Kategorie: Aktuelles

  • Keine „Demo für Alle“ – Gemeinsame Anreise aus Darmstadt

    Keine „Demo für Alle“ – Gemeinsame Anreise aus Darmstadt

    Zum wiederholten Mal sucht die sogenannte „Demo für Alle“ mit einer pseudochristlichen Anhäufung von Personen des rechten Spektrums die Landeshauptstadt heim. Wir haben uns diesen Hassveranstaltungen bereits in Stuttgart entgegengestellt und sind in Wiesbaden nun umso entschlossener. Kommt alle mit uns und zeigt Flagge für eine vielfältige Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung.

    Unser gemeinsamer Aufruf des Bündnis für Solidarität und Vielfalt

    Was es braucht, ist bunter Widerstand!
    Für Solidarität und Vielfalt
    Gegen die sogenannte ‚Demo für Alle‘

    Am 25. Juni werden wir uns wieder dem antifeministischen, homofeindlichen, transfeindlichen und rassistischen Aufmarsch der sogenannten ‚Demo für Alle‘ in Wiesbaden entschieden entgegenstellen.

    Gemeinsam mit den Wiesbadener ‚Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung‘ und anderen Gruppen werden wir lautstark und bunt die Hetzveranstaltung von Reaktionär_innen, Erzkonservativen, Fundamentalist_innen, Rechtspopulist_innen und Neonazis zu einem Desaster machen.

    Bereits im vergangenen Oktober wurde der sogenannten ‚Demo für Alle‘ das Marschieren durch die Wiesbadener Innenstadt fast unmöglich gemacht. Daran werden wir anknüpfen.

    Wir rufen alle Menschen in Darmstadt und Umgebung auf, mit uns zu kommen. Hierfür haben wir eine gemeinsame Anreise mit der Bahn organisiert. Wer kein Ticket hat, kann sich für die Teilhabe an einem Gruppenticket bei uns melden: gruppenticket@vielbunt.org

    Treffpunkt am 25.06.2017 um 12.20 Uhr am Hbf Darmstadt (Vorhalle)
    Treffpunkt zur Rückfahrt um 18.20 am Hbf Wiesbaden (vor dem Haupteingang)

    Hier geht es zur Veranstaltung bei Facebook. Zum Teilnehmen und Leute einladen

  • Helfer_innen für unseren CSD gesucht!

    Der CSD Darmstadt braucht viele helfende Hände, damit der Tag für alle ein großer Erfolg wird. Demo begleiten, Kuchen verkaufen, Fotografieren, Künstler_innen betreuen – es gibt viel zu tun. Wenn du Lust hast an diesem Tag mitzuhelfen, dann melde dich einfach über unser Onlineformular an. Es macht immer sehr viel Spaß, du lernst jede Menge Leute und den CSD einmal aus einer anderen Perspektive kennen.

    Hier gehts zur Online-Anmeldung >>

  • Dritte vielbunte Radtour am 25.06.2017

    Die vielbunte Radtour geht in die dritte Runde – Am 25. Juni 2017 geht es über ca. 60 km durch Feld, Wiesen und Auen. Wir starten um 10:00 an der Westseite des Hauptbahnhofs in Darmstadt, fahren Richtung Westen, durch Büttelborn, die Fasanerie Groß-Gerau, Wallerstädten direkt auf den Rhein zu. Auf der Altrheininsel Langenau gibt es nach ca. 25 die Einkehrmöglichkeit auf dem Hofgut. Weiter geht’s Richtung Süden, immer am Damm entlang über den Kornsand, Schusterwörth bis Erfelden. Die Etappe zurück nach Darmstadt führt uns durch Goddelau Richtung Griesheim bis zum Hauptbahnhof. Bitte denkt an starken Sonnenschutz und genügend Getränke, da die Strecke überwiegend (hoffentlich) in der Sonne liegt. Eine Decke + Snacks können nicht schaden – die wunderschönen Rheinwiesen laden zum picknicken ein.

    Wer möchte kann der Facebook-Veranstaltung beitreten und/oder sich melden für die Whatsapp-Gruppe zu der Radtour.

    https://www.facebook.com/events/499190597084014/

  • 77. Treffbunt – kreuz und queer durch Darmstadt

    77. Treffbunt – kreuz und queer durch Darmstadt

    Siebenundsiebzig Grad und es wird noch heißer – mach den Beat… ähm ich mein Sommer! Endlich Sommer! Die Temperaturen steigen und somit auch unsere Laune in die bunte Natur raus zu gehen…  Also starten wir – etwas früher als sonst – unsere Treffpunkt-Picknick-Saison!

    Wir werden uns jetzt immer im Freien treffen.  Sollte mal – ausnahmsweise – schlechtes Wetter sein, treffen wir uns im Queeren Zentrum   (wir haben dann auch eine Überraschung für euch) . Also vorher aus dem Fenster schauen, oder die Wetter-App im Handy checken. Natürlich geben wir Änderungen auch auf der Webseite und auf Facebook bekannt.

    Wir beginnen mit dem Prinz-Emil-Garten. Die großen Regenbogen-Fahnen sollten als Treffpunkt nicht zu übersehen sein!

    12.06.2017 19:30 Uhr Prinz-Emil-Garten

    Picknickdecken, Becher, Teller, Getränke, Essen, Beamer, Trampolin, PlayStation, Schlagzeug und Gitarren nicht vergessen!

     

    Übrigens, wir feiern in der CSD Woche am 14.08.2017 den

    +++ 80. Treffbunt +++

    Zu diesem feierlichen Anlass   haben wir etwas einmaliges für euch organisiert. Also jetzt Termin reservieren! Das wird genial! Weitere Infos folgen…

  • Bilder von der Eröffnungsfeier

    Bilder von der Eröffnungsfeier

    Am 27. Mai eröffnete in der Oetinger Villa offiziell das Queere Zentrum Darmstadt mit einem Sektempfang. Nach der Begrüßung durch die Vorstände von vielbunt, haben auch Oberbürgermeister Jochen Partsch und Sozial- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz in ihren Redebeiträgen erklärt, dass das neue Zentrum nicht nur ein großer Schritt für die LGBT-Community, sondern auch für die Stadtgesellschaft insgesamt sind. Im Anschluss haben die Gaga-Ladies mit einem ganz eigenen Grußwort die Bühne geentert und Aurora DeMeehl hat als Stargast dem Programm das perfekte Finale verliehen.

    Ein Album mit Bildern von der Eröffnungsfeier haben wir bei Facebook veröffentlicht.

    Bilder von der Eröffnungsfeier

  • Kitchenswitchen am 10.06.2017

    Kitchenswitchen-Freunde aufgepasst! Am 10.06.2017 wird wieder gekocht!

    Nachdem am Wochenende so viel Kuchen bei der Eröffnung des Queeren Zentrums in der Oetinger Villa gefuttert wurde, ist es wieder Zeit für ein ordentliches Abendessen!

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    Du möchtest…
    … neue Leute kennenlernen?
    … fremde Küchen zu einem Schlachtfeld verwandeln?
    … dein Lieblingsrezept präsentieren?
    … einen gemütlichen und kulinarischen Abend mit (neuen) Freunden verbringen?

    Dann melde dich bis zum 04.06.2017 bei uns an und gebe an, wenn du in Darmstadt eine Küche zur Verfügung stellen kannst und wie viele Leute bei dir Platz finden würden.

    Wenn sich das Wetter anbietet, gibt es vlt. den einen oder anderen Gang im Freien!?

    Anmeldung oder Fragen an: treffpunkte@vielbunt.org

    Weitere Infos zum Kitchenswitchen findest du unter http://www.vielbunt.org/kitchenswitchen/

  • Das Queere Zentrum wird eröffnet

    Das Queere Zentrum wird eröffnet

    In den Räumen der Oetinger Villa eröffnet vielbunt am 27.05.2017 das erste Queere Zentrum in Darmstadt. vielbunt ist bereits seit Januar kontinuierlich mit der Renovierung der Räumlichkeiten beschäftigt, um queeren Menschen zukünftig einen Ort in der Stadt zu bieten.

    Ab dem 27. Mai öffnet das Queere Zentrum in der Oetinger Villa in

    der TräEröffnunggerschaft des Vereins vielbunt seine Türen für eine breite Zielgruppe. Die Angebote des Vereins richten sich an Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intersexuelle Menschen in Darmstadt und Umgebung.

    Am Nachmittag werden stellen die Veranstalter_innen die neuen Räume Vertreter_innen aus Politik und Presse vor und laden gleichzeitig die Unterstützer_innen der letzten Jahre ein, gemeinsam die Eröffnung des neuen Zentrums zu feiern.

     Ab 22 Uhr steigt die öffentliche Opening Party im Keller der Oetinger Villa. Feierwillige Menschen sind herzlich eingeladen, gemeinsam das Ergebnis monatelanger Anstrengungen zu feiern.

    Erweiterung und Professionalisierung

    Zukünftig soll vom Queeren Zentrum aus auch die Arbeit von vielbunt koordiniert werden. vielbunt arbeitet weitgehend ehrenamtlich; organisiert jährlich die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie, den Christopher-Street-Day im August, die AIDS-Gala zum Welt-AIDS-Tag und weitere kulturelle und politische Veranstaltungen. Neben aktiver Flüchtlingsarbeit, leistet die Organisation auch Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an Schulen und bietet Gruppenangebote z.B. für trans*
    Menschen oder Familien mit trans* Kindern an. Seit Januar dieses Jahres sind ehrenamtlich Aktive und Nutzer_innen der vielbunten Angebote partizipativ mit der Renovierung der Räume in der Oetinger Villa beschäftigt gewesen.
    Mit der Eröffnung am 27.05. erfüllt sich auch der lang gehegte Wunsch nach einer erweiterten Jugendarbeit mit offenem Jugendtreff für queere Menschen bis 27 Jahre.
    Darüber hinaus bietet der Verein nun qualifizierte Beratung bei Fragen und Unsicherheiten zu sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, insbesondere für junge Menschen an. Auch die Beratung und Begleitung von geflüchteten Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* wird durch die feste Anlaufstelle mit Bürozeiten professionalisiert.
    Das offene Angebot für queere Jugendliche ist dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 16 – 20 Uhr geöffnet.
    Die Beratung ist während der Bürozeiten erreichbar.
  • Schrill und Laut – Dirty Doctors & Naughty Nurses

    Im Juni wird Schrill und Laut zur Notaufnahme. Die medizinischen Notfälle bei uns beschränken sich üblicherweise auf Übelkeit nach einem Schluck zu viel Pfeffi oder verletzten Stolz wenn Heterojungs sich zu uns herein verirren und keine der Frauen mit ihnen tanzen will. Irgendwie übt dieses ganze Krankenhaus-Ding aber trotzdem eine gewisse Faszination aus. Man teilt sich mit fremden Menschen in rückenfreien Leibchen das Zimmer und die Nachtschwester kommt, wann immer man den Knopf drückt… Ganz zu Schweigen von dem ganzen verdammten Glamour, der so manchen Kliniken wie dem Betty Ford Center anhaftet wie eine eingetrocknete Mullbinde.

    Die älteren Semester haben sich damals noch selbst in den Emergency Room unter die Hände von Dr. Ross geträumt, bei Grey’s Anatomy fragt man sich einfach, wie es die Protagonist_innen bei dem ganzen heulkrampfgetränkten Beziehungsgeflechten überhaupt noch schaffen, ihrem Beruf nachzuDirty Doctorskommen und Rosa ist stolze Besitzerin einer geklauten DVD-Box von Doctor’s Diary. Nicht allein weil sie aus dieser Serie ihr gesamtes Wissen über den menschlichen Körper gezogen hat, sondern auch weil sie in Gretchen Haase eine Seelenverwandte und in Marc Meier einen Sexgott sieht, erklärt sie Doctor’s Diary zur ultimativ besten Serie der Welt. Die Serie wurde übrigens nach drei Staffeln eingestellt, weil die Schauspieler keine Lust mehr hatten…

    Von Medikamentenausgabe bis Musiktherapie fährt unsere kleine Privatklinik alles auf was man für Körper und Seele tun kann.
    Liefert euch also ein, wir nehmen euch über Nacht stationär auf, ihr geht sicher gesünder wieder raus!
    Wir werden wahrscheinlich auch mal „Die Ärzte“ spielen

    Schrill und Laut – Dirty Doctors & Naughty Nurses
    Pfingstsonntag, 04.06.2017 // 22 Uhr
    Schlosskeller Darmstadt
    Hier geht es zum Event bei facebook

  • Eröffnung des Queeren Zentrums – Wir brauchen eure Unterstützung!

    Am kommenden Samstag steigt sie endlich, die große Eröffnungsparty des Queeren Zentrums in Darmstadt! Für einen reibungslosen Ablauf, sind wir aber auf eure Unterstützung angewiesen! Sei das nun beim Aufbau, beim Abbau, an der Kasse oder auch sehr gerne in Form von Kuchenspenden für den Sektempfang am Nachmittag.

    Du hast Lust, mitzuhelfen?
    Dann sag uns doch einfach, welche Aufgaben du auf der Party gerne übernehmen würdest. Trag dich dafür einfach in unser Helfer_innen-Formular ein!

    Wir freuen uns auf euch!

  • Kundgebungsrede zum IDAHOBIT 2017

    Kundgebungsrede zum IDAHOBIT 2017

    Am 17.  Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, veranstalten wir traditionell eine Kundgebung auf dem Darmstädter Luisenplatz. Wir begehen diesen Tag auch als Internationalen Tag gegen Interfeindlichkeit, Transfeindlichkeit und Bifeindlichkeit. In diesem Jahr haben Rosa und Kerstin Redebeiträge zur Kundgebung geliefert, die beide nun auch online nachlesbar sind. Rosas Ansprache findet ihr hier.
    Kerstin ist die Leiterin unserer vielbunten Elterninitiative Kim & Alex  und hat die Recht und Bedürfnisse von trans* Kindern in den Fokus gerückt:
    Ihr Lieben, eigentlich spreche ich heute für mein Kind, das im Augenblick noch etwas zu jung ist, um selbst hier am Mikrofon zu stehen. Für mein Kind, das wir Eltern und die Ärzte schon vor seiner Geburt aufgrund seiner Anatomie dem männlichen Geschlecht zugeordnet hatten. Dieses Kind, das nach seiner Geburt gute sechs Jahre gebraucht hat, um uns – seine Eltern – davon zu überzeugen, dass es kein Sohn, sondern eine Tochter ist.
    Heute weiß meine Tochter: Sie ist nicht alleine. Vielen Menschen geht es wie ihr; Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Einige von ihnen habenmeine Tochter gerettet und mir geholfen zu verstehen, wie ich mit ihr umgehen muss. Einige sind für uns da, wenn wir Fragen und Sorgen haben. Viele Menschen vor uns haben den Weg gebahnt, auf dem meine Tochter nun unterwegs ist, und die ganze Familie mit ihr. Diesen Menschen gegenüber empfinde ich große Dankbarkeit und Verbundenheit.
    Danke auch an vielbunt, dafür, dass wir bei dieser Kundgebung zum
    Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit den Blick auf die Bedürfnisse und Rechte unserer Kinder lenken dürfen. Ebenso danke ich euch im Namen von Kim & Alex – einer Initiative von Eltern, die ihre Kinder nicht durch die gesellschaftlichen Normvorstellungen von „männlich“ und „weiblich“ an der Entfaltung ihrer einzigartigen Persönlichkeit hindern lassen wollen. Wir sind sehr froh darüber, dass wir unter dem Dach von vielbunt eine Anlaufstelle aufbauen konnten, die inzwischen schon fünfzehn Familien aus der Region zu einem starken Netzwerk verbunden hat. Diese Gemeinschaft gibt uns Mut und Stärke, um täglich für die Rechte und das Wohlergehen unserer Kinder zu kämpfen.

    Denn wir – und unsere Kinder – wissen, was Transfeindlichkeit bedeutet. Für unsere Kinder bedeutet Transfeindlichkeit zum Beispiel, dass ihnen von einigen Gruppierungen schlicht und ergreifend ihre Existenz abgesprochen wird. Ein besonders bestürzendes Beispiel für diese Haltung ist der „Anti-Gender-Bus“, der unter dem Namen „Bus der Freiheit“ in diesem Jahr durch Spanien und die Vereinigten Staaten tourte, um trans- und menschenfeindliches Gedankengut unters Volk zu bringen. „Wenn Du als Junge geboren bist bleibst Du ein Junge. Wenn Du als Mädchen geboren bist, bleibst Du ein Mädchen. Lass dich nicht verwirren.“ stand auf diesem Bus geschrieben. Dass die Geschlechtszuordnung hierbei einzig und alleine aufgrund der äußerlich sichtbaren Geschlechtsmerkmale erfolgt, braucht wohl kaum erwähnt zu werden. Die Vertreter dieser Haltung in Deutschland mit ihrem Anspruch „für alle“ zu sprechen, sind uns natürlich ebenso bekannt.
    Besonders perfide ist dieses Vorgehen, da sich ja – wenn es Kinder wie die Unseren nicht gibt – auch jede Diskussion über deren Rechte und Bedürfnisse erübrigt.
    Selbst in der breiten Masse der Bevölkerung findet diese Haltung ihren Widerhall – „Ein Kind in diesem Alter kann doch nicht einfach entscheiden, welchem Geschlecht es angehört!“ – das müssen wir uns allzu oft sagen lassen.
    Komischerweise traut man das den Kindern, bei denen Genitalien und geschlechtliche Selbstverortung dem gewohnten Standard entsprechen, ohne Probleme zu. Niemand würde auf die Idee kommen, zu einem vierjährigen cis Jungen, der sich deutlich als solcher einordnet, zu sagen: „Warte erst mal ab. Um das genau wissen zu können bist Du doch noch viel zu jung.“
    Im Alltag zeigt sich Transfeindlichkeit gegenüber unseren Kindern auf unterschiedlichste Art und Weise. Sie haben beispielsweise kein

    einklagbares Recht darauf, in Bildungseinrichtungen entsprechend ihrer geschlechtlichen Selbstzuordnung behandelt zu werden. Es gibt zwar keine gesetzlichen Regelungen, die das verbieten, aber letztendlich ist das Wohlwollen derjenigen, die über die Macht in den Institutionen verfügen, ausschlaggebend. Nur wenn diese Personen es ernst meinen mit der Akzeptanz und bereit sind, sich auch in Konfliktsituationen bedingungslos an die Seite unserer Kinder zu stellen, kann so etwas wie Vertrauen und Stabilität im Kita- und Schulalltag eintreten.

    Leider erleben wir allzu oft, dass es mit dieser Akzeptanz gegenüber unseren Kindern – und damit auch gegenüber uns, ihren Familien – nicht allzu weit her ist. Bemerkungen wie „Ihr Kind kann kein Mädchen sein. Es klettert auf Bäume wie ein Junge und spielt sogar Fußball auf dem Schulhof!“ hören wir häufig. Es gibt Orte, an denen sammeln besorgte Menschen Unterschriften, um gegen Familien zu protestieren, die ihre trans*Kinder unterstützen. Auch Anzeigen beim Jugendamt sind schon vorgekommen, weil Außenstehende der Meinung waren, die unterstützenden Eltern würden das Kindeswohl gefährden. Manche Familien sind gezwungen, den Wohnort zu wechseln und ihr Haus zu verkaufen, weil sie über Jahre hinweg immer wieder angefeindet werden.

    Bei einer Familie flogen Ziegelsteine durch ein Fenster. Sie landeten im Kinderzimmer eines Zehnjährigen. Auch auf die Justiz ist kein Verlass, wenn es darum geht, unseren Kindern ein selbstbestimmtes und möglichst unbeschwertes Aufwachsen zu ermöglichen. Besonders, wenn Eltern sich uneinig sind, schlagen sich Gerichte häufig auf die Seite des Elternteils, der eine normalisierende Behandlung seines Kindes für richtig hält. Dem unterstützenden Elternteil wird hingegen von Gerichten und Jugendämtern regelmäßig die Erziehungsfähigkeit abgesprochen, bis hin zum Sorgerechtsentzug. In einem aktuellen Fall war sich ein Gericht nicht zu schade, auf Betreiben eines transfeindlichen Vaters zu verfügen, welche Kleidung das Kind in der Schule tragen darf und welche Farbe die Haargummis haben dürfen, mit denen die Haare zusammengebunden werden müssen.
    Nicht zu vergessen sind natürlich die Kinder, die keinerlei Unterstützung im familiären und institutionellen Umfeld erfahren, und die mit ihren Fragen und Nöten vollkommen alleine gelassen werden, bis sie selbst in der Lage sind, sich Informationen und Hilfe zu organisieren. Dieser Leidensweg kann schwerste Traumata verursachen und Kinder und Jugendliche in tiefe Verzweiflung stürzen. Ein trauriges Beispiel ist der tragische Suizid der 16jährigen Leelah Alcorn kurz nach Weihnachten 2014.
    All das zeigt, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt, bis für alle diese
    Kinder und Jugendlichen tatsächlich Chancengleichheit in der Gesellschaft, und insbesondere im Bildungs- und Rechtssystem hergestellt ist.
    Deshalb fordern wir, in Anlehnung an die Positionen von Trans-Kinder-Netz e.V.:
    • Die Abschaffung der Diagnose trans* im Sinne eines pathologischen Zustands.
      Unsere Kinder sind weder krank noch gestört.
    • Die Abschaffung von Zwangstherapie bei gleichzeitig freiem Zugang zu allen erforderlichen Maßnahmen des Gesundheitssystems.
      Das Verweigern oder Verzögern von notwendigen Behandlungen kann zu schweren Folgeerkrankungen führen, die vermieden werden können.
    • Die Möglichkeit der Änderung des Vornamens- und Geschlechtseintrages in staatlichen Dokumenten durch Willenserklärung als Verwaltungsakt ohne Begutachtungsprozess, Wartezeiten und Altersuntergrenzen. Diese staatliche Anerkennung wäre ein wichtiger Meilenstein zur Erlangung von Chancengleichheit z.B. im Bildungssystem und beim Start ins Berufsleben.
    • Staatliche Aufklärungsarbeit mittels verbindlicher Aus- und Weiterbildungen für alle Funktionsträger in den Bereichen Medizin, Psychologie / Psychotherapie, Pädagogik, Recht etc. und die Aufnahme des Themas geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in sämtliche staatlichen Lehrpläne und –materialien. Aufklärung ist der einzige Weg zur Vermeidung von Diskriminierung und Mobbing, egal ob auf institutioneller oder zwischenmenschlicher Ebene.
    • Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.
      Kinder müssen selbst gehört werden, und ihre Äußerungen müssen ernst genommen werden, wenn es um ihre ureigensten Belange geht. Besonders wichtig ist uns, dass die Aufklärung über das Thema trans* im Bildungssystem und in den Ausbildungsgängen aller Berufsgruppen im pädagogischen Bereich fest verankert wird. Wir wissen, dass trans*Kinder häufig bereits im Alter von drei bis vier Jahren deutlich äußern können, dass die spätestens bei der Geburt von außen erfolgte – und dann ab dem ersten Lebenstag durch alle möglichen Formen der Vermittlung täglich hundertfach bekräftigte – Geschlechtszuordnung für sie nicht stimmig ist.
    Vor diesem Hintergrund  wird klar, wie wichtig es ist, dass schon im Kindergarten mit der Vermittlung und dem Vorleben von Akzeptanz und Vielfalt begonnen wird. Denn damit sich trans*Kinder in ihrem Geschlecht frei und ohne Angst entwickeln können, muss in ihrem Umfeld klar sein, was die spanische Elternitiative Chrysallis in einige wenige, aber umso klarere Worte gefasst hat: Es gibt Mädchen mit Penis und Jungs mit Vagina. So einfach ist das.
    Die Mehrheit von ihnen leidet jeden Tag, weil die Gesellschaft diese
    Realität nicht anerkennt.
    Reden wir darüber. Ihr Glück hängt auch von Dir ab!
  • Unser Büro – und wie ihr es erreichen könnt

    Ende Mai möchten wir euch bereits in den Räumen des Queeren Zentrums begrüßen können, aber bis dahin gibt es noch viel zu tun. Schon fertig sind wir aber mit unserem Büro: Wir haben ein Telefon, Bürozeiten und auch einen Mitarbeiter!

    Oliver Delto ist seit April als Jugendbildungsreferent für vielbunt tätig. Er wird vor allen Dingen für das Angebot im Queeren Zentrum zuständig sein und kann euch auch Auskünfte über die Vereinsaktivitäten allgemein geben. Aber auch bei Problemen und Sorgen könnt ihr gerne mit euren Fragen auf ihn zukommen.

    Telefon: 06151/971 5632
    E-Mail: oliver.delto@vielbunt.org
    Dienstag & Donnerstag: 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr
    Mittwoch & Freitag: 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr

  • Noch ein letztes Mal mit anpacken in der Villa

    Noch ein letztes Mal mit anpacken in der Villa

    Den größten Teil der Renovierung des Queeren Zentrums haben wir mit eurer Hilfe bereits abgeschlossen und wir stehen nur noch wenige Wochen vor der Eröffnung. Nun gilt es vorher noch einmal gemeinsam anzupacken um die letzten Renovierungsarbeiten zu erledigen.

    Dazu treffen wir uns am 20.05.2017 um 12 Uhr im Queeren Zentrum in der Oetinger Villa.
    Bitte gebt uns im Vorfeld eine kurze Rückmeldung, damit wir entsprechend planen können: info@vielbunt.org

  • Bitte anmelden für 76. Treffbunt – kreuz und queer durch Darmstadt

    Hallo liebe Freunde des vielbunten „Stammtisches“,

    hier noch einmal eine Erinnerung an den nächsten Treffbunt am 08. Mai im Bembelsche, mit der Bitte um Zusage entweder per Mail an treffpunkte@vielbunt.org oder auch via Zusagen-Button bei der zugehörigen facebook-Veranstaltung auf facebook.com/vielbunt.

    Ihr helft uns damit ungeheuer bei der Planung!

    Danke und viele Grüße

    Eure AG Kultur & Community

  • Schrill und Laut – Keine Hose, Keine Probleme

    Es soll Leute geben, die Zuhause herumlaufen als würden sie jeden Moment Besuch von der Fashion Police bekommen. So richtig ordentlich angezogen, mit Socken und Schuhen an und allem. Wie soll man sich so eingeengt und in seiner persönlichen Entfaltung beschnitten überhaupt entspannen und wie zuhause fühlen können…?! Wir kennen eigentlich nur Leute, die sich die Hosen schon runterreißen, bevor die Wohnungstür ins Schloss fällt. Und wir finden das auch richtig. Schlimm ist, dass die Befreiung vom einengenden Joch der Hose, die unsere Beine teilt und unseren Willen schwächt nur im Geheimen, im Häuslichen, um Privaten ausgelebt werden kann.
    Wir stellen uns klar dagegen: Für die Befreiung der Schenkel! Gegen das Diktat der skinny pants!
    keine hose, keine probleme
    Es gibt Alternativen! Eine andere Welt ist möglich:
    Röcke, Kleider, Jumpsuits, Hella-von-Sinnen-
    Gedächtnis-Overalls und Leggings für alle!
    Oder einfach nix für niemand!
    Entsagt dem Denim!
    Keine Hose, kein Problem!

    Damit die Nacht nicht in ein emanzipatorisches Jeansverbrennungsritual ausartet, haben wir für euch wieder das beste Partyprogramm des Monats zusammengestellt. Sensationelle Musik gibts von Emma England und wir halten wieder ein paar kleine Extras für euch bereit. Lasst die Hosen im Schrank und kommt alle!

    Schrill und Laut – Keine Hose, Keine Probleme
    Freitag, 19. Mai 2017
    22.00 Uhr
    Queers & Friends

    Hier gehts zum facebook-Event (teilnehmen und Leute einladen!)

    p.s. Schon die Gala hat berichtet: Skinny pants machen krank!
    p.p.s. Wir meinen das ernst: Wer mit Hose kommt, kriegt Probleme ♥ seriously.