Katholische Hochschulgemeinde Darmstadt lädt „Demo für Alle“ Sprecher zu Podiumsdiskussion

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Medien – die 4. Gewalt” läd die katholische Hochschulgemeinde Darmstadt am 28.11.2018, Jürgen Liminski ein.

Liminski ist regelmäßiger Kolumnist der “Junge Freiheit, die Politikwissenschaftler im „Grenzbereich zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus“ und als “Sprachrohr der Neuen Rechten” einordnen. Er trat bei der sog. “Demo für Alle” als Redner auf und sprach davon, dass es bei den Bildungsplänen für Toleranz und Vielfalt um eine “Verunsicherung der Kinder” und das “Niederreißen ihrer Schamgrenzen” gehe, was “vor allem Pädophilen” nütze. Liminski moderierte zudem das als “wissenschaftlich” titulierte “Öffnung der Ehe – Folgen für alle Symposium” 2018 in Frankfurt am Main, was im Kern ein Schaulaufen der homophoben Populisten von Beverfoerde bis Kelle war.

Auf einer vorangegangenen Veranstaltung der KHG Reihe, sprach bereits am 14.11.2018, der ebenfalls durch homophobe und rassistische Ausfälle regelmäßig in Erscheinung tretende, Matthias Matussek. Im Nachgang äußert er sich auf facebook über das Publikum der KHG Darmstadt als “begeisterungsfähig, ohne grünen Heilirrsinn in der Birne”.

Wir fragen uns, ob der KHG bewusst ist, welche Redner zu dieser Veranstaltungsreihe eingeladen wurden? Ist die Einladung von Jürgen Liminski, dem hierdurch eine Bühne geboten wird, als grundsätzliche Unterstützung seiner Thesen zu sehen? Wie steht die KHG Darmstadt allgemein zu den Themen Homophobie und Rassismus, wenn bestimmte Äußerungen offenbar “begeistert” aufgenommen werden?

Wir stehen hier in Darmstadt für eine weltoffene und bunte Stadt, in der homophobem und rassistischem Gedankengut kein Platz geboten werden darf. Wir sind entsetzt darüber, dass die KHG solchen Rednern ein Podium bietet und fordern, die genannten Veranstaltungen abzusagen. Wir sind außerdem der Meinung, dass derartige öffentliche Veranstaltungen nicht unwidersprochen ablaufen sollten.

Steht auf, sagt Nein zu Rassismus und Homophobie.