03.09.: Lesung „Das zweite Zimmer“

Am 3. September ab 19 Uhr findet die Lesung zum Roman “Das zweite Zimmer” im queeren Zentrum Darmstadt statt. Die Lesung ist eine Kooperation mit dem Verlag Friedrich Mauke sowie vielbunt / AG Kultur & Community und findet auf deutsch statt. Weitere Infos zur Autorin und zum Buch:

Magda Kalandadse studierte Journalismus, Kommunikations-, Medien- und Politikwissenschaften in Georgien und Deutschland und arbeitet inzwischen als Übersetzerin und Autorin in Tbilissi/Georgien. Seit mehr als zehn Jahren engagiert sie sich dort für queere und feministische Anliegen in einem Land, dessen Führung die homophobe und illiberale Gesetzgebung der russländischen Diktatur imitiert.

Mit ihrem Debütroman »Das zweite Zimmer« beschreibt sie, was es bedeutet, in einer von Homophobie geprägten Mehrheitsgesellschaft von der »Norm« abzuweichen. Ihre Protagonistin Elene kann die Beziehung zu ihrer Partnerin nur heimlich leben. Das führt jedoch mehr und mehr in die Isolation. Was als selbstgewählter Rückzug in das eigene Zimmer beginnt, wird bald zum Ausgestoßensein. Aufgebrochen wird diese Isolation, als in das zweite Zimmer der Wohnung Lena einzieht, eine junge Frau, die sich offen als queer positionieren will. Doch scheint das ein hoffnungsloser Ansatz zu sein, im Grunde die Vorstufe zu einem Leben, das die gleiche Richtung nehmen wird wie das von Elene. Und doch wird sich Elene nun gezwungen sehen, eine Entscheidung für sich zu treffen. Sie wird die Menschen nicht ändern, die Diktatur der Mehrheit nicht überwinden können. Aber womöglich stößt auch diese Diktatur dort an ihre Grenzen, wo das Menschsein beginnt.
Magda Kalandadses Roman ist ein ruhig erzählter Monolog über diese Selbstbestimmung, über eine zentrale Dimension von Freiheit – die Freiheit, Entscheidungen treffen zu müssen.

Foto von Magda Kalandadse ((C) Magda Kalandadse)