Kategorie: News

  • RÜCKBLICK: Wie steht es um die Versprechen der Darmstädter Parteien?

    Im Jahr 2021 haben wir kurz vor den Kommunalwahlen in Darmstadt vielbunte Forderungen an die Kommunalpolitik gestellt, die auch von den Parteien beantwortet wurden. Doch inwiefern wurden die Versprechungen umgesetzt? Wir stellen sie auf den Prüfstand.

    ZUSAMMENFASSUNG:

    ✅ Erfüllt:

    • Inter* Sensibilisierung in der Kinderbetreuung
    • Unterstützung von LSBT*IQ Geflüchteten

    🟩 Teilweise umgesetzt:

    • Unisex-Toiletten und Unisex Einzelumkleiden

    🟨 Ansatzweise umgesetzt:

    • Hilfeangebote für LSBT*IQ Jugendliche
    • Diskriminierungsfreie Sprache in Verwaltung und Politik
    • Selbstverständnis zur Antidiskriminierung bei Städtepartnerschaften

    ❌ Nicht umgesetzt:

    • Queer-sensible Schulsozialarbeit
    • Barrierefreiheit im Queeren Zentrum

    Details

    Einige unserer Forderungen aus den Wahlprüfsteinen haben es ganz oder teilweise in den Koalitionsvertrag von Grünen, CDU und Volt geschafft. Auch die Umsetzung von Forderungen, die es nicht in den Koalitionsvertrag geschafft haben, haben wir betrachtet. Zuletzt haben wir die Wissenschaftsstadt Darmstadt um ihre eigene Perspektive auf die Umsetzung unserer kommunalpolitischen Forderungen gebeten. Dabei richtete sich unsere Anfrage an den Oberbürgermeister (SPD) und die Dezernent*innen Akdeniz (GRÜNE), Kolmer (GRÜNE), Schellenberg (CDU), Klötzner (VOLT) und Wandrey (CDU).

    Hinweis: Nach der Kommunalwahl im Jahr 2021 haben VOLT, CDU und GRÜNE in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung eine Koalition gebildet. Außerdem gab es 2023 einen Wechsel von einem GRÜNEN- zu einem SPD-Oberbürgermeister.

    🟩 Unisex-Toiletten + Unisex-(Einzel-)Umkleiden

    Da das Bundesverfassungsgericht entschieden hat, dass eine binäre Personenstandsregelung nicht der tatsächlichen Realität entspricht, und somit den Weg für einen dritten Geschlechtseintrag geebnet hat, forderten wir, dass in städtischen Gebäuden wie zum Beispiel Schulen, Bürgerhäusern und Sportstätten Alternativen zu binären Toiletten und Umkleideräumen eingerichtet werden.

    Rückmeldung von 2021

    GRÜNECDUVOLTSPD
    🟢😃🟡🤨🟢😃🟢😃

    Umsetzung bis 2026

    Wir sehen Fortschritte im Angebot von Unisex-Toiletten + Unisex-(Einzel-)Umkleiden. Unser Wunsch liegt allgemein darin, dass diese tatsächlich so neutral wie möglich dargestellt und ausgeschildert werden. Ein gesamtstädtisches Konzept wäre wünschenswert.

    Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt

    Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:

    Antwort IDA Dez. IV: Für eine mögliche Umsetzung durch Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt IDA wird ein entsprechendes gesamtstädtisches Konzept mithilfe eines politischen Beschlusses benötigt.

    Sportamt Dez. I: In den Darmstädter Schwimmbädern gilt, dass der separate Sanitär und Umkleidebereich für Menschen mit Behinderung ausdrücklich auch von Personen genutzt werden kann, die sich in den geschlechtsspezifischen Bereichen nicht wohlfühlen. Das Personal stellt sicher, dass die Nutzung dieser Räume niemandem ohne triftigen Grund verwehrt wird. Gäste, die diese Räumlichkeiten nutzen möchten, werden dabei stets höflich und diskret unterstützt, ohne Nachfragen oder Kommentare.

    🟨 Hilfe für LSBT*IQ Jugendliche

    Wir forderten Hilfe für LSBT*IQ Jugendliche, die von zu Hause aufgrund von Diskriminierung seitens der eigenen Familie dazu gezwungen sind, auszuziehen. Insbesondere forderten wir eine feste Ansprechperson im Jugendamt für LSBT*IQ Jugendliche, die für jene Jugendliche auch eine sichere Unterkunft in Kooperation mit Einrichtungen bzw. Trägern der Erziehungsberatung oder Jugendhilfe bereithält.

    Rückmeldung von 2021

    GRÜNECDUVOLTSPD
    🟢🙂🟢😃🟢🙂🟢😃

    Umsetzung bis 2026

    Die Forderung wurde nicht erfüllt. Es gibt keine feste Ansprechperson im Jugendamt für LSBT*IQ Jugendliche, die für jene Jugendliche auch eine sichere Unterkunft in Kooperation mit Einrichtungen bzw. Trägern der Erziehungsberatung oder Jugendhilfe bereithält. Es wurden auch keine städtischen Wohnangebote für queere Jugendliche gestellt. Lediglich der Träger PaSo gGmbH hat eine Jugend-WG mit drei Wohnplätzen für queere Jugendliche eingerichtet, die aber selbstverständlich sofort gefüllt war.

    Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt

    Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:

    Antwort Jugendamt Dez. II: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bekennt sich zu einer diskriminierungsfreien und wertschätzenden Kinder und Jugendhilfe und unterstützt die Belange von LSBTIQ Jugendlichen ausdrücklich. Zuständig auf gesamtstädtischer Ebene ist die kommunale LSBTIQ koordinierende Person, die Vernetzungs und Sensibilisierungsarbeit leistet und Kontakte zu Beratungsstellen vermittelt. Diese ist im Dezernat I verortet und durch eine Entscheidung des Oberbürgermeisters Benz als Vollzeitstelle installiert.

    Innerhalb der Kinder und Jugendförderung werden Themen geschlechtlicher und sexueller Vielfalt regelmäßig aufgegriffen etwa in Fortbildungen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden oder im Rahmen von Fachtagen zur Demokratiebildung und Minderheitenschutz. Allen Trägern und Fachkräften sind die Beratungsangebote von vielbunt e.V. bekannt, an die bei Bedarf verwiesen oder mit denen kooperiert wird.

    In Fällen, in denen junge Menschen aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung besonderen Schutzbedarf haben, werden individuelle Lösungen gemeinsam mit freien Trägern der Jugendhilfe gesucht. Die Stärkung von Diversität und Schutzkonzepten bleibt ein kontinuierlicher Schwerpunkt des gesamten Jugendamtes. Eine spezifische Unterkunft für LSBTIQ Jugendliche besteht derzeit nicht.

    ❌ Queer-Sensible Schulsozialarbeit

    An Schulen mangelt es an Ansprechpersonen für queere Themen. Wir forderten daher LSBT*IQ-qualifizierte Ansprechpersonen an Schulen. Um der Diskriminierung entgegenzuwirken, forderten wir ebenfalls eine hauptamtliche Stelle für das außerschulische Bildungsprojekt SCHLAU in Südhessen.

    Rückmeldung von 2021

    GRÜNECDUVOLTSPD
    🟢😃🟡🤨🟡🤨🟢😃

    Umsetzung bis 2026

    Träger*innen sind eingebunden und Rahmenkonzepte existieren. Aber es fehlt der Nachweis einer verpflichtenden Zertifizierung/Fortbildung für die Fachkräfte. Die Qualität hängt stark vom individuellen Engagement von Träger*in/Sozialarbeiter*in ab: Um Ansprechpersonen kümmern sich die Schulen meist selbst und meistens gibt es deswegen auch keine. Außerdem wurde die hauptamtliche Stelle für das außerschulische Bildungsprojekt SCHLAU nicht geschaffen. Die Konsequenz ist, dass das Projekt auf wackelnden Beinen steht, weil Ehrenamtliche kaum nachrücken.

    Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt

    Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:

    Antwort Jugendamt Dez. II: Die Schulsozialarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist Teil der Jugendhilfe am Ort Schule und folgt dem Rahmenkonzept Schulsozialarbeit, das Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Schutz vor Diskriminierung als Leitlinien festschreibt. Die Fachkräfte stehen allen Schüler*innen als niedrigschwellige und vertrauliche Ansprechpersonen zur Verfügung auch für queere Jugendliche. Sie begleiten bei Diskriminierungserfahrungen, fördern Akzeptanz und vermitteln bei Bedarf an spezialisierte Beratungsstellen, insbesondere auch an vielbunt e.V.

    Die Benennung spezifisch qualifizierter Ansprechpartner*innen liegt in der Verantwortung der Schulen. Die Schulsozialarbeit kann hier unterstützend wirken, ist aber nicht als spezialisierte Fachstelle konzipiert. Themen wie geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung und Antidiskriminierung werden regelmäßig in Fortbildungen, Qualitätszirkeln und Fachaustauschen behandelt. Auch die Schulsozialberichterstattung berücksichtigt diese Aspekte, um Entwicklungen und Bedarfe sichtbar zu machen.

    Zur Frage der Förderung einer Hauptamtlichkeit bei SCHLAU fand bereits ein Austausch zwischen der Stadt, den Landkreisen Darmstadt Dieburg und Groß Gerau sowie vielbunt e.V. Ende 2023 statt. Angesichts der angespannten Haushaltslage ist eine kommunale Finanzierung einer hauptamtlichen Stelle derzeit nicht möglich. Die bestehende städtische Förderung von vielbunt e.V. bleibt davon unberührt. Die Stadt unterstützt ausdrücklich die Forderung nach einer dauerhaften Landesfinanzierung für diese wertvolle Bildungsarbeit.

    ✅ Inter* Sensibilisierung in der Kinderbetreuung

    Wir forderten Bildungsangebote für Mitarbeitende in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, um den Bedürfnissen von inter* und trans* Kindern gerecht zu werden.

    Rückmeldung von 2021

    GRÜNECDUVOLTSPD
    🟢😃🟡🤨🟢😃🟢😃

    Umsetzung bis 2026

    Wir sehen starke Fortschritte in der fachlichen Auseinandersetzung sowie in der Umsetzung in der Praxis. Wir hoffen, dass diese Fortschritte bestehen bleiben und freuen uns über eine kontinuierliche Reflexion.

    Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt

    Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:

    Antwort Dez. II: Die Anregung zur weiteren Sensibilisierung im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt in Kindertageseinrichtungen begrüßen wir ausdrücklich. Die Themenbereiche Gender Vielfalt und gendersensible Pädagogik sind bereits fester Bestandteil der fachlichen Auseinandersetzung innerhalb der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen und werden kontinuierlich reflektiert und in die pädagogische Praxis integriert.

    Im Rahmen der bisherigen Arbeit wurden insbesondere folgende Inhalte bearbeitet:

    Sensibilisierung und Reflexion im Umgang mit Gendervielfalt und gendersensibler Pädagogik

    Thematisierung verschiedener Familienkonzepte zum Beispiel Homosexualität, Adoption, künstliche Befruchtung in kindgerechter Form

    Förderung der Identitätsentwicklung und gezielter Abbau geschlechtsspezifischer Rollenklischees zum Beispiel geschlechterunabhängige Nutzung von Spiel und Bildungsangeboten

    Sensibilisierung von Familien im Hinblick auf kulturell oder religiös geprägte Geschlechterbilder

    Reflexion des Sprachverhaltens der pädagogischen Fachkräfte im Alltag zum Beispiel Vermeidung geschlechterstereotyper Formulierungen

    Diese Themen werden unter anderem mit zusätzlichen Sprachfachkräften erarbeitet und in die Teams der Kindertageseinrichtungen eingebracht. Die zusätzlichen Sprachfachkräfte unterstützen zudem bei Elterngesprächen sowie bei thematischen Angeboten im Elterncafé. Darüber hinaus werden Spielmaterialien und Bücher regelmäßig im Hinblick auf Vielfalt und Inklusion überprüft und angepasst.

    ✅ LSBT*IQ Flüchtlinge

    Wir forderten eine adäquate Unterbringung für LSBT*IQ Flüchtlinge und eine umfassende Sensibilisierung für alle städtischen Angestellten im Arbeitsbereich Asyl- und Ausländerwesen. Gerade im Sozialamt brauchte vielbunt eine Ansprechperson, um Anliegen queerer Flüchtlinge gemeinsam bearbeiten zu können.

    Rückmeldung von 2021

    GRÜNECDUVOLTSPD
    🟢😃🟢😃🟡😐🟡😐

    Umsetzung bis 2026

    In einer aktuellen Ausschreibung für die Gemeinschaftsunterkunft Villa Tann finden sich die folgenden Anforderungen: 

    „Die Wissenschaftsstadt sucht einen Sozialdienst für die beratende Begleitung der im Erstwohnhaus „Villa Tann“ untergebrachten Menschen. Die Unterkunft „Villa Tann“ zeichnet sich dadurch aus, dass dort überwiegend Personen untergebracht werden, die der Gruppe der sogenannten Rainbow-Refugees angehören oder von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) betroffen sind. (…)

    Demnach sucht die Wissenschaftsstadt Darmstadt einen Sozialdienstleister, der (…) über Expertise in der Beratung von Rainbow-Refugees sowie von FGM betroffenen Personen verfügt. „

    Eine ganztägige Veranstaltung „Sensibilisierung und Best Practice über die Bedarfe der vulnerablen Gruppe der LSBTIQ+-Geflüchteten für kommunale Strukturen“ der Koordinationsstelle LSBTIQ der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat am 17.05.2024 stattgefunden.

    Ein entsprechender Ansprechpartner für die Anliegen queerer Flüchtlinge ist benannt und für vielbunt erreichbar.

    Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt

    Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:

    Antwort Dez. II: Das Thema Rainbow Refugees ist in der täglichen Arbeit der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose im Amt für Soziales und Prävention deutlich präsent. Es ist in den Arbeitsalltag eingeflochten und findet regelmäßig in Netzwerktreffen, Jour fixe, einzelfallbezogenen Gesprächen und weiteren täglichen Abläufen Beachtung. Nicht zuletzt durch vermehrte Zuweisungen von Geflüchteten mit einem entsprechend ausgewiesenen Unterstützungsbedarf haben wir das Thema Unterbringung von LSBTIQ Personen in den letzten Jahren verstärkt in den Blick genommen.

    Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bringt geflüchtete Rainbow Refugees mit besonderen Schutzbedürfnissen in eine kleinere Unterkunft für geflüchtete Menschen unter, in der die Bedürfnisse queerer Menschen insbesondere auf diskriminierungsfreie Unterbringung adäquat erfüllt werden können. Der in der Unterkunft tätige Sozialdienst verfügt über Kenntnisse und mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit Rainbow Refugees. Die Einrichtung einer speziellen Unterkunft ausschließlich für queere Geflüchtete, wie es sie beispielsweise in größeren Großstädten wie Berlin, Köln oder Frankfurt gibt, ist für eine mittlere Großstadt wie Darmstadt nicht bedarfsgerecht abbildbar. Mit der aktuellen Vorgehensweise der Unterbringung in einer Unterkunft, deren räumliche Ausgestaltung die Schutzbedürfnisse queerer Geflüchteter berücksichtigt, wurden bisher gute Erfahrungen gemacht.

    Im Jahr 2022 wurde nach einem Austausch mit den stadtinternen Verantwortlichen durch das Sozialdezernat ein Projekt zum Thema Schutz vor Gewalt für LSBTIQ Personen in städtischen Asyl und Obdachlosenunterkünften initiiert, mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen zur Orientierung, Unterstützung, Schutz und zur Integration von LSBTIQ Personen zu erarbeiten. Diese sollen auch in die Weiterentwicklung des bereits seit Jahren bestehenden Gewaltschutzkonzeptes implementiert werden. Der Projektzeitraum 2023 2025 ist abgeschlossen und die Ergebnisse werden aktuell vorgestellt.

    Alle Mitarbeitenden in den Unterkünften sind zum Thema individuelle Bedarfe von Rainbow Refugees sensibilisiert. In regelmäßig stattfindenden Austauschen Trägertreffen zwischen Bürgermeisterin Barbara Akdeniz und den Geschäftsführenden der zur beratenden Begleitung in den Geflüchteten Unterkünften beauftragten Sozialdiensten und dem Amt für Soziales und Prävention wird das Thema Rainbow Refugees übergeordnet platziert. Darüber hinaus werden im stetigen Austausch auf Arbeitsebene zwischen der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose und den Teamleitungen der Unterkünfte Bedarfe für Einzelfälle abgestimmt, sodass seitens der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose lösungsorientierte Schritte zeitnah unter Einbeziehung aller am Prozess Beteiligten umgesetzt werden können. Als verantwortliche Ansprechperson im Amt für Soziales und Prävention ist für die Fragestellungen der Unterbringung von queeren Geflüchteten der Abteilungsleiter der Abteilung Unterbringungsmanagement und Soziale Hilfen für Geflüchtete und Wohnungslose seit vielen Jahren mit dem Verein vielbunt e.V. im Kontakt.

    ❌ Barrierefreiheit im Queeren Zentrum

    Wir forderten eine erweiterte Barrierefreiheit für das Queere Zentrum, mindestens durch einen rollstuhlgerechten Zugang und eine rollstuhlgerechte Toilette, ebenfalls aber durch das Hinzufügen eines taktilen Leitsystems, induktiven Höranlagen und sonstigen Einrichtungen.

    Rückmeldung von 2021

    GRÜNECDUVOLTSPD
    🟢😃🟢😃🟢😃🟢😃

    Umsetzung bis 2026

    Zum 23. Januar 2026 wurde diese Forderung in keinem Punkt umgesezt. Es gab keine Umbauten und sämtliche Forderungen werden aufgrund des Denkmalschutzes immer wieder abgewiesen.

    Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt

    Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:

    Antwort IDA Dez. IV: Maßnahmen zur Barrierefreiheit sind im Rahmen eines Gesamtsanierungskonzepts umzusetzen, in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Dies muss entsprechend der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für Sanierungsmaßnahmen priorisiert werden.

    🟨 Diskriminierungsfreie Sprache

    Wir forderten, dass die Stadt grundsätzlich eine diskriminierungsfreie Sprache anwendet, die Menschen aller Geschlechter einen Zugang schafft und anspricht.

    Rückmeldung von 2021

    GRÜNECDUVOLTSPD
    🟢😃🔴☹️🟢😃🟢😃

    Umsetzung bis 2026

    Wir haben die Pressemitteilungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt seit 2021 sowie die im Netz verfügbaren Formulare analysiert. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass nicht-binäre Menschen in der Regel im Rahmen von Pressemitteilungen nicht angesprochen werden. In der absoluten Mehrzahl der Fälle findet eine binäre Nennung des weiblichen und männlichen Geschlecht statt (z.B. “Bürgerinnen und Bürger”).

    Wir nehmen allerdings auch wahr, dass vermehrt Neutralisierungen verwendet werden (z.B. “Interessierte”, “Pflegeeltern” oder “Lehrkräfte”). Dass damit nicht-binäre Menschen mitgemeint und inkludiert werden, loben wir ausdrücklich. 

    Wir haben die Vermutung, dass eine aktive Sichtbarmachung der Geschlechtervielfalt (bspw. durch “Gender-Sternchen”) aufgrund eines Verbots der hessischen Landesregierung aus CDU und SPD nicht stattfindet.

    Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt

    Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:

    Antwort Amt für Kommunikation Dez. I: Die Rundverfügung wird aktuell überarbeitet. Bis dahin gilt im amtlichen Schriftverkehr die Orientierung an den derzeit gültigen Regeln der deutschen Rechtschreibung. Genderzeichen sind darin bislang nicht verbindlich verankert, weshalb wir sie vorerst nicht nutzen. Uns ist dabei wichtig zu betonen, dass dies keine inhaltliche Positionierung gegen Vielfalt oder Sichtbarkeit ausdrückt.

    🟨 Selbstverständnis zur Antidiskriminierung bei Städtepartnerschaften

    Wir forderten die Formulierung eines Selbstverständnisses für den Umgang mit Fällen von politischer Diskriminierung von queeren Menschen auf lokaler Ebene in Partnerstädten und eine Zusammenarbeit mit diesen für eine diskriminierungsfreie Lebenssituation von queeren Menschen.

    Rückmeldung von 2021

    GRÜNECDUVOLTSPD
    🟢😃🔴😕🟢😃🟢😃

    Umsetzung bis 2026

    Ein konkreter Fall war der Umgang mit der polnischen Partnerstadt Płock in Zeiten der sogenannten „LGBT-Ideologie-freien Zonen“ in Polen. Darmstadt scheint sich in solchen Fällen eher auf Netzwerke, Gespräche und allgemeine Bekundungen zu berufen statt auf vertragliche Absicherungen. In diesem konkreten Fall hat das geklappt: Płock lehnte entsprechende diskriminierende Resolutionen ab. Ungelöst bleibt weiterhin die strukturelle Forderung nach einer Antidiskriminierungsklausel in Städtepartnerschaftsverträgen.

    Statement der Wissenschaftsstadt Darmstadt

    Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sagt dazu:

    Antwort Amt für Gremiendienste, Protokoll und Internationales Dez. I: Für die Wissenschaftsstadt Darmstadt gehören Weltoffenheit, Vielfalt und Gleichberechtigung unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität oder Herkunft zum festen Selbstverständnis. Dementsprechend setzt sie sich klar für die Rechte und Gleichstellung von LSBTIQ Personen ein.

    Auch die Beziehungen zu den Partnerstädten basieren auf diesem Verständnis. Sollten dort Vorkommnisse auftreten, die diesem widersprechen, sucht Darmstadt das Gespräch.

    Die Partnerstädte Płock, Szeged und Gyönk liegen in Ländern, die aufgrund der Einschränkung von LSBTIQ Rechten international kritisiert wurden. Städtepartnerschaften bestehen jedoch unabhängig von nationaler Politik und können gerade in solchen Situationen den lokalen Dialog stärken.

    So war zum Beispiel Płock keine der Kommunen, die sich 2019 zu LGBT freien Zonen erklärten. Trotz politischer Spannungen fand dort 2019 ein Gleichberechtigungs Marsch statt, der vom Stadtpräsidenten unterstützt wurde zudem beteiligt sich Płock an einer europaweiten Regenbogenflaggen Initiative.

    Aus Szeged und Gyönk sind derzeit keine besonderen Vorkommnisse bekannt. In Szeged ist jedoch eine Organisation der Hungarian LGBT Alliance aktiv, die sich vor Ort für die LSBTIQ Community einsetzt.

  • 01.02.: Young and Proud – Waffeln on Ice

    🧊 Wir führen euch aufs Glatteis! 🧊

    Zusammen gehen wir Schlittschuhlaufen! ⛸️🪩
    Danach gibts Waffeln im Queeren Zentrum 🧇

    🌈 Young and Proud sind die Events der vielbunt Jugend! 🌈

    👥 Für wen ist die Veranstaltung geeignet?
    Unsere Veranstaltungen sind für alle Queers & Allies unter 27 Jahren.. Wenn du also Lust hast, neue Leute kennenzulernen und in lockerer Atmosphäre einen schönen Tag zu verbringen, bist du bei uns genau richtig!

    📅 Wann? Sonntag, 1. Februar, 14 Uhr
    📍 Wo? Wir treffen uns vor der Eissporthalle Darmstadt
    💲 Kosten? Wir übernehmen den Eintritt

    Unter 18 Jahre?
    Kein Problem! Wir brauchen nur die ausgefüllte Teilnahme-Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten.
    Dieses Dokument bitte ausgefüllt mitbringen: vielbunt.org/jugend/teilnahmeerlaubnis

    Mehr über unsere Jugendgruppe erfährst du hier: vielbunt.org/jugend

    Fediverse-Reaktionen
  • Stellenausschreibung: Regionale Netzwerkstelle

    Der Verein vielbunt e.V. – queere community darmstadt sucht ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt:


    eine*n LSBT*IQ-Netzwerkkoordinator*in


    in der Region Südhessen.

    vielbunt e.V. ist seit Anfang 2019 Träger des LSBT*IQ Netzwerkes Südhessen. Darüber hinaus bietet der Verein ein großes ehrenamtlich getragenes Angebot sowie seit 2017 das Queere Zentrum in Darmstadt. In diesem findet die hauptamtlich organisierte offene Jugendarbeit, Sitzungen der unterschiedlichen  Arbeitsgruppen und verschiedene Veranstaltungen statt. Die Büroräume werden gleichermaßen vom Haupt- und Ehrenamt genutzt. Die Angebote des Vereins umfassen unter anderem kulturelle und politische Veranstaltungen, Aufklärung, den Christopher Street Day, Geflüchtetenarbeit und queeren Sport. Außerdem bieten wir Gruppenangebote für queere Jugendliche, trans* Menschen und Familien mit trans* Kindern an. Mit dem Queeren Zentrum hat vielbunt eine wichtige Anlaufstelle in der Region geschaffen und will sämtliche Träger und Angebote mit LSBT*IQ-Thematik in Südhessen miteinander vernetzen und unterstützen. 


    Das bieten wir:

    • Arbeit an den verschiedenen Themen der queeren Community
    • Mitarbeit am Auf- und Ausbau eines regionalen und landesweiten Netzwerks der LSBT*IQ-Community
    • Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Vorstand und verschiedenen Gremien
    • Arbeit in einem lebendigen und innovativen Verein
    • Vernetzung mit Fachstellen und Fachleuten
    • Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung
    • Die Möglichkeit zum Mobile Office in Absprache

    Das erwarten wir:

    • Abgeschlossenes Studium einer Sozial- oder Geisteswissenschaft oder vergleichbarer Disziplin (min. Bachelor)
    • Interesse an und Erfahrung mit der Zusammenarbeit mit queeren Menschen
    • Kompetenzen und Erfahrungen in Networking, Öffentlichkeitsarbeit, Konzeptentwicklung
    • Kompetenzen in Förder- und Berichtswesen
    • Kenntnis der queeren Communities und ihrer Themen
    • Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten (Abend- und Wochenendtermine)
    • Selbständigkeit, Engagement und Organisationsfähigkeit
    • Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Erfahrungen mit Projektarbeit

    Ihre Aufgaben:

    • Fortführung und Weiterentwicklung eines Runden Tischs in der Region mit dem Ziel eine Netzwerkstruktur für LSBT*IQ in Südhessen weiter aufzubauen
    • Erhebung von Bedarfen und Angeboten in der Region Südhessen (Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg, Odenwaldkreis, Bergstraße, kreisfreie Stadt Darmstadt)
    • Unterstützung vorhandener Angebote, Schließung von Lücken in der Versorgung
    • Durchführung von Fachveranstaltungen zur Vernetzung und Sensibilisierung
    • Sensibilisierung und Antidiskriminierung in Strukturen der Mehrheitsgesellschaft 
    • Initiation von Kooperationen verschiedener Akteur*innen, Gewinnung neuer Kooperationspartner*innen
    • Öffentlichkeitsarbeit (Social Media, Administration und Bekanntmachen der Homepage www.lsbtiq-hessen.de, Konzeption und Beauftragung Give Aways, Beauftragung und Erstellung von Handreichungen)
    • Unterstützung und Beratung für Förderanträge
    • Vernetzung mit den anderen Netzwerkstellen Hessens
    • Erstellung von Anträgen und Sachberichten


    Die Stelle hat einen Umfang von 85% und wird in Anlehnung an TV-H 11 vergütet.

    Bewerbungen bis zum 31.12.2025 unter vielbunt.org/bewerbung oder per Mail an den Vereinsvorstand: bewerbung@vielbunt.org

    Fediverse-Reaktionen
  • AIDS-Gala 2025 – Die Bilder

    Am 29. November 2025 hatten wir Glanz, Glamour und gute Sache: vielbunt e.V. hat gemeinsam mit der Aidshilfe Darmstadt e.V. zur „AIDS-Gala mit Safersex-Appeal“ ins Queere Zentrum Darmstadt eingeladen. Mit dabei sind waren folgende Gäste: Kitty Bambule, Koko von der Line, Igitte von Bingen, die Gaga Ladies, Sugabébés, Galaxy Diamond, Hoeratio Belvedere, Emm und Leni. Danke an die Künstler*innen, Besucher*innen und Spender*innen! Hier geht es zu den Bildern des Abends von Falk Fleischer:

    Fediverse-Reaktionen
  • Wir haben 15 Jahre vielbunt gefeiert!

    vielbunt hat am 28. November sein 15-jähriges Bestehen gefeiert. 15 Jahre nach der Gründung kamen ehemalige und aktuelle Ehrenamtliche, Unterstützende und zahlreiche Mitglieder zusammen. Das Jubiläum wurde in diesem Jahr mit dem Dankesfest für die Helfenden des Christopher Street Day kombiniert.

    Durch den Abend führte Vorstandsmitglied Christian März. Als Grußrednerin war die Bürgermeisterin und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz zu Gast. Einen warmen und auch humorvollen Rückblick boten anschließend Simone Koch und Jan Rothermel, die beide den Verein mitgründeten und zum Anfang im Vorstand aktiv waren. Zum Abschluss sprach Jan Bambach, der aktuelle erste Vorsitzende von vielbunt.

    vielbunt dankt allen Aktiven, Mitwirkenden und Unterstützenden, die den Verein, den CSD und die Angebote des Queeren Zentrums möglich machen.

    Fediverse-Reaktionen
  • 27.02.: Fachtag “Doing Gender – Undoing Norms”

    Der Fachtag „Doing Gender – Undoing Norms“ im Queeren Zentrum Darmstadt am 27.02.26 von 9-16 Uhr lädt Fachkräfte, Engagierte und Interessierte ein, gemeinsam über Geschlechterrollen, Normativitäten und Gender-Perspektiven ins Gespräch zu kommen. Wie prägen Geschlechterrollen unseren Alltag und wie können wir sie hinterfragen, verändern und aufbrechen?

    In sechs spannenden Workshops setzen sich Expert*innen mit Themen rund um Geschlecht, Diskriminierung und Empowerment auseinander – von sexistischen Narrativen in sozialen Medien über Männlichkeitsideale und ihre Auswirkungen bis hin zu FLINTA* Räumen und zur TIN* Gesundheitsversorgung.

    Workshops:

    – Jenseits von Alpha – Sexistische & antifeministische Narrative auf Social Media und was wir dagegen tun können
    (mit Marie Möller – pro familia Darmstadt)

    – Männlichkeit intersektional denken – Haltung zeigen in diskriminierungssensibler Praxis
    (mit Zafer Cin – freiberuflicher Bildungsreferent)

    – FLINTA-Räume gestalten: Warum und wie?*
    (mit Miro Tutzer und Ly Ernst – QuB und QuT von LIBS e. V.)

    – Sexualisierte Gewalt gegen Jungen & Männer – Männlichkeitsideale als Barriere für Hilfe*
    (mit Lucas Jung – halte.punkt – pro familia Darmstadt)

    – Aktuelle TIN-Gesundheitsversorgung*
    (mit Petra Weitzel – dgti e. V.)

    – Die unheimliche Macht ungesunder männlicher Rollenzuschreibungen und wie wir sie durchbrechen können
    (mit Boris van Heesen – Flexible Jugendhilfe Darmstadt e. V.)

    Anmeldung und weitere infos zu den genauen Workshopinhalten: eveeno.com/320013482

    Gefördert durch dgti e. V., Programm “Vielfalt schätzen” vom hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales sowie dem Bunten Büro der Regionalen Diakonie Bergstraße. Organisiert wird der Fachtag vom Bunten Büro und der pro familia Darmstadt. vielbunt e. V. unterstützt den Fachtag organisatorisch.

  • Pressemitteilung: 15 Jahre vielbunt – Darmstadt feiert das Jubiläum seiner queeren Community und bedankt sich bei den Helfenden des CSD

    vielbunt – Queere Community Darmstadt e. V. hat am 28. November sein 15-jähriges Bestehen gefeiert. 15 Jahre nach der Gründung kamen ehemalige und aktuelle Ehrenamtliche, Unterstützende und zahlreiche Mitglieder zusammen. Das Jubiläum wurde in diesem Jahr mit dem Dankesfest für die Helfenden des Christopher Street Day kombiniert. Der CSD Darmstadt brachte nach Angaben der Polizei 2025 rund 7.000 Menschen auf die Straße.

    Durch den Abend führte Vorstandsmitglied Christian März. Als Grußrednerin war die Bürgermeisterin und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz zu Gast. In ihrer Ansprache würdigte sie die Entwicklung des Vereins und blickte besonders auf die Jahre rund um die Eröffnung des Queeren Jugendzentrums zurück. Sie hob hervor, wie dieser Ort Jugendlichen und jungen Erwachsenen geholfen habe, einen sicheren Raum, Unterstützung und Orientierung zu finden: „Ich bin sehr froh, dass es in Darmstadt seit 15 Jahren einen so engagierten Verein wie vielbunt gibt. Mit dem queeren Zentrum haben wir gemeinsam einen Beratungs- und Begegnungsort geschaffen, der für die queere Community zu einem wichtigen Treffpunkt der Solidarität und Gemeinschaft geworden ist. Wichtig ist darüber hinaus, dass vielbunt e.V. immer wieder die Rechte der LSBT*IQ-Community einfordert und sich damit politisch positioniert. Ich danke allen Beteiligten für ihren kontinuierlichen Beitrag für die Stärkung unserer vielfältigen Stadtgesellschaft.“

    Einen warmen und auch humorvollen Rückblick boten anschließend Simone Koch und Jan Rothermel, die beide den Verein mitgründeten und zum Anfang im Vorstand aktiv waren. Sie erinnerten daran, wie vielbunt vor 15 Jahren begann: „Das war eine Zeit, in der ich – wie irgendwie alle im Verein – vieles zum ersten Mal gemacht habe. Vieles wussten wir einfach noch nicht. Doch wir hatten Mut.“ Gleichzeitig hoben sie hervor, wie aus einer kleinen Initiative ein Verein mit sichtbarer Wirkung weit über Darmstadt hinaus geworden ist. Ihr Appell lautete dabei auch: „Wir verändern die Welt nicht, wenn wir uns nur in den sicheren Räumen begegnen. Sondern wenn wir rausgehen, sichtbar bleiben, uns einmischen, diskutieren – und aushalten.“

    Zum Abschluss sprach Jan Bambach, der aktuelle erste Vorsitzende von vielbunt. Er ging auf den diesjährigen CSD ein und verband dies mit einem Appell an den Zusammenhalt. „Bei all den Herausforderungen ist es wichtig zu sehen, wie viele Menschen Herzblut und Zeit investieren, damit es queeren Menschen besser geht“, sagte er. Mit Blick auf politische Spaltungsversuche betonte er: „Sucht euch Verbündete, findet sie und behaltet sie. Zusammenhalt bleibt unser wichtigstes Werkzeug.“

    vielbunt dankt allen Aktiven, Mitwirkenden und Unterstützenden, die den Verein, den CSD und die Angebote des Queeren Zentrums möglich machen.

    Fediverse-Reaktionen
  • 10.11.: 176. Treffbunt: 3klang

    Am 10.11.25 findet der nächste Treffbunt ab 19 Uhr im 3klang statt. Bis dahin – cheers queers! Adresse: 3klang, Riegerpl. 3, 64289 Darmstadt

    Wir freuen uns auf euch in unserem Wohnzimmer im Martinsviertel!

    Der Treffbunt ist ein Stammtisch für alle queeren Menschen in Darmstadt und Umgebung. Ob vielbunt-Mitglieder oder Interessierte, ganz egal. In der Regel findet er jeden 2. Montag im Monat statt. Das Besondere: Eine Stammkneipe gibt es nicht. Die nächste Location wird jedes Mal ausgelost. Also entdecke mit uns Darmstadt, lerne neue Leute kennen und verbringe einen schönen Abend!

    Wenn du neu dabei bist, Fragen hast oder einfach ein bisschen Hilfe beim Kennenlernen brauchst, melde dich bei uns unter kulturundcommunity@vielbunt.org oder einfach direkt beim Treffbunt.

  • 14.11.: Queerbar Special: 15 Jahre vielbunt

    ++++ Queerbar Special: 15 Jahre vielbunt am 14. November 2025‼️ EINTRITT AB 18 JAHREN ‼️ ++++

    Am 14. November feiern wir 15 Jahre vielbunt auf der Queerbar! Wir bieten euch ein rauschendes Fest mit einer Dragshow, einem bezaubernden Barteam, das flaschenweise die Brause verteilt. Bei uns sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in der Überzahl und der Gaydar muss nicht auf die sensibelste Frequenz gestellt werden. 😉 Wir haben die besten DJs, um euch die ganze Nacht auf den Beinen zu halten. Es wird wie ein nicht enden wollender Traum. Kommt vorbei!

  • 09.11.: Glücksworkshop: Praktische Übungen mit einer Glückslehrerin

    Am 9. November 2025 ab 14 Uhr laden wir euch wieder herzlich zu einem Glücksworkshop ins Queere Zentrum Darmstadt ein! Wahrscheinlich geht der Workshop bis 19 Uhr inkl. Pausen und wer möchte, kann sich an der Pizza-Bestellung beteiligen.

    Anmeldungen bitte an kulturundcommunity@vielbunt.org schicken.

    Beim Workshop Glück beschäftigen wir uns mit unserem Inneren – wer wir sind und was wir wollen. Wir suchen Antworten auf die Fragen, was uns wichtig ist und antreibt, was unsere Wünsche für jetzt uns später sind und was gerade in unserem Leben zu kurz kommt. Hierbei reflektieren wir anhand praktischer Übungen uns Innenleben und kommen uns so ein Stück näher.

    Der Workshop wird geleitet von einer vom Fritz Schubert Institut für Persönlichkeitsentwicklung ausgebildeten Glückslehrerin und ist für alle Altersklassen geeignet.

  • 30.10.: Young and Proud: Halloween & Karaoke Night

    Am Donnerstag, 30. Oktober, wird’s gruselig lecker bei der vielbunt Jugend!

    Wir starten ab 19 Uhr mit gemeinschaftlichem Halloween-Snacks basteln – von süß bis schaurig. Ab 21 Uhr geht’s dann los mit dem Karaokeabend im Queeren Zentrum.

    Ob Power-Ballade, 90s-Hit oder Guilty Pleasure – schnapp dir das Mikro und sing drauf los! Egal, ob du eine Rampensau bist oder dich erst mal nur als Background-Sänger*in ausprobieren willst – hier geht es nicht um Perfektion, sondern um Spaß und gute Vibes! Schnapp dir das Mikro solo oder performe mit Freund*innen.
    Einfach zuhören und mitfiebern geht natürlich auch!

    Ob in Verkleidung oder einfach so – komm vorbei, sing mit, snack mit, hab Spaß!
    Wie immer ist die Teilnahme kostenlos.

    🌈 Young and Proud sind die Ausflüge und Events der vielbunt Jugend! 🌈
    Du bist U27 und queer/ally? Dann komm vorbei, lern neue Leute kennen und hab eine gute Zeit!

    📍 Wo? Queeres Zentrum Darmstadt
    📅 Wann? 30.10., ab 19 Uhr

  • 23.10. – 05.11.: 29. QUEER Filmfest Weiterstadt

    Am kommenden Donnerstag beginnt das inzwischen 29. QUEER Filmfest Weiterstadt.
    Die Veranstalter eröffnen das Festival um 19:30 im kommunalen Kino Weitertstadt mit den beiden Travestie-Künstlerinnen Koko von der Line und Lady Amanda Kayne. Einlass ist um 19:00.
    Anschließend wird der diesjährige Eröffnungsfilm KAKTUSFRÜCHTE gezeigt, ein berührendes Familiendrama von Regisseur Rohan Kanawade.
    Das Gesamtprogramm findet man wie gehabt auf der Filmfest-Website unter https://www.queer-weiterstadt.de/wp/programm/

    Das QUEER-Team lädt alle Film-Interessierten recht herzlich ein und freut sich schon auf zwei bunte Kinowochen voller Emotionen!

  • UPDATE zur Aufweichung des Selbstbestimmungsgesetzes für trans, inter und nicht-binäre Menschen

    Unser Protest wirkt! Die Verordnung wurde vorerst von der Tagesordnung genommen und wird somit erstmal nicht zur Realität werden.

    Doch die Grundidee der Verordnung sowie die inkorrekten Argumentationen dazu stehen immer noch im Raum. Wir rufen deshalb weiterhin zur Solidarität, zum Protest und zum Gespräch auf. Wir lehnen Kulturkämpfe auf dem Rücken von queeren Menschen, gerade kurz nach der CSD-Saison, entschieden ab.

    Mehr Infos: vielbunt.org/sonderregister

  • Offener Brief zur Unterstützung der Aufweichung des Selbstbestimmungsgesetzes für trans, inter und nicht-binäre Menschen durch die CDU Hessen und SPD Hessen

    Das Bundesinnenministerium plant, durch eine Änderungsverordnung im Melderecht das Selbstbestimmungsgesetz aufzuweichen. Frühere Vornamen sollen nun mit den Meldedaten erfasst werden und auch automatisch an Behörden übermittelt werden. Diese automatische Weitergabe erfolgt ohne Zustimmung der betroffenen Person. Faktisch würde diese “Besonderheitskennzeichnung” einem Zwangs-Outing gleich kommen und der Idee des Selbstbestimmungsgesetzes widersprechen. Insbesondere, weil es in begründeten Fällen laut § 13 SBGG bereits die Möglichkeit einer Offenlegung gibt, ist das aus unserer Sicht ein gefährlicher Einschnitt, Automatismen für solche Zwangs-Outings einzuführen.

    Aus dem Protokoll der 45. Sitzung des Hessischen Landtages vom 9. September 2025 entnehmen wir, dass sich die Hessische Landesregierung bereits in Teilen mit dieser Frage beschäftigt hat und auch Prof. Dr. Roman Poseck (CDU Hessen), Minister des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz, eine Position dazu hat. Diese hat uns aus mehreren Gründen in Wortwahl und Inhalt schockiert.

    Wir bitten in unserem offenen Brief die CDU Hessen um eine Stellungnahme zu den von ihnen hervorgebrachten Positionen und wie diese zu Ihren bisherigen Signalen der Unterstützung der queeren Community passen.

    Wir bitten die CDU Hessen und SPD Hessen zuletzt dringend darum, dieses Vorhaben in der morgigen Sitzung des Bundesrates (entsprechend der Empfehlung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) abzulehnen.

    Der offene Brief ist im vollständigen Wortlaut hier abrufbar: