2016-05-17 18.56.58

Resolution gegen Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*Feindlichkeit

Gemeinsame Resolution von vielbunt, AStA TU Darmstadt, Jusos Darmstadt und der Grünen Jugend Hessen. Die Resolution wurde am internationalen Tag gegen Homophobie (IDAHO) am 17.05.2016 auf dem Luisenplatz Darmstadt verlesen.

Am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation beschlossen, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Nichtsdestotrotz werden LGBTIQ* weltweit verfolgt, diskriminiert, erniedrigt und getötet. Auch in Europa haben sich unter dem Deckmantel so genannter besorgter Eltern LGBTIQ* Feind_innen zusammengefunden und wollen alle, die nicht ihrem heteronormativen vorgestrigen Weltbild entsprechenden Menschen aus der Öffentlichkeit und dem Bewusstsein verbannen. Evangelikale Kirchen und die katholische Kirche unterstützen weltweit Kampagnen gegen die Rechte von LGBTIQ* – von Verhinderung einer Ehe für alle über die schädliche “Homoheilung” bis hin zum Aufruf zur Verfolgung von LGBTIQ*. Wir fordern die Gesellschaft dazu auf, sich zusammen mit uns dieser Bewegung zu widersetzen, jeden Tag und überall – nicht nur am CSD!

Im Kampf für die Rechte von LGBTIQ* wurde schon viel erreicht, dennoch gibt es dringenden Handlungsbedarf. Noch immer werden Trans*- und Inter*personen als Menschen mit psychischen oder körperlichen Störungen eingestuft. Diese Einstufung ist verachtenswert und muss sofort beendet werden. Personenstandsänderungen und Geschlechtsangleichungen müssen den Bedürfnissen der Menschen angepasst werden und die Genitalverstümmelung intersexueller Kinder muss aufhören.

Unsere Verantwortung macht nicht vor Grenzen Halt: auch geflüchtete LGBTIQ* müssen bei uns Schutz erhalten und dürfen nicht in ihre als vermeintlich sicher deklarierten Herkunftsstaaten zurück geschickt werden. Entwürdigende Verfahren zur Feststellung der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität müssen abgeschafft und dauerhaft unterbunden werden. Wir müssen die sexuelle Orientierung endlich ohne Einschränkungen als Fluchtgrund anerkennen und entwürdigende Asyl- und Prüfverfahren gesetzlich verbieten.

Wir fordern gemeinsam, dass sich die Politik endlich hörbar für die Rechte von LGBTIQ* einsetzt und uns bei unserem Kampf um Gleichberechtigung und gegen jede Form der Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit unterstützt.

Wir sind stolz und genau so wird unser Kampf weitergehen!