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Sam wurde nach Jamaika abgeschoben

Im vergangenen Winter ist ein 29-jähriger Mann aus Jamaika in der
Erstaufnahmeeinrichtung in Darmstadt gelandet. Er hat sein Heimatland verlassen müssen, weil der Karibikstaat eines der homofeindlichsten Länder der Erde ist. In Deutschland suchte er Schutz und hoffte auf ein freies Leben als schwuler Mann.

Kurz nachdem Sam* zu uns Kontakt aufgenommen hatte, wurde er auch schon wieder weiterverteilt. Aus der Erstaufnahme in Darmstadt erhielt er einen Transfer in die Nähe von Marburg. Wir konnten ihm Kontaktadressen in der Region nennen. Der Rainbow Refugee Support in Marburg hat ihn weiter betreut und begleitet. Zwar konnten wir Sam nicht mehr treffen, jedoch hielt er den Kontakt über Sprach- und Textnachrichten weiter aufrecht.
So haben wir auch schnell erfahren, dass sein Asylantrag abgelehnt wurde. Er hat sich juristischen Beistand geholt und gegen die Ablehnung geklagt.

Jamaika ist für Touristen der Himmel und für Schwule die Hölle

Wir haben ihm die Daumen gedrückt und auf eine positive Entscheidung des Verwaltungsgerichts gehofft. Dass Jamaika kein sicheres Land für Homosexuelle ist, ist durch zahlreiche Reports von Amnesty International, der US-Regierung und auch durch Hinweise des Auswärtigen Amts erwiesen. Immer wieder lesen wir Nachrichten von Überfällen und Mordanschlägen auf sexuelle
Minderheiten. Jamaikanische Sänger rufen in ihren Liedtexten und auf Konzerten dazu auf, Schwule zu jagen und zu verbrennen. Auch schwule Jamaikaner, die wir bisher in unserer Arbeit getroffen haben, haben gewalttätige und mörderische Angriffe überlebt oder ihnen nahestehende Menschen verloren. Ein Mann aus Kingston sagte uns: „Jamaika ist für Touristen der Himmel und für Schwule die Hölle.“

Mitte April wurde Sams Klage abgewiesen. Wir selbst haben das Urteil nicht gelesen, aber Sam hat uns angerufen und erzählt, dass das Gericht ihm nicht glaubte, als er die Situation von Homosexuellen in Jamaika geschildert hat. Man sagte ihm, er würde übertreiben.

Sam

Von der Polizei eingetretene Zimmertür

Seither verbrachte Sam die Tage und vor allem Nächte in ständiger
Anspannung. An einem Tag schickte er uns Fotos von der vollkommen demolierten Zimmertür seines Nachbarn, der ebenfalls aus Jamaika nach Deutschland geflüchtet war. Mitten in der Nacht sei die Polizei gekommen, um ihn für die Abschiebung abzuholen, hat dabei die Tür eingetreten und alle in Panik versetzt. Auch Sam wurde klar, dass es ihn ebenso jederzeit treffen konnte.

In einem Telefonat mit uns hat er irgendwann nicht mehr sprechen können und begonnen zu weinen. Minutenlang konnte auch unser ehrenamtlicher Supporter nichts mehr sagen. Es fehlten die Worte.

Im Hintergrund wurde derweil eiligst daran gearbeitet, die nächsten
rechtlichen Schritte zu gehen. Auch wir haben recherchiert und eine
Stellungnahme verfasst. Sam sollte in Deutschland bleiben.

Heute Vormittag um kurz nach 11 Uhr hat die Polizei Sam überraschend in der Gemeinschaftsunterkunft aufgesucht. Nichts hat zuvor darauf hingewiesen, dass er heute abgeschoben werden würde. Er hat keine Ausreiseaufforderung erhalten, er wusste nicht, dass er an diesem Tag zurück nach Jamaika gehen muss.
Noch während er notdürftig einige Sachen packte, hat er alle informiert, was gerade passiert Auch uns hat er geschrieben. Er hoffte, dass wir noch irgendetwas tun können. Während er mit einem Bus zum Frankfurter Flughafen gebracht wurde, reichte sein Anwalt neue Eilanträge bei Gericht ein, die die bevorstehende Abschiebung am Nachmittag vielleicht noch abwenden könnten. Wir haben ihn daran erinnert, wie der Abschiebeversuch von Emile verlaufen ist. Auch die Flughafenseelsorge wurde vom Rainbow Refugee Support  in Marburg informiert. Wenigstens sollte der Vorgang beobachtet werden, wenn den Flüchtlingshelfer_innen schon die Hände gebunden waren.

Ich kann nicht zurück nach Jamaika gehen

Sam saß alleine im Bus auf dem Weg zum Flughafen und fragte per
Textnachricht, was nun passieren wird. Er sagte: Ich kann nicht zurück nach Jamaika gehen. Eine ewige Stunde lang haben wir nichts von ihm gehört. Das nächste Mal meldete Sam sich aus dem Flugzeug. Er hat es nicht geschafft, sich bemerkbar zu machen. Er konnte niemandem um ihn herum bitten, ihm zu helfen. Die Resignation und Hilflosigkeit hat ihn gehindert, die letzte, wenn auch kleine Chance zu nutzen, seine Abschiebung doch noch zu verhindern.

Wir sind sicher, dass über seinen Fall in der folgenden Instanz positiv beschieden worden wäre, hätte man ihn nicht vorher eiligst abgeschoben . Wir beobachten in der letzten Zeit eine rasante Beschleunigung der Verfahren. Sobald es zu Ablehnungen kommt, werden Menschen innerhalb kürzester Zeit ohne Vorwarnung abgeholt und zum Flughafen gebracht. Wo zuvor noch Monate Zeit waren, sich auf Klageverfahren vorzubereiten, die dann letztendlich auch erfolgreich waren, werden abgelehnte Asylsuchende mittlerweile innerhalb kürzester Zeit abgeschoben.  Niemand kann innerhalb weniger Tage  neue Hinweise und Argumente recherchieren, die dann letztendlich zu einer positiven Entscheidung führen.

Hier erkennen wir ein System, das vor allem darauf setzt, Ablehnungen schnell durchzuziehen und Menschen in gefährliche Länder und Regionen zurückzuschicken, bevor sich sich gegen das Unrecht das gesprochen wurde zur Wehr setzen können.

Ständig werden mit Leistungskürzungen, nicht versandten Ausreiseaufforderungen, Hausarrest und solchen überfallartigen Abschiebeaktionen neue Formen gesucht, asylsuchende Menschen eine faire Behandlung zu verwehren und sie so schnell es geht abzuschieben. Wir verurteilen diese Asylpolitik, die sich uns vor allem als Abschiebepolitik darstellt. Die in allen Aspekten schwache Position Geflüchteter in Deutschland wird ausgenutzt, um Akten schnell zu schließen. Dass Schutzbedürftige in diesem in unseren Augen unrechten Vorgehen ihrem Schicksal überlassen werden, ist für uns ein beschämender und skandalöser Vorgang.

Heute Nachmittag um 14.30 Uhr ist ein Flugzeug von Frankfurt nach Jamaika gestartet. Ein schwuler Mann sitzt darin, auf dem Weg in homofeindlichste Land der Karibik. Wir fragen uns, wie Behörden und Gerichte eine solche Entscheidung treffen können.

Wir versuchen weiter Kontakt zu Sam zu halten und ihn von hier aus zu unterstützen. Da das für uns der erste Fall einer vollzogenen Abschiebung ist, müssen wir nun zunächst herausfinden was wir tun können. Aber wir bleiben dran.

Wir sind weiter entschlossen, geflüchteten Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Trans* mit allen Mitteln zu helfen.
Ihre Herkunftsländer sind nicht sicher, ihre Abschiebungen sind Unrecht.

 

*Wir haben den Namen geändert

IDAHOBIT 2018 in Darmstadt

Auch in diesem Jahr wollen wir den 17. Mai als Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit (IDAHOBIT) mit einer Kundgebung in der Innenstadt begehen.

Während sich die Situation sexueller Minderheiten in Deutschland gerade in letzter Zeit spürbar verbessert hat und man auf den sommerlichen CSD-Demonstrationen oft gerne positive Bilder vermitteln will, wollen wir bei unserer Demonstration am IDAHOBIT auf Missstände hinweisen und die Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Intersexuellen und Trans* thematisieren.

Auch in diesem Jahr steht der IDAHOBIT unter einem Thema, das die Community in Darmstadt besonders beschäftigt. Angesichts der wachsenden Zahl an abgelehnten Asylanträgen von verfolgten LSBTI Geflüchteten und jüngster Versuche, einzelne von ihnen unvermittelt abzuschieben, konzentrieren sich die Kundgebungsbeiträge dieses Jahr auf Rainbow Refugees und internationale LSBTI-Verfolgung.

Wir wollen gemeinsam mit allen Unterstützer_innen auf dem Luisenplatz für eine weltoffene Gesellschaft und ein Ende der Verfolgung sexueller Minderheiten demonstrieren.

Wir rufen alle trans*, lesbischen, bisexuellen, inter*, schwulen, queeren und heterosexuellen Menschen auf, ein sichtbares und hörbares Zeichen gegen Diskriminierung sexueller Minderheiten und Rassismus zu setzen und am 17. Mai um 17.30 Uhr zum Darmstädter Luisenplatz zu kommen.

Sagt es auch euren Freund_innen, Bekannten und Familienmitgliedern weiter!

Hier geht es zur Veranstaltung bei Facebook! Teilnehmen und Leute einladen!

Und weil es mittlerweile Tradition hat:
Nach den Redebeiträgen werden wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, traditionell einen schmissigen Hit abzuspielen, zu dem man sich umarmen, küssen, die Hand geben oder freundlich zunicken kann.

Schrill und Laut – Elektroschwule

Zehn Jahre lang hat eine Partyreihe die Stadt und ihre Menschen in ihren Bann gezogen. Zehn Jahre lang sind wir einmal im Monat zu Doris und Emma gelaufen und haben getanzt bis wir nicht mehr konnten. Die Elektroschule war vom ersten Schultag 2007 bis zur Abschlussprüfung 2017 eine Bildungsinstitution des Nachtlebens und DontCanDJ die besten Lehrerinnen der Welt.
Elektroschwule
Als die schöne Elektroschulzeit vorbei war, flossen Tränen (und Pfeffi). Wohin gehen wir nun? Wie geht es weiter? Wie sieht unsere Zukunft aus?

Schön, dass es auch nach dem Abschluss nie ganz vorbei ist und es immer die Chance gibt, die guten alten Zeiten wieder aufleben zu lassen. Zum Beispiel bei einem Klassentreffen.

Deshalb haben wir DontCanDJ ein Angebot unterbreitet, das sie hätten ablehnen können. Aber auch sie dürstet nach einem one night revival und sie haben zugesagt, exklusiv für euch und uns den Sonder-Abendunterricht zu halten.
Kommt zahlreich und seid fleißig bei Schrill und Laut Elektroschwule mit DontCanDJ, einer beschwipsten Schwulleitung und garantiert ohne Einträge ins Klassenbuch.
Schrill und Laut – Elektroschwule
Freitag, 16.02.2017 // 22.00 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
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Wir sind Abonnent von queer.de geworden

Queer.de liefert seit 15 Jahren bundesweite und internationale Nachrichten aus Szene, Kultur und Politik.
Für uns ist queer.de eine der wichtigsten Nachrichtenquellen überhaupt.

Die Redakteure beobachten Debatten im Bundestag ebenso wie die Umtriebe der sogenannten „Demo für Alle“. Wenn Parlamentsabstimmungen zu LGBT-Themen anstanden, wussten wir das als erstes von queer.de, wenn unsere Gegner_innen wieder eine Beleidigung von sich gegeben haben, oder neurechte Vereinigungen Aufmärsche organisieren,  können wir das Nötige dazu mit Sicherheit auf queer.de lesen.
Die Berichterstattung über die Einführung des Gesetzes gegen die sogenannte „Homopropaganda“ in Russland und die mörderische Verfolgung von Schwulen in Tschetschenien waren für unsere Arbeit unheimlich wichtig, haben uns aufgerüttelt und zum Handeln motiviert. Ebenso zeigte sich hier, wie wichtig queer.de ist: Kaum eine Zeitung oder Online-Zeitung hat so frühzeitig und umfassend berichtet. Es kam uns wie eine Ewigkeit vor, bis nach der ersten queer.de-Meldung zur staatlich organisierten Schwulenermordung in Grosny auch die deutschsprachigen Mainstream-Medien berichteten.

Nun droht dem schon immer chronisch unterfinanzierten News-Portal die Zahlungsunfähigkeit. Genauso wie viele LGBT-Magazine in der Vergangenheit verschwunden sind, könnte auch queer.de dieses Schicksal ereilen, wenn ihnen niemand unter die Arme greift.
Die Vorstellung auch diese Onlinezeitung zu verlieren, hat uns alarmiert.
queer.de
Auch wenn der Untertitel „Zentralorgan der Homo-Lobby“ wahrscheinlich eher scherzhaft ist: das Redaktionsteam macht ihm alle Ehre. Gerade jetzt mit einer explizit LGBT-feindlichen Partei im Bundestag und vielen Landtagen muss die Community breit aufgestellt sein. Es braucht nicht nur aktivistische, sondern auch journalistische Arbeit.
Wir wollen auch weiterhin schnell und gut informiert sein, wir wollen dass queer.de weiter besteht und wir wollen unseren Teil dazu beitragen.
Deshalb ist vielbunt heute Abonnent_in von queer.de geworden.

Das hat nur fünf Minuten gedauert und fühlt sich extrem richtig an.

Wir hoffen, dass viele weitere Organisationen ebenfalls Abonnent_innen werden, wenn sie es nicht bereits sind. Viel mehr noch: Wir rufen sogar aktiv dazu auf. Schließt Abos ab! Wir brauchen queer.de und queer.de braucht jetzt auch uns.

Schrill und Laut – XXXmas

xxxmasI don’t want a lot for Christmas
There is just one thing I need
I don’t care about the presents
Underneath the Christmas tree
I just want
ein bisschen mehr sexy Sachen an Weihnachten…

Nicht nur dass es rund um die heilige Adventszeit ständig nasskalt draußen ist, auch durch weihnachtliche Familienfeierlichkeiten zieht ziemlich oft ein eisiger Wind. Das Fest der Liebe voller Familienidyll, Harmonie, Enttäuschung, Besinnlichkeit und Vorwürfen artet viel zu häufig in eine einzige Folterstunde aus, von der man kaum mehr weiß, wem das überhaupt noch gefallen kann. Nein, nein, nein, wir wollen das nicht! Es muss ein feuchtwarmes bis heißes Gegengewicht gesetzt werden!

Bevor ihr euch also in die Unglücksspirale der besinnlichen Feiertage stürzt, lasst euch fallen bei unserem Fest der Sinne und tanzt bis zur Besinnungslosigkeit. Wir haben bei unserer XXXMAS Party die sexuellesten Weihnachtselfen, kennen die neusten Ruten-Praktiken aus Knecht Ruprechts S/M-Studio und enthüllen private Nacktfotos vom Weihnachtsmann.

Auf dem Wunschzettel von Schrill und Laut steht dieses Jahr
* ausgelassene Moves ohne Jugendfreigabe auf dem Dancefloor
* vorweihnachtliches Treiben
* XXXtatische Sinnlichkeit

Für alle die zunächst noch etwas scheu sind, verteilen wir wieder Mistelzweige an den unmöglichsten Stellen und Santa Rosa wendet ihren legendär-verführerischen Enthemmungstrick (Schnaps) an.
Musik (garantiert ohne Last Christmas) gibt es von Santa Baby LEo Yamane. Das ist das größte Geschenk das wir uns machen konnten!

Schrill und Laut – XXXmas
Freitag, 15.12.2017
22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
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Schrill und Laut – 500 Jahre GayFormation

GayFormationUnser Organisationsteam sprüht vor Ideen. Wenn wir eine Schrill und Laut-Party planen, kommen meist mehr Mottos zustande als wir uns überhaupt zu feiern trauen. Manche Mottos sind so absurd und in einem kaum mehr nachvollziehbaren Prozess freien Assoziierens entstanden, dass einige Teilnehmende schon am nächsten Tag kaum mehr wissen, wie es dieses oder jenes Motto auf den Partykalender geschafft hat. Zum Glück gibt es Protokolle, die die Gedankengänge des Brainstormings einfangen und uns wieder ins Gedächtnis rufen was wir da eigentlich vorhatten. Tja. Das Protokoll für diese Party ist verloren gegangen.

Niemand von uns weiß mehr, wie wir auf „500 Jahre GayFormation“ gekommen sind und was wir da eigentlich mit gemeint haben. Wahrscheinlich war gerade diese gescheiterte Lutherwoche bei der die Rentner_innen in der Wittenberger Hitze umgekippt sind. Und wir wollten mal so richtig edgy was mit nem schwulen Jesus machen, der ein Andreaskreuz durch die Gegend trägt. Eventuell wollten wir auch Hostien und Messwein ausschenken und im Rahmen unserer zugegeben ziemlich braven Möglichkeiten eine verruchte Messe der Blasphemie feiern. Aber das alles lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Das Protokoll ist ja weg.

Vielleicht hat auch nur jemand was über die Beyoncé Formation Tour gesagt… Deshalb werden wir die Sitzung sehr wahrscheinlich wiederholen müssen! Aber was schon mal sicher ist: Ihr könnt euch einstellen auf eine ganz besonders biblische Party mit viel Lithurgie, Urbi und auch Orbi! Heilige Klänge gibt es von sacred DJ Emma England Betet für uns, dass in Zukunft wenigstens eine_r mitschreibt! Amen.

Schrill und Laut – 500 Jahre GayFormation
20. Oktober 2017
ab 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt

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Schrill und Laut – Glow Job

Schrill und Laut erstrahlt wieder in ungewohntem Glanz! Die Lichter werden wieder aus!gedreht. Wir zeigen unsere neonschwarze Seite, schalten die UV-Röhren ein und tauchen das Schlosskellergewölbe in die glühendsten Farben.
Der Dresscode ist einfach: Strahlendes Weiß und schreiende Farben von Neonpink bis Grellgrün. Wenn ihr wollt. Wer keine UV-aktive Schminke aber dafür großes Vertrauen in Fremde hat, kann sich vor Ort noch vom Künstlerinnenkollektiv Lichtscheues Gestalten partyfein aufmotzen lassen. Den weniger Glücklichen bietet Rosa Opossum ein komplettes Bodypainting an.
So seid ihr frisch gewappnet für unsere schummrig-schimmernden Single-Spielchen und könnt zukünftige Bekanntschaften wie ein räuberischer Tiefseefisch mit eurer oszillierenden Persönlichkeit anlocken. Strahlendste Musik gibt es von mind-glowing Doris Gay – mit dem Besten was ihr euch vorstellen könnt

Schrill und Laut – Glow Job
Freitag, 15.09.2017
ab 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
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glow job

Keine „Demo für Alle“ – Gemeinsame Anreise aus Darmstadt

Zum wiederholten Mal sucht die sogenannte „Demo für Alle“ mit einer pseudochristlichen Anhäufung von Personen des rechten Spektrums die Landeshauptstadt heim. Wir haben uns diesen Hassveranstaltungen bereits in Stuttgart entgegengestellt und sind in Wiesbaden nun umso entschlossener. Kommt alle mit uns und zeigt Flagge für eine vielfältige Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung.

Unser gemeinsamer Aufruf des Bündnis für Solidarität und Vielfalt

Was es braucht, ist bunter Widerstand!
Für Solidarität und Vielfalt
Gegen die sogenannte ‚Demo für Alle‘

Am 25. Juni werden wir uns wieder dem antifeministischen, homofeindlichen, transfeindlichen und rassistischen Aufmarsch der sogenannten ‚Demo für Alle‘ in Wiesbaden entschieden entgegenstellen.

Gemeinsam mit den Wiesbadener ‚Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung‘ und anderen Gruppen werden wir lautstark und bunt die Hetzveranstaltung von Reaktionär_innen, Erzkonservativen, Fundamentalist_innen, Rechtspopulist_innen und Neonazis zu einem Desaster machen.

Bereits im vergangenen Oktober wurde der sogenannten ‚Demo für Alle‘ das Marschieren durch die Wiesbadener Innenstadt fast unmöglich gemacht. Daran werden wir anknüpfen.

Wir rufen alle Menschen in Darmstadt und Umgebung auf, mit uns zu kommen. Hierfür haben wir eine gemeinsame Anreise mit der Bahn organisiert. Wer kein Ticket hat, kann sich für die Teilhabe an einem Gruppenticket bei uns melden: gruppenticket@vielbunt.org

Treffpunkt am 25.06.2017 um 12.20 Uhr am Hbf Darmstadt (Vorhalle)
Treffpunkt zur Rückfahrt um 18.20 am Hbf Wiesbaden (vor dem Haupteingang)

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Bilder von der Eröffnungsfeier

Am 27. Mai eröffnete in der Oetinger Villa offiziell das Queere Zentrum Darmstadt mit einem Sektempfang. Nach der Begrüßung durch die Vorstände von vielbunt, haben auch Oberbürgermeister Jochen Partsch und Sozial- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz in ihren Redebeiträgen erklärt, dass das neue Zentrum nicht nur ein großer Schritt für die LGBT-Community, sondern auch für die Stadtgesellschaft insgesamt sind. Im Anschluss haben die Gaga-Ladies mit einem ganz eigenen Grußwort die Bühne geentert und Aurora DeMeehl hat als Stargast dem Programm das perfekte Finale verliehen.

Ein Album mit Bildern von der Eröffnungsfeier haben wir bei Facebook veröffentlicht.

Bilder von der Eröffnungsfeier

Das Queere Zentrum wird eröffnet

In den Räumen der Oetinger Villa eröffnet vielbunt am 27.05.2017 das erste Queere Zentrum in Darmstadt. vielbunt ist bereits seit Januar kontinuierlich mit der Renovierung der Räumlichkeiten beschäftigt, um queeren Menschen zukünftig einen Ort in der Stadt zu bieten.

Ab dem 27. Mai öffnet das Queere Zentrum in der Oetinger Villa in

der TräEröffnunggerschaft des Vereins vielbunt seine Türen für eine breite Zielgruppe. Die Angebote des Vereins richten sich an Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intersexuelle Menschen in Darmstadt und Umgebung.

Am Nachmittag werden stellen die Veranstalter_innen die neuen Räume Vertreter_innen aus Politik und Presse vor und laden gleichzeitig die Unterstützer_innen der letzten Jahre ein, gemeinsam die Eröffnung des neuen Zentrums zu feiern.

 Ab 22 Uhr steigt die öffentliche Opening Party im Keller der Oetinger Villa. Feierwillige Menschen sind herzlich eingeladen, gemeinsam das Ergebnis monatelanger Anstrengungen zu feiern.

Erweiterung und Professionalisierung

Zukünftig soll vom Queeren Zentrum aus auch die Arbeit von vielbunt koordiniert werden. vielbunt arbeitet weitgehend ehrenamtlich; organisiert jährlich die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie, den Christopher-Street-Day im August, die AIDS-Gala zum Welt-AIDS-Tag und weitere kulturelle und politische Veranstaltungen. Neben aktiver Flüchtlingsarbeit, leistet die Organisation auch Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an Schulen und bietet Gruppenangebote z.B. für trans*
Menschen oder Familien mit trans* Kindern an. Seit Januar dieses Jahres sind ehrenamtlich Aktive und Nutzer_innen der vielbunten Angebote partizipativ mit der Renovierung der Räume in der Oetinger Villa beschäftigt gewesen.
Mit der Eröffnung am 27.05. erfüllt sich auch der lang gehegte Wunsch nach einer erweiterten Jugendarbeit mit offenem Jugendtreff für queere Menschen bis 27 Jahre.
Darüber hinaus bietet der Verein nun qualifizierte Beratung bei Fragen und Unsicherheiten zu sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, insbesondere für junge Menschen an. Auch die Beratung und Begleitung von geflüchteten Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* wird durch die feste Anlaufstelle mit Bürozeiten professionalisiert.
Das offene Angebot für queere Jugendliche ist dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 16 – 20 Uhr geöffnet.
Die Beratung ist während der Bürozeiten erreichbar.

Schrill und Laut – Dirty Doctors & Naughty Nurses

Im Juni wird Schrill und Laut zur Notaufnahme. Die medizinischen Notfälle bei uns beschränken sich üblicherweise auf Übelkeit nach einem Schluck zu viel Pfeffi oder verletzten Stolz wenn Heterojungs sich zu uns herein verirren und keine der Frauen mit ihnen tanzen will. Irgendwie übt dieses ganze Krankenhaus-Ding aber trotzdem eine gewisse Faszination aus. Man teilt sich mit fremden Menschen in rückenfreien Leibchen das Zimmer und die Nachtschwester kommt, wann immer man den Knopf drückt… Ganz zu Schweigen von dem ganzen verdammten Glamour, der so manchen Kliniken wie dem Betty Ford Center anhaftet wie eine eingetrocknete Mullbinde.

Die älteren Semester haben sich damals noch selbst in den Emergency Room unter die Hände von Dr. Ross geträumt, bei Grey’s Anatomy fragt man sich einfach, wie es die Protagonist_innen bei dem ganzen heulkrampfgetränkten Beziehungsgeflechten überhaupt noch schaffen, ihrem Beruf nachzuDirty Doctorskommen und Rosa ist stolze Besitzerin einer geklauten DVD-Box von Doctor’s Diary. Nicht allein weil sie aus dieser Serie ihr gesamtes Wissen über den menschlichen Körper gezogen hat, sondern auch weil sie in Gretchen Haase eine Seelenverwandte und in Marc Meier einen Sexgott sieht, erklärt sie Doctor’s Diary zur ultimativ besten Serie der Welt. Die Serie wurde übrigens nach drei Staffeln eingestellt, weil die Schauspieler keine Lust mehr hatten…

Von Medikamentenausgabe bis Musiktherapie fährt unsere kleine Privatklinik alles auf was man für Körper und Seele tun kann.
Liefert euch also ein, wir nehmen euch über Nacht stationär auf, ihr geht sicher gesünder wieder raus!
Wir werden wahrscheinlich auch mal „Die Ärzte“ spielen

Schrill und Laut – Dirty Doctors & Naughty Nurses
Pfingstsonntag, 04.06.2017 // 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
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Schrill und Laut – Keine Hose, Keine Probleme

Es soll Leute geben, die Zuhause herumlaufen als würden sie jeden Moment Besuch von der Fashion Police bekommen. So richtig ordentlich angezogen, mit Socken und Schuhen an und allem. Wie soll man sich so eingeengt und in seiner persönlichen Entfaltung beschnitten überhaupt entspannen und wie zuhause fühlen können…?! Wir kennen eigentlich nur Leute, die sich die Hosen schon runterreißen, bevor die Wohnungstür ins Schloss fällt. Und wir finden das auch richtig. Schlimm ist, dass die Befreiung vom einengenden Joch der Hose, die unsere Beine teilt und unseren Willen schwächt nur im Geheimen, im Häuslichen, um Privaten ausgelebt werden kann.
Wir stellen uns klar dagegen: Für die Befreiung der Schenkel! Gegen das Diktat der skinny pants!
keine hose, keine probleme
Es gibt Alternativen! Eine andere Welt ist möglich:
Röcke, Kleider, Jumpsuits, Hella-von-Sinnen-
Gedächtnis-Overalls und Leggings für alle!
Oder einfach nix für niemand!
Entsagt dem Denim!
Keine Hose, kein Problem!

Damit die Nacht nicht in ein emanzipatorisches Jeansverbrennungsritual ausartet, haben wir für euch wieder das beste Partyprogramm des Monats zusammengestellt. Sensationelle Musik gibts von Emma England und wir halten wieder ein paar kleine Extras für euch bereit. Lasst die Hosen im Schrank und kommt alle!

Schrill und Laut – Keine Hose, Keine Probleme
Freitag, 19. Mai 2017
22.00 Uhr
Queers & Friends

Hier gehts zum facebook-Event (teilnehmen und Leute einladen!)

p.s. Schon die Gala hat berichtet: Skinny pants machen krank!
p.p.s. Wir meinen das ernst: Wer mit Hose kommt, kriegt Probleme ♥ seriously.

„Wissenschafts“-Symposium im Kurhaus Wiesbaden absagen!

Wie viele andere auch hat uns sehr überrascht, dass nach dem desaströsen Auftritt der sogenannen „Demo für Alle“ in Wiesbaden die homofeindliche und transfeindliche Organisation rund um  sich ein zweites Mal in die Stadt traut, die sich sehr mutig und entschieden gegen rechte Hetze und für eine vielfältige aufgeklärte Gesellschaft positioniert hat.

Noch größere Verwunderung hat bei uns ausgelöst, dass das sogenannte „Wissenschafts“-Symposium von Hedwig von Beverfoerde und ihren Mitstreiter_innen ausgerechsymposiumnet im Kurhaus Wiesbaden stattfinden soll. Dem Ort, an dem seit vielen Jahren die traditionelle Ballnacht der AIDS-Hilfe stattfindet und mit dem die AIDS-Hilfe auch in stets gutem Kontakt stand.

Auf Facebook haben viele Menschen ihren Unmut darüber ausgedrückt, indem sie der Location Kurhaus Wiesbaden schlechte Bewertungen gegeben haben. Diese Seite ist jedoch keine offizielle Seite des Kurhauses. Die Verantwortlichen werden die Kritik wahrscheinlich nicht sehen.

Aus diesem Grund haben wir, wie einige andere schon vor uns, das Kurhaus Wiesbaden direkt angeschrieben und sie aufgefordert, die Veranstaltung abzusagen.
Wiesbaden ist bunt, weltoffen und vielfältig und wir alle sind  bereit auch ein zweites Mal dafür zu sorgen, dass das so bleibt.

Sehr geehrter Herr Michel,

mit großer Verwunderung haben wir zur Kenntnis genommen, dass das Wiesbadener Kurhaus beabsichtigt seine Räume für eine Veranstaltung der sogenannten „Demo für Alle“ am 6. Mai 2017 zu  öffnen.

Die dahinter stehende Organisation hat sich unter dem Vorwand des Kinderschutzes einem aggressiven Kampf gegen Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans* verschrieben. Sie propagiert eine Politik der Ausgrenzung und unterfüttert diese mit hetzerischen Botschaften gegen moderne Schulaufklärung und gegen eine vielfältige Gesellschaft.

Im letzten Jahr haben sich alle Fraktionen im Hessischen Landtag und in der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung von der so genannten „Demo für Alle“ distanziert. Mehrere Tausend Menschen haben sich dem Aufmarsch der sogenannten „Demo für Alle“ entgegen gestellt und beherzt Widerstand geleistet. Das Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt vereinte von AIDS-Hilfen über Selbstvertretungsorganisationen, städtische Stellen und Jugendverbände bis hin zu Gewerkschaften über einhundert Akteure.

Für uns ist die Ausrichtung eines „Wissenschafts-Symposiums“ der sogenannten „Demo für Alle“ im Kurhaus aus diesem Grund gleichsam bedauerlich wie unerträglich. Das Wiesbadener Kurhaus war uns als Veranstaltungsort der Ballnacht der AIDS-Hilfe bisher nur positiv aufgefallen. Wir fragen uns ernstlich, was Sie dazu bewegt, sich einer Organisation zu öffnen, die den Grundsätzen von Vielfalt und Akzeptanz in einer modernen, aufgeklärten und sozialen Gesellschaft derart engegensteht.

Wir rufen Sie auf, dies kritisch zu überdenken und die Veranstaltung mit den Organisator_innen der sogenannten „Demo für Alle“ abzusagen.

Zahlreiche Gegenaktionen zu diesem „Wissenschaftssymposium“ sind bereits jetzt angekündigt.
Sofern Sie an der Durchführung der Veranstaltung festhalten, werden auch wir uns am Protest dagegen beteiligen und die menschenverachtenden und gefährlichen Thesen nicht unkommentiert lassen.

Mit freundlichen Grüßen 

 

Kontakt zum Kurhaus:  https://www.wiesbaden.de/microsite/kurhaus/global/impressum.php

Schrill und Laut – KaraOstern

Am Ostersonntag erwartet euch zum neunten Mal das Kult-Event im Schlosskeller: Bei Schrill und Laut KaraOstern mit Karaoke und knalliger Party. Tobt euch aus, kehrt euer Innerstes nach außen, express yourself auf der Bühne und auf der Tanzfläche!

Legendary as usual – 9th annual KaraOstern Contest

Wie jedes Jahr würden wir gerne behaupten, dss wir 2 Millionen Lieder oder vielleicht sogar alle Lieder der Welt (auch die ohne Vocals) anbieten. Aber dass das eine Lüge ist, haben alle mitbekommen. Deshalb sagen wir es einfach mal ganz ehrlich: Wir haben nur 1 Million Lieder. Aber soll die Gesangstalente nicht stören. Genausowenig wie die Präsentation und tänzerische Untermalung eurer Auftritte durch die Gastgeberin auf der Bühne: Rosa Opossum. Durch sie hat das Wort „Abmoderation“ eine neue Dimension gewonnen. Sie hat mit nett gemeinten Randbemerkungen schon mehr musikalischen Wunderkindern allen Mut genommen als das härteste Jurymitglied einer jeden Casting Show.

Trotzdem wollen am Ende doch immer alle singen. Dehalb: Kommt pünktlich um 22 Uhr, fasst euch schnell ein Herz und singt, bevor ihr zum Schluss nicht mehr dran kommt! Die supergeile KaraOke endet um 2 Uhr! Dann reichts auch mit singen – schließlich wird natürlich wieder die ganze Nacht getanzt. Im Hauptraum gibt es Musik von DJ LarsVegas! Es wird unglaublich!

Ostersonntag, 16. April 2017KaraOstern
ab 22 Uhr (punktlich sein zum Singen!)
Schlosskeller Darmstadt
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Tschetschenien: Brief an die Bundesregierung

Seit einigen Tatschetscheniengen erreichen uns stets neue schreckliche Meldungen über Entführungen, Folterungen und Ermordungen von mutmaßlich schwulen Männern in der autonomen Republik Tschetschenien.

Die russischsprachige LGBT-Organisation Quarteera e.V. bittet darum, Informationen und Berichte über die Meschenrechtsverletzungen breit zu teilen um Verantwortliche zum Handeln zu bewegen.

Der Hamburg Pride hat den Außenminister Sigmar Gabriel, die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung und den  Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestages aufgefordert aktiv zu werden.
Um dem Nachdruck zu verleihen, schließen wir uns dieser Aufforderung an und haben ebenfalls Briefe verschickt. Gleichzeitig rufen wir alle auf, ebenso Druck aufzubauen um dem Schrecken schnellstmöglich ein Ende zu setzen.

Sehr geehrter Herr Minister Gabriel,

aus zahlreichen Medienberichten geht aktuell hervor, dass es in Tschetschenien zu massiven Menschenrechtsverletzungen gegenüber Schwulen kommt. So sollen über 100 mutmaßlich homosexuelle Männer verschleppt und mindestens drei ermordet worden sein. Die Machthaber der autonomen Republik Tschetschenien tun dies laut Medienberichten als Falschmeldungen ab, da sie grundsätzlich die Existenz von Homosexualität in ihrem Land bestreiten. Der russische LGBT- Aktivist Igor Koschetkov hat indes die Vorgänge in einem Radiointerview bestätigt.

Das von den Medien berichtete Vorgehen der tschetschenischen Behörden ist absolut inakzeptabel und ein eklatanter Verstoß gegen die Menschenrechte der Betroffenen. Es ist nicht hinnehmbar, dass eine Regierung staatlich organisierte Ermordungen und eine brutale Verfolgung sexueller Minderheiten durchführt. Dies muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden, außerdem müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

vielbunt e.V. fordert Sie mit allem Nachdruck auf, den Berichten aus Tschetschenien unmittelbar nachzugehen und alles in Ihrer Macht Stehende zu unternehmen, damit die brutale Verfolgung sexueller Minderheiten in Tschetschenien gestoppt und die Einhaltung der Menschenrechte sichergestellt werden kann. Wir möchten Sie außerdem dringend bitten, die Machthaber in Tschetschenien auf diplomatischem Wege aufzufordern, menschenrechtliche Standards und Verpflichtungen einzuhalten, und sich nicht damit herauszureden, dass es keine Homosexualität in ihrem Lande gebe.

Mit freundlichem Gruß

 
Dieser Brief stammt im Original vom Hamburg Pride und wurde von vielbunt am 05.04.2017 in der vorliegenden, leicht veränderten Form an folgende Adressen gesendet:

Herrn Bundesminister des Auswärtigen
Sigmar Gabriel
Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
11013 Berlin

Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung
Dr. Bärbel Kofler MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestages
Prof. Dr. Matthias Zimmer MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Schrill und Laut – Deine Mutter

deine mutterSie tänzeln ungeduldig vor dem Badezimmer während du dich fertig machst, haben einen kritischen Blick auf dein Outfit wenn du dich verabschiedest und sitzen die ganze Nacht nervös ihm Sessel, bis du bei Sonnenaufgang wieder viel zu zerstört erst beim vierten Versuch den Schlüssel in die Wohnungstür rein bekommst: Deine Eltern.
Selbst wenn du schon lange ausgezogen bist, rufen sie in den ungünstigsten Momenten an, beschweren sich, dass du nie zu Besuch kommst, geben dir eingetupperte Kürbissuppe mit und fragen ständig wann du endlich deinen Abschluss machst. Und wenn du samstagmittags mit Augenringen wie ein Pandabär am Esstisch sitzt, wollen sie noch so komische Sachen wissen, über diese ominöse Party auf der du gestern warst. Als wären die nie jung gewesen! Eins wissen wir: Auch unsere Eltern waren mal in unserem Alter. Und auch unsere Eltern waren mal feiern. Nur halt nicht bei Schrill und Laut. Was muss das für eine Faszination sein, die von dieser sagenumwobenen Party ausgeht. Die würden auch gern mal hin. Die wollen das mal sehen. Die sollten das erleben!

Bring deine Mutter

Deshalb: Bringt im Januar eure Eltern mit! Die coolen Alten werden eine flotte Sohle aufs Parkett legen und dir ihre Standardtanz-Moves von damals beibringen, die eher schüchternen Exemplare können einen Gesprächskreis bilden. Mutti lernt endlich all deine Verflossenen kennen und Vati kann Rosa mal vorführen, was er damals beim Bund mit den anderen Kameraden gemacht hat. Wer Oma oder Opa mitbringt, kommt gratis rein! Es winken lange Gespräche darüber dass DJs früher noch Vinyl und Kassetten aufgelegt haben, elterliche Kuppelversuche, intergenerativer Dialog und ungläubige Blicke auf allen Seiten.

Den perfekten Soundtrack für die Familienfeier liefert DJ Carsten (Let’s Go Queer, Wiesbaden) auf dem Mainfloor. Auf dem 2nd Floor für das etwas andere Partyerlebnis organisieren wir – echt jetzt! – eine Tupperparty (Wie eine Dildoparty, nur mit Dosen)!
Wir meinen das ernst!

Eintritt trotz allem erst ab 18. Gilt auch für Teenmoms!
queers + friends + mothers* (fathers, sisters, uncles, …)
Cocktailbar – Happy Hour bis 0 Uhr!

20.01.2017 // 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt

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Kick-Off des Arbeitskreises Queeres Zentrum

Liebe Mitglieder

 Am 28.11.2010 wurde vielbunt gegründet. An diesem Tag hat eine Handvoll Menschen ein neues Kapitel in der queeren Geschichte von Darmstadt und darüber hinaus gelegt. In den letzten sechs Jahren haben wir viel Arbeit geleistet, konnten einige wichtige Ziele erreichen und sind dafür auch ziemlich bekannt geworden.
Wir haben Christopher Street Days quasi aus Wohnzimmern heraus organisiert, mussten Jugendgruppenstunden in viel zu kleinen Kellerräumen verbringen und die angesammelten vielbunten Schätze vom Demo-Megafon bis zum aufblasbaren Einhorn sind über etliche Dachböden, Regale und Abstellkammern in der ganzen Stadt verteilt.
Vor zwei Jahren erhielt der damalige Vorstand deshalb den Auftrag, sich noch mehr als zuvor um eigene Räume für die vielfältigen Angebote Arbeitskreis Queeres Zentrumund Projekte von vielbunt zu kümmern. Und es hat auch wirklich genau zwei Jahre gedauert, bis dieses Ziel in greifbare Nähe gerückt ist. Bei der letzten Mitgliederversammlung in diesem Monat konnten wir euch mitteilen, dass die Stadtverordnetenversammlung beabsichtigt, vielbunt eigene Räume in Darmstadt zu überlassen. Kurz darauf war es beschlossene Sache: Wir werden in einem Teil der Oetinger Villa ein Queeres Zentrum mit einer vollen hauptamtlichen Stelle einrichten!

 

Gefeiert wurde diese Neuigkeit am letzten Wochenende bei unserem vielbunten Jahresabschluss. Nun kommt wohl der größte aber auch schönste Teil der Arbeit und ein weiterer Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte:
Zum Jahreswechsel werden wir in unsere eigenen Räume in der Oetinger Villa einziehen können. vielbunt bekommt ein Zuhause, das ein wenig renoviert und mit Leben gefüllt werden muss.

Mitmachen und Mitgestalten

Da dies das Ergebnis des Engagements und der Unterstützung aller Mitglieder ist, möchten wir euch einladen, die nächsten Schritte auch weiterhin gemeinsam zu gehen.
Wie soll ein Queeres Zentrum in Darmstadt aussehen? Wie wird sich unsere Arbeit in Zukunft gestalten? Wie soll das Queere Zentrum heißen und wie sieht das erste Jahr in unseren eigenen vier Wänden aus?
Um dies zu diskutieren, zu planen und gemeinsam zu entscheiden und auch tatkräftig anzupacken, gründet sich
am 13. Dezember 2016 um 18.00 Uhr
der Arbeitskreis Queeres Zentrum.

 

Wir freuen uns über eine breite Beteiligung aller Mitglieder. Um besser planen zu können und eine passende Räumlichkeit für dieses Treffen zu finden, sagt uns per Email kurz Bescheid, ob ihr teilnehmt: info@vielbunt.org

Wir freuen uns auf euer Kommen

Fünftkleinste AIDS-Gala der Welt

vielbunt e.V. und die AIDS-Hilfe Darmstadt e.V. veranstalten am Donnerstag, dem 01.12.2016 zum fünften Mal gemeinsam eine AIDS-Gala der etwas anderen Art.

Die Solidaritätsveranstaltung mit Kultcharakter versammelt bekannte Künstler_innen und Newcomer aus verschiedenen Genres für den guten Zweck in der Oetinger Villa.
Wie auch in den vergangenen Jahren organisieren vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt gemeinsam eine außergewöhnliche Spenden-Gala zum Welt-AIDS-Tag. Wieder einmal treffen Trash und Glamour schonungslos aufeinander. Das Publikum darf sich einen Abend lang mitreißen lassen von den Darbietungen bekannter Künstler_innen und neuer Talente. Die Veranstaltung bleibt ihrem alternativen Charakter treu und präsentiert eine Mischung aus Verstörung, Verzauberung, Chic und Rebellion.

Zeichen setzen gegen Stigmatisierung

Durch das Programm führt Drag Queen und Polit-Tunte Rosa Opossum: „Unsere Gala soll nicht nur Geld für die wichtige Arbeit der AIDS-Hilfe Darmstadt einbringen, sondern auch ein Zeichen setzen gegen die Stigmatisierung von Menschen, die mit HIV leben.“
„Wir von der AIDS-Hilfe in Darmstadt sind sehr froh gemeinsam mit vielbunt am Welt-Aids-Tag diese wunderbare Gala zu gestalten, vielen Menschen einen schönen Abend zu bieten und nicht zuletzt auch die Öffentlichkeit wieder auf das Thema HIV und Aids aufmerksam zu machen. In meiner täglichen Arbeit erfahre ich, dass es noch viel zu viel Stigmatisierung in der Gesellschaft gibt, unter der die Betroffenen und ihre Familien stark leiden und auch, dass eine HIV-Infektion oft mit Armut einhergeht. Daher freuen wir uns sehr über Spenden und garantieren, dass sie direkt und fünftkleinste AIDS-Galaunbürokratisch bei unseren Klientinnen und Klienten ankommen, dort, wo sie wirklich dringend benötigt werden“ erklärt Yvonne Bach, Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe Darmstadt
Die Organisator_innen versprechen Live-Musik, Travestie, Kabarett und Anarchie für den guten Zweck: Sämtliche Gewinne der Veranstaltung kommen der Aids-Hilfe Darmstadt e.V. zugute.
Die Fünftkleinste AIDS-Gala der Welt findet am Welt-AIDS-Tag statt. Weltweit erinnern jährlich am 1. Dezember verschiedenste Organisationen an das Thema HIV/AIDS und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten, an AIDS Erkrankten und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen.
Fünftkleinste AIDS-Gala der Welt
01.12.2016 / 19.00Uhr
Oetinger Villa (Kranichsteiner Str. 81, 64289 Darmstadt)
stefan.kraeh@vielbunt.org, yv.bach@darmstadt.aidshilfe.de
Telefon: 06151-3534346
Telefon AIDS-Hilfe: 06151 – 28073

Das Event bei Facebook zum Zusagen und Teilen

Protest gegen die „Demo für Alle“ in Wiesbaden

Mach mit beim bunten Widerstand!
Für Solidarität und Vielfalt
Gegen die sogenannte ‚Demo für Alle‘

Am 30. Oktober werden wir uns dem antifeministischen, homofeindlichen, transfeindlichen und rassistischen Aufmarsch der sogenannten „Demo für Alle“ in Wiesbaden entschieden entgegenstellen.

Gemeinsam mit den Wiesbadener ‚Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung‘ und anderen Gruppen werden wir lautstark und bunt die Hetzveranstaltung von Reaktionär*innen, Erzkonservativen, Fundamentalist*innen, Rechtspopulist*innen und Neonazis zu einem Desaster machen.

Gemeinsame Anreise aus Darmstadt

Wir rufen alle Menschen in Darmstadt und Umgebung auf, mit uns zu kommen. Hierfür wurde vom Darmstädter Bündnis für Solidarität und Vielfalt eine gemeinsame Anreise mit dem Bus organisiert.

Abfahrt am 30.10.2016 um 11.00 Uhr am Europaplatz (Hbf Darmstadt)
Rückfahrt um 18.30 in Wiesbaden.

Bitte meldet euch über unser Formular an.
Die Mitfahrt ist kostenfrei, wir bitten aber im Bus um eine Spende.

"Demo für Alle" in Wiesbaden

Aufruf – Bündnis für Solidarität und Vielfalt

Vielfalt leben – Veranstaltung in der Stadtkirche

Hetero, schwul, lesbisch, transqueer, transsexuell, … – Neue Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft ?!

In Kooperation mit vielbunt e.V. laden der Stabsbereich Chancengleichheit der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau und die  Evangelische Stadtkirche Darmstadt zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Vielfalt leben“ ein.

Aus dem Flyer:

Kirchenvorstände, Pfarrerinnen und Pfarrer werden zu Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften angefragt. Menschen bitten um seelsorgerliche Begleitung bei Geschlechtsumwandlung und um Segnung der neuen Identität.
Wie kann Kirche auf solche Veränderungen reagieren, wie Menschen begleiten?
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat sich sehr bewuVielfalt lebensst mit Blick auf die Lebenswirklichkeit der Menschen für einen offenen Partnerschafts- und Familienbegriff entschieden. So lässt sich nach Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN, sehr wohl biblisch begründen, dass es in Familie darum geht, dass Menschen dauerhaft, verbindlich, verlässlich, partnerschaftlich und gerecht Verantwortung füreinander übernehmen.
Die Änderung der Lebensordnung (Juni 2013) ermöglicht gleichgeschlechtlichen Partnerschaften einen Segnungsgottesdienst und den Eintrag ins Kirchenbuch.
Dennoch gibt es nach wie vor Menschen, die Vorbehalte und Unsicherheiten gegenüber Menschen, die anders leben bzw. anders sind, haben.
Wir wollen mit dieser Informations- und Diskussionsveranstaltung
die Position der EKHN deutlich machen und dazu beitragen, offene Fragen zu klären. Darüber hinaus wollen wir für Offenheit und Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensformen und -identitäten und damit für eine Kirche, in der allen ein Platz angeboten wird, werben.

Panorama-Beitrag „Die Schwulenheiler“
von Christian Deker

dekerJournalist Christian Deker wird seinen Film „Die Schwulenheiler“ vorstellen. Der Film zeigt, dass Homophobie und alte Ressentiments gegen Homosexuelle in manchen Gesellschaftskreisen nach wie vor bestehen. Zum Beispiel ist es auch im 21. Jahrhundert noch möglich, dass Ärzt_innen Homosexualität als Krankheit betrachten und an deren angeblicher Heilung Geld verdienen.

Podiumsdiskussion

Im Anschluss findet unter der Moderation von Sebastian von Gehren (Referent für Interne Kommunikation bei der EKHN) eine Diskussion mit Vertreter_innen aus Kirchengemeinde und LGBT-Community statt:
Matthias Roth (Evangelische Jugend in Hessen und Nassau e.V.)
Eli Wolf (Pfarrerin, lesbisch, 2 Kinder)
Alexander Arnold (Vorstand vielbunt e.V.)
Anja Herzog
und weiteren Menschen aus Kirche und Gesellschaft

14. Dezember 2015, 19.30 Uhr
Gemeindehaus der Stadtkirche Darmstadt
An der Stadtkirche 1
64283 Darmstadt

Die Veranstaltung „Vielfalt leben“ beim Stabsbereich Chancengleichheit