Darmstadt, 8. Mai 2026: Der Verein vielbunt e.V., der den Christopher Street Day (CSD) in Darmstadt veranstaltet, begrüßt die in der Stadtverordnetenversammlung bekräftige, breite Unterstützung der demokratischen Fraktionen für den CSD. Sowohl der ursprüngliche Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und Volt als auch der Änderungsantrag von SPD, CDU und FDP sprechen sich klar dafür aus, den CSD finanziell und organisatorisch abzusichern. Damit signalisieren die demokratischen Fraktionen über Parteigrenzen hinweg, dass der CSD Darmstadt Rückhalt aus der Mitte der Stadtgesellschaft verdient.
Dass die demokratischen Fraktionen quer durch das politische Spektrum bereit sind, gemeinsam Verantwortung für den CSD zu übernehmen, ist ein starkes Signal. Gerade in einer Zeit, in der queere Menschen in Deutschland und Europa wieder unter wachsenden Druck geraten. Wir freuen uns sehr über die Bereitschaft, gemeinsam mit uns nach tragfähigen Lösungen zu suchen.
Der CSD ist eine überparteiliche Demonstration für viele
Der CSD Darmstadt ist eine überparteiliche Veranstaltung für Vielfalt, Gleichberechtigung und Demokratie. Er betrifft direkt mindestens jede*n zehnte*n Darmstädter*in. Also all jene, die selbst Teil der queeren Community sind, oder queere Angehörige, Freund*innen und Kolleg*innen haben. Darüber hinaus steht der CSD jedes Jahr für ein weltoffenes, solidarisches Darmstadt, das sich klar gegen Diskriminierung und Hass positioniert.
Finanzierung trägt sich derzeit nur durch außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement bei einem hohen Spendenaufkommen
Dass der CSD in seiner heutigen Form überhaupt stattfinden kann, ist dem überdurchschnittlichen Einsatz vieler Ehrenamtlicher zu verdanken: Zahlreiche Menschen bringen weit mehr Zeit, Energie und persönliche Mittel ein, als es im Vereinsleben üblich ist. Die Gesamtkosten der Veranstaltung (u.a. Sicherheit, Kulturprogramm, Infrastruktur und Öffentlichkeitsarbeit) liegen bei fast 50.000 Euro pro Jahr. Diese Summe übersteigt die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen deutlich.
In zahlreichen anderen Städten wird der CSD längst durch kommunale Föderungen mitgetragen, beispielsweise Wiesbaden mit 21.000 €, Mainz mit 7.000 € oder Frankfurt am Main mit 15.000 €. Darmstadt hat hier die Chance, ein klares und sichtbares Bekenntnis zu queerem Leben in der Stadt abzulegen.
Bereit zum konstruktiven Dialog
vielbunt e.V. nimmt die im Änderungsantrag formulierte Einladung zum Dialog ausdrücklich an. Wir stehen dem Magistrat und allen demokratischen Fraktionen jederzeit für Gespräche zur Verfügung, um gemeinsam eine geordnete und nachhaltige Absicherung des CSD zu erarbeiten. Der CSD Darmstadt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir freuen uns, dass das in der Stadtverordnetenversammlung so deutlich zum Ausdruck kommt.
Mit dem Beschluss verbindet vielbunt e.V. zugleich die klare Erwartung, dass aus der politischen Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung kein langwieriges administratives Verfahren wird. Die im Änderungsantrag vorgesehene gemeinsame Prüfung darf nicht auf die lange Bank geschoben werden, sondern muss zeitnah zu belastbaren Ergebnissen führen. Der CSD findet in wenigen Monaten statt. Planungssicherheit für ein ehrenamtlich getragenes Großereignis dieser Dimension lässt sich nicht über viele Monate hinweg vertagen. Der politische Wille, den heute die Fraktionen erkennbar gemacht haben, sollte sich daher zügig in einer konkreten Lösung wiederfinden.
Über vielbunt e. V.:
vielbunt e.V. ist mit über 450 Mitgliedern einer der größten queeren Vereine in Deutschland. Der Verein veranstaltet jährlich den Christopher Street Day in Darmstadt und setzt sich darüber hinaus für Sichtbarkeit, Vernetzung und Gleichberechtigung queerer Menschen in der Region ein.
United By Music” – Das Motto der bedeutendsten Liveübertragung der Welt (dicht gefolgt von irgendetwas namens “Fußball-WM”) beschreibt die Emotionen und die Bedeutung dieses Spektakels wie es drei andere Worte nie könnten. In diesem Jahr klingen sie aus dem nicht allzu fernen Wien zu uns herüber und kündigen den nächsten Eurovision Song Contest an! Der Grand Prix und vielbunt – das passt zusammen wie Deutschland und der letzte Platz, wie Chloe Cruising und der Schlosskeller, wie das Prickeln zum Sekt und der CSD zum Karolinenplatz.
Kommt vorbei! Unter dem Motto “United By Love” schauen wir wie jedes Jahr gemeinsam den Grand Prix auf großer Leinwand. Am 16.05.26 ab 20:00 Uhr in der Oetinger Villa / Eintritt frei / Mit Live-Tippspiel, Getränken und Snacks / Weitere Infos auf unserer Webseite.
Auch in diesem Jahr schauen wir uns den ESC auf großer Leinwand am 16.05.2026 gemeinsam im Queeren Zentrum an. Los geht’s ab 20:30 Uhr [Einlass für gute Plätze: 20:00 Uhr] im Kaminsaal und im Barraum der Oetinger Villa.
Während dem ganzen Spektakel versorgt euch unser Barteam mit kühlen Getränken und leckeren Snacks
Da die Juries nach allgemeinem Dafürhalten auch dieses Jahr keinen blassen Schimmer von Outfit, Musik und Performance haben, veranstalten wir wieder unser beliebtes vielbunt-ESC-Live-Tippspiel – direkt aus eurer Mitte heraus! Bringt hierfür bitte euer gut aufgeladenes Smartphone mit. Es gibt auch wieder tolle Preise zu gewinnen
vielbunt e. V. beim „Markt der Möglichkeiten“ am 1. Mai in Darmstadt
Am 1. Mai 2026 ist vielbunt e. V. beim „Markt der Möglichkeiten“ auf dem Darmstädter Marktplatz vertreten. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionen zum Tag der Arbeit statt, zu denen der DGB unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite!“ aufruft.
Das Motto macht deutlich: Arbeitsplätze, soziale Sicherheit und gute Arbeitsbedingungen stehen unter Druck – und müssen gemeinsam verteidigt werden. Für uns ist dabei klar: Gute Arbeit bedeutet mehr als nur Jobsicherheit. Sie bedeutet auch, frei von Diskriminierung arbeiten zu können.
Queere Menschen erleben im Berufsalltag noch immer Benachteiligung, Unsicherheit oder den Druck, die eigene Identität zu verbergen. Eine solidarische Arbeitswelt muss deshalb auch Vielfalt schützen und stärken. Der Einsatz für Arbeitnehmer*innenrechte und für die Rechte der queeren Community gehört für uns untrennbar zusammen.
Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ möchten wir unsere Arbeit vorstellen, informieren und mit euch ins Gespräch kommen. Ob ihr euch für unsere Angebote interessiert, Fragen habt oder euch einfach austauschen möchtet – kommt gerne vorbei!
Um 10 Uhr startet die Veranstaltung mit einer Demonstration am Messplatz. Danach geht es um 11:00 Uhr weiter mit der Kundgebung auf dem Marktplatz. Anschließend lädt das Familienfest zum Verweilen ein – mit Infoständen, Musik, Essen und vielen Angeboten für Groß und Klein.
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für eine Arbeitswelt, die gerecht, solidarisch und vielfältig ist.
Wir nehmen die anstehenden hessischen Kommunalwahlen am 15. März 2026 zum Anlass, elf queere Forderungen an die Stadtpolitik zu formulieren: https://darmstadt-waehlt-queer.de/
Die Forderungen decken vielfältige Themenfelder ab: Von gezielten Hilfen für LSBT*IQ-Jugendliche, über umfassende Barrierefreiheit im Queeren Zentrum, bis hin zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung für queere Menschen. Gemeinsam ist allen Forderungen das Ziel, dass sie die Lebensqualität für queere Menschen durch gute Kommunalpolitik erhöhen.
Du hast schon Tanzerfahrung und mindestens einen Grundkurs im Tanzen mit gemacht?
Dann komm zum queeren Fortgeschrittenen Tanzkurs von Vielbunt Sport! Wir bieten nice Musik, coole neue Leute, sportliche Action und ganz viel Spaß. Bei uns lernst du Moves für deine Performance auf dem Parkett, egal ob Party, Hochzeit oder Ball.
Was dich erwartet: Wir lernen zusammen ein paar Klassiker wie Walzer, Tango und Jive. Auch Bachata, Chachacha und Rumba sind mit dabei! Für die nächste Party ist werden wir natürlich auch Disco-Fox Moves schärfen.
Was du mitbringen musst: Du brauchst nur Lust zum Tanzen und gute Laune und ein paar Grundkenntnisse. Deine Schuhe sollten ebequem sein und nicht zu viel Profil haben. Wo man geeignete Tanzschuhe her bekommt, beraten wir dich gern.
Fakten und Kosten: Schnuppertreffen: 1. April 2026 ab 19:30 Uhr
Umfang: Ab dem Schnuppertreffen wöchentlich mittwochs 8 Wochen lang.
Wer tanzt mit wem: Alleine oder paarweise kommen ist egal, denn es gibt ja auch andere, die alleine kommen. Bei uns entscheidet jede:r selbst, in welcher Rolle getanzt wird (Leader oder Follower).
Der Tanzkurs wird vom vielbunt sport* Tanzteam geleitet. Die Tanzlehrer:innen wechseln sich an den Terminen ab, jeder nach individuelles Stärken.
Kosten: Der Teilnehmendenbeitrag liegt bei 50 Euro (bzw. 25 Euro reduziert) und wird erst ab dem zweiten Abend fällig.
Anmeldung: Wenn wir dein Interesse geweckt haben, melde dich zum Schnuppertreffen am 1. April 2026 an und lass dich vom queeren Tanzkurs in Darmstadt überzeugen.
++++ Queerbar Special am 13. März 2026‼️ EINTRITT AB 18 JAHREN ‼️ ++++
Am 13. März öffnet die Queerbar auf 2 Ebenen. Im Barraum bieten wir einen chilligen Barabend. Der Dancefloor ist im Keller. Wir bieten euch ein rauschendes Fest mit einem bezaubernden Barteam, das flaschenweise die Brause verteilt. Bei uns sind lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Menschen in der Überzahl und der Gaydar muss nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden. 😉 Wir haben die besten DJs, um euch die ganze Nacht auf den Beinen zu halten. Es wird wie ein nicht enden wollender Traum. Kommt vorbei!
Wie stehen die Parteien in Darmstadt zu einer jährlichen Förderung des CSD Darmstadt, einer aktiven Teilnahme am Netzwerk gegen Gewalt oder einer diskriminierungsfreien Verwaltung? Die Antworten findet ihr hier: https://darmstadt-waehlt-queer.de/
Wie stehen die Parteien in Darmstadt zur Aufarbeitung queerer Stadtgeschichte, umfassender Barrierefreiheit im Queeren Zentrum und weiteren LSBT*IQ-Themen? Die Antwort findet ihr auf https://darmstadt-waehlt-queer.de/
Wir fahren vom 03.06.-07.06.2026 zum Wandern nach Vorarlberg (Montafon-Gebiet). Wenn du auch mitfahren möchtest, melde dich bis zum 20.03.2026 an. Max. Teilnehmendenzahl: 15 Personen. Unterkunft 2-Bett-Zimmer, Gästehaus Flöry, Schruns. Alles weitere im Anmeldelink.
Wie stehen die Parteien in Darmstadt zu gezielten Hilfen für LSBT*IQ-Jugendliche, Schaffung queer-sensibler Angebote in der Senior*innenarbeit und Verbesserung der Gesundheitsversorgung für queere Menschen? Diese und weitere Fragen beantworten wir auf https://darmstadt-waehlt-queer.de/
Am 24. Februar 2026 um 19 Uhr lädt die AG SCHLAU herzlich zu einer Schnuppersitzung in der Oetinger Villa Darmstadt ein. SCHLAU ist ein queeres Antidiskriminierungs- und Bildungsprojekt, das an Schulen ab der 8. Klassenstufe sowie in anderen Jugendgruppen aufklärt. In diesem landesgeförderten und außergewöhnlichen Projekt arbeitest du im Team daran, junge Menschen im Schulkontext zu queeren Themen zu informieren. Der Unterricht findet ohne Lehrkräfte statt, sodass Jugendliche ihre Gedanken frei äußern und wir offen über alle Fragen sprechen können. Diese Arbeit ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zu zeitgemäßer Bildungsarbeit, sondern auch eine empowernde Erfahrung für die Teamenden. Lerne, dich Schritt für Schritt mit eigenen biografischen Erfahrungen auseinanderzusetzen und Vorurteilen sowie Falschinformationen sachlich, reflektiert und eloquent zu begegnen.
Setze dich mit uns dafür ein, dass queere Themen im Unterricht sichtbar bleiben und der sachliche Dialog gestärkt wird. Profitiere dabei von finanziellen Aufwandsentschädigungen und vielfältigen Fortbildungsmöglichkeiten. Weitere Infos erhältst du unter schlau-hessen.de oder direkt bei der Schnuppersitzung.
“Durch die Arbeit bei SCHLAU habe ich mehr Selbstbewusstsein im Hinblick auf meine eigene Identität bekommen. Die Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen von meinen Erfahrungen mit Asexualität und Aromantik zu erzählen, bedeutet mir sehr viel, da ich auf diese Weise mehr Aufmerksamkeit für diesen wichtigen Teil der queeren Community schaffen kann.” (Franca, Mitglied seit September 2021)
“SCHLAU gehört zu meinen bereicherndsten und fast schon aktivistischen Erfahrungen meines Lebens, weil ich wirklich das Gefühl habe, etwas zu verändern.” (Roman, Mitglied seit Januar 2023)
Wir von vielbunt e.V. verstehen uns als Gestalter*innen queeren Lebens sowie als Ansprechpartner*innen und Sprachrohr für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter und queere Menschen (LSBT*IQ) in Darmstadt. Aus diesem Grund nehmen wir die anstehenden hessischen Kommunalwahlen am 15. März 2026 zum Anlass, elf queere Forderungen an die Stadtpolitik zu formulieren: https://darmstadt-waehlt-queer.de/
Ab November haben wir diese an die Darmstädter Parteien versandt. Die Forderungen decken vielfältige Themenfelder ab: Von gezielten Hilfen für LSBT*IQ-Jugendliche, über umfassende Barrierefreiheit im Queeren Zentrum, bis hin zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung für queere Menschen. Gemeinsam ist allen Forderungen das Ziel, dass sie die Lebensqualität für queere Menschen durch gute Kommunalpolitik erhöhen.
Dabei sollte man nicht die Wirkung dieser Forderungen unterschätzen. Neben zahlreichen positiven Rückmeldungen, als wir 2016 und 2021 bereits Wahlprüfsteine aufstellten, zeigt unser Fazit, dass einige dieser Forderungen erfüllt worden sind: https://vielbunt.org/wahl-2021
Auf unserer Internetseite darmstadt-waehlt-queer.de können die Antworten der einzelnen Parteien betrachtet werden. Wir haben diese jeweils bewertet, sodass eine übersichtliche Einordnung möglich ist, welche Parteien die vielbunten Forderungen an die Kommunalpolitik am ehesten unterstützen.
Am 29. November 2025 luden vielbunt e.V. und die Aidshilfe Darmstadt e.V. zur „AIDS Gala mit Safersex Appeal“ ins Queere Zentrum Darmstadt ein. Die Benefizveranstaltung verband künstlerische Vielfalt mit einem klaren gesellschaftlichen Anliegen. Insgesamt kamen 1871 Euro an Spenden für die Arbeit der Aidshilfe Darmstadt zusammen. Durch den Abend führten Kitty Bambule und Koko von der Line.
Auf der Bühne standen außerdem Igitte von Bingen, die Gaga Ladies, Sugabébés, Galaxy Diamond, Hoeratio Belvedere sowie Emm und Leni. Alle Künstler*innen traten ohne Gage auf und unterstützten die Gala damit ausdrücklich solidarisch.
In ihrer Rede machte Patricia Wagner, Geschäftsführerin der Aidshilfe Darmstadt, deutlich, dass HIV und Aids auch heute noch zentrale Themen der Gesundheits- und Sozialarbeit sind. Steigende Neuinfektionen, unzureichender Zugang zu Prävention und Testangeboten sowie anhaltende Diskriminierung zeigten den weiterhin hohen Handlungsbedarf.
In ihrer Rede sagte Wagner: „Die PrEP ist seit langem eine wissenschaftlich anerkannte und hoch wirksame Präventionsstrategie, die nachweislich vor einer Ansteckung mit HIV schützt. Fatal, dass dies nicht überall und für alle, die sie wollen und ein Infektionsrisiko haben, zur Verfügung steht. Auch der niedrigschwellige und ebenfalls flächendeckende Zugang zu Testmöglichkeiten von HIV und anderen STIs ist eine Forderung, die wir unbedingt unterstützen, um mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.“
Die Aidshilfe Darmstadt bietet zweimal im Monat Testmöglichkeiten an, dank einer Projektförderung der Stadt Darmstadt.
Die AIDS Gala ist eine Benefizveranstaltung zugunsten der Aidshilfe Darmstadt. Mit den Spenden in Höhe von 1871 Euro wird die Arbeit der Aidshilfe unterstützt. Ein besonderer Dank gilt allen ehrenamtlichen Helfer*innen, den auftretenden Künstler*innen, den Besucher*innen sowie allen Spender*innen. Fotos des Abends von Falk Fleischer sind online abrufbar.
Diskriminierungsfreie Sprache in Verwaltung und Politik
Selbstverständnis zur Antidiskriminierung bei Städtepartnerschaften
❌ Nicht umgesetzt:
Queer-sensible Schulsozialarbeit
Barrierefreiheit im Queeren Zentrum
Details
Einige unserer Forderungen aus den Wahlprüfsteinen haben es ganz oder teilweise in den Koalitionsvertrag von Grünen, CDU und Volt geschafft. Auch die Umsetzung von Forderungen, die es nicht in den Koalitionsvertrag geschafft haben, haben wir betrachtet. Zuletzt haben wir die Wissenschaftsstadt Darmstadt um ihre eigene Perspektive auf die Umsetzung unserer kommunalpolitischen Forderungen gebeten. Dabei richtete sich unsere Anfrage an den Oberbürgermeister (SPD) und die Dezernent*innen Akdeniz (GRÜNE), Kolmer (GRÜNE), Schellenberg (CDU), Klötzner (VOLT) und Wandrey (CDU).
Hinweis: Nach der Kommunalwahl im Jahr 2021 haben VOLT, CDU und GRÜNE in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung eine Koalition gebildet. Außerdem gab es 2023 einen Wechsel von einem GRÜNEN- zu einem SPD-Oberbürgermeister.
🟩 Unisex-Toiletten + Unisex-(Einzel-)Umkleiden
Da das Bundesverfassungsgericht entschieden hat, dass eine binäre Personenstandsregelung nicht der tatsächlichen Realität entspricht, und somit den Weg für einen dritten Geschlechtseintrag geebnet hat, forderten wir, dass in städtischen Gebäuden wie zum Beispiel Schulen, Bürgerhäusern und Sportstätten Alternativen zu binären Toiletten und Umkleideräumen eingerichtet werden.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
🟢😃
🟡🤨
🟢😃
🟢😃
Umsetzung bis 2026
Wir sehen Fortschritte im Angebot von Unisex-Toiletten + Unisex-(Einzel-)Umkleiden. Unser Wunsch liegt allgemein darin, dass diese tatsächlich so neutral wie möglich dargestellt und ausgeschildert werden. Ein gesamtstädtisches Konzept wäre wünschenswert.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort IDA Dez. IV: Für eine mögliche Umsetzung durch Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt IDA wird ein entsprechendes gesamtstädtisches Konzept mithilfe eines politischen Beschlusses benötigt.
Sportamt Dez. I: In den Darmstädter Schwimmbädern gilt, dass der separate Sanitär und Umkleidebereich für Menschen mit Behinderung ausdrücklich auch von Personen genutzt werden kann, die sich in den geschlechtsspezifischen Bereichen nicht wohlfühlen. Das Personal stellt sicher, dass die Nutzung dieser Räume niemandem ohne triftigen Grund verwehrt wird. Gäste, die diese Räumlichkeiten nutzen möchten, werden dabei stets höflich und diskret unterstützt, ohne Nachfragen oder Kommentare.
🟨 Hilfe für LSBT*IQ Jugendliche
Wir forderten Hilfe für LSBT*IQ Jugendliche, die von zu Hause aufgrund von Diskriminierung seitens der eigenen Familie dazu gezwungen sind, auszuziehen. Insbesondere forderten wir eine feste Ansprechperson im Jugendamt für LSBT*IQ Jugendliche, die für jene Jugendliche auch eine sichere Unterkunft in Kooperation mit Einrichtungen bzw. Trägern der Erziehungsberatung oder Jugendhilfe bereithält.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
🟢🙂
🟢😃
🟢🙂
🟢😃
Umsetzung bis 2026
Die Forderung wurde nicht erfüllt. Es gibt keine feste Ansprechperson im Jugendamt für LSBT*IQ Jugendliche, die für jene Jugendliche auch eine sichere Unterkunft in Kooperation mit Einrichtungen bzw. Trägern der Erziehungsberatung oder Jugendhilfe bereithält. Es wurden auch keine städtischen Wohnangebote für queere Jugendliche gestellt. Lediglich der Träger PaSo gGmbH hat eine Jugend-WG mit drei Wohnplätzen für queere Jugendliche eingerichtet, die aber selbstverständlich sofort gefüllt war.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort Jugendamt Dez. II: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bekennt sich zu einer diskriminierungsfreien und wertschätzenden Kinder und Jugendhilfe und unterstützt die Belange von LSBTIQ Jugendlichen ausdrücklich. Zuständig auf gesamtstädtischer Ebene ist die kommunale LSBTIQ koordinierende Person, die Vernetzungs und Sensibilisierungsarbeit leistet und Kontakte zu Beratungsstellen vermittelt. Diese ist im Dezernat I verortet und durch eine Entscheidung des Oberbürgermeisters Benz als Vollzeitstelle installiert.
Innerhalb der Kinder und Jugendförderung werden Themen geschlechtlicher und sexueller Vielfalt regelmäßig aufgegriffen etwa in Fortbildungen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden oder im Rahmen von Fachtagen zur Demokratiebildung und Minderheitenschutz. Allen Trägern und Fachkräften sind die Beratungsangebote von vielbunt e.V. bekannt, an die bei Bedarf verwiesen oder mit denen kooperiert wird.
In Fällen, in denen junge Menschen aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung besonderen Schutzbedarf haben, werden individuelle Lösungen gemeinsam mit freien Trägern der Jugendhilfe gesucht. Die Stärkung von Diversität und Schutzkonzepten bleibt ein kontinuierlicher Schwerpunkt des gesamten Jugendamtes. Eine spezifische Unterkunft für LSBTIQ Jugendliche besteht derzeit nicht.
❌ Queer-Sensible Schulsozialarbeit
An Schulen mangelt es an Ansprechpersonen für queere Themen. Wir forderten daher LSBT*IQ-qualifizierte Ansprechpersonen an Schulen. Um der Diskriminierung entgegenzuwirken, forderten wir ebenfalls eine hauptamtliche Stelle für das außerschulische Bildungsprojekt SCHLAU in Südhessen.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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🟡🤨
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Umsetzung bis 2026
Träger*innen sind eingebunden und Rahmenkonzepte existieren. Aber es fehlt der Nachweis einer verpflichtenden Zertifizierung/Fortbildung für die Fachkräfte. Die Qualität hängt stark vom individuellen Engagement von Träger*in/Sozialarbeiter*in ab: Um Ansprechpersonen kümmern sich die Schulen meist selbst und meistens gibt es deswegen auch keine. Außerdem wurde die hauptamtliche Stelle für das außerschulische Bildungsprojekt SCHLAU nicht geschaffen. Die Konsequenz ist, dass das Projekt auf wackelnden Beinen steht, weil Ehrenamtliche kaum nachrücken.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort Jugendamt Dez. II: Die Schulsozialarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist Teil der Jugendhilfe am Ort Schule und folgt dem Rahmenkonzept Schulsozialarbeit, das Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Schutz vor Diskriminierung als Leitlinien festschreibt. Die Fachkräfte stehen allen Schüler*innen als niedrigschwellige und vertrauliche Ansprechpersonen zur Verfügung auch für queere Jugendliche. Sie begleiten bei Diskriminierungserfahrungen, fördern Akzeptanz und vermitteln bei Bedarf an spezialisierte Beratungsstellen, insbesondere auch an vielbunt e.V.
Die Benennung spezifisch qualifizierter Ansprechpartner*innen liegt in der Verantwortung der Schulen. Die Schulsozialarbeit kann hier unterstützend wirken, ist aber nicht als spezialisierte Fachstelle konzipiert. Themen wie geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung und Antidiskriminierung werden regelmäßig in Fortbildungen, Qualitätszirkeln und Fachaustauschen behandelt. Auch die Schulsozialberichterstattung berücksichtigt diese Aspekte, um Entwicklungen und Bedarfe sichtbar zu machen.
Zur Frage der Förderung einer Hauptamtlichkeit bei SCHLAU fand bereits ein Austausch zwischen der Stadt, den Landkreisen Darmstadt Dieburg und Groß Gerau sowie vielbunt e.V. Ende 2023 statt. Angesichts der angespannten Haushaltslage ist eine kommunale Finanzierung einer hauptamtlichen Stelle derzeit nicht möglich. Die bestehende städtische Förderung von vielbunt e.V. bleibt davon unberührt. Die Stadt unterstützt ausdrücklich die Forderung nach einer dauerhaften Landesfinanzierung für diese wertvolle Bildungsarbeit.
✅ Inter* Sensibilisierung in der Kinderbetreuung
Wir forderten Bildungsangebote für Mitarbeitende in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, um den Bedürfnissen von inter* und trans* Kindern gerecht zu werden.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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Umsetzung bis 2026
Wir sehen starke Fortschritte in der fachlichen Auseinandersetzung sowie in der Umsetzung in der Praxis. Wir hoffen, dass diese Fortschritte bestehen bleiben und freuen uns über eine kontinuierliche Reflexion.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort Dez. II: Die Anregung zur weiteren Sensibilisierung im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt in Kindertageseinrichtungen begrüßen wir ausdrücklich. Die Themenbereiche Gender Vielfalt und gendersensible Pädagogik sind bereits fester Bestandteil der fachlichen Auseinandersetzung innerhalb der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen und werden kontinuierlich reflektiert und in die pädagogische Praxis integriert.
Im Rahmen der bisherigen Arbeit wurden insbesondere folgende Inhalte bearbeitet:
Sensibilisierung und Reflexion im Umgang mit Gendervielfalt und gendersensibler Pädagogik
Thematisierung verschiedener Familienkonzepte zum Beispiel Homosexualität, Adoption, künstliche Befruchtung in kindgerechter Form
Förderung der Identitätsentwicklung und gezielter Abbau geschlechtsspezifischer Rollenklischees zum Beispiel geschlechterunabhängige Nutzung von Spiel und Bildungsangeboten
Sensibilisierung von Familien im Hinblick auf kulturell oder religiös geprägte Geschlechterbilder
Reflexion des Sprachverhaltens der pädagogischen Fachkräfte im Alltag zum Beispiel Vermeidung geschlechterstereotyper Formulierungen
Diese Themen werden unter anderem mit zusätzlichen Sprachfachkräften erarbeitet und in die Teams der Kindertageseinrichtungen eingebracht. Die zusätzlichen Sprachfachkräfte unterstützen zudem bei Elterngesprächen sowie bei thematischen Angeboten im Elterncafé. Darüber hinaus werden Spielmaterialien und Bücher regelmäßig im Hinblick auf Vielfalt und Inklusion überprüft und angepasst.
✅ LSBT*IQ Flüchtlinge
Wir forderten eine adäquate Unterbringung für LSBT*IQ Flüchtlinge und eine umfassende Sensibilisierung für alle städtischen Angestellten im Arbeitsbereich Asyl- und Ausländerwesen. Gerade im Sozialamt brauchte vielbunt eine Ansprechperson, um Anliegen queerer Flüchtlinge gemeinsam bearbeiten zu können.
„Die Wissenschaftsstadt sucht einen Sozialdienst für die beratende Begleitung der im Erstwohnhaus „Villa Tann“ untergebrachten Menschen. Die Unterkunft „Villa Tann“ zeichnet sich dadurch aus, dass dort überwiegend Personen untergebracht werden, die der Gruppe der sogenannten Rainbow-Refugees angehören oder von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) betroffen sind. (…)
Demnach sucht die Wissenschaftsstadt Darmstadt einen Sozialdienstleister, der (…) über Expertise in der Beratung von Rainbow-Refugees sowie von FGM betroffenen Personen verfügt. „
Eine ganztägige Veranstaltung „Sensibilisierung und Best Practice über die Bedarfe der vulnerablen Gruppe der LSBTIQ+-Geflüchteten für kommunale Strukturen“ der Koordinationsstelle LSBTIQ der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat am 17.05.2024 stattgefunden.
Ein entsprechender Ansprechpartner für die Anliegen queerer Flüchtlinge ist benannt und für vielbunt erreichbar.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort Dez. II: Das Thema Rainbow Refugees ist in der täglichen Arbeit der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose im Amt für Soziales und Prävention deutlich präsent. Es ist in den Arbeitsalltag eingeflochten und findet regelmäßig in Netzwerktreffen, Jour fixe, einzelfallbezogenen Gesprächen und weiteren täglichen Abläufen Beachtung. Nicht zuletzt durch vermehrte Zuweisungen von Geflüchteten mit einem entsprechend ausgewiesenen Unterstützungsbedarf haben wir das Thema Unterbringung von LSBTIQ Personen in den letzten Jahren verstärkt in den Blick genommen.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bringt geflüchtete Rainbow Refugees mit besonderen Schutzbedürfnissen in eine kleinere Unterkunft für geflüchtete Menschen unter, in der die Bedürfnisse queerer Menschen insbesondere auf diskriminierungsfreie Unterbringung adäquat erfüllt werden können. Der in der Unterkunft tätige Sozialdienst verfügt über Kenntnisse und mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit Rainbow Refugees. Die Einrichtung einer speziellen Unterkunft ausschließlich für queere Geflüchtete, wie es sie beispielsweise in größeren Großstädten wie Berlin, Köln oder Frankfurt gibt, ist für eine mittlere Großstadt wie Darmstadt nicht bedarfsgerecht abbildbar. Mit der aktuellen Vorgehensweise der Unterbringung in einer Unterkunft, deren räumliche Ausgestaltung die Schutzbedürfnisse queerer Geflüchteter berücksichtigt, wurden bisher gute Erfahrungen gemacht.
Im Jahr 2022 wurde nach einem Austausch mit den stadtinternen Verantwortlichen durch das Sozialdezernat ein Projekt zum Thema Schutz vor Gewalt für LSBTIQ Personen in städtischen Asyl und Obdachlosenunterkünften initiiert, mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen zur Orientierung, Unterstützung, Schutz und zur Integration von LSBTIQ Personen zu erarbeiten. Diese sollen auch in die Weiterentwicklung des bereits seit Jahren bestehenden Gewaltschutzkonzeptes implementiert werden. Der Projektzeitraum 2023 2025 ist abgeschlossen und die Ergebnisse werden aktuell vorgestellt.
Alle Mitarbeitenden in den Unterkünften sind zum Thema individuelle Bedarfe von Rainbow Refugees sensibilisiert. In regelmäßig stattfindenden Austauschen Trägertreffen zwischen Bürgermeisterin Barbara Akdeniz und den Geschäftsführenden der zur beratenden Begleitung in den Geflüchteten Unterkünften beauftragten Sozialdiensten und dem Amt für Soziales und Prävention wird das Thema Rainbow Refugees übergeordnet platziert. Darüber hinaus werden im stetigen Austausch auf Arbeitsebene zwischen der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose und den Teamleitungen der Unterkünfte Bedarfe für Einzelfälle abgestimmt, sodass seitens der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose lösungsorientierte Schritte zeitnah unter Einbeziehung aller am Prozess Beteiligten umgesetzt werden können. Als verantwortliche Ansprechperson im Amt für Soziales und Prävention ist für die Fragestellungen der Unterbringung von queeren Geflüchteten der Abteilungsleiter der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose seit vielen Jahren mit dem Verein vielbunt e.V. im Kontakt.
❌ Barrierefreiheit im Queeren Zentrum
Wir forderten eine erweiterte Barrierefreiheit für das Queere Zentrum, mindestens durch einen rollstuhlgerechten Zugang und eine rollstuhlgerechte Toilette, ebenfalls aber durch das Hinzufügen eines taktilen Leitsystems, induktiven Höranlagen und sonstigen Einrichtungen.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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🟢😃
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Umsetzung bis 2026
Zum 23. Januar 2026 wurde diese Forderung in keinem Punkt umgesezt. Es gab keine Umbauten und sämtliche Forderungen werden aufgrund des Denkmalschutzes immer wieder abgewiesen.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort IDA Dez. IV: Maßnahmen zur Barrierefreiheit sind im Rahmen eines Gesamtsanierungskonzepts umzusetzen, in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Dies muss entsprechend der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für Sanierungsmaßnahmen priorisiert werden.
🟨 Diskriminierungsfreie Sprache
Wir forderten, dass die Stadt grundsätzlich eine diskriminierungsfreie Sprache anwendet, die Menschen aller Geschlechter einen Zugang schafft und anspricht.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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🔴☹️
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🟢😃
Umsetzung bis 2026
Wir haben die Pressemitteilungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt seit 2021 sowie die im Netz verfügbaren Formulare analysiert. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass nicht-binäre Menschen in der Regel im Rahmen von Pressemitteilungen nicht angesprochen werden. In der absoluten Mehrzahl der Fälle findet eine binäre Nennung des weiblichen und männlichen Geschlecht statt (z.B. “Bürgerinnen und Bürger”).
Wir nehmen allerdings auch wahr, dass vermehrt Neutralisierungen verwendet werden (z.B. “Interessierte”, “Pflegeeltern” oder “Lehrkräfte”). Dass damit nicht-binäre Menschen mitgemeint und inkludiert werden, loben wir ausdrücklich.
Antwort Amt für Kommunikation Dez. I: Die Rundverfügung wird aktuell überarbeitet. Bis dahin gilt im amtlichen Schriftverkehr die Orientierung an den derzeit gültigen Regeln der deutschen Rechtschreibung. Genderzeichen sind darin bislang nicht verbindlich verankert, weshalb wir sie vorerst nicht nutzen. Uns ist dabei wichtig zu betonen, dass dies keine inhaltliche Positionierung gegen Vielfalt oder Sichtbarkeit ausdrückt.
🟨 Selbstverständnis zur Antidiskriminierung bei Städtepartnerschaften
Wir forderten die Formulierung eines Selbstverständnisses für den Umgang mit Fällen von politischer Diskriminierung von queeren Menschen auf lokaler Ebene in Partnerstädten und eine Zusammenarbeit mit diesen für eine diskriminierungsfreie Lebenssituation von queeren Menschen.
Rückmeldung von 2021
GRÜNE
CDU
VOLT
SPD
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🟢😃
Umsetzung bis 2026
Ein konkreter Fall war der Umgang mit der polnischen Partnerstadt Płock in Zeiten der sogenannten „LGBT-Ideologie-freien Zonen“ in Polen. Darmstadt scheint sich in solchen Fällen eher auf Netzwerke, Gespräche und allgemeine Bekundungen zu berufen statt auf vertragliche Absicherungen. In diesem konkreten Fall hat das geklappt: Płock lehnte entsprechende diskriminierende Resolutionen ab. Ungelöst bleibt weiterhin die strukturelle Forderung nach einer Antidiskriminierungsklausel in Städtepartnerschaftsverträgen.
Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:
Antwort Amt für Gremiendienste, Protokoll und Internationales Dez. I: Für die Wissenschaftsstadt Darmstadt gehören Weltoffenheit, Vielfalt und Gleichberechtigung unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität oder Herkunft zum festen Selbstverständnis. Dementsprechend setzt sie sich klar für die Rechte und Gleichstellung von LSBTIQ Personen ein.
Auch die Beziehungen zu den Partnerstädten basieren auf diesem Verständnis. Sollten dort Vorkommnisse auftreten, die diesem widersprechen, sucht Darmstadt das Gespräch.
Die Partnerstädte Płock, Szeged und Gyönk liegen in Ländern, die aufgrund der Einschränkung von LSBTIQ Rechten international kritisiert wurden. Städtepartnerschaften bestehen jedoch unabhängig von nationaler Politik und können gerade in solchen Situationen den lokalen Dialog stärken.
So war zum Beispiel Płock keine der Kommunen, die sich 2019 zu LGBT freien Zonen erklärten. Trotz politischer Spannungen fand dort 2019 ein Gleichberechtigungs Marsch statt, der vom Stadtpräsidenten unterstützt wurde zudem beteiligt sich Płock an einer europaweiten Regenbogenflaggen Initiative.
Aus Szeged und Gyönk sind derzeit keine besonderen Vorkommnisse bekannt. In Szeged ist jedoch eine Organisation der Hungarian LGBT Alliance aktiv, die sich vor Ort für die LSBTIQ Community einsetzt.