Der Film „Der verlorene Sohn“ erzählt die Geschichte
des 19-jährigen
Jared (Lucas Hedges), der in
einem Baptistenprediger-Haushalt in den amerikanischen Südstaaten aufwächst.
Als sein streng gläubiger Vater (Russell
Crowe) von der Homosexualität seines Sohnes erfährt, drängt er ihn zur
Teilnahme an einer fragwürdigen Konversionstherapie. Vor die Wahl gestellt,
entweder seine Identität oder seine Familie und seinen Glauben zu riskieren,
lässt er sich notgedrungen auf die absurde Behandlung ein. Seine Mutter (Nicole Kidman) begleitet Jared zu der
abgeschotteten Einrichtung, deren selbst ernannter Therapeut Viktor Sykes (Joel Edgerton) ein entwürdigendes und
unmenschliches Umerziehungsprogramm leitet. Der Film basiert auf den
ergreifenden Erinnerungen von Garrard Conley, dessen autobiographischer Roman
die Vorlage für den Film liefert.
Konversionstherapien
werden aktuell noch immer angewendet, mit dem Ziel, Homosexualität zu „heilen“.
Homosexualität ist allerdings keine Krankheit, sondern eine sexuelle Orientierung
wie jede andere auch. Demensprechend ist damit nicht anders umzugehen als mit
Heterosexualität umgegangen wird. Die so genannten Konversionstherapien fügen
ihren Opfern immense psychische Schäden zu, weshalb immer wieder über
entsprechende Verbote diskutiert wird. In vielen Ländern sind solche Maßnahmen
allerdings nach wie vor legal.
Das gesellschaftliche Klima, in dem es Menschen schwerfällt, offen über die eigene sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität zu sprechen, besteht weiterhin. Die fixe Idee, dass Homosexualität heilbar sein könnte, ist leider noch immer nicht ausgelöscht. Insbesondere Jugendliche und junge Menschen sind häufig einem besonderen Druck im Vorfeld eines Coming Outs ausgesetzt, da sie in einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis zu ihren Eltern stehen und die Angst vor Ablehnung daher umso größer ist. Um daran etwas zu ändern, leisten wir bei vielbunt täglich Aufklärungs- und Präventionsarbeit und bieten Menschen einen Raum, um sich zu vernetzen und über gemeinsame Erfahrungen auszutauschen.
Den
Filmstart von „Der verlorene Sohn“ am 21. Februar möchten wir daher zum Anlass
nehmen, positive und empowernde Beispiele für den Umgang mit sexueller und
geschlechtlicher Vielfalt in unserer Gesellschaft zu sammeln und auf diese
Weise eine positive Botschaft vermitteln. Der Kreativität sind dabei keine
Grenzen gesetzt, egal ob spoken word
Text, Prosa, Gedicht, Comic oder sonstiges.
Wenn Du zwischen 14 und 27 Jahren alt bist, kannst Du Deinen Text (nicht länger als max. 5 Seiten, Zeilenabstand 1,5 Zeilen) bis zum 21.02. per Mail an oliver.delto@vielbunt.org schicken. Eine Jury von vielbunt und der Buchhandlung Lesezeichen wählt aus allen Texten die Gewinner_innen aus. Sie werden bis zum 28.02. benachrichtigt und erklären sich mit ihrer Einsendung bereit, ihre Texte ggf. im Rahmen einer Lesung auch öffentlich zu präsentieren und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.
Als erster Preis winken ein Buch zum Film, zwei bundesweit einlösbaren Freikarten für „Der verlorene Sohn“ sowie ein Filmplakat. Der zweite Preis besteht aus einem Buch und zwei Freikarten. Für den dritten Preis spendiert die Buchhandlung Lesezeichen einen Gutschein.
Wir wünschen allen Teilnehmer_innen viel Erfolg!