Schlagwort: LGBT

  • OpenMicNight Juni 2016 – Rückblick

    OpenMicNight Juni 2016 – Rückblick

    Kennt ihr das? Ihr freut euch so über etwas, dass ihr einfach nicht die richtigen Worte findet? Nachdem ich die ersten Absätze nun mehrfach gelöscht und irgendwie anders wieder angefangen habe, schreibe ich einfach drauf los:

    WOW! Ihr seid super! Darmstadt ist super! Was ein toller Abend!

    Auf der Bühne der zweiten OpenMicNight in 2016 mit dem Motto „Märchenwelt“ standen dieses mal 14 Künstler_innen. Von Tanz, Stand up, Theater, Zauberei bis Travestie war alles dabei. Moderiert wurde der Abend von unserer liebreizenden Aurora DeMeehl.

    Das HoffArt-Theater war voll, viele von euch harrten trotzdem über Stunden auf dem Boden aus. So füllte sich das Theater mit fast 120 Menschen.

    Dank sommerlicher 35 Grad (gefühlt), naja zumindest im Theater, hattet ihr ordendlich durst und habt  die Getränke-Kasse zum Glühen gebracht. Dank unserer zwei Hoppelhasen-Barkeeper war der Getränkenachschub auch dieses Mal wieder ohne langes Warten gesichert.

    Erst irgendwann nach 22:30 Uhr waren wir mit dem Progamm durch. Sichtlich wohl haben sich alle gefühlt, denn erst gegen 3 Uhr in der Früh haben wir die letzten Gäste aus dem Hof gekehrt. Eine Premiere. Hier geht ein besonder Dank an Lisa Harres, die uns Kurzerhand ein kleines Open Air Konzert geliefert hat. Mit ihrer offenen, warmherzigen Art hat sie sicherlich einige Gäste in ihren Bann gezogen.

    Wir haben uns sehr gefreut, dass wir in eurem Namen und im Namen von Vielbunt e.V., der AIDS-Hilfe Darmstadt e.V. die gesammelten Spenden in der stolzen Höhe von

    +++ 540 EUR +++

    überreichen konnten.

    Wir möchten uns bei allen Menschen bedanken, die uns geholfen haben, die OpenMicNight zu planen, zu gestalten und durchzuführen sowie allen Künstler_innen und Gästen, die diesen Abend zu einem so wunderschönen Ereignis gemacht haben.

    Ach übrigens, auch wenn die Gagaladies das Gerücht verbreiten, dass sie mit Grippe im Bett lagen, in Wirklichkeit hatten wir ihnen ihren Auftritt aufgrund seelischer Grausamkeit gerichtlich untersagt. Alles nur für Euch!

    Bis zur nächsten OpenMicNight am 8.10.2016!

  • Mahnwache Pulse Orlando

    Mahnwache OrlandoBei der Mahnwache für die Opfer des Anschlags in Orlando wurde die folgende Ansprache in Hamburg, Münster, Bielefeld und Darmstadt verlesen:

    Wir schauen heute mit großer Trauer und Bestürzung nach Orlando, wo ein sinnloses und brutales Attentat gestern 50 Menschen das Leben gekostet hat und viele weitere Verletzte zu beklagen sind. Die Opfer dieses feigen Verbrechens haben einen Club besucht. Sie wollten feiern, flirten und tanzen. Sie wollten einfach nur ausgelassen sein und eine großartige Nacht erleben. Sie wollten die Freiheit genießen, so sein zu können, wie es ihrer sexuellen Identität und Orientierung entspricht. In ihre Fröhlichkeit hinein trat ein Terrorist, der ihnen diese Freiheit, der ihnen dieses Recht auf Vielfalt absprach, und der 50 von ihnen wahllos erschoss.

    Es ist kaum möglich, Worte zu finden für den Hass und die Brutalität dieses fanatischen Mörders. Zu groß ist das Entsetzen und zu groß ist die Trauer über diese Tat, die unschuldige, wehrlose Menschen getroffen hat – und mit der wir alle gemeint sind, die wir lesbisch sind oder schwul, queer, bi, inter oder trans*. Die Opfer aus dem Pulse in Orlando hatten einfach das Pech, zur falschen Zeit am falschen und doch richtigen Ort zu sein: einem Club, der für Lebensfreude steht und der für 50 von ihnen zur Todesfalle geworden ist.

    Ein Angriff auf unsere Community

    Eine solche Tat kann jeden von uns treffen. Terroristen kennen keine Grenzen, weder räumlich noch in ihrem verbrecherischen Vorgehen. Das haben wir in den letzten Monaten und Jahren schmerzvoll erfahren müssen. Die Terroristen des sogenannten Islamischen Staates wollen unsere offene und pluralistische Gesellschaft treffen. Dafür ist ihnen jedes Ziel und jedes Mittel recht.

    Trotzdem war das Ziel dieses Anschlages sicher nicht zufällig ein Gay Club. Auch wenn wir noch zu wenig über die Hintergründe dieser Tat wissen, so zeigt sie eines doch auf schmerzhafte Weise sehr deutlich: Homophobie tötet! Dieser Angriff zielte explizit auf eine bestimmte Lebensweise. Es ist ein Angriff auf unsere Community.

    Die Frage dabei ist aber nicht, ob es ein islamistischer oder ein homophober Anschlag war. Jeder Gewaltakt des sogenannten Islamischen Staates oder derer, die sich auf ihn berufen, ist automatisch ein homophober Akt. Unsere Community steht für vieles von dem, was Islamisten bekämpfen: die sexuelle Freiheit und eine offene Gesellschaft, die ein Zusammenleben in Vielfalt organisiert und aushält. Das zeigt sich an Taten wie der in Orlando von gestern. Aber das zeigt sich auch an den brutalen Morden schwuler Männer, die im Namen des IS von Hochhausdächern gestürzt werden – und an die wir heute genau so denken wollen.
    Das Attentat von Orlando traf nun erstmals in einem so großen und unvorstellbaren Ausmaß Opfer der LGBTI-Community. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei ihren Familien und all jenen, die ihnen nahestanden.

    Dear folks of Orlando: Our hearts are full of sadness. Our thoughts are with you, with your families and friends. We suffer with you. Our solidarity is with you.

    We send you our love. And we know, that hate will never win. Love is much stronger than hate and violence can ever be. Even such an brutal act can’t take your freedom, your joy of life, your passion, your hope and your love.

    Jeder Mensch hat das Recht, so leben und lieben zu können, wie es seiner/ihrer sexuellen Identität und Orientierung entspricht. Diese Freiheit kann ein solcher Terrorakt auf brutale und erbarmungslose Weise angreifen. Nehmen kann er uns diese Freiheit nicht.

    Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit, Solidarität, Menschenwürde und Menschenrechte sind am Ende stärker als Hass, Gewalt und Unfreiheit es jemals sein können. Das dürfen wir bei aller Wut über diese Tat nicht vergessen. Hass und Ausgrenzung können nicht unsere Antwort sein.

    Lasst uns weiter mutig, kämpferisch und entschlossen sein

    Was gestern in Orlando geschehen ist, kann uns jederzeit auch in Deutschland, auch hier in unserer Stadt treffen. Doch diese Gewissheit sollte uns nicht davon abhalten, weiterhin mit allem Selbstbewusstsein, das wir haben, für Vielfalt und Freiheit zu kämpfen und uns den Gegnern der Vielfalt und der Freiheit entschlossen entgegen zu stellen.

    Angst ist kein guter Ratgeber. Deshalb lasst uns auch weiter mutig, kämpferisch und entschlossen sein, um den geistigen Brandstiftern jedweder religiösen oder politischen Ausrichtung hierzulande zu zeigen, dass sie mit ihrem Hass und ihrer Ausgrenzung in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Das sind wir den Opfern von Mord und Gewalt, das sind wir den Toten von Orlando schuldig.

    Es ist nur ein kleiner Schritt vom Wort zur Tat. Wer in seinen Reden gegen Minderheiten hetzt, wer sich auf öffentlichen Plätzen oder in den Parlamenten ans Mikrofon stellt, und sich über sexuelle Orientierung lustig macht, wer in Zwischenrufen fordert, dass Homosexuelle ins Gefängnis gehören: Der legt die Grundlage für solche Taten. Und wer zu all dem schweigt, Frau von Storch, Frau Petry, Herr Höcke oder Herr Gauland, wer sich hiervon nicht klar und glaubhaft distanziert: der stimmt zu!

    „Liebe ist die einzige Macht, die im Stande ist, einen Feind in einen Freund zu verwandeln“, hat Martin Luther King gesagt. Hass führt zu Taten wie jener, die uns heute hier in Trauer und Solidarität vereint.

    „Am Ende“, auch das hat Martin Luther King gesagt, „am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde.“

    Noch fehlen uns die Worte, noch lähmt der Schmerz unsere Zungen. Doch wenn Menschenhass und Ausgrenzung laut werden, schweigen wir nicht mehr.

    Doch für den Moment möchte Euch daher einladen und bitten, nun schweigend der Menschen zu gedenken, die gestern in Orlando ihr Leben lassen mussten.

  • Das war eine wunderbar sonnige vielbunte Radtour

    Bei bestem Radelwetter ging es heute zur Thomashütte – und das hat großen Spaß gemacht. Du willst die nächste Tour auf keinen Fall verpassen? Einfach den vielbunt Kalender abonnieren oder unsere Seite liken : https://www.facebook.com/AG-Sport-und-Bewegung-vielbunt-eV-1621089114805391/

    vielbunte Radtour

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  • Kundgebung zum IDAHIT 2016

    Kundgebung zum IDAHIT 2016

    Seit elf Jahren ist der 17. Mai als Internationaler Tag gegen Homophobie (IDAHO) ein wichtiger Tag im queeren Kalender. In Darmstadt begehen wir – wie viele andere Städte weltweit – seit einigen Jahren darüber hinaus den Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie, um um auf Missstände und Diskriminierung gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Trans* aufmerksam zu machen und friedlich für ein tolerantes und offenes Miteinander zu demonstrieren.

    IDAHIT – ein Schritt weiter

    In diesem Jahr möchten wir erstmals einen Schritt weiter gehen: Aus diesem Grund labeln wir dieses Jahr den 17. Mai zum IDAHIT, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, Interphobie und Transphobie. So wie Homosexualität nicht mehr als Krankheit diskriminiert wird, wollen wir dies auch für Trans* und Inter* erreichen. Jedes Geschlecht verdient Respekt. Dafür demonstrieren wir gemeinsam mit allen Unterstützer_innen auf dem Luisenplatz.

    Wir werden um 18.30 Uhr eine Kundgebung veranstalten, zu der es verschiedene Redebeiträge geben wird.
    Eingeladen ist unter anderem ein Vorstandsmitglied von Intersexuelle Menschen e.V., und Aktivist_innen aus dem Rhein-Main-Gebiet.

    Wir rufen alle trans*, lesbischen, bisexuellen, inter*, schwulen, queeren und heterosexuellen Menschen auf, ein sichtbares und hörbares Zeichen gegen Homophobie, gegen Transphobie und gegen Gewalt an intersexuell geborenen Menschen zu setzen und am 17. Mai um 18.30 Uhr Uhr zum Darmstädter Luisenplatz zu kommen. Bitte sagt dies auch euren Freund_innen, Bekannten und Familienmitgliedern weiter!

    Nach der Veranstaltung wird dank des Einsatzes der DGB-Jugend und weiterer befreundeter Organisationen im programmkino rex der Film PRIDE gezeigt. Über Kartenvorverkauf und weitere Infos halten wir euch auf dem Laufenden.

  • Informationsveranstaltung Rainbow Refugees

    Informationsveranstaltung Rainbow Refugees

    Schwule, lesbische, bisexuelle, trans* oder inter* Geflüchtete sind eine Minderheit innerhalb einer Minderheit.
    Die Betroffenen stellen eine besonders vulnerable Gruppe mit spezifischen Bedarfen und Problemlagen dar.

    In der ersten von zwei Informationsveranstaltungen hat die Gruppe Rainbow Refugees Darmstadt von vielbunt e.V. in Kooperation mit dem Frauenbüro eine Fachreferentin mit langer Erfahrung in der LGBT-Flüchtlingsarbeit für eine Informationsveranstaltung eingeladen. Jouanna Hassoun ist hauptamtliche Mitarbeiterin des LSVD Berlin-Brandenburg und ist dort unter anderem mit der Leitung des Projekts MILES (Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule) betraut.

    Rainbow Refugees sind überall

    Die Informationsveranstaltung richtet sich sowohl an Menschen die hauptamtlich in der Flüchtlingsarbeit tätig sind, als auch an freiwillig Helfer_innen und solche die sich zukünftig gerne ehrenamtlich engagieren möchten. Es sind sowohl Aktive aus der LGBT-Flüchtlingsarbeit angesprochen als auch diejenigen die allgemein Flüchtlingsarbeit machen. Rainbow Refugees sind überall.

    Ziele der Veranstaltungsreihe „Rainbow Refugees“ ist sind
    Sensibilisierung für kulturspezifische Auffassungen von Sexualität und Geschlecht, Besondere Bedürfnislagen und Schutzaspekte von LGBT-Geflüchteten, die Vernetzung von Strukturen und Einzelpersonen.

    Rainbow Refugees
    Refugees welcome!


    Wir freuen uns auf eine fruchtbare und interessante erste Veranstaltung.

    22. April 2016
    18.30 Uhr
    Bessunger Knabenschule
    Hier geht es zum Event bei Facebook

  • Kommunalpolitik ist auch Queerpolitik

    Kommunalpolitik ist auch Queerpolitik

    Anlässlich der Hessischen Kommunalwahlen 2016 haben wir erstmals vielbunte Forderungen an die Kommunalpolitik formuliert und veröffentlicht. Im Dezember gingen diese sieben Forderungen mit der Bitte um Antwort bei allen derzeit in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien ein.
    Mittlerweile haben wir von allen acht angeschriebenen Parteien Rückmeldungen erhalten und diese nun als Wahlprüfsteine auf unserer Webseite veröffentlicht.
    Wir haben uns entschieden, nicht auf die einzelnen Antworten einzugehen. Allgemein ziehen wir jedoch ein positives Resümee.
    Für (LGBT-)Wähler_innen in Darmstadt lohnt es sich, auch bei Kommunalwahlen hinsichtlich der Queerpolitik genau hinzusehen. Da sich alle angeschriebenen Parteien in Darmstadt in unterschiedlicher Weise positionieren, können Wähler_innen ihre Wahlentscheidung durchaus an diesem Themenfeld orientieren.
    Zum ersten Mal mussten sich Parteien in Darmstadt zur Kommunalwahl mit Forderungen aus der queeren Community auseinandersetzen. Unabhängig vom Inhalt der Rückmeldungen erkennen wir daran, dass alle Parteien geantwortet haben als positives Signal, dass die Parteien Forderungen von LGBT-Vertretungen ernst nehmen.

    Wir sehen, dass sich innerhalb der Parteien auch auf kommunaler Ebene ein Verständnis für die Notwendigkeit guter Queerpolitik entwickelt. Wir sehen aber auch, dass es sich hierbei um eine Antwort auf die Forderungen einer organisierten Minderheit handelt. Eine gute Minderheitenpolitik ist wichtig für eine Demokratie und sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Minderheitenschutz und eine Politik für Vielfalt und Toleranz sind gut für alle Bürger_innen einer Stadt, eines Landes, eines Staates.

    Unsere zentrale Forderung nach einem queeren Zentrum in Darmstadt wurde mehrheitlich unterstützt. Wir freuen uns darüber sehr. Schade ist, dass sich aus den Antworten beispielsweise nicht absehen lässt, ob sich in Darmstadt eine ernsthafte und umfassende Aufarbeitung der Homosexuellenverfolgung durch die Nationalsozialist_innen realisieren lässt.

    Unsere Wahlprüfsteine sind unter diesem Link zu finden. Zusätzlich zu den einzelnen Forderungen und den jeweiligen Antworten darauf stehen die komppletten Rückmeldungen der Parteien auch als Dateien zum Download zur Verfügung.
    Mithilfe einer Ampelmatrix haben wir alle Forderungen und alle Antworten vereinfacht in eine Grafik zusammengefasst.

    09.02.2016, Der Vorstand
    Kommunalpolitik
  • Wohnung für einen syrischen Geflüchteten

    Liebe Menschen,
    ein 29jähriger Wirtschaftsabsolvent aus Syrien sucht eine kleine Wohnung in Darmstadt, Frankfurt oder München.
    Er darf für die nächsten drei Jahre in Deutschland bleiben, spricht Englisch und beginnt Deutsch zu lernen. Das Jobcenter bezahlt die Miete.

    Wer was weiß, darf sich gerne bei uns melden.
    Wir stellen den Kontakt her.

    stefan.kraeh@vielbunt.org

  • vielbunte Forderungen an die Kommunalpolitik

    vielbunte Forderungen an die Kommunalpolitik

    Forderungen an die KommunalpolitikDer Verein vielbunt e.V. sieht sich als Gestalter queeren Lebens sowie als Ansprechpartner und Sprachrohr für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* (LGBT*) in Darmstadt. Aus diesem Grund nehmen wir die anstehenden hessischen Kommunalwahlen am 6. März 2016 zum Anlass, queere Forderungen an die Stadtpolitik zu formulieren.

    • In Darmstadt gibt es keinen physischen Ort des queeren Lebens. LGBT* stellen in unserer Gesellschaft nach wie vor eine diskriminierte Minderheit dar und brauchen Begegnungsräume und Schutzorte.
      Wir fordern ein
      queeres Zentrum, um ehrenamtliches Engagement in vielfältigen, bereits bestehenden Projekten (z.B. vielbunt Jugendgruppe und vielbunt Trans*gruppe) weiterhin zu ermöglichen und um anderen LGBT* und denen, die Erstkontakt zur Community suchen, eine Anlaufstelle zu bieten. Die queere Community braucht ein Zuhause und Ratsuchende eine offene Tür. 

    • Viele große und kleine Projekte von LGBT*-Organisationen werden durch immensen ehrenamtlichen Aufwand mit teilweise unzureichenden finanziellen Mitteln realisiert.
      Gerade bei der Arbeit, die wir als öffentliche Aufgaben betrachten, fordern wir eine stabile und fortlaufende finanzielle Unterstützung durch die Stadt Darmstadt.

    • Neben Aufklärungsarbeit und Unterstützung einzelner Projekte braucht es auch ein wiederholtes öffentlich sichtbares Bekenntnis der Stadt Darmstadt zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ebenso, wie die klare Positionierung gegen Homophobie und Transphobie, damit LGBT* sich in ihrer Stadt anerkannt, willkommen und zugehörig fühlen.
      Beim Christopher Street Day 2015 haben viele Organisationen, Einrichtungen, Geschäfte und Privatmenschen durch Regenbogenfahnen an ihren Häusern Solidarität gezeigt.
      Wir fordern ein solches Zeichen künftig auch an allen öffentlichen Gebäuden der Stadt Darmstadt.
      Ebenso fordern wir fernab des Christopher Street Days ein Statement der Stadt Darmstadt. Sei es zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie jährlich am 17. Mai oder an einem eigenen Darmstädter Aktionstag. 

    • Es gibt in Darmstadt bisher keine aktive LGBT*-Flüchtlingsarbeit. Die meisten Geflüchteten, die in Darmstadt ankommen und voraussichtlich bleiben werden, stammen aus Ländern, in denen Homosexualität verboten und unter Strafe gestellt ist. Ebenso bestehen bis in die Flüchtlingsunterkünfte gesellschaftliche Tabus und Diskriminierungsformen. Auch in Deutschland sind nicht-heterosexuelle bzw. trans* Geflüchtete gefährdet, müssen um ihre Sicherheit fürchten und können sich oft an niemanden wenden, um Hilfe zu erhalten. Auch die erfolgreiche Integration in eine Gesellschaft, in der sie nicht kriminalisiert und verfolgt werden, brauchen LGBT*-Flüchtlinge Unterstützung.
      Die Stadt Darmstadt muss die sensible Thematik von LGBT*-Flüchtlingen im Fokus haben und gewährleisten, dass auch in Flüchtlingsunterkünften niemand aufgrund seiner_ihrer sexuellen Identität diskriminiert oder bedroht wird. Ebenso muss es besondere Beratungs- und Betreuungsangebote für nicht-heterosexuelle bzw. trans* Geflüchtete geben.

    • Immer wieder melden sich Eltern, deren Kinder unter 14 Jahren sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen oder erklären, dass sie sich mit ihrem Geburtsgeschlecht nicht identifizieren können. Die bestehenden Beratungsstellen sind für diese Altersgruppe nicht ausreichend spezialisiert und wenden sich in solchen Fällen hilfesuchend an vielbunt e.V. Wir können jedoch weder für Kinder noch Eltern eine versierte Beratung anbieten.
      Wir fordern, für solche zwar seltenen aber dafür besonders sensiblen Fälle ein Hilfsangebot sicherzustellen.

    • Queere Belange benötigen in der Stadtverwaltung einen Ort. Derzeit wissen Menschen in Darmstadt bei LGBT*-spezifischen Angelegenheiten nicht, an welche Stelle sie sich wenden können und wer jeweils der_die richtige Ansprechpartner_in der Stadt Darmstadt ist.
      Auch die Stadtverwaltung braucht eine Zuständigkeit, um an LGBT*-Themen professionell zu arbeiten. So wie es auch städtische Beauftragte für Frauen, Jugend, Migrant_innen etc. gibt, fordern wir eine_n Ansprechpartner_in für sämtliche Angelegenheiten von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Trans*.  Ein_eine solche städtische_r Beauftragte_r könnte auch zuständig sein für einen kommunalen Aktionsplan gegen Homophobie und Transphobie, der den Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt des Landes Hessen ergänzt.

    • Auch in Darmstadt wurden Männer wegen ihrer Homosexualität verhaftet, in Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Dieser Opfergruppe wird in Darmstadt weder gedacht, noch hat eine umfassende Aufarbeitung der Verfolgung von Homosexuellen in der Zeit des Nationalsozialismus und auch in der jungen Bundesrepublik stattgefunden.
      Wir fordern, sich mit diesem Aspekt der Geschichte auseinander zu setzen. Hierbei geht es um eine angemessene Aufarbeitung und einen Ort des Gedenkens, Erinnerns und Mahnens.

  • Vielfalt leben – Veranstaltung in der Stadtkirche

    Hetero, schwul, lesbisch, transqueer, transsexuell, … – Neue Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft ?!

    In Kooperation mit vielbunt e.V. laden der Stabsbereich Chancengleichheit der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau und die  Evangelische Stadtkirche Darmstadt zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Vielfalt leben“ ein.

    Aus dem Flyer:

    Kirchenvorstände, Pfarrerinnen und Pfarrer werden zu Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften angefragt. Menschen bitten um seelsorgerliche Begleitung bei Geschlechtsumwandlung und um Segnung der neuen Identität.
    Wie kann Kirche auf solche Veränderungen reagieren, wie Menschen begleiten?
    Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat sich sehr bewuVielfalt lebensst mit Blick auf die Lebenswirklichkeit der Menschen für einen offenen Partnerschafts- und Familienbegriff entschieden. So lässt sich nach Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN, sehr wohl biblisch begründen, dass es in Familie darum geht, dass Menschen dauerhaft, verbindlich, verlässlich, partnerschaftlich und gerecht Verantwortung füreinander übernehmen.
    Die Änderung der Lebensordnung (Juni 2013) ermöglicht gleichgeschlechtlichen Partnerschaften einen Segnungsgottesdienst und den Eintrag ins Kirchenbuch.
    Dennoch gibt es nach wie vor Menschen, die Vorbehalte und Unsicherheiten gegenüber Menschen, die anders leben bzw. anders sind, haben.
    Wir wollen mit dieser Informations- und Diskussionsveranstaltung
    die Position der EKHN deutlich machen und dazu beitragen, offene Fragen zu klären. Darüber hinaus wollen wir für Offenheit und Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensformen und -identitäten und damit für eine Kirche, in der allen ein Platz angeboten wird, werben.

    Panorama-Beitrag „Die Schwulenheiler“
    von Christian Deker

    dekerJournalist Christian Deker wird seinen Film „Die Schwulenheiler“ vorstellen. Der Film zeigt, dass Homophobie und alte Ressentiments gegen Homosexuelle in manchen Gesellschaftskreisen nach wie vor bestehen. Zum Beispiel ist es auch im 21. Jahrhundert noch möglich, dass Ärzt_innen Homosexualität als Krankheit betrachten und an deren angeblicher Heilung Geld verdienen.

    Podiumsdiskussion

    Im Anschluss findet unter der Moderation von Sebastian von Gehren (Referent für Interne Kommunikation bei der EKHN) eine Diskussion mit Vertreter_innen aus Kirchengemeinde und LGBT-Community statt:
    Matthias Roth (Evangelische Jugend in Hessen und Nassau e.V.)
    Eli Wolf (Pfarrerin, lesbisch, 2 Kinder)
    Alexander Arnold (Vorstand vielbunt e.V.)
    Anja Herzog
    und weiteren Menschen aus Kirche und Gesellschaft

    14. Dezember 2015, 19.30 Uhr
    Gemeindehaus der Stadtkirche Darmstadt
    An der Stadtkirche 1
    64283 Darmstadt

    Die Veranstaltung „Vielfalt leben“ beim Stabsbereich Chancengleichheit

  • „The Normal Heart“ im HoffART-Theater

    „The Normal Heart“ im HoffART-Theater Darmstadt

    Anlässlich des Welt-Aids-Tages zeigt das HoffART Theater in Zusammenarbeit mit der AIDS-Hilfe Darmstadt, dem Kommunalen Kino Weiterstadt und vielbunt – queere community darmstadt – das berührende Drama „The Normal Heart“ in deutscher Fassung.

    Der Film wird präsentiert von SKY.

    Termin: 01.12.2015, 19:30 Uhr, EINTRITT FREI

     „The Normal Heart“ im HoffART-TheaterThe Normal Heart (USA 2014, 132 min.)

    Im Sommer 1981 feiert der schwule Schriftsteller Ned Weeks (Mark Ruffalo) in einem Strandhaus auf Long Island den Geburtstag seines Freundes Craig Donner (Johnathan Groff), der seit kurzem mit dem charismatischen Bruce Niles (Taylor Kitsch) ausgeht. Obwohl Craig in der Blüte seines Lebens steht, bricht er am Strand zusammen. Nachdem Ned auf dem Heimweg in der New York Times über einen seltenen Krebs gelesen hat, der bei 41 Homosexuellen diagnostiziert wurde, sucht er Dr. Emma Brookner (Julia Roberts) auf, die schon mehrere schwule Patienten mit sonderbar seltenen Krankheiten behandelt hat. Als die ersten von Neds Freunden sterben, lädt er sein Umfeld zu Informationsabenden mit Dr. Brookner ein, die glaubt, dass die Krankheit sexuell übertragen wird. Je mehr Leute sterben, desto organisierter und lauter protestieren sie alle gegen die nachlässige Haltung des Gesundheitssystems, wodurch Ned auch den New-York-Times-Reporter Felix Turner (Matt Bomer) kennen lernt.

    Trailer anschauen unter: http://www.thenormalheart.hbo.com/

  • Plätzchenspenden für die viertkleinste AIDS-Gala der Welt

    Mit der Viertkleinsten AIDS-Gala der Welt fackeln wir wieder ein höchst glamourös-groteskes Feuerwerk für den guten Zweck ab: euch erwartet ein gnadenlos gemischtes Programm mit vielen bekannten und neuen Künstler_innen. Seid gespannt!

    Plätzchenspenden für die viertkleinste AIDS-GalaWie auch in den letzten Jahren wollen wir möglichst viele Spendengelder für die Darmstädter AIDS-Hilfe sammeln. Ein Teil dessen ist der traditionelle Plätzchenverkauf für den wir euch und eure Backkünste brauchen: Viele Plätzchen bedeuten viel Geld! Wer also Freude daran hat, zu backen und dabei etwas Gutes zu tun, ist aufgerufen uns in den kommenden Tagen (bis zum 27.11.)  Plätzchen, Kekse und Krokant zu spenden, den wir dann auf der AIDS-Gala in Bares verwandeln können. Je mehr desto besser!

    Meldet euch einfach bei: sanny.schmidt@hotmail.de

    Hier gehts zur Veranstaltung bei Facebook

  • Die viertkleinste AIDS-Gala der Welt

    vielbunt e.V. und die AIDS-Hilfe Darmstadt e.V. veranstalten am 28.11.2015 gemeinsam eine AIDS-Gala der etwas anderen Art.
    Die Solidaritätsveranstaltung mit Kultcharakter versammelt bekannte Künstler_innen und Newcomer aus verschiedenen Genres für den guten Zweck auf einer gemeinsamen Bühne. Moderatorin Rosa Opossum kündigt eine neue Form der Schonungslosigkeit an.
    Während man sich Spenden-Galas eher als große Prunk-Veranstaltungen mit viel Glanz und Gloria vorstellt, setzt die alternative AIDS-Gala von vielbunt, der AIDS-Hilfe und dem AStA der h_da auf Kanonen-Glitzer, Trash-Chic und verlotterten Pomp.
    Im Rahmen des Welt-AIDS-Tags geben sich am Samstag, den 28.11 überregional bekannte Künstler_innen und Newcomer, aber auch talentbefreite Störenfriede und altbekannte Publikumsschrecke auf der vielbunten Bühne die Klinke in die Hand. Wie auch bei den vergangenen „kleinsten AIDS-Galas der Welt“ wissen die Macher_innen genau so wenig wie das Publikum, wie das Bühnenprogramm letztendlich aussehen wird: Ganz nach dem Vorbild der Veranstaltungen in den letzten Jahren präsentiert Drag Queen und Moderatorin Rosa Opossum eine außergewöhnliche Mischung aus Live-Musik, Travestie, Kabarett und Anarchie: „Unser gemeinsamer Einsatz für Menschen die mit HIV leben besteht nicht nur aus Geld sammeln. Wer zu unserer Gala kommt, zeigt sich solidarisch und spricht sich gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung aus. Das schützt die Künstler_innen und die sich so nennen, jedoch nicht vor meiner vernichtenden Moderation.“Bereits angekündigt haben sich Singer/Songwriter Hanne Kah und Patrik Jost sowie die Musiker Mad und Clinton aus Mainz und Kapstadt. Die anschließende After-Show-Party wird von klingt-gut.com mit tanzbarer Musik versorgt.viertkleinste AIDS-Gala
    Sämtliche Gewinne der Veranstaltung kommen der Aids-Hilfe Darmstadt e.V. zugute.
    Die Viertkleinste AIDS-Gala der Welt findet im Rahmen des Welt-AIDS-Tages statt. Weltweit erinnern jährlich am 1. Dezember verschiedenste Organisationen an das Thema HIV/AIDS und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten, an AIDS Erkrankten und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen.
    Viertkleinste AIDS-Gala der Welt
    Datum: 28.11.2013
    Uhrzeit: 19.30 Uhr
    Ort: Glaskasten, Schöfferstraße 3, 64295 Darmstadt
    Internet: www.vielbunt.org
    Email: presse@vielbunt.org
    Telefon: 06151-3534346
    Hier geht es zum Event bei Facebook
  • Bericht: 8. „Demo für Alle“ in Stuttgart

    Bericht: 8. „Demo für Alle“ in Stuttgart

    vielbunt leistet Widerstand gegen die 8. „Demo für Alle“ am 11.10.2015 in Stuttgart

    Am 11. Oktober fand in Stuttgart zum achten Mal die „Demo für Alle“ statt.
    Hierbei handelt es sich um eine ultrakonservative bis rechtsradikale Bewegung, die sowohl religiöse Fundamentalist_innen als auch Anhänger_innen verfassungsfeindlicher Gruppierungen in sich vereint. Mit den Schlagworten „Frühsexualisierung“ und „Gender-Wahnsinn“ wird vorgeblich gegen Schulaufklärung und die Baden-Württembergische Bildungsplanreform demonstriert, ebenso spricht sich die „Demo für Alle“ gegen die Gleichberechtigung von gleichgeschlechtliche Partnerschaften aus. Aus den Reihen der Demonstrationsteilnehmer_innen sind zudem offener Hass gegen Schwule, Lesben, Trans*, Frauen, Migrant_innen und andere Minderheiten zu vernehmen.

    (mehr …)

  • Offenes Vorbereitungstreffen AIDS-Gala 2015

    Seit der Kleinsten AIDS-Gala der Welt im Zucker hat sich unsere Charity-Veranstaltung für die Darmstädter AIDS-Hilfe immer weiter entwickelt und gewandelt. Auch dieses Jahr soll Platz für Neues sein und wir fragen uns gemeinsam, was wir wiederholen und was wir nicht mehr weiter verfolgen wollen.

    Wie waren unsere vergangenen AIDS-Galas?

    Die Kleinste AIDS-Gala der Welt fand am 1. Dezember 2011 mit etwa 30 Menschen im Publikum und den bekanntesten Darmstädter Straßenmusiker_innen statt. Das sehr kleine Zucker war übervoll.

    Deshalb musste die Zweitkleinste AIDS-Gala der Welt 2013 dann auch schon in einer anderen Location stattfinden, um den vielen Menschen Platz zu bieten. Hierfür war das HoffART-Theater die perfekte Wahl. Mit einer Mischung aus Trash, echter Kunst, viel Glühwein uAIDS-Gala 2015nd einem spenden- und spaßwilligen Publikum war diese eine unserer besten Veranstaltungen.

    Die Drittkleinste AIDS-Gala der Welt 2014 hat das HoffART-Theater letztendlich an seine Grenzen gebracht. So viele Menschen für so viel Trash und Talente! Auch die Presse berichtete.  Da jedes Jahr mehr Menschen die Show sehen wollen,  war diese wohl auch die letzte AIDS-Gala im HoffART. Wir brauchen mehr Platz für mehr Leute.

    Was wir sicher sagen können: Auch 2015 soll es eine Gala geben, sie soll am 28. November stattfinden und die Chancen stehen gut, dass sie die wahrscheinlich Viertkleinste AIDS-Gala der Welt sein wird.
    Wenn du deine Ideen einbringen,  mitarbeiten und dich dem guten Zweck vollkommen hingeben möchtest, dann komm einfach am 06.10.2015 um 18.30 Uhr zu unserem Vorbereitungstreffen!

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