Alle Beiträge von Stefan Kräh

Stolperstein für Heinrich Orlemann

Heinrich OrlemannDie Regionalgruppe Darmstadt der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. hat bereits Anfang des Jahres den ersten Stolperstein für ein schwules Opfer des NS-Regimes verlegen lassen.  Nun soll der zweite folgen:

„Ein Stolperstein für den homosexuellen Theologen Heinrich Orlemann aus Arheilgen wird am Freitag, 16. Oktober, um 10 Uhr an der Messeler Straße 23 in Darmstadt-Arheilgen verlegt. Orlemann wurde 1942 im KZ Sachsenhausen im Alter von 33 ermordet.

Orlemann hat in Darmstadt die Schule besucht und Abitur gemacht, danach studierte er evangelische Theologie in Göttingen, Tübingen und Gießen. Seine Lizenziatsprüfung, vergleichbar einer Promotion, bestand er 1935 mit „Gut“, seine Note wurde jedoch handschriftlich auf „Ausreichend“ abgewertet. Im gleichen Jahr stand er zum ersten Mal wegen seiner Homosexualität vor Gericht. In den folgenden Jahren wurde er mehrmals angeklagt, zu Gefängnis- und Zuchthausstrafen verurteilt und schließlich in das Konzentrationslager Sachenhausen deportiert, wo er 1942 ermordet wurde.

Von seiner Landeskirche, der heutigen Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wurde Orlemann nicht in Schutz genommen. Vielmehr geht aus den Akten im Archiv der EKHN hervor, dass man nicht bereit war, Orlemann in den kirchlichen Dienst zu übernehmen, nachdem er das erste Mal wegen seiner Homosexualität gerichtlich verfolgt worden war.“

Wir danken der Darmstädter HuK für die Recherchearbeit und den Einsatz für die lange versäumte Aufarbeitung der Verfolgung Homosexueller in der Nazizeit. Stolpersteine sind wichtige Mahnmale im öffentlichen Raum und wir hoffen, dass der Verlegung viele Menschen beiwohnen werden.

 

Zweites Treffen der Task Force LGBT Refugees

Liebe Mitglieder, liebe Community

Am vergangenen Mittwoch fand die erste Task Force LGBT Flüchtlinge statt und hat gemeinsam über eine spezialisierte Hilfe für homosexuelle, bisexuelle und trans* Geflüchtete in Darmstadt nachgedacht.
Wir haben uns entschieden, am Sonntag (27. September) einen Stand beim Willkommensfest für Geflüchtete in der Michaelisstraße zu organisieren Institutionen sowie andere Gruppen darüber zu informieren, dass Flüchtlinge mit LGBT-Hintergrund an uns verwiesen werden können.

Task Force LGBT refugees

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Für die Vorbereitung dieses Stands sowie weiterer Maßnahmen wird am kommenden Mittwoch weiter konkretisiert.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am Mittwoch, den 23. September zu unserem nächsten treffen zu kommen und sich einzubringen.

Wir treffen uns um 19.30 Uhr im Seminarraum S103/9 im Alten Hauptgebäude der TU Darmstadt, Hochschulstraße 1 (barrierefrei zugänglich).

Refugees Welcome! <3

GENDER_IDENTITY beim Darmstädter Jazzforum

GENDER_IDENTITYDas Jazzinstitut Darmstadt veranstaltet vom 1. bis 3. Oktober das 14. Darmstädter Jazzforum. Das Thema dieser internationalen Konferenz ist dieses Mal „GENDER_IDENTITY“. Ebenso wird es begleitend eine Ausstellung in der Galerie des Jazzinstituts in Bessungen sowie einige Konzerte geben.

Aus der Ankündigung:

„Der Jazz war lange Zeit eine Männermusik. Nicht nur waren die meisten der stilbildenden Musiker männlichen Geschlechts, auch seine Ästhetik und sein soziales Umfeld waren männlich dominiert und männlich besetzt. (…) Starke, individuelle, ihre eigene Stimme suchende und findende Frauen oder gar Musiker oder Musikerinnen, die nicht dem anderen, sondern dem eigenen Geschlecht zugeneigt waren, wurden lange Zeit entweder ausgegrenzt, als Ausnahme abgetan oder als Feigenblatt für eine postulierte Offenheit dieser Musik genutzt.

Für unser 14. Darmstädter Jazzforum wollen wir diesen komplexen Themenkreis von sehr unterschiedlichen Warten betrachten. Wir haben dafür drei Themenblöcke vorgesehen. (1) Zum einen wollen wir uns allgemein mit der Thematik Maskulinität / Gender / Intersektionalität / Identität befassen. (2) Wir laden Referenten und Referentinnen ein, sich in analytischen Case Studies an die musikalische Aktivität einzelner Musiker oder Musikerinnen anzunähern, ohne von vornherein nur auf den Genderaspekt ihrer Kunst zu blicken. (3) In einem dritten Block wollen wir schließlich Schlaglichter auf gelebte Wirklichkeit in Geschichte wie Gegenwart werfen, uns dafür fokussierte Blicke in die Jazzgeschichte erlauben, aber auch aktuelle Zeitzeugen zu Worte kommen lassen.“

Mehr Information zum 14. Darmstädter Jazzforum über GENDER_IDENTITY findet ihr hier:


vielbunt gegen die „Demo für Alle“

Am 11. Oktober 2015 gehen zur sogenannten Demo für alle in Stuttgart wieder evangelikale und fundamentalistische Christ_innen, rechte Hetzer_innen, rechtspopulistische Politiker_innen, Neonazis und weitere sogenannte „Besorgte“ Seite an Seite auf die Straße, um gegen Gleichstellung, gleiche Rechte, Menschenrechte und Homosexualität generell zu demonstrieren.

vielbunt war im April schon vor Ort, als die „Demo für Alle“ 4000 Vielfaltsgegner_innen marschieren ließ. Lediglich 300 Menschen stellten sich Demo für Alledieser schieren Masse entgegen. Das darf nicht wieder passieren.

Deshalb: Komm mit uns nach Stuttgart, leiste friedlichen Widerstand, steh auf gegen die Feind_innen der Vielfalt und zeig ihnen, dass unsere Gesellschaft bunt ist!

Wir werden denen, die gegen uns hetzen, nicht den Platz überlassen, damit sie ihre menschenverachtenden Parolen ungehindert verbreiten können.

Wir werden denen, die im Glauben sind, die Stimme einer stillen Mehrheit zu sein, das Gegenteil beweisen.

Ein breites Bündnis von queeren Verbänden, Parteiorganisationen und antifaschistischen Gruppen wird unter dem Titel „Regenbogen für Alle!“ vor Ort sein und klar machen, dass die Demo für Alle nicht willkommen ist. Deshalb, nicht nur am CSD:

Bezieh Position!
Protestiere!
Leiste Widerstand!
Stonewall was a riot!
WIR KÖNNEN AUCH ANDERS!
Peace :*

Wir haben einen Reisebus bestellt – Ihr könnt euch für einen Sitzplatz hier verbindlich anmelden. <3

Task Force LGBT Flüchtlinge

Liebe Mitglieder, liebe Community

Seitdem in Darmstadt eine Außenstelle des Gießener Erstaufnahmelagers für Flüchtlinge eingerichtet wurde und einige hundert Menschen in unserer Stadt eine erste Zuflucht gefunden haben, ist die Hilfe für Geflüchtete ein noch größeres Thema als zuvor.
Sehr solidarisch wurde von hunderten Freiwilligen eine Erstversorgung sichergestellt. Viele haben Kleidung, Spielsachen und auch Geld gespendet. Wichtig war, dass die die ohne irgendwas hier ankamen, genügend Kleidung und wenigstens eine bescheide Grundausstattung erhalten, bevor es weiter geht.

Task Force LGBT Flüchtlinge

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Immer auch denken einige von uns daran, dass unter den vielen, die kommen auch einige Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans* sein werden. Wir kennen die Berichte von IS-Terroristen, die schwule Männer vor großem Publikum von Hausdächern in den Tod werfen. Wir wissen, dass Homosexuelle in den meisten Ländern aus denen die Geflüchteten kommen, noch zusätzliche Verfolgung erleiden und um Leib und Leben fürchten müssen. Wir kennen auch Berichte von einzelnen Schwulen und Lesben die in Flüchtlingsunterkünften Diskriminierung ausgesetzt sind.
Viele von uns haben das Bedürfnis, geflüchteten LGBT hier in Darmstadt zu helfen. Wie können wir den LGBT Menschen im Zeltcamp sagen, dass es uns und damit auch ein queeres Leben gibt? Wie können wir für sie da sein? Wie können wir helfen? Welche Hilfe ist überhaupt nötig?

Um all diese Ideen zu sammeln und zu diskutieren, was nun zu tun ist und wie wir gemeinsam die richtigen Schritte einleiten können, laden wir euch herzlich zur Task Force LGBT Flüchtlinge ein:

Am kommenden Mittwoch, 16.9.2015 um 19.30 Uhr treffen wir uns im Seminarraum S103/9 im Alten Hauptgebäude der TU Darmstadt, Hochschulstraße 1 (barrierefrei zugänglich).

Refugees Welcome! <3

Queeres Yoga im September

yoga im SeptemberAm Sonntag den 6. September findet von 18.00 – 19.30  Uhr wieder  die Queere Yoga-Werkstatt statt. 

In der Yogastunde werden die traditionellen Yoga-Asanas aus dem Hathayoga praktiziert, verbunden mit Atemübungen und angeleiteten Meditationen. Durch die Yoga-Praxis soll der Geist zur Ruhe kommen und Selbstfürsorge praktisch umgesetzt werden. Jede_r ist willkommen!

Ort : Zimmerstrasse 11, in den Räumen von Christine Eisenhauer (Begrenzte Teilnehmerzahl – Um Anmeldung wird gebeten)
Kosten : Raummiete wird geteilt, ca. 5 € p.P.

Anmeldung: 2 Tage vorher per Mail/WhatsApp

Ein vielbunter Brief an Annegret Kramp-Karrenbauer

In dieser ereignisreichen Woche mussten wir gleich zwei vielbunte Briefe an hochrangige Politikerinnen schicken.
Zunächst hat sich Annegret Kramp-Karrenbauer, die Ministerpräsidentin des Saarlandes, in einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung durch verstörende AussageKramp-Karrenbauern über die gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Vielehe und Inzest hervorgetan. Nach Kritik sowohl von außen als auch von intern hat es die „Landesmutter“ bisher nicht für nötig erachtet, ihre Aussagen  zurückzunehmen oder sich gar angemessen zu entschuldigen. Vielmehr verteidigt sie ihre Haltung und fühlt sich, wie viele homophobe_transphobe Menschen, schlicht missverstanden.

Grund genug, nach Barbara Eggert auch Annegret Kramp-Karrenbauer einzuladen, auf dem CSD Darmstadt 2015 etwas gegen ihre Menschenfeindlichkeit zu tun.

Kramp-Karrenbauer

 

Hier noch mal der genaue Wortlaut des Briefes an die Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer

 

Sehr geehrte Frau Kramp-Karrenbauer,

mit großem Interesse haben wir das Interview mit Ihnen in der Saarbrücker Zeitung vom 02. Juni 2015 gelesen, in dem Sie unter anderem die Meinung vertreten, die Öffnung der Ehe führe zu Vielehe und der Heirat zwischen engen Verwandten. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Sie mit dieser homophoben „Argumentation“ bewusst Ängste schüren um Stimmung gegen eine ohnehin schon diskriminierte Minderheit zu machen. In nachfolgenden Statements haben Sie Ihre Position weiter bekräftigt.

Wir möchten Sie deshalb sehr herzlich zu unserem Christopher-Street-Day am 15. August 2015 in Darmstadt einladen. Es wird eine Demonstration mit Kundgebung geben, im Anschluss findet ein sehr buntes Open-Air-Fest mit zahlreichen Künstler_innen auf dem Riegerplatz statt.

Bei dieser Veranstaltung geht es vor allem um die Akzeptanz von Minderheiten und den Abbau von Diskriminierung. Wir sind der Auffassung, dass ein Besuch des CSDs Ihnen sehr gut tun würde. Dies wäre auch eine gute Gelegenheit, sich persönlich bei den Menschen zu entschuldigen, die Sie mit Ihren Äußerungen verletzen wollten.

Hinweise zum Programm finden Sie demnächst auf www.csd-darmstadt.de

Bitte sagen Sie uns vor Ihrer Anreise Bescheid, damit wir uns Zeit für ein persönliches Gespräch nehmen können.  

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ein vielbunter Brief an Erika Steinbach

Nachdem sich die Parteikollegin und Ministerin des Saarlandes Kramp-Karrenbauer durch ihren Beitrag zur Debatte rund um #Ehefüralle hervorgetan hat, fühlte sich die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion Erika Steinbach (MdB) wohl angespornt, wieder einmal auf twitter mit ihrer Homophobie Menschen zu diskreditieren.
Mit unserem Brief an Erika Steinbach laden wir sie als langjährige Mobilmacherin gegen Schwule und Lesben ein, zu unserem CSD im erweiterten Lebensraum Darmstadt zu kommen  und sich endlich für den Schaden den sie anrichtet, angemessen zu entschuldigen.
Vielleicht kann sie uns auch erklären wie ihr Amt als Sprecherin für Menschenrechte und humanitäte Hilfe zusammenpasst mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Erika Steinbach

Hier noch mal der genaue Wortlaut des Briefes an Erika Steinbach MdB

Sehr geehrte Frau Steinbach,

mit großem Interesse verfolgen wir seit Jahren Ihre Äußerungen auf twitter, die in beständiger Regelmäßigkeit Ihre Meinung zu Schwulen und Lesben sowie deren Rechten transportieren. Besonders interessant finden wir, dass Sie als Sprecherin für Menschenrechte der CDU/CSU-Fraktion sich bewusst gegen die Rechte einer diskriminierten Gruppe stellen und sich vielmehr durch Ihre menschenfeindlichen Äußerungen weiter an der Diskriminierung von Menschen beteiligen. Zuletzt durften wir Ihrem Tweet vom Dienstagabend dem 02.06.2015 entnehmen, dass sie Ihre Menschenfeindlichkeit als „Meinung“ auffassen.
Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Sie mit Ihrer Stimmungsmache gegen Schwule und Lesben seit Jahren vielen Menschen bewusst und willentlich erheblichen Schaden zufügen.

Wir möchten Sie deshalb sehr herzlich zu unserem Christopher-Street-Day am 15. August 2015 in Darmstadt einladen. Es wird eine Demonstration mit Kundgebung geben, im Anschluss findet ein sehr buntes Open-Air-Fest mit zahlreichen Künstler_innen auf dem Riegerplatz statt.
Bei dieser Veranstaltung geht es vor allem um die Akzeptanz von Minderheiten und den Abbau von Diskriminierung. Wir sind der Auffassung, dass ein Besuch des CSDs Ihnen sehr gut tun würde. Dies wäre auch eine gute Gelegenheit, sich persönlich bei den Menschen zu entschuldigen, die Sie mit Ihren Äußerungen verletzen wollten.

Hinweise zum Programm finden Sie demnächst auf www.csd-darmstadt.de

Bitte sagen Sie uns vor Ihrem Einmarsch Bescheid, damit wir uns Zeit für ein persönliches Gespräch nehmen können.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ein vielbunter Brief an Barbara Eggert

Barbara EggertHeute haben wir einen Brief an Barbara Eggert versandt, in dem wir sie einladen, am diesjährigen CSD Darmstadt teilzunehmen.

Anlass hierfür war ihre in unserem Augen homophobe Kolumne in der „OWL am Sonntag“ vom 17. Mai 2015. Wahrscheinlich zufällig war dies der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie.
Das Verlagshaus hat sich mittlerweile entschuldigt und von der Kolumnistin getrennt.

Wir glauben nicht, dass eine Hochzeit zwischen Menschen gleichen Geschlechts für Kinder verwirrender ist, als eine Hochzeit zwischen Mann und Frau.
Wir sind der Auffassung, dass eine heteronormative Moralerziehung, ein homophobes Weltbild und damit die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten schädlich für alle Menschen sind.
In dem besagten Fall sollen Kinder der Möglichkeit beraubt werden, zusammen mit ihren Onkeln einen sehr besonderen Tag zu feiern. Wir fragen uns, ob genau dieses Fernhalten der Kinder von einer Familienfeier bei ihnen die größere Verwirrung auslöst.

Aus diesem Grund hoffen wir, dass Barbara Eggert unsere Einladung annimmt um den Frage mit uns zusammen zu erörtern.

vielbunter Brief

 

Hier noch mal der genaue Wortlaut des Briefes an Barbara Eggert

Sehr geehrte Frau Eggert,

mit großem Interesse haben wir Ihre Kolumne Guter Rat am Sonntag vom 17. Mai 2015 in der OWL am Sonntag gelesen. Auch wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das Thema „Verwirrung“ in dem vorliegenden gut gemeinten Rat ein sehr großes ist.

Wir möchten Sie deshalb sehr herzlich zu unserem Christopher-Street-Day am 15. August 2015 in Darmstadt einladen. Es wird eine Demonstration mit Kundgebung geben, im Anschluss findet ein sehr buntes Open-Air-Fest mit zahlreichen Künstler_innen auf dem Riegerplatz statt.

Bei dieser Veranstaltung geht es vor allem um die Akzeptanz von Minderheiten und den Abbau von Diskriminierung. Wir sind der Auffassung, dass ein Besuch des CSDs Ihnen sehr gut tun würde. Gerade in Bezug auf Verwirrung.
Wenn Sie welche haben, dürfen Sie auch gerne Ihre Kinder mitbringen.
Hinweise zum Programm finden Sie demnächst auf www.csd-darmstadt.de

Bitte sagen Sie uns vor Ihrer Anreise Bescheid, damit wir uns Zeit für ein persönliches Gespräch nehmen können.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Erfolgreicher IDAHOT 2015

IDAHOT Auch in diesem Jahr haben wir anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie und Transphobie (IDAHOT) eine Kundgebung mit Kiss-In in der Darmstädter Innenstadt veranstaltet.
Mit über 80 Teilnehmenden auf dem Luisenplatz ist die Veranstaltung wieder ein wenig gewachsen. Nach einer kurzen Rede von Rosa Opossum zu der homophoben_transphoben Bewegung rund um die sogenannten „Besorgten Eltern“ in Deutschland haben die Teilnehmenden mit Küssen, Umarmungen etc. Sichtbarkeit gezeigt und ein Zeichen gegen Diskriminierung gesetzt.

Die Rede von Rosa findet ihr auf ihrer Webseite. Einen Radiobericht zu der Veranstaltung gibt es am 1. Juni zwischen 18 und 20 Uhr bei „Ganz schön queer“, dem LGBT-Programm von Radio Darmstadt.

Beteiligungstag für den Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt

Zur Erarbeitung eines Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt lädt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration im Namen von Staatssekretär Jo Dreiseitel zusammen mit vielbunt e. V. zu einem regionalen Beteiligungstag in Darmstadt ein. Ein anderer Beteiligungstag hat bereits in Kassel stattgefunden und der Regierungsbezirk Gießen folgt bald.

beteiligungstagIn mehreren Workshops sollen an diesem Darmstädter Beteiligungstag bestimmte Handlungsfelder besprochen und bearbeitet werden. Hier haben insbesondere LGBTIQ-Organisationen aus Südhessen und dem Rhein-Main-Gebiet die Gelegenheit, ihre Bedarfe und Maßnahmenvorschläge einzubringen.

Wir hoffen, dass aus all unseren Arbeitsgruppen Vertreter_innen teilnehmen und freuen uns auf viele weitere Menschen aus den hessischen Organisationen!

Zweiter regionaler Beteiligungstag im Rahmen der Erarbeitung des „Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt“

am Samstag, 30. Mai 2015 von 10 Uhr bis ca. 16.30 Uhr

TOP Tagungs- und Office Center

Wittichstraße 2, 64295 Darmstadt

(Anfahrt: http://top-tagung.de/de/darmstadt/anfahrt/ )

 

Aus der Einladung:

 

„Basierend auf der vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) durchgeführten Bedarfsanalyse, finden im Rahmen des zweiten Beteiligungstages vier Workshops (parallel zwei vormittags und zwei nachmittags) zu

 Handlungsfeld 2: Schule, außerschulische Bildung, (Fort- und weiter-) Bildung, Hochschule, Studium

Handlungsfeld 6: Arbeitswelt (u.a. Wirtschaft, Öffentlicher Dienst)

Handlungsfeld 10: Migration

Handlungsfeld 11: Trans* und Inter*

statt. Die Moderation übernehmen Kim Engels und Beatrixe Klein.

Das HMSI organisiert einen kleinen, für Sie kostenlosen, Mittagssnack. Um besser planen zu können, würden wir uns deshalb freuen, wenn Sie uns bis Freitag, 22. Mai 2015 rückmelden könnten, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen werden. Eine Anmeldung zum Beteiligungstag ist allein aus organisatorischen Gründen erwünscht, aber keine Voraussetzung zur Teilnahme.

Machen Sie mit! Helfen Sie dabei, den Aktionsplan mit Leben zu füllen und konkrete Maßnahmen zu definieren.“

Anmeldungen an:  christina.mueller@hsm.hessen.de

Queeres Yoga

Das queere Leben in Darmstadt erweitert sich durch ein weiteres Angebot, das wir sehr gerne unterstützen. Ab Juni 2015 wird es jeweils am ersten Sonntag eines Monats eine Yoga-Stunde für queere Menschen geben:
Queeres Yoga
„In der Yogastunde werden die traditionellen Yoga-Asanas aus dem Hathayoga praktiziert, verbunden mit Atemübungen und angeleiteten Meditationen.
Durch die Yoga-Praxis soll der Geist zur Ruhe kommen und Selbstfürsorge praktisch umgesetzt werden.
Jede_r ist willkommen!“

Der erste Termin findet am 07. Juni 2015 von 18.00 bis 19.30 Uhr in der Zimmerstrasse 11, Darmstadt  statt.

Die folgenden Termine für queeres Yoga sind dann der 05. Juli, 02. August und so weiter.
Kontakt bei Fragen:  yogawerkstatt.darmstadt@googlemail.com

Lesung: Das Blau der Hyazinthe

Der Größenwahn Verlag und der Verein Lesen + Kultur für alle laden am 7. Mai 2015 zu Iosif Alygizakis‘ Lesung aus seinem Buch „Das Blau der Hyazinthe“ ins Café Lotte.

Das Blau der Hyazinthe„Spätestens seit Thomas Manns Tod in Venedig lassen sich homoerotische Themen nicht mehr aus der zeitgenössischen Literatur wegdenken. In seinem Roman Das Blau der Hyazinthe zeigt Autor Iosif Alygizakis, dass das Finden der eigenen sexuellen Identität gerade für junge Männer selbst im 21. Jahrhundert noch häufig von Schuldgefühlen begleitet wird. Iosif Alygizakis ist einer der ersten neugriechischen Autoren, der in seinen Romanen offen über homoerotische Themen schreibt und sprachlich eindrucksvoll zeigt, welchem moralischen Druck sich viele junge Männer auch heute noch ausgesetzt sehen, wenn sie ihr Coming Out haben. In poetischer Sprache vermittelt er die Gefühlswelt eines Mannes, der gefangen ist in der moralischen Verurteilung der Gesellschaft. Die Hafenstadt Chania bildet die Hintergrundkulisse für den hilflos seinen Ängsten ausgelieferten Protagonisten, einen einsamen und träumerischen Lehrer, der zum Zentrum des sexuellen Erwachens seines jungen Schülers wird.“

Hier geht’s zur Leseprobe auf der Verlagswebseite

07.05.2015  // 19.00 Uhr
Café Lotte
Soderstraße 116
64287 Darmstadt

hyzinte

Open Air Kino

Liebe Mitglieder von vielbunt,

wir planen ein neues Projekt und wollen euch einladen, dabei mitzuarbeiten.

In der Woche vor dem CSD im August soll auf dem Riegerplatz ein queeres Open Air Kino stattfinden, das von vielbunt durchgeführt wird.
Wir haben zwar schon ein paar Ideen, wie wir das machen können und die Auswahl von Filmen – freuen uns aber vor allem auf eure Ideen für dieses Projekt.

Wenn ihr es euch vorstellen könnt, im Orga-Team mitzuarbeiten, Open Air Kinokommt doch einfach zum ersten Treffen.

Wir treffen uns am 07. Mai 2015 um 19 Uhr  in den Räumen der Grünen (Lauteschlägerstraße 38). Wir freuen uns auf viele Menschen die mitwirken wollen!

 

Stolpersteinverlegung 2015

Die HuK (Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche) hat einen Stolperstein gestiftet und lädt herzlich zur Verlegung am 16. April 2015 um 14 Uhr ein.
An der Ollenhauer-Promenade/Frauenhoferstraße wird ein Stein verlegt der an Konrad Jakobi als homosexuelles Opfer des NS-Regimes erinnern soll.
In Darmstadt wurden bereits einige Stolpersteine verlegt, dieses ist der erste für einen Schwulen. stolperstein
Am Abend folgt ein Vortrag von Günther Demnig,
dem Künstler und Initiator der Stolperstein-Aktion. Beginn ist um 19 Uhr im Saal der Jüdischen Gemeinde, Wilhelm-Glässing-Straße 26 in Darmstadt.

Schrill und Laut – KaraOstern

KaraOsternLegendary KaraOstern geht in die siebte Runde!
Wie jeden Ostersonntag startet am 05. April wieder KaraOstern, die legendäre Osterparty mit Rosas Karaoke-Contest.
Bei KaraOstern kann sich jede_r nach Herzenslust auf der Bühne austoben. Wie jedes Jahr stellen wir zweihundert Millionen KaraOke-Songs zur freien Auswahl bereit. Einziges Manko ist und bleibt die Moderation von Rosa Opossum, die dieses Jahr noch uncharmanter und taktloser kommentiert als je zuvor.
Natürlich gibt es im Hauptraum wie immer tanzbare Musik zum Austoben. Diesmal haben wir eine deutschlandweit bekannte DJane gewinnen können. Seid gespannt und freut euch auf Miss Günnie T.!

Achtung: Die supergeile KaraOke geht nur bis 2.00 Uhr! Die Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt schon um 22 Uhr da zu sein und früh allen Mut und Schnaps zusammen zu nehmen, um die Leute an die Wand zu singen. Vielleicht gibts sogar nen Preis! Währenddessen und danach wird natürlich wieder die ganze Nacht getanzt, was soll man machen.

Schrill und Laut – KaraOstern

Sonntag, 05. April 2015
ab 22 Uhr
4 (3) Euro Eintritt
Schlosskeller Darmstadt

Hier gehts zum Event bei facebook (Einfach teilnehmen und Leute einladen!)

Schrill und Laut: Feste Ricken

feste rickenFrühling lässt sein blaues Band und so weiter und so weiter… Hormone und Blütenduft durchschwemmen die Atmosphäre und überall sind nur noch Frühlingsgefühle, Balztänze und Brunftzeit angesagt. Auch die menschlichen Platzhirsche und -hirsch_innen gehen nun wieder auf die Pirsch um sich einen Rick und/oder eine Ricke zu angeln. Ein wahres Naturschauspiel steht euch also bevor, bei „Schrill und Laut – Feste Ricken“ blasen die Hörner zum Halali und die queere Single-Jagdsaison ist eröffnet.

Freitag 20. März 2015
ab 22 Uhr // 4 (3) Euro
Schlosskeller von Darmstadt

mit Rosa Opossum
und DJ Emma England (DontCanDJ)

Hier gehts zum Event bei facebook

„Frau werden“ mit Rosa Opossum

Frau werden dauert 30 Minuten.
– Oder ein ganzes Leben.

Frau werdenDer Internationale Frauentag regt dazu an, über Frauenthemen nachzudenken und zu sprechen. Jenseits der feministischen Diskurse möchten wir uns der Sache von einer anderen Seite nähern. Wie hart sind eigentlich die Grenzen zwischen Mann und Frau, was macht eine Frau zu einer Frau und wie macht frau sich zur Frau? Diese Fragen stellt Rosa Opossum, Drag Queen und Tunte aus Darmstadt, in ihrem Vortrag über die Herstellung und die Auflösung von Geschlecht. Was ist eigentlich der Sinn von Drag Queens? Wieso hat Conchita Wurst einen Bart und ist Frau sein eigentlich Arbeit?
Diesen und weiteren Themen kann auch in der anschließenden offenen Diskussion auf den Grund gegangen werden. Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen und aufschlussreichen Abend mit vielen Gästen.
Freitag, 6. März 2015 // 19.30 Uhr
Mehrgenerationenhaus Darmstadt
Julius-Reiber-Straße 22
Eintritt frei!

One Billion Rising 2015

Im Rahmen der weltweiten Aktion One Billion Rising laden die Abteilung Kinder- und Jugendförderung des Jugendamtes der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Kooperation mit dem Mädchenarbeitskreis (MAK), dem städtischen Frauenbüro und der Freien Szene Darmstadt am Samstag, den 14.Februar 2015 zu einem Demonstrationszug durch die Innenstadt und einer anschließenden Tanzdemo gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ein. Die Demonstration startet um 13.30 Uhr am Mollerhaus, Sandstraße 10, um 14 Uhr beginnt die Tanzkundgebung auf dem Ludwigsplatz mit einem Grußwort von Darmstadts Frauendezernentin Barbara Akdeniz.

Die Aktion „One Billion Rising“ ruft uns allen ins Bewusstsein, womit sich Frauen täglich auseinandersetzen müssen. Darmstadt macht mit den Aktionen am 14. Februar sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen öffentlich, gleichzeitig zeigen wir, dass es in Darmstadt keine Toleranz für Gewalt gibt,“ so Barbara Akdeniz.

One Billion Rising

Bild: Alexandra H./ pixelio.de / Schriftzug: Wissenschaftsstadt Darmstadt

Nach Angaben des Netzwerks Gewaltschutz – Prävention und Schutz gegen häusliche und sexualisierte Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg wurden im Jahr 2013 in Darmstadt und Dieburg rund 300 Eilanträge nach dem Gewaltschutzgesetz gestellt.
Die Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Südhessen nennt für 2013 fast 500 Delikte häuslicher Gewalt in der Stadt Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg. 73 Frauen und 62 Kinder lebten 2013 im Frauenhaus Darmstadt, weitere 121 Frauen mit 122 Kindern wurden wegen Vollbelegung an andere Hessische Frauenhäuser vermittelt.

Mehr hierzu:
One Billion Rising – Stadt Darmstadt
Frauenbüro Darmstadt