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Better together! – Integration in der Küche

+++ English Information Below +++

Bereits im letzten Jahr haben wir ein gemeinsames Kochprojekt von Darmstädter_innen und queeren Flüchtlingen aus Darmstadt durchgeführt!

Sehr gerne möchten wir das Projekt in diesem Jahr fortsetzen, allerdings sind wir dafür auf die Unterstützung freiwilliger Helfer_innen angewiesen. Geplant sind insgesamt vier Termine zwischen Juli und Dezember, jeweils samstagabends. Wir wollen uns von 18-21 Uhr zum gemeinsamen Kochen treffen, der Einkauf sowie die Rezeptauswahl soll von den Kochteams im Vorfeld zusammen organisiert werden. Im Mittelpunkt des Projekts steht das gemeinsame Kochen als Erlebnis , und dabei kommt ihr ins Spiel: Die Abende sollen von einer Gruppe aus Darmstädter_innen und Flüchtlingen mit Unterstützung des Jugendbildungsreferenten von vielbunt gemeinsam geplant und durchgeführt werden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt; ob ein bisschen über den Tellerrand hinauskochen oder gleich eine kulinarische Weltreise zaubern, die Rezeptauswahl bleibt euch überlassen. Interessierte Gäste melden sich bei vielbunt an, so dass die Mengen für den Einkauf gut abgeschätzt werden können. Better together

In diesem Jahr möchten wir die Termine bereits frühzeitig festlegen, um besser planen und die Werbetrommel rühren zu können. Finanziell werden wir dabei wieder vom Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration unterstützt. Es fehlen uns allerdings noch Helfer_innen für die Umsetzung der einzelnen Termine. Wir möchten die Abende gerne in Absprache mit euch gemeinsam koordinieren. Wenn ihr euch also vorstellen könnt, einen der Termine gemeinsam mit anderen engagierten Menschen zu organisieren, tragt euch bis zum 13. Juni ein. Wir werden die Teams dann zusammenstellen und zeitnah über das Zustandekommen der Termine informieren. Weitere Informationen und Rückfragen können gerne direkt an oliver.delto@vielbunt.org (06151/9715632) gerichtet werden.

Hier geht es zum Formular für die Kochteams

Ergänzt werden soll das Kochprojekt in diesem Jahr von einem Café Internacional, das ab Juli jeden ersten Montag im Monat von 17-19 Uhr stattfinden wird. Mehr Informationen dazu folgen in Kürze.

+++ ENGLISH +++ ENGLISH +++ ENGLISH +++

Vielbunt wants to continue its kitchen-project from locals and refugees that has been initiated last year.

In order to be successful, we need the help of motivated volunteers. We are planning four events between July and December 2018 on a saturday evening. A group of volunteers can organize one of these evenings; choosing meals from different corners of the world, shopping groceries, decorate a living room in our Queer Center. People who want to take part in cooking, register via vielbunt, so that we can calculate what to buy and cook together as a group.

If you want to take responsibility in organizing an event together with other motivated volunteers, please register the formular until 13th of June. We want to set the dates as soon as possible in order to start advertising and make it easier to plan over the year. We will choose the four dates with the most volunteers to be realised. Every event will be accompanied by vielbunt’s employee. If you have any question or need more information about the project, contact oliver.delto@vielbunt.org (06151/9715632). You will get all the information about when and with whom the events will be organized in June.

This year, our cooking project is supposed to be accompanied by a Café Internacional that is supposed to take place every first Monday in a month from 5 pm to 7 pm. More information on that will follow.

We are looking forward to some awesome evenings!

You find the document here.

 

Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln des Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

Sam wurde nach Jamaika abgeschoben

Im vergangenen Winter ist ein 29-jähriger Mann aus Jamaika in der
Erstaufnahmeeinrichtung in Darmstadt gelandet. Er hat sein Heimatland verlassen müssen, weil der Karibikstaat eines der homofeindlichsten Länder der Erde ist. In Deutschland suchte er Schutz und hoffte auf ein freies Leben als schwuler Mann.

Kurz nachdem Sam* zu uns Kontakt aufgenommen hatte, wurde er auch schon wieder weiterverteilt. Aus der Erstaufnahme in Darmstadt erhielt er einen Transfer in die Nähe von Marburg. Wir konnten ihm Kontaktadressen in der Region nennen. Der Rainbow Refugee Support in Marburg hat ihn weiter betreut und begleitet. Zwar konnten wir Sam nicht mehr treffen, jedoch hielt er den Kontakt über Sprach- und Textnachrichten weiter aufrecht.
So haben wir auch schnell erfahren, dass sein Asylantrag abgelehnt wurde. Er hat sich juristischen Beistand geholt und gegen die Ablehnung geklagt.

Jamaika ist für Touristen der Himmel und für Schwule die Hölle

Wir haben ihm die Daumen gedrückt und auf eine positive Entscheidung des Verwaltungsgerichts gehofft. Dass Jamaika kein sicheres Land für Homosexuelle ist, ist durch zahlreiche Reports von Amnesty International, der US-Regierung und auch durch Hinweise des Auswärtigen Amts erwiesen. Immer wieder lesen wir Nachrichten von Überfällen und Mordanschlägen auf sexuelle
Minderheiten. Jamaikanische Sänger rufen in ihren Liedtexten und auf Konzerten dazu auf, Schwule zu jagen und zu verbrennen. Auch schwule Jamaikaner, die wir bisher in unserer Arbeit getroffen haben, haben gewalttätige und mörderische Angriffe überlebt oder ihnen nahestehende Menschen verloren. Ein Mann aus Kingston sagte uns: „Jamaika ist für Touristen der Himmel und für Schwule die Hölle.“

Mitte April wurde Sams Klage abgewiesen. Wir selbst haben das Urteil nicht gelesen, aber Sam hat uns angerufen und erzählt, dass das Gericht ihm nicht glaubte, als er die Situation von Homosexuellen in Jamaika geschildert hat. Man sagte ihm, er würde übertreiben.

Sam

Von der Polizei eingetretene Zimmertür

Seither verbrachte Sam die Tage und vor allem Nächte in ständiger
Anspannung. An einem Tag schickte er uns Fotos von der vollkommen demolierten Zimmertür seines Nachbarn, der ebenfalls aus Jamaika nach Deutschland geflüchtet war. Mitten in der Nacht sei die Polizei gekommen, um ihn für die Abschiebung abzuholen, hat dabei die Tür eingetreten und alle in Panik versetzt. Auch Sam wurde klar, dass es ihn ebenso jederzeit treffen konnte.

In einem Telefonat mit uns hat er irgendwann nicht mehr sprechen können und begonnen zu weinen. Minutenlang konnte auch unser ehrenamtlicher Supporter nichts mehr sagen. Es fehlten die Worte.

Im Hintergrund wurde derweil eiligst daran gearbeitet, die nächsten
rechtlichen Schritte zu gehen. Auch wir haben recherchiert und eine
Stellungnahme verfasst. Sam sollte in Deutschland bleiben.

Heute Vormittag um kurz nach 11 Uhr hat die Polizei Sam überraschend in der Gemeinschaftsunterkunft aufgesucht. Nichts hat zuvor darauf hingewiesen, dass er heute abgeschoben werden würde. Er hat keine Ausreiseaufforderung erhalten, er wusste nicht, dass er an diesem Tag zurück nach Jamaika gehen muss.
Noch während er notdürftig einige Sachen packte, hat er alle informiert, was gerade passiert Auch uns hat er geschrieben. Er hoffte, dass wir noch irgendetwas tun können. Während er mit einem Bus zum Frankfurter Flughafen gebracht wurde, reichte sein Anwalt neue Eilanträge bei Gericht ein, die die bevorstehende Abschiebung am Nachmittag vielleicht noch abwenden könnten. Wir haben ihn daran erinnert, wie der Abschiebeversuch von Emile verlaufen ist. Auch die Flughafenseelsorge wurde vom Rainbow Refugee Support  in Marburg informiert. Wenigstens sollte der Vorgang beobachtet werden, wenn den Flüchtlingshelfer_innen schon die Hände gebunden waren.

Ich kann nicht zurück nach Jamaika gehen

Sam saß alleine im Bus auf dem Weg zum Flughafen und fragte per
Textnachricht, was nun passieren wird. Er sagte: Ich kann nicht zurück nach Jamaika gehen. Eine ewige Stunde lang haben wir nichts von ihm gehört. Das nächste Mal meldete Sam sich aus dem Flugzeug. Er hat es nicht geschafft, sich bemerkbar zu machen. Er konnte niemandem um ihn herum bitten, ihm zu helfen. Die Resignation und Hilflosigkeit hat ihn gehindert, die letzte, wenn auch kleine Chance zu nutzen, seine Abschiebung doch noch zu verhindern.

Wir sind sicher, dass über seinen Fall in der folgenden Instanz positiv beschieden worden wäre, hätte man ihn nicht vorher eiligst abgeschoben . Wir beobachten in der letzten Zeit eine rasante Beschleunigung der Verfahren. Sobald es zu Ablehnungen kommt, werden Menschen innerhalb kürzester Zeit ohne Vorwarnung abgeholt und zum Flughafen gebracht. Wo zuvor noch Monate Zeit waren, sich auf Klageverfahren vorzubereiten, die dann letztendlich auch erfolgreich waren, werden abgelehnte Asylsuchende mittlerweile innerhalb kürzester Zeit abgeschoben.  Niemand kann innerhalb weniger Tage  neue Hinweise und Argumente recherchieren, die dann letztendlich zu einer positiven Entscheidung führen.

Hier erkennen wir ein System, das vor allem darauf setzt, Ablehnungen schnell durchzuziehen und Menschen in gefährliche Länder und Regionen zurückzuschicken, bevor sich sich gegen das Unrecht das gesprochen wurde zur Wehr setzen können.

Ständig werden mit Leistungskürzungen, nicht versandten Ausreiseaufforderungen, Hausarrest und solchen überfallartigen Abschiebeaktionen neue Formen gesucht, asylsuchende Menschen eine faire Behandlung zu verwehren und sie so schnell es geht abzuschieben. Wir verurteilen diese Asylpolitik, die sich uns vor allem als Abschiebepolitik darstellt. Die in allen Aspekten schwache Position Geflüchteter in Deutschland wird ausgenutzt, um Akten schnell zu schließen. Dass Schutzbedürftige in diesem in unseren Augen unrechten Vorgehen ihrem Schicksal überlassen werden, ist für uns ein beschämender und skandalöser Vorgang.

Heute Nachmittag um 14.30 Uhr ist ein Flugzeug von Frankfurt nach Jamaika gestartet. Ein schwuler Mann sitzt darin, auf dem Weg in homofeindlichste Land der Karibik. Wir fragen uns, wie Behörden und Gerichte eine solche Entscheidung treffen können.

Wir versuchen weiter Kontakt zu Sam zu halten und ihn von hier aus zu unterstützen. Da das für uns der erste Fall einer vollzogenen Abschiebung ist, müssen wir nun zunächst herausfinden was wir tun können. Aber wir bleiben dran.

Wir sind weiter entschlossen, geflüchteten Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Trans* mit allen Mitteln zu helfen.
Ihre Herkunftsländer sind nicht sicher, ihre Abschiebungen sind Unrecht.

 

*Wir haben den Namen geändert

IDAHOBIT 2018 in Darmstadt

Auch in diesem Jahr wollen wir den 17. Mai als Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit (IDAHOBIT) mit einer Kundgebung in der Innenstadt begehen.

Während sich die Situation sexueller Minderheiten in Deutschland gerade in letzter Zeit spürbar verbessert hat und man auf den sommerlichen CSD-Demonstrationen oft gerne positive Bilder vermitteln will, wollen wir bei unserer Demonstration am IDAHOBIT auf Missstände hinweisen und die Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Intersexuellen und Trans* thematisieren.

Auch in diesem Jahr steht der IDAHOBIT unter einem Thema, das die Community in Darmstadt besonders beschäftigt. Angesichts der wachsenden Zahl an abgelehnten Asylanträgen von verfolgten LSBTI Geflüchteten und jüngster Versuche, einzelne von ihnen unvermittelt abzuschieben, konzentrieren sich die Kundgebungsbeiträge dieses Jahr auf Rainbow Refugees und internationale LSBTI-Verfolgung.

Wir wollen gemeinsam mit allen Unterstützer_innen auf dem Luisenplatz für eine weltoffene Gesellschaft und ein Ende der Verfolgung sexueller Minderheiten demonstrieren.

Wir rufen alle trans*, lesbischen, bisexuellen, inter*, schwulen, queeren und heterosexuellen Menschen auf, ein sichtbares und hörbares Zeichen gegen Diskriminierung sexueller Minderheiten und Rassismus zu setzen und am 17. Mai um 17.30 Uhr zum Darmstädter Luisenplatz zu kommen.

Sagt es auch euren Freund_innen, Bekannten und Familienmitgliedern weiter!

Hier geht es zur Veranstaltung bei Facebook! Teilnehmen und Leute einladen!

Und weil es mittlerweile Tradition hat:
Nach den Redebeiträgen werden wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, traditionell einen schmissigen Hit abzuspielen, zu dem man sich umarmen, küssen, die Hand geben oder freundlich zunicken kann.

Schrill und Laut – Domina Day

Jahrelang hielt uns Linda de Mol mit ihrer Weltrekord-Sendung um die gefallenen Steine fest im Griff. Sie war erst zufrieden, wenn auch der letzte umgekippt war und die europäische Öffentlichkeit mit einem wohligen Gefühl der absoluten Befriedigung wieder in die Sofalehne sinken konnte. Es folgten Champagnerduschen und ein Schnaps für die Nerven.
Was viele nicht wussten: Während der ganzen Live-Sendung hatte die beliebte Moderatorin stets Lack- und Leder-Wäsche unter ihrem schickem Blazer und soll auch im Vorfeld laut peitschend durch die Halle gegangen sein, damit die auf dem BodenDomina Day kauernden Sklaven ihr die Stiefel sauber lecken.

20 Jahre später legen wir das Großereignis wieder neu auf und erzählen die wahre Geschichte: Beim Domina Day wird bestraft wer zu früh wackelt und wer von Anastacia oder Kylie angetippt wird, wird eine Kettenreaktion auslösen . Außerdem gibts Dominanzgesten von der Aorta des Abends Rosa Opossum und Hausverbot für Frauke Ludowig.

Achtung: Es ist wieder Pfingsten! Da ist unsere Party traditionell am Kult-Sonntag!

Schrill und Laut – Domina Day
Sonntag, 20.05.2018
Schlosskeller Darmstadt

Hier gehts zum Event bei Facebook – zum Teilnehmen und Leute einladen

 

 

Patrick Angus – Proseccoführung im Museum Bensheim

Patrick Angus wurde 1953 in Hollywood geboren. Die Konventionsbrüche und experimentellen neuen Lebensstile der 60er und 70er Jahre boten dem jungen schwulen Maler nie zuvor dagewesene Identifikationsfiguren. Besonders fasziniert war er von den Arbeiten David Hockneys, der die glamouröse Seite des schwulen Lebens darstellte. Doch die Realität, die Patrick Angus erfährt, war nicht vergleichbar mit den Vorstellungen, die Hockneys Bilder vermittelten.

Patrick Angus

Angus Self Portrait, 1992, Galerie Thomas Fuchs © Douglas Turnbaugh

Patrick Angus malte das, was er sah: intime Porträts von Freunden und Familie, zahlreiche Selbstporträts mit Variationen des stets gleichen durchdringenden Blick, die Landschaften und Städte, von denen er sich umgeben findet und immer wieder Szenen aus der schwulen Subkultur in New York City.

Das Museum Bensheim zeigt rund 50 bedeutende Arbeiten von Patrick Angus – erstmals in einer Kleinstadt.  Wir freuen uns sehr über diese Ausstellung und wollen gemeinsam zur einer Proseccoführung nach Bensheim fahren.

Das Museum Bensheim lädt am Samstag, den 26.05.2018 um 15.30 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung ein. Im Anschluss kann man sich bei einem Glas Prosecco über vielbunt e.v. und das queere Leben in Südhessen informieren.
Begrenzte Teilnehmendenzahl. Ticket: 5 € / ermäßigt 3 €
Um Anmeldung unter museum@bensheim.de oder
Telefon 06251/ 847865 wird gebeten.

Für eine gemeinsame Anreise ab Darmstadt Hauptbahnhof empfehlen wir die Regionalbahn um 14.30 Uhr (Gleis 10).

Wer mit vielbunt zu der Prosecco-Führung kommen will, kann sich bei uns anmelden (bitte schnell melden):
oliver.delto@vielbunt.org
Telefon: +49 (0) 6151 9715632

 

Wir sind Abonnent von queer.de geworden

Queer.de liefert seit 15 Jahren bundesweite und internationale Nachrichten aus Szene, Kultur und Politik.
Für uns ist queer.de eine der wichtigsten Nachrichtenquellen überhaupt.

Die Redakteure beobachten Debatten im Bundestag ebenso wie die Umtriebe der sogenannten „Demo für Alle“. Wenn Parlamentsabstimmungen zu LGBT-Themen anstanden, wussten wir das als erstes von queer.de, wenn unsere Gegner_innen wieder eine Beleidigung von sich gegeben haben, oder neurechte Vereinigungen Aufmärsche organisieren,  können wir das Nötige dazu mit Sicherheit auf queer.de lesen.
Die Berichterstattung über die Einführung des Gesetzes gegen die sogenannte „Homopropaganda“ in Russland und die mörderische Verfolgung von Schwulen in Tschetschenien waren für unsere Arbeit unheimlich wichtig, haben uns aufgerüttelt und zum Handeln motiviert. Ebenso zeigte sich hier, wie wichtig queer.de ist: Kaum eine Zeitung oder Online-Zeitung hat so frühzeitig und umfassend berichtet. Es kam uns wie eine Ewigkeit vor, bis nach der ersten queer.de-Meldung zur staatlich organisierten Schwulenermordung in Grosny auch die deutschsprachigen Mainstream-Medien berichteten.

Nun droht dem schon immer chronisch unterfinanzierten News-Portal die Zahlungsunfähigkeit. Genauso wie viele LGBT-Magazine in der Vergangenheit verschwunden sind, könnte auch queer.de dieses Schicksal ereilen, wenn ihnen niemand unter die Arme greift.
Die Vorstellung auch diese Onlinezeitung zu verlieren, hat uns alarmiert.
queer.de
Auch wenn der Untertitel „Zentralorgan der Homo-Lobby“ wahrscheinlich eher scherzhaft ist: das Redaktionsteam macht ihm alle Ehre. Gerade jetzt mit einer explizit LGBT-feindlichen Partei im Bundestag und vielen Landtagen muss die Community breit aufgestellt sein. Es braucht nicht nur aktivistische, sondern auch journalistische Arbeit.
Wir wollen auch weiterhin schnell und gut informiert sein, wir wollen dass queer.de weiter besteht und wir wollen unseren Teil dazu beitragen.
Deshalb ist vielbunt heute Abonnent_in von queer.de geworden.

Das hat nur fünf Minuten gedauert und fühlt sich extrem richtig an.

Wir hoffen, dass viele weitere Organisationen ebenfalls Abonnent_innen werden, wenn sie es nicht bereits sind. Viel mehr noch: Wir rufen sogar aktiv dazu auf. Schließt Abos ab! Wir brauchen queer.de und queer.de braucht jetzt auch uns.

Schrill und Laut – XXXmas

xxxmasI don’t want a lot for Christmas
There is just one thing I need
I don’t care about the presents
Underneath the Christmas tree
I just want
ein bisschen mehr sexy Sachen an Weihnachten…

Nicht nur dass es rund um die heilige Adventszeit ständig nasskalt draußen ist, auch durch weihnachtliche Familienfeierlichkeiten zieht ziemlich oft ein eisiger Wind. Das Fest der Liebe voller Familienidyll, Harmonie, Enttäuschung, Besinnlichkeit und Vorwürfen artet viel zu häufig in eine einzige Folterstunde aus, von der man kaum mehr weiß, wem das überhaupt noch gefallen kann. Nein, nein, nein, wir wollen das nicht! Es muss ein feuchtwarmes bis heißes Gegengewicht gesetzt werden!

Bevor ihr euch also in die Unglücksspirale der besinnlichen Feiertage stürzt, lasst euch fallen bei unserem Fest der Sinne und tanzt bis zur Besinnungslosigkeit. Wir haben bei unserer XXXMAS Party die sexuellesten Weihnachtselfen, kennen die neusten Ruten-Praktiken aus Knecht Ruprechts S/M-Studio und enthüllen private Nacktfotos vom Weihnachtsmann.

Auf dem Wunschzettel von Schrill und Laut steht dieses Jahr
* ausgelassene Moves ohne Jugendfreigabe auf dem Dancefloor
* vorweihnachtliches Treiben
* XXXtatische Sinnlichkeit

Für alle die zunächst noch etwas scheu sind, verteilen wir wieder Mistelzweige an den unmöglichsten Stellen und Santa Rosa wendet ihren legendär-verführerischen Enthemmungstrick (Schnaps) an.
Musik (garantiert ohne Last Christmas) gibt es von Santa Baby LEo Yamane. Das ist das größte Geschenk das wir uns machen konnten!

Schrill und Laut – XXXmas
Freitag, 15.12.2017
22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
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Sechstkleinste AIDS-Gala der Welt

Sechskleinste AIDS-Gala der Welt zum Welt-AIDS-Tag

vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt veranstalten am Freitag, dem 01.12.2017 zum sechsten Mal gemeinsam eine etwas andere AIDS-Gala

Die sechstkleinste AIDS-Gala der Welt präsentiert bekannte Künstler_innen und neue Talente verschiedenster Genres für den guten Zweck in der Oetinger Villa.
Wie auch in den vergangenen Jahren organisieren vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt gemeinsam eine außergewöhnliche Spenden-Gala zum Welt-AIDS-Tag.

Die Veranstalter_innen bleiben dem alternativen Charakter der letzten Jahre treu: Professionelle Bands und Newcomer_innen wechseln sich im Programm ab und versprechen einen vielfältigen Abend für den guten Zweck. Verstörung, Verzauberung, Chic und Rebellion treffen an diesem Abend aufeinander. Nicht zuletzt verkörpert durch die schonungslose Moderatorin des Abends: Drag Queen und Polit-Tunte Rosa Opossum stellt sich auf volle Ränge und ein wie immer spendables Publikum ein: „Ich kenne einige Leute, die HIV-positiv sind. Manche von ihnen haben es mir gesagt, andere nicht. Bei unserer Gala Spaß zu haben und dafür auch Geld zu spenden, bedeutet vor allem, sich zu solidarisieren und gemeinsam Stigmatisierung abzubauen. HIV hat durch medizinische Behandlungsmöglichkeiten seinen Schrecken beinahe verloren. Betroffene dürfen aber nicht weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.“

Solidaritätsveranstaltung mit Kultcharakter

„Uns, den Mitarbeiter_innen der AIDS-Hilfe Darmstadt, bereitet es jedes Jahr große Freude gemeinsam mit vielbunt und vielen Ehrenamtlichen anlässlich des Welt-Aids-Tages diese bunte Traditions-Gala zu gestalten. Mit dieser Veranstaltung können wir vielen Gästen einen abwechslungsreichen Abend bieten und gleichzeitig die Öffentlichkeit auf das Themsechstkleinste aidsgalaa HIV und Aids aufmerksam machen. In unserer Arbeit in der Beratungsstelle erfahren wir Tag für Tag, wie die Stigmatisierung in der Gesellschaft Menschen mit HIV und Aids auch heute noch trifft und auch, dass eine HIV-Infektion häufig mit Armut einhergeht, die die Menschen weiter an den gesellschaftlichen Rand drängt. Daher freuen wir uns sehr über Spenden und garantieren, dass die Gelder direkt und unbürokratisch bei unseren Klientinnen und Klienten ankommen, bei denen nämlich, wo sie wirklich dringend benötigt werden“ erklärt Dr. Yvonne Bach, Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe Darmstadt.

Die Organisator_innen versprechen Live-Musik, Tombola, Travestie, Kabarett und Anarchie für den guten Zweck: Sämtliche Gewinne der Veranstaltung kommen den Klient_innen der Aids-Hilfe Darmstadt e.V. zugute.
Die sechstkleinste AIDS-Gala der Welt findet am Welt-AIDS-Tag statt. Weltweit erinnern jährlich am 1. Dezember verschiedenste Organisationen an das Thema HIV/AIDS und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten, an AIDS Erkrankten und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen.

Sechstkleinste AIDS-Gala der Welt
01.12.2017 / 19.00 Uhr
Oetinger Villa (Kranichsteiner Str. 81, 64289 Darmstadt)
Eintritt: gegen Spende

Telefon vielbunt: 06151-3534346
Telefon AIDS-Hilfe: 06151 – 28073
stefan.kraeh@vielbunt.org, yv.bach@darmstadt.aidshilfe.de

Deine AIDS-Gala braucht dich!

Schrill und Laut – 500 Jahre GayFormation

GayFormationUnser Organisationsteam sprüht vor Ideen. Wenn wir eine Schrill und Laut-Party planen, kommen meist mehr Mottos zustande als wir uns überhaupt zu feiern trauen. Manche Mottos sind so absurd und in einem kaum mehr nachvollziehbaren Prozess freien Assoziierens entstanden, dass einige Teilnehmende schon am nächsten Tag kaum mehr wissen, wie es dieses oder jenes Motto auf den Partykalender geschafft hat. Zum Glück gibt es Protokolle, die die Gedankengänge des Brainstormings einfangen und uns wieder ins Gedächtnis rufen was wir da eigentlich vorhatten. Tja. Das Protokoll für diese Party ist verloren gegangen.

Niemand von uns weiß mehr, wie wir auf „500 Jahre GayFormation“ gekommen sind und was wir da eigentlich mit gemeint haben. Wahrscheinlich war gerade diese gescheiterte Lutherwoche bei der die Rentner_innen in der Wittenberger Hitze umgekippt sind. Und wir wollten mal so richtig edgy was mit nem schwulen Jesus machen, der ein Andreaskreuz durch die Gegend trägt. Eventuell wollten wir auch Hostien und Messwein ausschenken und im Rahmen unserer zugegeben ziemlich braven Möglichkeiten eine verruchte Messe der Blasphemie feiern. Aber das alles lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Das Protokoll ist ja weg.

Vielleicht hat auch nur jemand was über die Beyoncé Formation Tour gesagt… Deshalb werden wir die Sitzung sehr wahrscheinlich wiederholen müssen! Aber was schon mal sicher ist: Ihr könnt euch einstellen auf eine ganz besonders biblische Party mit viel Lithurgie, Urbi und auch Orbi! Heilige Klänge gibt es von sacred DJ Emma England Betet für uns, dass in Zukunft wenigstens eine_r mitschreibt! Amen.

Schrill und Laut – 500 Jahre GayFormation
20. Oktober 2017
ab 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt

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Schrill und Laut – Glow Job

Schrill und Laut erstrahlt wieder in ungewohntem Glanz! Die Lichter werden wieder aus!gedreht. Wir zeigen unsere neonschwarze Seite, schalten die UV-Röhren ein und tauchen das Schlosskellergewölbe in die glühendsten Farben.
Der Dresscode ist einfach: Strahlendes Weiß und schreiende Farben von Neonpink bis Grellgrün. Wenn ihr wollt. Wer keine UV-aktive Schminke aber dafür großes Vertrauen in Fremde hat, kann sich vor Ort noch vom Künstlerinnenkollektiv Lichtscheues Gestalten partyfein aufmotzen lassen. Den weniger Glücklichen bietet Rosa Opossum ein komplettes Bodypainting an.
So seid ihr frisch gewappnet für unsere schummrig-schimmernden Single-Spielchen und könnt zukünftige Bekanntschaften wie ein räuberischer Tiefseefisch mit eurer oszillierenden Persönlichkeit anlocken. Strahlendste Musik gibt es von mind-glowing Doris Gay – mit dem Besten was ihr euch vorstellen könnt

Schrill und Laut – Glow Job
Freitag, 15.09.2017
ab 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
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glow job

Keine „Demo für Alle“ – Gemeinsame Anreise aus Darmstadt

Zum wiederholten Mal sucht die sogenannte „Demo für Alle“ mit einer pseudochristlichen Anhäufung von Personen des rechten Spektrums die Landeshauptstadt heim. Wir haben uns diesen Hassveranstaltungen bereits in Stuttgart entgegengestellt und sind in Wiesbaden nun umso entschlossener. Kommt alle mit uns und zeigt Flagge für eine vielfältige Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung.

Unser gemeinsamer Aufruf des Bündnis für Solidarität und Vielfalt

Was es braucht, ist bunter Widerstand!
Für Solidarität und Vielfalt
Gegen die sogenannte ‚Demo für Alle‘

Am 25. Juni werden wir uns wieder dem antifeministischen, homofeindlichen, transfeindlichen und rassistischen Aufmarsch der sogenannten ‚Demo für Alle‘ in Wiesbaden entschieden entgegenstellen.

Gemeinsam mit den Wiesbadener ‚Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung‘ und anderen Gruppen werden wir lautstark und bunt die Hetzveranstaltung von Reaktionär_innen, Erzkonservativen, Fundamentalist_innen, Rechtspopulist_innen und Neonazis zu einem Desaster machen.

Bereits im vergangenen Oktober wurde der sogenannten ‚Demo für Alle‘ das Marschieren durch die Wiesbadener Innenstadt fast unmöglich gemacht. Daran werden wir anknüpfen.

Wir rufen alle Menschen in Darmstadt und Umgebung auf, mit uns zu kommen. Hierfür haben wir eine gemeinsame Anreise mit der Bahn organisiert. Wer kein Ticket hat, kann sich für die Teilhabe an einem Gruppenticket bei uns melden: gruppenticket@vielbunt.org

Treffpunkt am 25.06.2017 um 12.20 Uhr am Hbf Darmstadt (Vorhalle)
Treffpunkt zur Rückfahrt um 18.20 am Hbf Wiesbaden (vor dem Haupteingang)

Hier geht es zur Veranstaltung bei Facebook. Zum Teilnehmen und Leute einladen

Bilder von der Eröffnungsfeier

Am 27. Mai eröffnete in der Oetinger Villa offiziell das Queere Zentrum Darmstadt mit einem Sektempfang. Nach der Begrüßung durch die Vorstände von vielbunt, haben auch Oberbürgermeister Jochen Partsch und Sozial- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz in ihren Redebeiträgen erklärt, dass das neue Zentrum nicht nur ein großer Schritt für die LGBT-Community, sondern auch für die Stadtgesellschaft insgesamt sind. Im Anschluss haben die Gaga-Ladies mit einem ganz eigenen Grußwort die Bühne geentert und Aurora DeMeehl hat als Stargast dem Programm das perfekte Finale verliehen.

Ein Album mit Bildern von der Eröffnungsfeier haben wir bei Facebook veröffentlicht.

Bilder von der Eröffnungsfeier

Das Queere Zentrum wird eröffnet

In den Räumen der Oetinger Villa eröffnet vielbunt am 27.05.2017 das erste Queere Zentrum in Darmstadt. vielbunt ist bereits seit Januar kontinuierlich mit der Renovierung der Räumlichkeiten beschäftigt, um queeren Menschen zukünftig einen Ort in der Stadt zu bieten.

Ab dem 27. Mai öffnet das Queere Zentrum in der Oetinger Villa in

der TräEröffnunggerschaft des Vereins vielbunt seine Türen für eine breite Zielgruppe. Die Angebote des Vereins richten sich an Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intersexuelle Menschen in Darmstadt und Umgebung.

Am Nachmittag werden stellen die Veranstalter_innen die neuen Räume Vertreter_innen aus Politik und Presse vor und laden gleichzeitig die Unterstützer_innen der letzten Jahre ein, gemeinsam die Eröffnung des neuen Zentrums zu feiern.

 Ab 22 Uhr steigt die öffentliche Opening Party im Keller der Oetinger Villa. Feierwillige Menschen sind herzlich eingeladen, gemeinsam das Ergebnis monatelanger Anstrengungen zu feiern.

Erweiterung und Professionalisierung

Zukünftig soll vom Queeren Zentrum aus auch die Arbeit von vielbunt koordiniert werden. vielbunt arbeitet weitgehend ehrenamtlich; organisiert jährlich die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie, den Christopher-Street-Day im August, die AIDS-Gala zum Welt-AIDS-Tag und weitere kulturelle und politische Veranstaltungen. Neben aktiver Flüchtlingsarbeit, leistet die Organisation auch Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an Schulen und bietet Gruppenangebote z.B. für trans*
Menschen oder Familien mit trans* Kindern an. Seit Januar dieses Jahres sind ehrenamtlich Aktive und Nutzer_innen der vielbunten Angebote partizipativ mit der Renovierung der Räume in der Oetinger Villa beschäftigt gewesen.
Mit der Eröffnung am 27.05. erfüllt sich auch der lang gehegte Wunsch nach einer erweiterten Jugendarbeit mit offenem Jugendtreff für queere Menschen bis 27 Jahre.
Darüber hinaus bietet der Verein nun qualifizierte Beratung bei Fragen und Unsicherheiten zu sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, insbesondere für junge Menschen an. Auch die Beratung und Begleitung von geflüchteten Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* wird durch die feste Anlaufstelle mit Bürozeiten professionalisiert.
Das offene Angebot für queere Jugendliche ist dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 16 – 20 Uhr geöffnet.
Die Beratung ist während der Bürozeiten erreichbar.

Schrill und Laut – Dirty Doctors & Naughty Nurses

Im Juni wird Schrill und Laut zur Notaufnahme. Die medizinischen Notfälle bei uns beschränken sich üblicherweise auf Übelkeit nach einem Schluck zu viel Pfeffi oder verletzten Stolz wenn Heterojungs sich zu uns herein verirren und keine der Frauen mit ihnen tanzen will. Irgendwie übt dieses ganze Krankenhaus-Ding aber trotzdem eine gewisse Faszination aus. Man teilt sich mit fremden Menschen in rückenfreien Leibchen das Zimmer und die Nachtschwester kommt, wann immer man den Knopf drückt… Ganz zu Schweigen von dem ganzen verdammten Glamour, der so manchen Kliniken wie dem Betty Ford Center anhaftet wie eine eingetrocknete Mullbinde.

Die älteren Semester haben sich damals noch selbst in den Emergency Room unter die Hände von Dr. Ross geträumt, bei Grey’s Anatomy fragt man sich einfach, wie es die Protagonist_innen bei dem ganzen heulkrampfgetränkten Beziehungsgeflechten überhaupt noch schaffen, ihrem Beruf nachzuDirty Doctorskommen und Rosa ist stolze Besitzerin einer geklauten DVD-Box von Doctor’s Diary. Nicht allein weil sie aus dieser Serie ihr gesamtes Wissen über den menschlichen Körper gezogen hat, sondern auch weil sie in Gretchen Haase eine Seelenverwandte und in Marc Meier einen Sexgott sieht, erklärt sie Doctor’s Diary zur ultimativ besten Serie der Welt. Die Serie wurde übrigens nach drei Staffeln eingestellt, weil die Schauspieler keine Lust mehr hatten…

Von Medikamentenausgabe bis Musiktherapie fährt unsere kleine Privatklinik alles auf was man für Körper und Seele tun kann.
Liefert euch also ein, wir nehmen euch über Nacht stationär auf, ihr geht sicher gesünder wieder raus!
Wir werden wahrscheinlich auch mal „Die Ärzte“ spielen

Schrill und Laut – Dirty Doctors & Naughty Nurses
Pfingstsonntag, 04.06.2017 // 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
Hier geht es zum Event bei facebook

Kundgebungsrede zum IDAHOBIT 2017

Am 17.  Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, veranstalten wir traditionell eine Kundgebung auf dem Darmstädter Luisenplatz. Wir begehen diesen Tag auch als Internationalen Tag gegen Interfeindlichkeit, Transfeindlichkeit und Bifeindlichkeit. In diesem Jahr haben Rosa und Kerstin Redebeiträge zur Kundgebung geliefert, die beide nun auch online nachlesbar sind. Rosas Ansprache findet ihr hier.
Kerstin ist die Leiterin unserer vielbunten Elterninitiative Kim & Alex  und hat die Recht und Bedürfnisse von trans* Kindern in den Fokus gerückt:
Ihr Lieben, eigentlich spreche ich heute für mein Kind, das im Augenblick noch etwas zu jung ist, um selbst hier am Mikrofon zu stehen. Für mein Kind, das wir Eltern und die Ärzte schon vor seiner Geburt aufgrund seiner Anatomie dem männlichen Geschlecht zugeordnet hatten. Dieses Kind, das nach seiner Geburt gute sechs Jahre gebraucht hat, um uns – seine Eltern – davon zu überzeugen, dass es kein Sohn, sondern eine Tochter ist.
Heute weiß meine Tochter: Sie ist nicht alleine. Vielen Menschen geht es wie ihr; Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Einige von ihnen habenmeine Tochter gerettet und mir geholfen zu verstehen, wie ich mit ihr umgehen muss. Einige sind für uns da, wenn wir Fragen und Sorgen haben. Viele Menschen vor uns haben den Weg gebahnt, auf dem meine Tochter nun unterwegs ist, und die ganze Familie mit ihr. Diesen Menschen gegenüber empfinde ich große Dankbarkeit und Verbundenheit.
Danke auch an vielbunt, dafür, dass wir bei dieser Kundgebung zum
Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit den Blick auf die Bedürfnisse und Rechte unserer Kinder lenken dürfen. Ebenso danke ich euch im Namen von Kim & Alex – einer Initiative von Eltern, die ihre Kinder nicht durch die gesellschaftlichen Normvorstellungen von „männlich“ und „weiblich“ an der Entfaltung ihrer einzigartigen Persönlichkeit hindern lassen wollen. Wir sind sehr froh darüber, dass wir unter dem Dach von vielbunt eine Anlaufstelle aufbauen konnten, die inzwischen schon fünfzehn Familien aus der Region zu einem starken Netzwerk verbunden hat. Diese Gemeinschaft gibt uns Mut und Stärke, um täglich für die Rechte und das Wohlergehen unserer Kinder zu kämpfen.

Denn wir – und unsere Kinder – wissen, was Transfeindlichkeit bedeutet. Für unsere Kinder bedeutet Transfeindlichkeit zum Beispiel, dass ihnen von einigen Gruppierungen schlicht und ergreifend ihre Existenz abgesprochen wird. Ein besonders bestürzendes Beispiel für diese Haltung ist der „Anti-Gender-Bus“, der unter dem Namen „Bus der Freiheit“ in diesem Jahr durch Spanien und die Vereinigten Staaten tourte, um trans- und menschenfeindliches Gedankengut unters Volk zu bringen. „Wenn Du als Junge geboren bist bleibst Du ein Junge. Wenn Du als Mädchen geboren bist, bleibst Du ein Mädchen. Lass dich nicht verwirren.“ stand auf diesem Bus geschrieben. Dass die Geschlechtszuordnung hierbei einzig und alleine aufgrund der äußerlich sichtbaren Geschlechtsmerkmale erfolgt, braucht wohl kaum erwähnt zu werden. Die Vertreter dieser Haltung in Deutschland mit ihrem Anspruch „für alle“ zu sprechen, sind uns natürlich ebenso bekannt.
Besonders perfide ist dieses Vorgehen, da sich ja – wenn es Kinder wie die Unseren nicht gibt – auch jede Diskussion über deren Rechte und Bedürfnisse erübrigt.
Selbst in der breiten Masse der Bevölkerung findet diese Haltung ihren Widerhall – „Ein Kind in diesem Alter kann doch nicht einfach entscheiden, welchem Geschlecht es angehört!“ – das müssen wir uns allzu oft sagen lassen.
Komischerweise traut man das den Kindern, bei denen Genitalien und geschlechtliche Selbstverortung dem gewohnten Standard entsprechen, ohne Probleme zu. Niemand würde auf die Idee kommen, zu einem vierjährigen cis Jungen, der sich deutlich als solcher einordnet, zu sagen: „Warte erst mal ab. Um das genau wissen zu können bist Du doch noch viel zu jung.“
Im Alltag zeigt sich Transfeindlichkeit gegenüber unseren Kindern auf unterschiedlichste Art und Weise. Sie haben beispielsweise kein

einklagbares Recht darauf, in Bildungseinrichtungen entsprechend ihrer geschlechtlichen Selbstzuordnung behandelt zu werden. Es gibt zwar keine gesetzlichen Regelungen, die das verbieten, aber letztendlich ist das Wohlwollen derjenigen, die über die Macht in den Institutionen verfügen, ausschlaggebend. Nur wenn diese Personen es ernst meinen mit der Akzeptanz und bereit sind, sich auch in Konfliktsituationen bedingungslos an die Seite unserer Kinder zu stellen, kann so etwas wie Vertrauen und Stabilität im Kita- und Schulalltag eintreten.

Leider erleben wir allzu oft, dass es mit dieser Akzeptanz gegenüber unseren Kindern – und damit auch gegenüber uns, ihren Familien – nicht allzu weit her ist. Bemerkungen wie „Ihr Kind kann kein Mädchen sein. Es klettert auf Bäume wie ein Junge und spielt sogar Fußball auf dem Schulhof!“ hören wir häufig. Es gibt Orte, an denen sammeln besorgte Menschen Unterschriften, um gegen Familien zu protestieren, die ihre trans*Kinder unterstützen. Auch Anzeigen beim Jugendamt sind schon vorgekommen, weil Außenstehende der Meinung waren, die unterstützenden Eltern würden das Kindeswohl gefährden. Manche Familien sind gezwungen, den Wohnort zu wechseln und ihr Haus zu verkaufen, weil sie über Jahre hinweg immer wieder angefeindet werden.

Bei einer Familie flogen Ziegelsteine durch ein Fenster. Sie landeten im Kinderzimmer eines Zehnjährigen. Auch auf die Justiz ist kein Verlass, wenn es darum geht, unseren Kindern ein selbstbestimmtes und möglichst unbeschwertes Aufwachsen zu ermöglichen. Besonders, wenn Eltern sich uneinig sind, schlagen sich Gerichte häufig auf die Seite des Elternteils, der eine normalisierende Behandlung seines Kindes für richtig hält. Dem unterstützenden Elternteil wird hingegen von Gerichten und Jugendämtern regelmäßig die Erziehungsfähigkeit abgesprochen, bis hin zum Sorgerechtsentzug. In einem aktuellen Fall war sich ein Gericht nicht zu schade, auf Betreiben eines transfeindlichen Vaters zu verfügen, welche Kleidung das Kind in der Schule tragen darf und welche Farbe die Haargummis haben dürfen, mit denen die Haare zusammengebunden werden müssen.
Nicht zu vergessen sind natürlich die Kinder, die keinerlei Unterstützung im familiären und institutionellen Umfeld erfahren, und die mit ihren Fragen und Nöten vollkommen alleine gelassen werden, bis sie selbst in der Lage sind, sich Informationen und Hilfe zu organisieren. Dieser Leidensweg kann schwerste Traumata verursachen und Kinder und Jugendliche in tiefe Verzweiflung stürzen. Ein trauriges Beispiel ist der tragische Suizid der 16jährigen Leelah Alcorn kurz nach Weihnachten 2014.
All das zeigt, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt, bis für alle diese
Kinder und Jugendlichen tatsächlich Chancengleichheit in der Gesellschaft, und insbesondere im Bildungs- und Rechtssystem hergestellt ist.
Deshalb fordern wir, in Anlehnung an die Positionen von Trans-Kinder-Netz e.V.:
  • Die Abschaffung der Diagnose trans* im Sinne eines pathologischen Zustands.
    Unsere Kinder sind weder krank noch gestört.
  • Die Abschaffung von Zwangstherapie bei gleichzeitig freiem Zugang zu allen erforderlichen Maßnahmen des Gesundheitssystems.
    Das Verweigern oder Verzögern von notwendigen Behandlungen kann zu schweren Folgeerkrankungen führen, die vermieden werden können.
  • Die Möglichkeit der Änderung des Vornamens- und Geschlechtseintrages in staatlichen Dokumenten durch Willenserklärung als Verwaltungsakt ohne Begutachtungsprozess, Wartezeiten und Altersuntergrenzen. Diese staatliche Anerkennung wäre ein wichtiger Meilenstein zur Erlangung von Chancengleichheit z.B. im Bildungssystem und beim Start ins Berufsleben.
  • Staatliche Aufklärungsarbeit mittels verbindlicher Aus- und Weiterbildungen für alle Funktionsträger in den Bereichen Medizin, Psychologie / Psychotherapie, Pädagogik, Recht etc. und die Aufnahme des Themas geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in sämtliche staatlichen Lehrpläne und –materialien. Aufklärung ist der einzige Weg zur Vermeidung von Diskriminierung und Mobbing, egal ob auf institutioneller oder zwischenmenschlicher Ebene.
  • Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.
    Kinder müssen selbst gehört werden, und ihre Äußerungen müssen ernst genommen werden, wenn es um ihre ureigensten Belange geht. Besonders wichtig ist uns, dass die Aufklärung über das Thema trans* im Bildungssystem und in den Ausbildungsgängen aller Berufsgruppen im pädagogischen Bereich fest verankert wird. Wir wissen, dass trans*Kinder häufig bereits im Alter von drei bis vier Jahren deutlich äußern können, dass die spätestens bei der Geburt von außen erfolgte – und dann ab dem ersten Lebenstag durch alle möglichen Formen der Vermittlung täglich hundertfach bekräftigte – Geschlechtszuordnung für sie nicht stimmig ist.
Vor diesem Hintergrund  wird klar, wie wichtig es ist, dass schon im Kindergarten mit der Vermittlung und dem Vorleben von Akzeptanz und Vielfalt begonnen wird. Denn damit sich trans*Kinder in ihrem Geschlecht frei und ohne Angst entwickeln können, muss in ihrem Umfeld klar sein, was die spanische Elternitiative Chrysallis in einige wenige, aber umso klarere Worte gefasst hat: Es gibt Mädchen mit Penis und Jungs mit Vagina. So einfach ist das.
Die Mehrheit von ihnen leidet jeden Tag, weil die Gesellschaft diese
Realität nicht anerkennt.
Reden wir darüber. Ihr Glück hängt auch von Dir ab!

Schrill und Laut – Keine Hose, Keine Probleme

Es soll Leute geben, die Zuhause herumlaufen als würden sie jeden Moment Besuch von der Fashion Police bekommen. So richtig ordentlich angezogen, mit Socken und Schuhen an und allem. Wie soll man sich so eingeengt und in seiner persönlichen Entfaltung beschnitten überhaupt entspannen und wie zuhause fühlen können…?! Wir kennen eigentlich nur Leute, die sich die Hosen schon runterreißen, bevor die Wohnungstür ins Schloss fällt. Und wir finden das auch richtig. Schlimm ist, dass die Befreiung vom einengenden Joch der Hose, die unsere Beine teilt und unseren Willen schwächt nur im Geheimen, im Häuslichen, um Privaten ausgelebt werden kann.
Wir stellen uns klar dagegen: Für die Befreiung der Schenkel! Gegen das Diktat der skinny pants!
keine hose, keine probleme
Es gibt Alternativen! Eine andere Welt ist möglich:
Röcke, Kleider, Jumpsuits, Hella-von-Sinnen-
Gedächtnis-Overalls und Leggings für alle!
Oder einfach nix für niemand!
Entsagt dem Denim!
Keine Hose, kein Problem!

Damit die Nacht nicht in ein emanzipatorisches Jeansverbrennungsritual ausartet, haben wir für euch wieder das beste Partyprogramm des Monats zusammengestellt. Sensationelle Musik gibts von Emma England und wir halten wieder ein paar kleine Extras für euch bereit. Lasst die Hosen im Schrank und kommt alle!

Schrill und Laut – Keine Hose, Keine Probleme
Freitag, 19. Mai 2017
22.00 Uhr
Queers & Friends

Hier gehts zum facebook-Event (teilnehmen und Leute einladen!)

p.s. Schon die Gala hat berichtet: Skinny pants machen krank!
p.p.s. Wir meinen das ernst: Wer mit Hose kommt, kriegt Probleme ♥ seriously.

„Wissenschafts“-Symposium im Kurhaus Wiesbaden absagen!

Wie viele andere auch hat uns sehr überrascht, dass nach dem desaströsen Auftritt der sogenannen „Demo für Alle“ in Wiesbaden die homofeindliche und transfeindliche Organisation rund um  sich ein zweites Mal in die Stadt traut, die sich sehr mutig und entschieden gegen rechte Hetze und für eine vielfältige aufgeklärte Gesellschaft positioniert hat.

Noch größere Verwunderung hat bei uns ausgelöst, dass das sogenannte „Wissenschafts“-Symposium von Hedwig von Beverfoerde und ihren Mitstreiter_innen ausgerechsymposiumnet im Kurhaus Wiesbaden stattfinden soll. Dem Ort, an dem seit vielen Jahren die traditionelle Ballnacht der AIDS-Hilfe stattfindet und mit dem die AIDS-Hilfe auch in stets gutem Kontakt stand.

Auf Facebook haben viele Menschen ihren Unmut darüber ausgedrückt, indem sie der Location Kurhaus Wiesbaden schlechte Bewertungen gegeben haben. Diese Seite ist jedoch keine offizielle Seite des Kurhauses. Die Verantwortlichen werden die Kritik wahrscheinlich nicht sehen.

Aus diesem Grund haben wir, wie einige andere schon vor uns, das Kurhaus Wiesbaden direkt angeschrieben und sie aufgefordert, die Veranstaltung abzusagen.
Wiesbaden ist bunt, weltoffen und vielfältig und wir alle sind  bereit auch ein zweites Mal dafür zu sorgen, dass das so bleibt.

Sehr geehrter Herr Michel,

mit großer Verwunderung haben wir zur Kenntnis genommen, dass das Wiesbadener Kurhaus beabsichtigt seine Räume für eine Veranstaltung der sogenannten „Demo für Alle“ am 6. Mai 2017 zu  öffnen.

Die dahinter stehende Organisation hat sich unter dem Vorwand des Kinderschutzes einem aggressiven Kampf gegen Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans* verschrieben. Sie propagiert eine Politik der Ausgrenzung und unterfüttert diese mit hetzerischen Botschaften gegen moderne Schulaufklärung und gegen eine vielfältige Gesellschaft.

Im letzten Jahr haben sich alle Fraktionen im Hessischen Landtag und in der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung von der so genannten „Demo für Alle“ distanziert. Mehrere Tausend Menschen haben sich dem Aufmarsch der sogenannten „Demo für Alle“ entgegen gestellt und beherzt Widerstand geleistet. Das Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt vereinte von AIDS-Hilfen über Selbstvertretungsorganisationen, städtische Stellen und Jugendverbände bis hin zu Gewerkschaften über einhundert Akteure.

Für uns ist die Ausrichtung eines „Wissenschafts-Symposiums“ der sogenannten „Demo für Alle“ im Kurhaus aus diesem Grund gleichsam bedauerlich wie unerträglich. Das Wiesbadener Kurhaus war uns als Veranstaltungsort der Ballnacht der AIDS-Hilfe bisher nur positiv aufgefallen. Wir fragen uns ernstlich, was Sie dazu bewegt, sich einer Organisation zu öffnen, die den Grundsätzen von Vielfalt und Akzeptanz in einer modernen, aufgeklärten und sozialen Gesellschaft derart engegensteht.

Wir rufen Sie auf, dies kritisch zu überdenken und die Veranstaltung mit den Organisator_innen der sogenannten „Demo für Alle“ abzusagen.

Zahlreiche Gegenaktionen zu diesem „Wissenschaftssymposium“ sind bereits jetzt angekündigt.
Sofern Sie an der Durchführung der Veranstaltung festhalten, werden auch wir uns am Protest dagegen beteiligen und die menschenverachtenden und gefährlichen Thesen nicht unkommentiert lassen.

Mit freundlichen Grüßen 

 

Kontakt zum Kurhaus:  https://www.wiesbaden.de/microsite/kurhaus/global/impressum.php

Schrill und Laut – KaraOstern

Am Ostersonntag erwartet euch zum neunten Mal das Kult-Event im Schlosskeller: Bei Schrill und Laut KaraOstern mit Karaoke und knalliger Party. Tobt euch aus, kehrt euer Innerstes nach außen, express yourself auf der Bühne und auf der Tanzfläche!

Legendary as usual – 9th annual KaraOstern Contest

Wie jedes Jahr würden wir gerne behaupten, dss wir 2 Millionen Lieder oder vielleicht sogar alle Lieder der Welt (auch die ohne Vocals) anbieten. Aber dass das eine Lüge ist, haben alle mitbekommen. Deshalb sagen wir es einfach mal ganz ehrlich: Wir haben nur 1 Million Lieder. Aber soll die Gesangstalente nicht stören. Genausowenig wie die Präsentation und tänzerische Untermalung eurer Auftritte durch die Gastgeberin auf der Bühne: Rosa Opossum. Durch sie hat das Wort „Abmoderation“ eine neue Dimension gewonnen. Sie hat mit nett gemeinten Randbemerkungen schon mehr musikalischen Wunderkindern allen Mut genommen als das härteste Jurymitglied einer jeden Casting Show.

Trotzdem wollen am Ende doch immer alle singen. Dehalb: Kommt pünktlich um 22 Uhr, fasst euch schnell ein Herz und singt, bevor ihr zum Schluss nicht mehr dran kommt! Die supergeile KaraOke endet um 2 Uhr! Dann reichts auch mit singen – schließlich wird natürlich wieder die ganze Nacht getanzt. Im Hauptraum gibt es Musik von DJ LarsVegas! Es wird unglaublich!

Ostersonntag, 16. April 2017KaraOstern
ab 22 Uhr (punktlich sein zum Singen!)
Schlosskeller Darmstadt
Hier gehts zum Event bei Facebook!

 

 

Schrill und Laut – It’s All About 6

super6yVoll schlimm, es soll ja Zeiten gegeben haben, in denen man überhaupt nie offen über 6 reden durfte. Eine ganze Ziffer aus der Grundzahlenreihe zwischen 1 und 10 wurde einfach so wegtabuisiert und selbst in Partnerschaften war 6 mit Scham und Schuldgefühlen besetzt. Die Kirchenmoral und das insgesamt verklemmte Establishment hat eigentlich seit dem Mittelalter kaum zugelassen, offen über das zu sprechen, was da zwischen 5 und 7 ist. Obwohl es ohne 6 ja eigentlich gar nicht geht. Zum Glück sind die meisten von uns nach der 6uellen Revolution geboren, die in der Achtundsexiger-Bewegung quasi ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Damit die Entwicklung nicht wieder rückwärts verläuft, ist es weiterhin wichtig, sechsy zu bleiben und sexte Geburtstage so zu feiern, wie sie fallen.

6 means 6

Unser versechstes Jubiläum hält wie immer ein paar liebevolle Details für euch bereit. Neben super6y Marian (Vorsicht: Versechslungsgefahr mit Sixi Hartmann) an den Turntables grüßt euch die Frau, die erst bei der Sex anfängt zu zählen: Dr. Rosa Sommer beantwortet eure Fragen rund um Sechsualität und auch Liebe. Für die praktische Umsetzung wartet auch wieder der allseits beliebte All Gender Dark Room auf reges Treiben, Kalkulieren und Potenzieren. Denkt immer dran: No means no, yes means yes und 6 means 6.

Schrill und Laut – It’s All About 6
Freitag, 17.03.2017
ab 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
Queers + super6y Friends

Ihr könnt beim Facebook-Event teilnehmen und Leute einladen!

Schrill und Laut – Deine Mutter

deine mutterSie tänzeln ungeduldig vor dem Badezimmer während du dich fertig machst, haben einen kritischen Blick auf dein Outfit wenn du dich verabschiedest und sitzen die ganze Nacht nervös ihm Sessel, bis du bei Sonnenaufgang wieder viel zu zerstört erst beim vierten Versuch den Schlüssel in die Wohnungstür rein bekommst: Deine Eltern.
Selbst wenn du schon lange ausgezogen bist, rufen sie in den ungünstigsten Momenten an, beschweren sich, dass du nie zu Besuch kommst, geben dir eingetupperte Kürbissuppe mit und fragen ständig wann du endlich deinen Abschluss machst. Und wenn du samstagmittags mit Augenringen wie ein Pandabär am Esstisch sitzt, wollen sie noch so komische Sachen wissen, über diese ominöse Party auf der du gestern warst. Als wären die nie jung gewesen! Eins wissen wir: Auch unsere Eltern waren mal in unserem Alter. Und auch unsere Eltern waren mal feiern. Nur halt nicht bei Schrill und Laut. Was muss das für eine Faszination sein, die von dieser sagenumwobenen Party ausgeht. Die würden auch gern mal hin. Die wollen das mal sehen. Die sollten das erleben!

Bring deine Mutter

Deshalb: Bringt im Januar eure Eltern mit! Die coolen Alten werden eine flotte Sohle aufs Parkett legen und dir ihre Standardtanz-Moves von damals beibringen, die eher schüchternen Exemplare können einen Gesprächskreis bilden. Mutti lernt endlich all deine Verflossenen kennen und Vati kann Rosa mal vorführen, was er damals beim Bund mit den anderen Kameraden gemacht hat. Wer Oma oder Opa mitbringt, kommt gratis rein! Es winken lange Gespräche darüber dass DJs früher noch Vinyl und Kassetten aufgelegt haben, elterliche Kuppelversuche, intergenerativer Dialog und ungläubige Blicke auf allen Seiten.

Den perfekten Soundtrack für die Familienfeier liefert DJ Carsten (Let’s Go Queer, Wiesbaden) auf dem Mainfloor. Auf dem 2nd Floor für das etwas andere Partyerlebnis organisieren wir – echt jetzt! – eine Tupperparty (Wie eine Dildoparty, nur mit Dosen)!
Wir meinen das ernst!

Eintritt trotz allem erst ab 18. Gilt auch für Teenmoms!
queers + friends + mothers* (fathers, sisters, uncles, …)
Cocktailbar – Happy Hour bis 0 Uhr!

20.01.2017 // 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt

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