Die Freiheit wir selbst zu sein.

Mittwoch – wir haben wieder Badminton gespielt, wie jeden Mittwoch. Heute waren wir acht Spieler, haben uns auf dem einen Feld immer abgewechselt, hatten ein tolles spielerisches Niveau – sogar Zuschauen hat richtig Spaß gemacht.

Trotzdem war es heute für mich anders.

Ich hatte gerade gelesen, dass außerhalb der Community kaum verstanden wird, was die 49 Todesopfer in Orlando mit dem sperrigen Begriff „LGBTQ-Schutzraum“ zu tun haben. Ich hatte gerade gelesen, dass 40% der Deutschen finden, Homosexuelle sollten sich in der Öffentlichkeit nicht küssen. Beides entsetzt mich und wühlt mich enorm auf.

Und genau das hat mich heute ausgesprochen sensibel gemacht für die unbeschwerte Stimmung die wieder in den 3 Stunden Badminton geherrscht hat. Und ich musste an die Zeit denken, als wir noch im „SoccersTreff“ gespielt haben, als auf dem Tennisfeld nebenan der Trainer seine Schützlinge gerne mit „Schwuchtel“ angemotzt hat.

In den Gesichtern der Jungs habe ich heute bei jedem Einzelnen vor allem die Unbeschwertheit wahrgenommen und wie jeder einfach er selbst ist. Mir ist klarer denn je geworden, warum wir uns zum Badminton, zum Schwimmen, zum Radfahren, zum Walken, zum Joggen, zum Yoga und vielem mehr treffen.

Neben dem Sport gibt es uns für einen bestimmten Zeitraum einfach sehr viel Freiheit wir selbst zu sein.

Von Herzen Danke allen, die sich immer wieder kümmern, die organisieren, helfen, unterstützen und engagieren – bei uns aber auch in den anderen AGs, Veranstaltungen, Organisationen.

Danke an diejenigen, die den Frankfurter Volleyball Verein (FVV) möglich machen – Danke an die Menschen die Vielbunt sind.

Es ist so wichtig.