Veranstalter_innen bleiben dem alternativen Charakter der letzten Jahre treu: Professionelle Bands und Newcomer_innen wechseln sich im Programm ab und versprechen einen vielfältigen Abend für den guten Zweck. Verstörung, Verzauberung, Chic und Rebellion treffen an diesem Abend aufeinander. Nicht zuletzt verkörpert durch die schonungslose Moderatorin des Abends: Drag Queen und Polit-Tunte Rosa Opossum freut sich wieder auf ein volles Haus und ein wie immer spendables Publikum: „Menschen mit HIV sind in unserer Gesellschaft und auch in der Community unsichtbar. Wir wollen am Welt-AIDS-Tag Solidarität zeigen, in Form eines schönen Abends, vielfältiger Beiträge und vieler Spenden!“

    Der Name ist Programm

    Die Siebtkleinste AIDS-Gala der Welt hat über die Jahre an vielen Locations in Darmstadt stattgefunden. Mit dem Queeren Zentrum ist sie 2018 wieder an einem kleineren Ort gelandet. Rosa Opossum erklärt hierzu: „Auf die Größe kommt es nicht an – die Technik muss stimmen! Vor allem, wenn man die kleinste Gala bleiben will, muss es eng und kuschelig sein! Diese Benefizgala bringt die Menschen wirklich zusammen.“
    Die Veranstaltung bietet den Gästen einen abwechslungsreichen Abend und stellt sich gleichzeitig gegen die Stigmatisierung von Menschen die von HIV oder AIDS betroffen sind. Eine Infektion mit HIV bedeutet zu oft noch, dass Menschen an den Rand der Gesellschaft und in Armut gedrängt werden. Die eingenommenen Spenden werden unmittelbar für die Klientinnen und Klienten der AIDS-Hilfe Darmstadt eingesetzt: bei denen nämlich, die wirklich dringend Unterstützung benötigen.

    Bühnenprogramm für den guten Zweck

    Die Organisator_innen versprechen Live-Musik, Travestie, Kabarett und Anarchie für den guten Zweck: Sämtliche Gewinne der Veranstaltung kommen den Klient_innen der Aids-Hilfe Darmstadt e.V. zugute.

    Die Siebtkleinste AIDS-Gala der Welt findet am Welt-AIDS-Tag statt. Weltweit erinnern jährlich am 1. Dezember verschiedenste Organisationen an das Thema HIV/AIDS und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten, an AIDS Erkrankten und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen.

    Siebtkleinste AIDS-Gala der Welt
    01.12.2018 / 19.00 Uhr

    Eintritt: gegen Spende
    Queeres Zentrum (Kranichsteiner Str. 81, 64289 Darmstadt)
    stefan.kraeh@vielbunt.org
    Telefon vielbunt: 0176-62573994

     

  • Sam wurde nach Jamaika abgeschoben

    Im vergangenen Winter ist ein 29-jähriger Mann aus Jamaika in der
    Erstaufnahmeeinrichtung in Darmstadt gelandet. Er hat sein Heimatland verlassen müssen, weil der Karibikstaat eines der homofeindlichsten Länder der Erde ist. In Deutschland suchte er Schutz und hoffte auf ein freies Leben als schwuler Mann.

    Kurz nachdem Sam* zu uns Kontakt aufgenommen hatte, wurde er auch schon wieder weiterverteilt. Aus der Erstaufnahme in Darmstadt erhielt er einen Transfer in die Nähe von Marburg. Wir konnten ihm Kontaktadressen in der Region nennen. Der Rainbow Refugee Support in Marburg hat ihn weiter betreut und begleitet. Zwar konnten wir Sam nicht mehr treffen, jedoch hielt er den Kontakt über Sprach- und Textnachrichten weiter aufrecht.
    So haben wir auch schnell erfahren, dass sein Asylantrag abgelehnt wurde. Er hat sich juristischen Beistand geholt und gegen die Ablehnung geklagt.

    Jamaika ist für Touristen der Himmel und für Schwule die Hölle

    Wir haben ihm die Daumen gedrückt und auf eine positive Entscheidung des Verwaltungsgerichts gehofft. Dass Jamaika kein sicheres Land für Homosexuelle ist, ist durch zahlreiche Reports von Amnesty International, der US-Regierung und auch durch Hinweise des Auswärtigen Amts erwiesen. Immer wieder lesen wir Nachrichten von Überfällen und Mordanschlägen auf sexuelle
    Minderheiten. Jamaikanische Sänger rufen in ihren Liedtexten und auf Konzerten dazu auf, Schwule zu jagen und zu verbrennen. Auch schwule Jamaikaner, die wir bisher in unserer Arbeit getroffen haben, haben gewalttätige und mörderische Angriffe überlebt oder ihnen nahestehende Menschen verloren. Ein Mann aus Kingston sagte uns: „Jamaika ist für Touristen der Himmel und für Schwule die Hölle.“

    Mitte April wurde Sams Klage abgewiesen. Wir selbst haben das Urteil nicht gelesen, aber Sam hat uns angerufen und erzählt, dass das Gericht ihm nicht glaubte, als er die Situation von Homosexuellen in Jamaika geschildert hat. Man sagte ihm, er würde übertreiben.

    Sam
    Von der Polizei eingetretene Zimmertür

    Seither verbrachte Sam die Tage und vor allem Nächte in ständiger
    Anspannung. An einem Tag schickte er uns Fotos von der vollkommen demolierten Zimmertür seines Nachbarn, der ebenfalls aus Jamaika nach Deutschland geflüchtet war. Mitten in der Nacht sei die Polizei gekommen, um ihn für die Abschiebung abzuholen, hat dabei die Tür eingetreten und alle in Panik versetzt. Auch Sam wurde klar, dass es ihn ebenso jederzeit treffen konnte.

    In einem Telefonat mit uns hat er irgendwann nicht mehr sprechen können und begonnen zu weinen. Minutenlang konnte auch unser ehrenamtlicher Supporter nichts mehr sagen. Es fehlten die Worte.

    Im Hintergrund wurde derweil eiligst daran gearbeitet, die nächsten
    rechtlichen Schritte zu gehen. Auch wir haben recherchiert und eine
    Stellungnahme verfasst. Sam sollte in Deutschland bleiben.

    Heute Vormittag um kurz nach 11 Uhr hat die Polizei Sam überraschend in der Gemeinschaftsunterkunft aufgesucht. Nichts hat zuvor darauf hingewiesen, dass er heute abgeschoben werden würde. Er hat keine Ausreiseaufforderung erhalten, er wusste nicht, dass er an diesem Tag zurück nach Jamaika gehen muss.
    Noch während er notdürftig einige Sachen packte, hat er alle informiert, was gerade passiert Auch uns hat er geschrieben. Er hoffte, dass wir noch irgendetwas tun können. Während er mit einem Bus zum Frankfurter Flughafen gebracht wurde, reichte sein Anwalt neue Eilanträge bei Gericht ein, die die bevorstehende Abschiebung am Nachmittag vielleicht noch abwenden könnten. Wir haben ihn daran erinnert, wie der Abschiebeversuch von Emile verlaufen ist. Auch die Flughafenseelsorge wurde vom Rainbow Refugee Support  in Marburg informiert. Wenigstens sollte der Vorgang beobachtet werden, wenn den Flüchtlingshelfer_innen schon die Hände gebunden waren.

    Ich kann nicht zurück nach Jamaika gehen

    Sam saß alleine im Bus auf dem Weg zum Flughafen und fragte per
    Textnachricht, was nun passieren wird. Er sagte: Ich kann nicht zurück nach Jamaika gehen. Eine ewige Stunde lang haben wir nichts von ihm gehört. Das nächste Mal meldete Sam sich aus dem Flugzeug. Er hat es nicht geschafft, sich bemerkbar zu machen. Er konnte niemandem um ihn herum bitten, ihm zu helfen. Die Resignation und Hilflosigkeit hat ihn gehindert, die letzte, wenn auch kleine Chance zu nutzen, seine Abschiebung doch noch zu verhindern.

    Wir sind sicher, dass über seinen Fall in der folgenden Instanz positiv beschieden worden wäre, hätte man ihn nicht vorher eiligst abgeschoben . Wir beobachten in der letzten Zeit eine rasante Beschleunigung der Verfahren. Sobald es zu Ablehnungen kommt, werden Menschen innerhalb kürzester Zeit ohne Vorwarnung abgeholt und zum Flughafen gebracht. Wo zuvor noch Monate Zeit waren, sich auf Klageverfahren vorzubereiten, die dann letztendlich auch erfolgreich waren, werden abgelehnte Asylsuchende mittlerweile innerhalb kürzester Zeit abgeschoben.  Niemand kann innerhalb weniger Tage  neue Hinweise und Argumente recherchieren, die dann letztendlich zu einer positiven Entscheidung führen.

    Hier erkennen wir ein System, das vor allem darauf setzt, Ablehnungen schnell durchzuziehen und Menschen in gefährliche Länder und Regionen zurückzuschicken, bevor sich sich gegen das Unrecht das gesprochen wurde zur Wehr setzen können.

    Ständig werden mit Leistungskürzungen, nicht versandten Ausreiseaufforderungen, Hausarrest und solchen überfallartigen Abschiebeaktionen neue Formen gesucht, asylsuchende Menschen eine faire Behandlung zu verwehren und sie so schnell es geht abzuschieben. Wir verurteilen diese Asylpolitik, die sich uns vor allem als Abschiebepolitik darstellt. Die in allen Aspekten schwache Position Geflüchteter in Deutschland wird ausgenutzt, um Akten schnell zu schließen. Dass Schutzbedürftige in diesem in unseren Augen unrechten Vorgehen ihrem Schicksal überlassen werden, ist für uns ein beschämender und skandalöser Vorgang.

    Heute Nachmittag um 14.30 Uhr ist ein Flugzeug von Frankfurt nach Jamaika gestartet. Ein schwuler Mann sitzt darin, auf dem Weg in homofeindlichste Land der Karibik. Wir fragen uns, wie Behörden und Gerichte eine solche Entscheidung treffen können.

    Wir versuchen weiter Kontakt zu Sam zu halten und ihn von hier aus zu unterstützen. Da das für uns der erste Fall einer vollzogenen Abschiebung ist, müssen wir nun zunächst herausfinden was wir tun können. Aber wir bleiben dran.

    Wir sind weiter entschlossen, geflüchteten Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Trans* mit allen Mitteln zu helfen.
    Ihre Herkunftsländer sind nicht sicher, ihre Abschiebungen sind Unrecht.

     

    *Wir haben den Namen geändert

  • IDAHOBIT 2018 in Darmstadt

    IDAHOBIT 2018 in Darmstadt

    Auch in diesem Jahr wollen wir den 17. Mai als Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit (IDAHOBIT) mit einer Kundgebung in der Innenstadt begehen.

    Während sich die Situation sexueller Minderheiten in Deutschland gerade in letzter Zeit spürbar verbessert hat und man auf den sommerlichen CSD-Demonstrationen oft gerne positive Bilder vermitteln will, wollen wir bei unserer Demonstration am IDAHOBIT auf Missstände hinweisen und die Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Intersexuellen und Trans* thematisieren.

    Auch in diesem Jahr steht der IDAHOBIT unter einem Thema, das die Community in Darmstadt besonders beschäftigt. Angesichts der wachsenden Zahl an abgelehnten Asylanträgen von verfolgten LSBTI Geflüchteten und jüngster Versuche, einzelne von ihnen unvermittelt abzuschieben, konzentrieren sich die Kundgebungsbeiträge dieses Jahr auf Rainbow Refugees und internationale LSBTI-Verfolgung.

    Wir wollen gemeinsam mit allen Unterstützer_innen auf dem Luisenplatz für eine weltoffene Gesellschaft und ein Ende der Verfolgung sexueller Minderheiten demonstrieren.

    Wir rufen alle trans*, lesbischen, bisexuellen, inter*, schwulen, queeren und heterosexuellen Menschen auf, ein sichtbares und hörbares Zeichen gegen Diskriminierung sexueller Minderheiten und Rassismus zu setzen und am 17. Mai um 17.30 Uhr zum Darmstädter Luisenplatz zu kommen.

    Sagt es auch euren Freund_innen, Bekannten und Familienmitgliedern weiter!

    Hier geht es zur Veranstaltung bei Facebook! Teilnehmen und Leute einladen!

    Und weil es mittlerweile Tradition hat:
    Nach den Redebeiträgen werden wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, traditionell einen schmissigen Hit abzuspielen, zu dem man sich umarmen, küssen, die Hand geben oder freundlich zunicken kann.

  • Schrill und Laut – Domina Day

    Jahrelang hielt uns Linda de Mol mit ihrer Weltrekord-Sendung um die gefallenen Steine fest im Griff. Sie war erst zufrieden, wenn auch der letzte umgekippt war und die europäische Öffentlichkeit mit einem wohligen Gefühl der absoluten Befriedigung wieder in die Sofalehne sinken konnte. Es folgten Champagnerduschen und ein Schnaps für die Nerven.
    Was viele nicht wussten: Während der ganzen Live-Sendung hatte die beliebte Moderatorin stets Lack- und Leder-Wäsche unter ihrem schickem Blazer und soll auch im Vorfeld laut peitschend durch die Halle gegangen sein, damit die auf dem BodenDomina Day kauernden Sklaven ihr die Stiefel sauber lecken.

    20 Jahre später legen wir das Großereignis wieder neu auf und erzählen die wahre Geschichte: Beim Domina Day wird bestraft wer zu früh wackelt und wer von Anastacia oder Kylie angetippt wird, wird eine Kettenreaktion auslösen . Außerdem gibts Dominanzgesten von der Aorta des Abends Rosa Opossum und Hausverbot für Frauke Ludowig.

    Achtung: Es ist wieder Pfingsten! Da ist unsere Party traditionell am Kult-Sonntag!

    Schrill und Laut – Domina Day
    Sonntag, 20.05.2018
    Schlosskeller Darmstadt

    Hier gehts zum Event bei Facebook – zum Teilnehmen und Leute einladen

     

     

  • Emile soll nicht abgeschoben werden!

    Am heutigen Montag, den 26. März wurde ein von uns betreuter schwuler Mann aus Nigeria überraschend von der Polizei aus der Darmstädter Erstaufnahme mitgenommen und zur Abschiebung geführt. Über mehrere Stunden wussten weder wir noch sein Partner, mit dem er gemeinsam die Flucht nach Europa angetreten hatte, wo er sich befindet, wohin er gebracht wird und wie es ihm ging.

    In Nigeria ist Homosexualität illegal. Das Strafgesetz sieht eine Gefängnisstrafe von bis zu 14 Jahren vor, in den nördlichen Bundesstaaten droht mit der Schari’a zudem die Todesstrafe (Tod durch Steinigung).  Selbst die Betätigung in Gruppen, die sich für Gay Rights oder HIV-Prävention einsetzen, wird mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft. Amnesty International berichtet, dass im Sommer letzten Jahres 42 Personen verhaftet wurden, weil sie bei einem HIV-Interventionsprogramm teilgenommen haben. Die Betroffenen wurden nicht nur durch die Behörden bestraft, sondern auch von der Polizei den Medien vorgeführt. Diese öffentliche Bloßstellung kommt einer Freigabe zum Abschuss gleich. Die nigerianische  Bevölkerung ist extrem homofeindlich eingestellt und sieht sich nicht zuletzt durch staatliche und religöse Ächtung sexueller Minderheiten zur Lynchjustiz berechtigt.

    Da sie diese Zustände nicht mehr aushalten konnten, sind Fabrice und Emile* aus Nigeria geflüchtet. Sie haben sich als Paar entschieden, ihre Heimat zu verlassen, um in Deutschland frei und sicher leben zu können. Sie wünschten sich ein Leben, in dem man sie für ihre Liebe weder verachtet, noch einsperrt oder tötet. emile

    Die beiden jungen Männer sind im Winter in Darmstadt angekommen und haben sich sofort bei vielbunt gemeldet.  In mehreren Treffen konnten wir sie kennenlernen, ihnen beim Ankommen in Darmstadt weiterhelfen. Bei Unsicherheiten standen wir ihnen zur Seite und so manche Ängste konnten wir ihnen nehmen. Auch wenn sie sich gerade erst in der Erstaufnahmeeinrichtung befanden, haben wir dennoch sehr gehofft, dass ihre Anhörung zu einem positiven Ergebnis führt und beide in Deutschland, bestenfalls bei uns in Darmstadt bleiben können. vielbunt hat seit 2015 sehr viele LSBT Geflüchtete und deren Schicksale kennengelernt. Dennoch ist die Aussicht darauf, dass Menschen in Länder abgeschoben werden, in denen sie keine Zukunft haben und um ihre Sicherheit bangen müssen, für uns jedes Mal schockierend.

    Die Polizei kam um 5.00 Uhr morgens

    Ebenso erschreckend ist die Art und Weise, wie im Asylverfahren mit Geflüchteten insgesamt und LSBT Geflüchteten im Speziellen umgegangen wird.  Emile und Fabrice haben, kaum in Deutschland angekommen, sofort einen Ablehnungsbescheid erhalten. Eine Darstellung ihrer Fluchtgründe und ihrer individuellen Biografien war nicht möglich. Die Tatsache, dass sie als Schwule besonderer Verfolgung ausgesetzt sind, wurde schlicht nicht berücksichtigt.  Die beiden mussten sich einen Anwalt nehmen und sofort Widerspruch gegen diese pauschale und ungerechtfertigte Ablehnung einlegen.

    Heute früh um 5.00 Uhr kamen insgesamt vier Polizeibeamte in die Erstaufnahmeeinrichtung in Darmstadt um Emile abzuholen. Sie klopften an und betraten ohne abzuwarten das Zimmer. Sie fragten, wer von den Anwesenden Emile sei und teilten ihm mit dass er unverzüglich nach Italien abgeschoben wird. Er hatte zwei Minuten Zeit, um seine Sachen zusammenzusuchen. Ihm wurde nicht erlaubt, sich von seinem Partner Fabrice zu verabschieden. Ihm wurde auch zunächst nicht gestattet, seinen Anwalt zu kontaktieren. Dann ging es weiter zum Polizeirevier Darmstadt. Bevor er das Gebäude betreten durfte, wurden Emile Handschellen angelegt. Auch im Polizeirevier war er die ganze Zeit an einen Stuhl gefesselt. Hier wurde ihm dann gestattet, seinen Anwalt anzurufen, den er um diese Uhrzeit nicht erreichen konnte. Im Polizeirevier wurde Emile auch sein Handy abgenommen. Dann wurde er an den Flughafen gebracht und dort wieder in Handschellen gelegt. Als er das Flugzeug betrat, sagte Emile laut, dass er nicht freiwillig nach Italien fliegen will. Daraufhin wurde ihm von den Polizeikräften gedroht, dass er ins Gefängnis müsse, wenn er nicht fliegt.

    Der Pilot bot an, Emile ein Ticket nach Darmstadt zu kaufen. Denn mitnehmen wollte er ihn nicht.

    Die Polizei hat Emile daraufhin wieder mitgenommen und ohne ein weiteres Wort am Darmstädter Hauptbahnhof abgesetzt. Seine noch gültige Aufenthaltsgestattung wurde ihm von der Polizei nicht wieder ausgehändigt.

    In der ganzen Zeit konnten wir Emile nicht erreichen. Genauso wie  Fabrice wussten wir nicht, wie es Emile geht, wo er sich befand und wohin man sich wenden soll. Fabrice war verzweifelt und wir können ihm nicht helfen.
    Nachdem man ihm sein Handy abgenommen hat, konnten weder sein Anwalt, noch seine Sozialarbeiter_innen oder wir Emile erreichen. Niemand konnte ihm raten, nicht in das Flugzeug zu steigen. Das hätten wir nämlich auf jeden Fall getan. Nur durch Emiles mutigen passiven Widerstand und das resolute Agieren des Piloten konnte diese Abschiebung abgewandt werden!

    Alle Rainbow Refugees die wir betreuen und begleiten, kommen aus Ländern in denen sie wegen ihrer Homosexualität um ihre Sicherheit fürchten müssen. Wir wollen niemanden in ein solches Leben zurück gehen lassen. Eine Abschiebung nach Italien würde uns die Chance nehmen, uns mit unseren ohnehin geringen Handlungsmöglichkeiten für Emile einzusetzen.

    Flucht ist kein Verbrechen

    Und auch für uns stellt sich nun ein Gefühl der Hilflosigkeit ein. Dabei sind wir die, die Unterstützung und Halt bieten sollten.

    Wir verurteilen die skandalöse Art und Weise, wie mit den Menschen verfahren wird, denen in ihren Herkunftsländern soziale Ächtung, Gefängnis und Tod drohen. Wir stellen uns gegen eine Asylpolitik, die vor allem auf Ablehnungsbescheide und Abschiebungen fokussiert ist, statt auf individuelle Schicksale und Fluchtursachen. Jeder Mensch, der Schutz in Deutschland sucht, verdient ein faires Verfahren, in dem er seine Fluchtgründe und seine persönliche Biografie darstellen kann. Egal woher er kommt und über welches Land er eingereist ist.

    Wir verurteilen ebenso die überfallartigen Abschiebe-Kommandos, die Menschen in ihren Unterkünften aus den Betten holen und wie Kriminelle abführen.  Flucht ist kein Verbrechen!

    Emile und Fabrice, zwei junge Männer von 23 und 22 Jahren haben als Paar eine gefährliche Flucht nach Europa auf sich genommen, die viele Menschen nicht überlebt haben. Sie sind mit einem Boot in Italien angekommen und haben es bis nach Deutschland geschafft, weil sie sich gegenseitig hatten. Auch in Darmstadt gab es nur Emile und Fabrice. Sie hatten nur sich.
    Wir verurteilen das grausame Auseinanderreißen von Paaren und (Wahl-)Familien. Unsere Leute brauchen sich!

    Uns bleibt keine Zeit, den Schock zu verarbeiten. Wir sind heute zum ersten Mal unmittelbar mit der Abschiebung eines von uns betreuten Rainbow Refugees konfrontiert.  Auch wenn Emile jetzt gerade wieder zurück gekommen ist, wissen wir, dass er jederzeit wieder abgeholt werden kann.

    Wir stehen vergleichsweise hilflos da, können momentan weder Trost noch Rat bieten. Dabei ist auch das eine unserer wichtigsten Aufgaben als Rainbow Refugee Supporter.
    Wir haben vor zwei Jahren begonnen, LSBT Geflüchtete in Darmstadt und Umgebung zu unterstützen. Wir sind fest entschlossen, alles dafür zu tun, dass unsere Leute bleiben können. Mit dem heutigen Tag noch mehr denn je!

    Wir bitten alle, die wissen wie man hier konkret helfen kann, sich bei uns zu melden.

    Kontakt:
    Stefan Kräh
    vielbunt e. V. | Rainbow Refugees Darmstadt

    0176-62573994
    stefan.kraeh@vielbunt.org

     

     

     

    *  Namen geändert, um die Sicherheit der Betroffenen nicht zu gefährden.