Keine „Demo für Alle“ – Gemeinsame Anreise aus Darmstadt

Zum wiederholten Mal sucht die sogenannte „Demo für Alle“ mit einer pseudochristlichen Anhäufung von Personen des rechten Spektrums die Landeshauptstadt heim. Wir haben uns diesen Hassveranstaltungen bereits in Stuttgart entgegengestellt und sind in Wiesbaden nun umso entschlossener. Kommt alle mit uns und zeigt Flagge für eine vielfältige Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung.

Unser gemeinsamer Aufruf des Bündnis für Solidarität und Vielfalt

Was es braucht, ist bunter Widerstand!
Für Solidarität und Vielfalt
Gegen die sogenannte ‚Demo für Alle‘

Am 25. Juni werden wir uns wieder dem antifeministischen, homofeindlichen, transfeindlichen und rassistischen Aufmarsch der sogenannten ‚Demo für Alle‘ in Wiesbaden entschieden entgegenstellen.

Gemeinsam mit den Wiesbadener ‚Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung‘ und anderen Gruppen werden wir lautstark und bunt die Hetzveranstaltung von Reaktionär_innen, Erzkonservativen, Fundamentalist_innen, Rechtspopulist_innen und Neonazis zu einem Desaster machen.

Bereits im vergangenen Oktober wurde der sogenannten ‚Demo für Alle‘ das Marschieren durch die Wiesbadener Innenstadt fast unmöglich gemacht. Daran werden wir anknüpfen.

Wir rufen alle Menschen in Darmstadt und Umgebung auf, mit uns zu kommen. Hierfür haben wir eine gemeinsame Anreise mit der Bahn organisiert. Wer kein Ticket hat, kann sich für die Teilhabe an einem Gruppenticket bei uns melden: gruppenticket@vielbunt.org

Treffpunkt am 25.06.2017 um 12.20 Uhr am Hbf Darmstadt (Vorhalle)
Treffpunkt zur Rückfahrt um 18.20 am Hbf Wiesbaden (vor dem Haupteingang)

Hier geht es zur Veranstaltung bei Facebook. Zum Teilnehmen und Leute einladen

Helfer_innen für unseren CSD gesucht!

Der CSD Darmstadt braucht viele helfende Hände, damit der Tag für alle ein großer Erfolg wird. Demo begleiten, Kuchen verkaufen, Fotografieren, Künstler_innen betreuen – es gibt viel zu tun. Wenn du Lust hast an diesem Tag mitzuhelfen, dann melde dich einfach über unser Onlineformular an. Es macht immer sehr viel Spaß, du lernst jede Menge Leute und den CSD einmal aus einer anderen Perspektive kennen.

Hier gehts zur Online-Anmeldung >>

Dritte vielbunte Radtour am 25.06.2017

Die vielbunte Radtour geht in die dritte Runde – Am 25. Juni 2017 geht es über ca. 60 km durch Feld, Wiesen und Auen. Wir starten um 10:00 an der Westseite des Hauptbahnhofs in Darmstadt, fahren Richtung Westen, durch Büttelborn, die Fasanerie Groß-Gerau, Wallerstädten direkt auf den Rhein zu. Auf der Altrheininsel Langenau gibt es nach ca. 25 die Einkehrmöglichkeit auf dem Hofgut. Weiter geht’s Richtung Süden, immer am Damm entlang über den Kornsand, Schusterwörth bis Erfelden. Die Etappe zurück nach Darmstadt führt uns durch Goddelau Richtung Griesheim bis zum Hauptbahnhof. Bitte denkt an starken Sonnenschutz und genügend Getränke, da die Strecke überwiegend (hoffentlich) in der Sonne liegt. Eine Decke + Snacks können nicht schaden – die wunderschönen Rheinwiesen laden zum picknicken ein.

Wer möchte kann der Facebook-Veranstaltung beitreten und/oder sich melden für die Whatsapp-Gruppe zu der Radtour.

https://www.facebook.com/events/499190597084014/

77. Treffbunt – kreuz und queer durch Darmstadt

Siebenundsiebzig Grad und es wird noch heißer – mach den Beat… ähm ich mein Sommer! Endlich Sommer! Die Temperaturen steigen und somit auch unsere Laune in die bunte Natur raus zu gehen…  Also starten wir – etwas früher als sonst – unsere Treffpunkt-Picknick-Saison!

Wir werden uns jetzt immer im Freien treffen.  Sollte mal – ausnahmsweise – schlechtes Wetter sein, treffen wir uns im Queeren Zentrum   (wir haben dann auch eine Überraschung für euch) . Also vorher aus dem Fenster schauen, oder die Wetter-App im Handy checken. Natürlich geben wir Änderungen auch auf der Webseite und auf Facebook bekannt.

Wir beginnen mit dem Prinz-Emil-Garten. Die großen Regenbogen-Fahnen sollten als Treffpunkt nicht zu übersehen sein!

12.06.2017 19:30 Uhr Prinz-Emil-Garten

Picknickdecken, Becher, Teller, Getränke, Essen, Beamer, Trampolin, PlayStation, Schlagzeug und Gitarren nicht vergessen!

 

Übrigens, wir feiern in der CSD Woche am 14.08.2017 den

+++ 80. Treffbunt +++

Zu diesem feierlichen Anlass   haben wir etwas einmaliges für euch organisiert. Also jetzt Termin reservieren! Das wird genial! Weitere Infos folgen…

Bilder von der Eröffnungsfeier

Am 27. Mai eröffnete in der Oetinger Villa offiziell das Queere Zentrum Darmstadt mit einem Sektempfang. Nach der Begrüßung durch die Vorstände von vielbunt, haben auch Oberbürgermeister Jochen Partsch und Sozial- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz in ihren Redebeiträgen erklärt, dass das neue Zentrum nicht nur ein großer Schritt für die LGBT-Community, sondern auch für die Stadtgesellschaft insgesamt sind. Im Anschluss haben die Gaga-Ladies mit einem ganz eigenen Grußwort die Bühne geentert und Aurora DeMeehl hat als Stargast dem Programm das perfekte Finale verliehen.

Ein Album mit Bildern von der Eröffnungsfeier haben wir bei Facebook veröffentlicht.

Bilder von der Eröffnungsfeier

Kitchenswitchen am 10.06.2017

Kitchenswitchen-Freunde aufgepasst! Am 10.06.2017 wird wieder gekocht!

Nachdem am Wochenende so viel Kuchen bei der Eröffnung des Queeren Zentrums in der Oetinger Villa gefuttert wurde, ist es wieder Zeit für ein ordentliches Abendessen!

logo-schrift

Du möchtest…
… neue Leute kennenlernen?
… fremde Küchen zu einem Schlachtfeld verwandeln?
… dein Lieblingsrezept präsentieren?
… einen gemütlichen und kulinarischen Abend mit (neuen) Freunden verbringen?

Dann melde dich bis zum 04.06.2017 bei uns an und gebe an, wenn du in Darmstadt eine Küche zur Verfügung stellen kannst und wie viele Leute bei dir Platz finden würden.

Wenn sich das Wetter anbietet, gibt es vlt. den einen oder anderen Gang im Freien!?

Anmeldung oder Fragen an: treffpunkte@vielbunt.org

Weitere Infos zum Kitchenswitchen findest du unter http://www.vielbunt.org/kitchenswitchen/

Das Queere Zentrum wird eröffnet

In den Räumen der Oetinger Villa eröffnet vielbunt am 27.05.2017 das erste Queere Zentrum in Darmstadt. vielbunt ist bereits seit Januar kontinuierlich mit der Renovierung der Räumlichkeiten beschäftigt, um queeren Menschen zukünftig einen Ort in der Stadt zu bieten.

Ab dem 27. Mai öffnet das Queere Zentrum in der Oetinger Villa in

der TräEröffnunggerschaft des Vereins vielbunt seine Türen für eine breite Zielgruppe. Die Angebote des Vereins richten sich an Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intersexuelle Menschen in Darmstadt und Umgebung.

Am Nachmittag werden stellen die Veranstalter_innen die neuen Räume Vertreter_innen aus Politik und Presse vor und laden gleichzeitig die Unterstützer_innen der letzten Jahre ein, gemeinsam die Eröffnung des neuen Zentrums zu feiern.

 Ab 22 Uhr steigt die öffentliche Opening Party im Keller der Oetinger Villa. Feierwillige Menschen sind herzlich eingeladen, gemeinsam das Ergebnis monatelanger Anstrengungen zu feiern.

Erweiterung und Professionalisierung

Zukünftig soll vom Queeren Zentrum aus auch die Arbeit von vielbunt koordiniert werden. vielbunt arbeitet weitgehend ehrenamtlich; organisiert jährlich die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie, den Christopher-Street-Day im August, die AIDS-Gala zum Welt-AIDS-Tag und weitere kulturelle und politische Veranstaltungen. Neben aktiver Flüchtlingsarbeit, leistet die Organisation auch Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an Schulen und bietet Gruppenangebote z.B. für trans*
Menschen oder Familien mit trans* Kindern an. Seit Januar dieses Jahres sind ehrenamtlich Aktive und Nutzer_innen der vielbunten Angebote partizipativ mit der Renovierung der Räume in der Oetinger Villa beschäftigt gewesen.
Mit der Eröffnung am 27.05. erfüllt sich auch der lang gehegte Wunsch nach einer erweiterten Jugendarbeit mit offenem Jugendtreff für queere Menschen bis 27 Jahre.
Darüber hinaus bietet der Verein nun qualifizierte Beratung bei Fragen und Unsicherheiten zu sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, insbesondere für junge Menschen an. Auch die Beratung und Begleitung von geflüchteten Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* wird durch die feste Anlaufstelle mit Bürozeiten professionalisiert.
Das offene Angebot für queere Jugendliche ist dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 16 – 20 Uhr geöffnet.
Die Beratung ist während der Bürozeiten erreichbar.

Schrill und Laut – Dirty Doctors & Naughty Nurses

Im Juni wird Schrill und Laut zur Notaufnahme. Die medizinischen Notfälle bei uns beschränken sich üblicherweise auf Übelkeit nach einem Schluck zu viel Pfeffi oder verletzten Stolz wenn Heterojungs sich zu uns herein verirren und keine der Frauen mit ihnen tanzen will. Irgendwie übt dieses ganze Krankenhaus-Ding aber trotzdem eine gewisse Faszination aus. Man teilt sich mit fremden Menschen in rückenfreien Leibchen das Zimmer und die Nachtschwester kommt, wann immer man den Knopf drückt… Ganz zu Schweigen von dem ganzen verdammten Glamour, der so manchen Kliniken wie dem Betty Ford Center anhaftet wie eine eingetrocknete Mullbinde.

Die älteren Semester haben sich damals noch selbst in den Emergency Room unter die Hände von Dr. Ross geträumt, bei Grey’s Anatomy fragt man sich einfach, wie es die Protagonist_innen bei dem ganzen heulkrampfgetränkten Beziehungsgeflechten überhaupt noch schaffen, ihrem Beruf nachzuDirty Doctorskommen und Rosa ist stolze Besitzerin einer geklauten DVD-Box von Doctor’s Diary. Nicht allein weil sie aus dieser Serie ihr gesamtes Wissen über den menschlichen Körper gezogen hat, sondern auch weil sie in Gretchen Haase eine Seelenverwandte und in Marc Meier einen Sexgott sieht, erklärt sie Doctor’s Diary zur ultimativ besten Serie der Welt. Die Serie wurde übrigens nach drei Staffeln eingestellt, weil die Schauspieler keine Lust mehr hatten…

Von Medikamentenausgabe bis Musiktherapie fährt unsere kleine Privatklinik alles auf was man für Körper und Seele tun kann.
Liefert euch also ein, wir nehmen euch über Nacht stationär auf, ihr geht sicher gesünder wieder raus!
Wir werden wahrscheinlich auch mal „Die Ärzte“ spielen

Schrill und Laut – Dirty Doctors & Naughty Nurses
Pfingstsonntag, 04.06.2017 // 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
Hier geht es zum Event bei facebook

Eröffnung des Queeren Zentrums – Wir brauchen eure Unterstützung!

Am kommenden Samstag steigt sie endlich, die große Eröffnungsparty des Queeren Zentrums in Darmstadt! Für einen reibungslosen Ablauf, sind wir aber auf eure Unterstützung angewiesen! Sei das nun beim Aufbau, beim Abbau, an der Kasse oder auch sehr gerne in Form von Kuchenspenden für den Sektempfang am Nachmittag.

Du hast Lust, mitzuhelfen?
Dann sag uns doch einfach, welche Aufgaben du auf der Party gerne übernehmen würdest. Trag dich dafür einfach in unser Helfer_innen-Formular ein!

Wir freuen uns auf euch!

Kundgebungsrede zum IDAHOBIT 2017

Am 17.  Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, veranstalten wir traditionell eine Kundgebung auf dem Darmstädter Luisenplatz. Wir begehen diesen Tag auch als Internationalen Tag gegen Interfeindlichkeit, Transfeindlichkeit und Bifeindlichkeit. In diesem Jahr haben Rosa und Kerstin Redebeiträge zur Kundgebung geliefert, die beide nun auch online nachlesbar sind. Rosas Ansprache findet ihr hier.
Kerstin ist die Leiterin unserer vielbunten Elterninitiative Kim & Alex  und hat die Recht und Bedürfnisse von trans* Kindern in den Fokus gerückt:
Ihr Lieben, eigentlich spreche ich heute für mein Kind, das im Augenblick noch etwas zu jung ist, um selbst hier am Mikrofon zu stehen. Für mein Kind, das wir Eltern und die Ärzte schon vor seiner Geburt aufgrund seiner Anatomie dem männlichen Geschlecht zugeordnet hatten. Dieses Kind, das nach seiner Geburt gute sechs Jahre gebraucht hat, um uns – seine Eltern – davon zu überzeugen, dass es kein Sohn, sondern eine Tochter ist.
Heute weiß meine Tochter: Sie ist nicht alleine. Vielen Menschen geht es wie ihr; Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Einige von ihnen habenmeine Tochter gerettet und mir geholfen zu verstehen, wie ich mit ihr umgehen muss. Einige sind für uns da, wenn wir Fragen und Sorgen haben. Viele Menschen vor uns haben den Weg gebahnt, auf dem meine Tochter nun unterwegs ist, und die ganze Familie mit ihr. Diesen Menschen gegenüber empfinde ich große Dankbarkeit und Verbundenheit.
Danke auch an vielbunt, dafür, dass wir bei dieser Kundgebung zum
Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit den Blick auf die Bedürfnisse und Rechte unserer Kinder lenken dürfen. Ebenso danke ich euch im Namen von Kim & Alex – einer Initiative von Eltern, die ihre Kinder nicht durch die gesellschaftlichen Normvorstellungen von „männlich“ und „weiblich“ an der Entfaltung ihrer einzigartigen Persönlichkeit hindern lassen wollen. Wir sind sehr froh darüber, dass wir unter dem Dach von vielbunt eine Anlaufstelle aufbauen konnten, die inzwischen schon fünfzehn Familien aus der Region zu einem starken Netzwerk verbunden hat. Diese Gemeinschaft gibt uns Mut und Stärke, um täglich für die Rechte und das Wohlergehen unserer Kinder zu kämpfen.

Denn wir – und unsere Kinder – wissen, was Transfeindlichkeit bedeutet. Für unsere Kinder bedeutet Transfeindlichkeit zum Beispiel, dass ihnen von einigen Gruppierungen schlicht und ergreifend ihre Existenz abgesprochen wird. Ein besonders bestürzendes Beispiel für diese Haltung ist der „Anti-Gender-Bus“, der unter dem Namen „Bus der Freiheit“ in diesem Jahr durch Spanien und die Vereinigten Staaten tourte, um trans- und menschenfeindliches Gedankengut unters Volk zu bringen. „Wenn Du als Junge geboren bist bleibst Du ein Junge. Wenn Du als Mädchen geboren bist, bleibst Du ein Mädchen. Lass dich nicht verwirren.“ stand auf diesem Bus geschrieben. Dass die Geschlechtszuordnung hierbei einzig und alleine aufgrund der äußerlich sichtbaren Geschlechtsmerkmale erfolgt, braucht wohl kaum erwähnt zu werden. Die Vertreter dieser Haltung in Deutschland mit ihrem Anspruch „für alle“ zu sprechen, sind uns natürlich ebenso bekannt.
Besonders perfide ist dieses Vorgehen, da sich ja – wenn es Kinder wie die Unseren nicht gibt – auch jede Diskussion über deren Rechte und Bedürfnisse erübrigt.
Selbst in der breiten Masse der Bevölkerung findet diese Haltung ihren Widerhall – „Ein Kind in diesem Alter kann doch nicht einfach entscheiden, welchem Geschlecht es angehört!“ – das müssen wir uns allzu oft sagen lassen.
Komischerweise traut man das den Kindern, bei denen Genitalien und geschlechtliche Selbstverortung dem gewohnten Standard entsprechen, ohne Probleme zu. Niemand würde auf die Idee kommen, zu einem vierjährigen cis Jungen, der sich deutlich als solcher einordnet, zu sagen: „Warte erst mal ab. Um das genau wissen zu können bist Du doch noch viel zu jung.“
Im Alltag zeigt sich Transfeindlichkeit gegenüber unseren Kindern auf unterschiedlichste Art und Weise. Sie haben beispielsweise kein

einklagbares Recht darauf, in Bildungseinrichtungen entsprechend ihrer geschlechtlichen Selbstzuordnung behandelt zu werden. Es gibt zwar keine gesetzlichen Regelungen, die das verbieten, aber letztendlich ist das Wohlwollen derjenigen, die über die Macht in den Institutionen verfügen, ausschlaggebend. Nur wenn diese Personen es ernst meinen mit der Akzeptanz und bereit sind, sich auch in Konfliktsituationen bedingungslos an die Seite unserer Kinder zu stellen, kann so etwas wie Vertrauen und Stabilität im Kita- und Schulalltag eintreten.

Leider erleben wir allzu oft, dass es mit dieser Akzeptanz gegenüber unseren Kindern – und damit auch gegenüber uns, ihren Familien – nicht allzu weit her ist. Bemerkungen wie „Ihr Kind kann kein Mädchen sein. Es klettert auf Bäume wie ein Junge und spielt sogar Fußball auf dem Schulhof!“ hören wir häufig. Es gibt Orte, an denen sammeln besorgte Menschen Unterschriften, um gegen Familien zu protestieren, die ihre trans*Kinder unterstützen. Auch Anzeigen beim Jugendamt sind schon vorgekommen, weil Außenstehende der Meinung waren, die unterstützenden Eltern würden das Kindeswohl gefährden. Manche Familien sind gezwungen, den Wohnort zu wechseln und ihr Haus zu verkaufen, weil sie über Jahre hinweg immer wieder angefeindet werden.

Bei einer Familie flogen Ziegelsteine durch ein Fenster. Sie landeten im Kinderzimmer eines Zehnjährigen. Auch auf die Justiz ist kein Verlass, wenn es darum geht, unseren Kindern ein selbstbestimmtes und möglichst unbeschwertes Aufwachsen zu ermöglichen. Besonders, wenn Eltern sich uneinig sind, schlagen sich Gerichte häufig auf die Seite des Elternteils, der eine normalisierende Behandlung seines Kindes für richtig hält. Dem unterstützenden Elternteil wird hingegen von Gerichten und Jugendämtern regelmäßig die Erziehungsfähigkeit abgesprochen, bis hin zum Sorgerechtsentzug. In einem aktuellen Fall war sich ein Gericht nicht zu schade, auf Betreiben eines transfeindlichen Vaters zu verfügen, welche Kleidung das Kind in der Schule tragen darf und welche Farbe die Haargummis haben dürfen, mit denen die Haare zusammengebunden werden müssen.
Nicht zu vergessen sind natürlich die Kinder, die keinerlei Unterstützung im familiären und institutionellen Umfeld erfahren, und die mit ihren Fragen und Nöten vollkommen alleine gelassen werden, bis sie selbst in der Lage sind, sich Informationen und Hilfe zu organisieren. Dieser Leidensweg kann schwerste Traumata verursachen und Kinder und Jugendliche in tiefe Verzweiflung stürzen. Ein trauriges Beispiel ist der tragische Suizid der 16jährigen Leelah Alcorn kurz nach Weihnachten 2014.
All das zeigt, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt, bis für alle diese
Kinder und Jugendlichen tatsächlich Chancengleichheit in der Gesellschaft, und insbesondere im Bildungs- und Rechtssystem hergestellt ist.
Deshalb fordern wir, in Anlehnung an die Positionen von Trans-Kinder-Netz e.V.:
  • Die Abschaffung der Diagnose trans* im Sinne eines pathologischen Zustands.
    Unsere Kinder sind weder krank noch gestört.
  • Die Abschaffung von Zwangstherapie bei gleichzeitig freiem Zugang zu allen erforderlichen Maßnahmen des Gesundheitssystems.
    Das Verweigern oder Verzögern von notwendigen Behandlungen kann zu schweren Folgeerkrankungen führen, die vermieden werden können.
  • Die Möglichkeit der Änderung des Vornamens- und Geschlechtseintrages in staatlichen Dokumenten durch Willenserklärung als Verwaltungsakt ohne Begutachtungsprozess, Wartezeiten und Altersuntergrenzen. Diese staatliche Anerkennung wäre ein wichtiger Meilenstein zur Erlangung von Chancengleichheit z.B. im Bildungssystem und beim Start ins Berufsleben.
  • Staatliche Aufklärungsarbeit mittels verbindlicher Aus- und Weiterbildungen für alle Funktionsträger in den Bereichen Medizin, Psychologie / Psychotherapie, Pädagogik, Recht etc. und die Aufnahme des Themas geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in sämtliche staatlichen Lehrpläne und –materialien. Aufklärung ist der einzige Weg zur Vermeidung von Diskriminierung und Mobbing, egal ob auf institutioneller oder zwischenmenschlicher Ebene.
  • Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.
    Kinder müssen selbst gehört werden, und ihre Äußerungen müssen ernst genommen werden, wenn es um ihre ureigensten Belange geht. Besonders wichtig ist uns, dass die Aufklärung über das Thema trans* im Bildungssystem und in den Ausbildungsgängen aller Berufsgruppen im pädagogischen Bereich fest verankert wird. Wir wissen, dass trans*Kinder häufig bereits im Alter von drei bis vier Jahren deutlich äußern können, dass die spätestens bei der Geburt von außen erfolgte – und dann ab dem ersten Lebenstag durch alle möglichen Formen der Vermittlung täglich hundertfach bekräftigte – Geschlechtszuordnung für sie nicht stimmig ist.
Vor diesem Hintergrund  wird klar, wie wichtig es ist, dass schon im Kindergarten mit der Vermittlung und dem Vorleben von Akzeptanz und Vielfalt begonnen wird. Denn damit sich trans*Kinder in ihrem Geschlecht frei und ohne Angst entwickeln können, muss in ihrem Umfeld klar sein, was die spanische Elternitiative Chrysallis in einige wenige, aber umso klarere Worte gefasst hat: Es gibt Mädchen mit Penis und Jungs mit Vagina. So einfach ist das.
Die Mehrheit von ihnen leidet jeden Tag, weil die Gesellschaft diese
Realität nicht anerkennt.
Reden wir darüber. Ihr Glück hängt auch von Dir ab!

Unser Büro – und wie ihr es erreichen könnt

Ende Mai möchten wir euch bereits in den Räumen des Queeren Zentrums begrüßen können, aber bis dahin gibt es noch viel zu tun. Schon fertig sind wir aber mit unserem Büro: Wir haben ein Telefon, Bürozeiten und auch einen Mitarbeiter!

Oliver Delto ist seit April als Jugendbildungsreferent für vielbunt tätig. Er wird vor allen Dingen für das Angebot im Queeren Zentrum zuständig sein und kann euch auch Auskünfte über die Vereinsaktivitäten allgemein geben. Aber auch bei Problemen und Sorgen könnt ihr gerne mit euren Fragen auf ihn zukommen.

Telefon: 06151/971 5632
E-Mail: oliver.delto@vielbunt.org
Dienstag & Donnerstag: 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Mittwoch & Freitag: 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Noch ein letztes Mal mit anpacken in der Villa

Den größten Teil der Renovierung des Queeren Zentrums haben wir mit eurer Hilfe bereits abgeschlossen und wir stehen nur noch wenige Wochen vor der Eröffnung. Nun gilt es vorher noch einmal gemeinsam anzupacken um die letzten Renovierungsarbeiten zu erledigen.

Dazu treffen wir uns am 20.05.2017 um 12 Uhr im Queeren Zentrum in der Oetinger Villa.
Bitte gebt uns im Vorfeld eine kurze Rückmeldung, damit wir entsprechend planen können: info@vielbunt.org

Sein was ich fühle – Kinder überwinden Geschlechternormen

Am kommenden Montag, dem 15. Mai ist Kim & Alex bei pro familia in Rüsselsheim zu Gast:

„Sein was ich fühle“ – Kinder überwinden Geschlechternormen

Kinder entdecken ihre Geschlechtsidentität in der Regel im Kindergartenalter.
Obwohl es hierbei häufig zu Phasen des Ausprobierens kommt, z.B. weil der kleine Bruder der großen Schwester nacheifert und deshalb auch so schöne Zöpfe haben möchte wie sie, stellt sich in der Regel schnell Klarheit ein.

Zu sagen „Ich bin ein Junge“ oder „Ich bin ein Mädchen“ ist für die Mehrheit der Vier- bis Fünfjährigen eine Selbstverständlichkeit. Die meisten Kinder können sich gut mit dem bei der Geburt

Sein was ich fühle

Foto: Tim Evanson

zugewiesenen Geschlecht identifizieren und betrachten es als integralen Bestandteil ihrer Persönlichkeit. Was aber, wenn diese Klarheit sich nicht wie erwartet einstellt? Wenn Kinder immer wieder signalisieren, dass die von außen erfolgte Geschlechtszuweisung nicht oder nicht eindeutig zu ihnen passt?

An diesem Abend berichten eine Mutter und eine Kita-Erzieherin von ihren Erfahrungen mit einem Kind, das die Einordnung in ein vorgegebenes Schema nicht akzeptiert hat und seinen eigenen Weg geht.

Neben einem Einblick in die Lebenswelt eines trans* Kindes erwarten Sie auch Anregungen zur kindgerechten Vermittlung von Vielfalt und Akzeptanz sowie ein Überblick über die wichtigsten Informationsquellen zum Thema.

Montag, den 15.05.2017 20:00 – 21:30 Uhr
pro familia Geschäftsstelle Rüsselsheim
Lahnstr. 30
65428 Rüsselsheim
Tel. 06142 – 12142
www.profamilia.de/ruesselsheim
ruesselsheim@profamilia.de

(Kosten 5€)
Eine Teilnahme bei dieser Veranstaltung ist nur mit Anmeldung bei pro familia möglich

Bitte anmelden für 76. Treffbunt – kreuz und queer durch Darmstadt

Hallo liebe Freunde des vielbunten „Stammtisches“,

hier noch einmal eine Erinnerung an den nächsten Treffbunt am 08. Mai im Bembelsche, mit der Bitte um Zusage entweder per Mail an treffpunkte@vielbunt.org oder auch via Zusagen-Button bei der zugehörigen facebook-Veranstaltung auf facebook.com/vielbunt.

Ihr helft uns damit ungeheuer bei der Planung!

Danke und viele Grüße

Eure AG Kultur & Community

Schrill und Laut – Keine Hose, Keine Probleme

Es soll Leute geben, die Zuhause herumlaufen als würden sie jeden Moment Besuch von der Fashion Police bekommen. So richtig ordentlich angezogen, mit Socken und Schuhen an und allem. Wie soll man sich so eingeengt und in seiner persönlichen Entfaltung beschnitten überhaupt entspannen und wie zuhause fühlen können…?! Wir kennen eigentlich nur Leute, die sich die Hosen schon runterreißen, bevor die Wohnungstür ins Schloss fällt. Und wir finden das auch richtig. Schlimm ist, dass die Befreiung vom einengenden Joch der Hose, die unsere Beine teilt und unseren Willen schwächt nur im Geheimen, im Häuslichen, um Privaten ausgelebt werden kann.
Wir stellen uns klar dagegen: Für die Befreiung der Schenkel! Gegen das Diktat der skinny pants!
keine hose, keine probleme
Es gibt Alternativen! Eine andere Welt ist möglich:
Röcke, Kleider, Jumpsuits, Hella-von-Sinnen-
Gedächtnis-Overalls und Leggings für alle!
Oder einfach nix für niemand!
Entsagt dem Denim!
Keine Hose, kein Problem!

Damit die Nacht nicht in ein emanzipatorisches Jeansverbrennungsritual ausartet, haben wir für euch wieder das beste Partyprogramm des Monats zusammengestellt. Sensationelle Musik gibts von Emma England und wir halten wieder ein paar kleine Extras für euch bereit. Lasst die Hosen im Schrank und kommt alle!

Schrill und Laut – Keine Hose, Keine Probleme
Freitag, 19. Mai 2017
22.00 Uhr
Queers & Friends

Hier gehts zum facebook-Event (teilnehmen und Leute einladen!)

p.s. Schon die Gala hat berichtet: Skinny pants machen krank!
p.p.s. Wir meinen das ernst: Wer mit Hose kommt, kriegt Probleme ♥ seriously.

Pressemitteilung gegen das Symposium der Demo für Alle

Als Teil des Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt veröffentlichen wir die gemeinsame Pressemitteilung von über 100 Bündnisorganisationen.

Wir wollen keine Veranstaltung dulden, auf der Sex tabuisiert wird, homofeindliche und transfeindliche Thesen propagiert werden und man uns für krank erklärt.
Kommt am 06.05.2017 mit uns nach Wiesbaden!
Gemeinsamer Treffpunkt um 08.30 Uhr am Bahnsteig.

Gemeinsame Presseerklärung

Schon 2016 stellten sich im Rahmen des Bündnisses für Akzeptanz und Vielfalt etwa 3.000 Personen aus der Wiesbadener Stadtgesellschaft und darüber hinaus gegen die populistischeHetze und bürgerlich verpackte Diskriminierung der sogenannten „Demo für alle“. Diese hat ihren Ursprung in der französischen Bewegung „Manif pour tous!“ und wird in Deutschland aus AfD-nahen Kreisen organisiert. Dabei setzt man, trotz anderslautender Lippenbekenntnisse in der Öffentlichkeit, auf die Unterstützung durch Organisationen wie NPD, Der III. Weg und Identitäre Bewegung, welche dem äußerst aggressiven rechten Rand der Gesellschaft zuzuordnen sind.

Nun möchten dieselben Organisatoren am 06. Mai 2017 ein Symposium rund um das Thema „Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre” in einem der Wahrzeichen unserer Stadt stattfinden lassen: Im Kurhaus Wiesbaden.
Hierbei handelt es sich um einen Veranstaltungsort, der sich durch  vereinende und traditionelle Veranstaltungen wie der Ballnacht der AIDS-Hilfe Wiesbaden und zahlreiche Kunst- und Kulturveranstaltungen auszeichnet, die die gesellschaftliche Vielfalt dieser Stadt proklamieren. Es sollte weder hier noch anderswo einen Ort für pseudowissenschaftliche Vorträge und gezielte  Desinformation auf Kosten von gesellschaftlichen Gruppen geben.
Am 06.05. werden Redner auf dem Podium stehen, welche die sogenannte „Homoheilung“, also Therapien zur angeblichen Heilung der Homosexualität, befürworten und offen für eine flächendeckende Diskriminierung werben. Dabei sprechen sie zwar von Kinderrechten und Familienwerten, schränken jedoch das Recht auf Wissen und Aufklärung ein und wollen tausenden fürsorglichen Eltern den Familienstatus aberkennen.

 

„Als Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt, unter dessen Namen im vergangenen Oktober über 100 Organisationen für eine  diskriminierungsfreie Gesellschaft auf die Straße gingen, werden wir auch diesmal wieder vor Ort sein und zeigen, dass unsere Gesellschaft vielfältig, bunt und offen ist. Wir sind bereit, diese Werte gegen jede Art von Angriff zu schützen“, kündigt Manuel Wüst, 1. Vorsitzender des initiierenden Vereins Warmes Wiesbaden e.V., an.
Das Bündnis lädt daher zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr zu einem Regenbogenfest direkt vor dem Kurhaus ein. Mit Frühschoppen, Kinderprogramm und kurzen Reden wollen wir alle gemeinsam ein buntes Zeichen setzen. Es wird um Selbstversorgung gebeten.

 

Ergänzende Informationen:
Der 2016 eingeführte Lehrplan zur Sexualerziehung in Hessen rief umgehend Stimmen aus der rechten Szene um die berüchtigte  sogenannte „Demo für alle“ auf die Tagesordnung. Grund dafür war eine Modifikation der sexuellen Aufklärung im Schulunterricht: Den
Schülern sollte die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen vermittelt werden – und damit Offenheit, Diskriminierungsfreiheit und wertschätzendes Verständnis für Verschiedenheit und Vielfalt.
Fakt ist: Andere Lebenskonzepte jenseits des heterosexuellen Vater-Mutter-Kinder-Modells und Geschlechtlichkeit unabhängig von der Zuweisung bei der Geburt sind längst gesellschaftliche Realität. Das Bündnis um Hedwig von Beverfoerde (ehemals CDU, gut vernetzt mit der Familie von Storch; AfD), das tatkräftig von Beatrix von Storch (AfD) und Birgit Kelle (CDU) unterstützt wird, ist sehr weit davon entfernt, dies zu akzeptieren. Der neue Lehrplan trete Kindergefühle und Elternrechte mit Füßen, so die Veranstalter der so genannten „Demo für Alle“.
Zu diesen mit Füßen getretenen Kindergefühlen ist auch anzuführen, dass die Landesschülervertretung den neuen Lehrplan ausdrücklich befürwortet. Darüber hinaus erfüllt jede Bildungsinstitution ihren säkularen Auftrag. Die Würde von trans- oder intersexuellen Kindern und der Jugendlichen, die schwul, lesbisch oder bisexuell sind, wird dabei gezielt ausgeblendet. Die Existenz transsexueller Kinder und Jugendlicher wird einerseits angezweifelt, aber andererseits als „therapierbar“, im Sinne eines äußeren Zwangs hin zum zugewiesenen Geschlecht, dargestellt. Etwas, das die Bundesärztekammer und der Weltärztebund als unethisch einstufen.

Das Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt

Das Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt gründete sich im Oktober 2016 nach einem Aufruf der Wiesbadener Vereine Warmes Wiesbaden e.V. und AIDS-Hilfe Wiesbaden e.V..
Innerhalb weniger Wochen fanden sich über 100 Organisationen und Vereinigungen, die eindeutliches und positives Zeichen für eine offene Gesellschaft setzen wollten. Zur Demonstration am 30.10. unter dem Titel „Ihr seid nicht alle“ fanden sich über 3.000 Personen aus dem Rhein-Main Gebiet zusammen. Die durchweg friedliche Demonstration setzte einen eindrucksvollen Gegenpol zur sogenannten „Demo für Alle“, die mit knapp 1.000 Demonstrant_innen weit unter den angekündigten Zahlen blieb.
Die Organisationen des Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt bilden fast das gesamte gesellschaftliche Spektrum ab und haben in dieser Form zum ersten Mal zusammengearbeitet
Symposium

76. Treffbunt – kreuz und queer durch Darmstadt

Was das ist? Na ein Bembelsche! Und genau so heißt das Lokal, das wir für den nächsten Treffbunt ausgewählt haben.

Am Montag, den 08. Mai, ab 19:30 treffen wir uns diemal urhessisch zu Äbbelwoi oder auch nem Biersche in gemütlich rustikaler Atmosphäre.

Adresse:

Bembelsche, Irenenstraße 1 (Ecke Frankfurter Str.), 64293 Darmstadt

08.05.2017, 19:30 Uhr

Eine Bitte hätten wir noch:

Es wird immer schwieriger für große Gruppen zu reservieren. Ihr würdet uns helfen, wenn ihr bis zum 07.5. fest zu- oder absagt (gerne auch per Mail an untenstehende Adresse, falls facebook nicht infrage kommt). Wer sich am Montag spontan entscheidet ohne zugesagt zu haben, darf natürlich trotzdem kommen!

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vielbunt auf der Weinlagen-Wanderung 2017

Vineyard_in_MontoneDie Weinlagenwanderung am 1. Mai hat an der Bergstraße eine lange Tradition.

So möchten wir auch in diesem Jahr mit euch zwischen Zwingenberg und Bensheim einen Teil der Gesamtstrecke zurücklegen und dabei leckere Rebsorten probieren. Das gemeinsame Wandern mit gelegentlichen Weinproben an den reichhaltigen Stationen bietet eine willkommene Möglichkeit, neue Leute zu treffen und mit Bekannten einen schönen Tag zu verbringen. Weiterlesen

vielbunt erhält den Darmstädter Impuls-Preis

Am 20. April 2017 wurde uns von der Entega-Stiftung der Darmstädter Impuls-Preis für bürgerschaftliches Engagement verliehen.

Die Stiftungsvorsitzende Marie-Luise Wolff-Hertwig und Oberbürgermeister Jochen Partsch lobten die Arbeit von vielbunt und den Einsatz unserer Ehrenamtlichen.

Darmstädter Impuls

Foto: Entega-Stiftung

Rosa Opossum durfte stellvertretend für all unsere Mitglieder den Charlotte Heidenreich von Siebold-Preis für lokale Initiativen  entgegennehmen und ein wenig von unseren Angeboten und Projekten erzählen: „Wir stellen uns gegen Diskriminierung und zeigen, dass eine vielfältige Gesellschaft, in der alle die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben, eine Gesellschaft ist, von der auch alle profitieren. Wir haben Gruppenangebote für trans* Menschen und für queere Jugendliche. Wir unterstützen Rainbow Refugees die aus homophoben Gesellschaften geflüchtet sind und in Darmstadt eine Heimat finden sollen, wir bieten Stammtische, Kochabende und weitere Veranstaltungen an, bei denen alle so sein können, wie sie sind, ohne sich verstellen oder Diskriminierung fürchten zu müssen. Wo sie sich kennenlernen, austauschen und nötigenfalls gegenseitig unterstützen können. Mit unserem Aufklärungsprojekt sensibilisieren wir Schulklassen, mit dem Christopher Street Day und kulturellen Events bringen wir neben einigen politischen Botschaften auch unsere manchmal ganz eigene Kultur dem geneigten Publikum näher und fördern so den Austausch zwischen queerer Community und Stadtgesellschaft

Gleichzeitig hat sie erklärt, was die ehrenamtlich Aktiven bei
vielbunt motiviert:
Die Gründungsmitglieder haben Erfahrungen mitgebracht, die den Willen zu Veränderung angetrieben haben. Erfahrungen, die wir als junge Menschen auf der Straße oder auf dem Schulhof gemacht haben. Wenn man uns als unnormal oder krank bezeichnet hat oder ’schwul‘ für unser Umfeld nichts anderes war als ein Schimpfwort. Wir sind lesbisch, schwul, trans*, bisexuell oder intersexuell. Es ist für mich heute leicht zu sagen. Das war es aber nicht immer und ist es bis heute auch nicht für alle.  Die Diskriminierung auf dem Schulhof für viele von uns Vergangenheit. Für einigen jedoch noch gegenwärtiger Alltag. Deshalb wollen wir nicht nur junge Menschen stärken, sondern auch Eltern zu Anwält_innen ihrer Kinder machen: Wer Großvater werden möchte, muss sich für das Adoptionsrecht seiner lesbischen Tochter einsetzen.

Dunja Hayali, die Moderatorin der Preisverleihung wollte erfahren, ob die Arbeit von vielbunt nur auf Darmstadt begrenzt ist und spricht hier die sogenannte Demo für Alle an, der sich viele von uns seit Jahren entgegenstellen und auch kommenden Monat wieder zu verhindern versuchen. Rosa erinnerte auch an die in Medien und Politik kaum beachtete Schwulenverfolgung in Tschetschenien: „Unsere Aufgabe ist es, auf die Menschenrechtsverletzungen in Grozny aufmerksam zu machen und die, die Handlungsmacht haben, aufzufordern diese auch zu nutzen.“ (mehr dazu)

Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und kommt für vielbunt gerade wie gerufen. Wir haben viel zu tun und insbesondere mit dem Aufbau unseres Queeren Zentrums nicht nur Ideen für die Ausstattung sondern vor allem für neue Projekte.

Wir betrachten diesen Preis nicht als Selbstverständlichkeit. Er ist eine Auszeichnung für den Aktivismus, den viele engagierte Menschen bei vielbunt an den Tag legen. Er ist auch ein Zeichen dafür, dass wir und die Aktivist_innen vor uns auf dem richtigen Weg sind und waren. Und er ist auch eine Verpflichtung. Wir werden uns weiterhin für queere Angelegenheiten einsetzen. Sei es hier in Darmstadt vor der Haustür oder ein Stück weiter weg in Tschetschenien. Sei es die Schaffung von Schutzräumen für die die sich woanders nicht aufgehoben fühlen, die Ermächtigung von jungen Menschen für sich einzustehen, die Unterstützung von queeren Flüchtlingen beim Asylverfahren oder das Pochen auf Gleichberechtigung und den Abbau von Diskriminierung.

Impressionen von der Preisverleihung

Rückblick: Kitchenswitchen 08.04.2017

Unser erstes Kitchenswitchen in 2017 war wieder gut besucht. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächsten Termine.

Schlachtfeld „Hauptspeise“

Heiko hat diesen Abend kurz für euch zusammengefasst:

„Samstagnachmittag, ein Supermarkt, ich warte am Eingang – auf den Beginn eines Abends, der mich in eine Küche, in drei Wohnungen, an drei gedeckte Tafeln dieser Stadt führen wird. Teilweise ist es ein Blind-Date, denn die Mehrzahl der Teilnehmenden dieses Kitchenswitchens ist neu. 3 Personen steuern nahezu zeitgleich, noch zweifelnd, auf mich zu – mein Kochteam, es kann losgehen!

Per Whats-App hatten wir uns schon vorab geeinigt, was wir kochen wollen, wir wollen den Hauptgang für die 12 Teilnehmenden zaubern. Eine kurze Endabstimmung, und der Einkauf beginnt. Anschließend verwüsten wir kreativ die erste Küche.

Zur Vorspeise werden wir in Kranichstein erwartet, wo wir familiär empfangen werden. Die Stimmung ist sofort ausgelassen, alle drei Teams haben schon den kreativen Part des Abends hinter sich. Die Vorspeise besteht aus gefüllten Blätterteig-Schnecken und gerösteten Zucchini mit Feta – ein phantastischer Auftakt. Nun eilt mein Team vor, zurück Richtung Bessungen, denn für den hier gereichten vegetarischen Burrito sind noch ein paar Handgriffe erforderlich.

Nun folgt ein kurzer Spaziergang durch Bessungen, doch die Nachspeise, eine opulente Creme mit Himbeeren, hätte auch für kilometerlastige Gewaltmärsche entschädigt! Hier wurde nun auch das Motto für das nächste Kitchenswitchen am 10. Juni geboren: „Mit Mitropa durch Europa.“ Warum nicht gleich anmelden?“