Alle Beiträge von Stefan Kräh

Wir sind Abonnent von queer.de geworden

Queer.de liefert seit 15 Jahren bundesweite und internationale Nachrichten aus Szene, Kultur und Politik.
Für uns ist queer.de eine der wichtigsten Nachrichtenquellen überhaupt.

Die Redakteure beobachten Debatten im Bundestag ebenso wie die Umtriebe der sogenannten „Demo für Alle“. Wenn Parlamentsabstimmungen zu LGBT-Themen anstanden, wussten wir das als erstes von queer.de, wenn unsere Gegner_innen wieder eine Beleidigung von sich gegeben haben, oder neurechte Vereinigungen Aufmärsche organisieren,  können wir das Nötige dazu mit Sicherheit auf queer.de lesen.
Die Berichterstattung über die Einführung des Gesetzes gegen die sogenannte „Homopropaganda“ in Russland und die mörderische Verfolgung von Schwulen in Tschetschenien waren für unsere Arbeit unheimlich wichtig, haben uns aufgerüttelt und zum Handeln motiviert. Ebenso zeigte sich hier, wie wichtig queer.de ist: Kaum eine Zeitung oder Online-Zeitung hat so frühzeitig und umfassend berichtet. Es kam uns wie eine Ewigkeit vor, bis nach der ersten queer.de-Meldung zur staatlich organisierten Schwulenermordung in Grosny auch die deutschsprachigen Mainstream-Medien berichteten.

Nun droht dem schon immer chronisch unterfinanzierten News-Portal die Zahlungsunfähigkeit. Genauso wie viele LGBT-Magazine in der Vergangenheit verschwunden sind, könnte auch queer.de dieses Schicksal ereilen, wenn ihnen niemand unter die Arme greift.
Die Vorstellung auch diese Onlinezeitung zu verlieren, hat uns alarmiert.
queer.de
Auch wenn der Untertitel „Zentralorgan der Homo-Lobby“ wahrscheinlich eher scherzhaft ist: das Redaktionsteam macht ihm alle Ehre. Gerade jetzt mit einer explizit LGBT-feindlichen Partei im Bundestag und vielen Landtagen muss die Community breit aufgestellt sein. Es braucht nicht nur aktivistische, sondern auch journalistische Arbeit.
Wir wollen auch weiterhin schnell und gut informiert sein, wir wollen dass queer.de weiter besteht und wir wollen unseren Teil dazu beitragen.
Deshalb ist vielbunt heute Abonnent_in von queer.de geworden.

Das hat nur fünf Minuten gedauert und fühlt sich extrem richtig an.

Wir hoffen, dass viele weitere Organisationen ebenfalls Abonnent_innen werden, wenn sie es nicht bereits sind. Viel mehr noch: Wir rufen sogar aktiv dazu auf. Schließt Abos ab! Wir brauchen queer.de und queer.de braucht jetzt auch uns.

Schrill und Laut – XXXmas

xxxmasI don’t want a lot for Christmas
There is just one thing I need
I don’t care about the presents
Underneath the Christmas tree
I just want
ein bisschen mehr sexy Sachen an Weihnachten…

Nicht nur dass es rund um die heilige Adventszeit ständig nasskalt draußen ist, auch durch weihnachtliche Familienfeierlichkeiten zieht ziemlich oft ein eisiger Wind. Das Fest der Liebe voller Familienidyll, Harmonie, Enttäuschung, Besinnlichkeit und Vorwürfen artet viel zu häufig in eine einzige Folterstunde aus, von der man kaum mehr weiß, wem das überhaupt noch gefallen kann. Nein, nein, nein, wir wollen das nicht! Es muss ein feuchtwarmes bis heißes Gegengewicht gesetzt werden!

Bevor ihr euch also in die Unglücksspirale der besinnlichen Feiertage stürzt, lasst euch fallen bei unserem Fest der Sinne und tanzt bis zur Besinnungslosigkeit. Wir haben bei unserer XXXMAS Party die sexuellesten Weihnachtselfen, kennen die neusten Ruten-Praktiken aus Knecht Ruprechts S/M-Studio und enthüllen private Nacktfotos vom Weihnachtsmann.

Auf dem Wunschzettel von Schrill und Laut steht dieses Jahr
* ausgelassene Moves ohne Jugendfreigabe auf dem Dancefloor
* vorweihnachtliches Treiben
* XXXtatische Sinnlichkeit

Für alle die zunächst noch etwas scheu sind, verteilen wir wieder Mistelzweige an den unmöglichsten Stellen und Santa Rosa wendet ihren legendär-verführerischen Enthemmungstrick (Schnaps) an.
Musik (garantiert ohne Last Christmas) gibt es von Santa Baby LEo Yamane. Das ist das größte Geschenk das wir uns machen konnten!

Schrill und Laut – XXXmas
Freitag, 15.12.2017
22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
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Kulturausflug Mainz „Max ist Marie“

Der Jugendvorstand hat für diesen Sonntag, den 19.11.2017 einen Kulturausflug nach Mainz zur Ausstellung „Max ist Marie – mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind“ geplant. Die Ausstellung ist ein Foto- und Textprojekt über und für transidente Menschen (natürlich auch für Interessierte nicht-transidente Menschen).

max ist marie

Foto: Kathrin Stahl


Treffpunkt ist um 13:25 Uhr im Hauptbahnhof in Darmstadt an Gleis 9.
Da es ein Kulturausflug ist übernehmen wir selbstverständlich alle anfallenden Kosten für die Zugtickets. Wir würden uns freuen wenn viele von euch mitkommen.

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Informationen zur Ausstellung gibt es hier.

Sechstkleinste AIDS-Gala der Welt

Sechskleinste AIDS-Gala der Welt zum Welt-AIDS-Tag

vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt veranstalten am Freitag, dem 01.12.2017 zum sechsten Mal gemeinsam eine etwas andere AIDS-Gala

Die sechstkleinste AIDS-Gala der Welt präsentiert bekannte Künstler_innen und neue Talente verschiedenster Genres für den guten Zweck in der Oetinger Villa.
Wie auch in den vergangenen Jahren organisieren vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt gemeinsam eine außergewöhnliche Spenden-Gala zum Welt-AIDS-Tag.

Die Veranstalter_innen bleiben dem alternativen Charakter der letzten Jahre treu: Professionelle Bands und Newcomer_innen wechseln sich im Programm ab und versprechen einen vielfältigen Abend für den guten Zweck. Verstörung, Verzauberung, Chic und Rebellion treffen an diesem Abend aufeinander. Nicht zuletzt verkörpert durch die schonungslose Moderatorin des Abends: Drag Queen und Polit-Tunte Rosa Opossum stellt sich auf volle Ränge und ein wie immer spendables Publikum ein: „Ich kenne einige Leute, die HIV-positiv sind. Manche von ihnen haben es mir gesagt, andere nicht. Bei unserer Gala Spaß zu haben und dafür auch Geld zu spenden, bedeutet vor allem, sich zu solidarisieren und gemeinsam Stigmatisierung abzubauen. HIV hat durch medizinische Behandlungsmöglichkeiten seinen Schrecken beinahe verloren. Betroffene dürfen aber nicht weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.“

Solidaritätsveranstaltung mit Kultcharakter

„Uns, den Mitarbeiter_innen der AIDS-Hilfe Darmstadt, bereitet es jedes Jahr große Freude gemeinsam mit vielbunt und vielen Ehrenamtlichen anlässlich des Welt-Aids-Tages diese bunte Traditions-Gala zu gestalten. Mit dieser Veranstaltung können wir vielen Gästen einen abwechslungsreichen Abend bieten und gleichzeitig die Öffentlichkeit auf das Themsechstkleinste aidsgalaa HIV und Aids aufmerksam machen. In unserer Arbeit in der Beratungsstelle erfahren wir Tag für Tag, wie die Stigmatisierung in der Gesellschaft Menschen mit HIV und Aids auch heute noch trifft und auch, dass eine HIV-Infektion häufig mit Armut einhergeht, die die Menschen weiter an den gesellschaftlichen Rand drängt. Daher freuen wir uns sehr über Spenden und garantieren, dass die Gelder direkt und unbürokratisch bei unseren Klientinnen und Klienten ankommen, bei denen nämlich, wo sie wirklich dringend benötigt werden“ erklärt Dr. Yvonne Bach, Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe Darmstadt.

Die Organisator_innen versprechen Live-Musik, Tombola, Travestie, Kabarett und Anarchie für den guten Zweck: Sämtliche Gewinne der Veranstaltung kommen den Klient_innen der Aids-Hilfe Darmstadt e.V. zugute.
Die sechstkleinste AIDS-Gala der Welt findet am Welt-AIDS-Tag statt. Weltweit erinnern jährlich am 1. Dezember verschiedenste Organisationen an das Thema HIV/AIDS und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten, an AIDS Erkrankten und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen.

Sechstkleinste AIDS-Gala der Welt
01.12.2017 / 19.00 Uhr
Oetinger Villa (Kranichsteiner Str. 81, 64289 Darmstadt)
Eintritt: gegen Spende

Telefon vielbunt: 06151-3534346
Telefon AIDS-Hilfe: 06151 – 28073
stefan.kraeh@vielbunt.org, yv.bach@darmstadt.aidshilfe.de

Deine AIDS-Gala braucht dich!

Deine AIDS-Gala braucht dich!

In diesem Jahr findet wieder einmal unsere AIDS-Gala der etwas anderen Art in der Oetinger Villa statt.

Wie in den letzten Jahren erwartet euch eine erstklassige Revueshow für den guten Zweck. Ziel ist es, so viel Geld wie möglich für die AIDS-Hilfe Darmstadt e.V. zu sammeln. Hierfür aids-galawerden Gäste gebeten, uns für das tolle Programm auf der Bühne, den Glühwein und auch die Plätzchen Geld zu spenden. Und es braucht den ehrenamtlichen Einsatz vieler Menschen, die ihr Talent und Engagement schenken.

Die „Sechstkleinste AIDS-Gala der Welt“ ist ein besonderes Charity-Event und steht vor allem für Solidarität mit Menschen, die mit HIV/AIDS leben und deren Angehörige.

Wir brauchen dein Talent!

Newcomer_innen und alte Hasen gesucht!

Wenn du Lust hast, den Abend mit einem bis zu zehnminütigen Beitrag auf der Bühne mitzugestalten, melde dich einfach bei uns. Es wird sicher wieder eine tolle Veranstaltung für den guten Zweck!

Kontakt: stefan.kraeh@vielbunt.org

Wir brauchen deine Backkünste!aids-gala

Um viel Geld zu sammeln, wollen wir auch viele Gelegenheiten bieten, zu Spenden. Ein Teil dessen ist der traditionelle Plätzchenverkauf, für wir euch und eure Backkünste brauchen: Viele Plätzchen bedeuten viel Geld! Wer also Freude daran hat, zu backen und dabei etwas Gutes zu tun, ist aufgerufen uns am Tag vor der Gala (Donnerstag, 30.11.2017)  Plätzchen, Kekse und Krokant zu spenden, den wir dann auf während der Show in Bares verwandeln können. Je mehr desto besser!

Melde dich einfach bei: stefan.kraeh@vielbunt.org um zu erfahren, wo wir dein Backwerk entgegen nehmen.

Wir brauchen deinen Einsatz!

Wir erwarten wie immer ein volles Haus. Hierzu brauchen wir tatkräftige Unterstützung, die am 1. Dezember beim Aufbau und Abbau, der Betreuung der Künstler_innen und des Publikums unterstützt! Wenn du Lust hast, dich für diesen besonderen Abend ehrenamtlich einzubringen, melde dich bei uns!

Kontakt: stefan.kraeh@vielbunt.org

gaga ladies nicht hilfreich

Schrill und Laut – 500 Jahre GayFormation

GayFormationUnser Organisationsteam sprüht vor Ideen. Wenn wir eine Schrill und Laut-Party planen, kommen meist mehr Mottos zustande als wir uns überhaupt zu feiern trauen. Manche Mottos sind so absurd und in einem kaum mehr nachvollziehbaren Prozess freien Assoziierens entstanden, dass einige Teilnehmende schon am nächsten Tag kaum mehr wissen, wie es dieses oder jenes Motto auf den Partykalender geschafft hat. Zum Glück gibt es Protokolle, die die Gedankengänge des Brainstormings einfangen und uns wieder ins Gedächtnis rufen was wir da eigentlich vorhatten. Tja. Das Protokoll für diese Party ist verloren gegangen.

Niemand von uns weiß mehr, wie wir auf „500 Jahre GayFormation“ gekommen sind und was wir da eigentlich mit gemeint haben. Wahrscheinlich war gerade diese gescheiterte Lutherwoche bei der die Rentner_innen in der Wittenberger Hitze umgekippt sind. Und wir wollten mal so richtig edgy was mit nem schwulen Jesus machen, der ein Andreaskreuz durch die Gegend trägt. Eventuell wollten wir auch Hostien und Messwein ausschenken und im Rahmen unserer zugegeben ziemlich braven Möglichkeiten eine verruchte Messe der Blasphemie feiern. Aber das alles lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Das Protokoll ist ja weg.

Vielleicht hat auch nur jemand was über die Beyoncé Formation Tour gesagt… Deshalb werden wir die Sitzung sehr wahrscheinlich wiederholen müssen! Aber was schon mal sicher ist: Ihr könnt euch einstellen auf eine ganz besonders biblische Party mit viel Lithurgie, Urbi und auch Orbi! Heilige Klänge gibt es von sacred DJ Emma England Betet für uns, dass in Zukunft wenigstens eine_r mitschreibt! Amen.

Schrill und Laut – 500 Jahre GayFormation
20. Oktober 2017
ab 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt

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vielbunt gegen den Bus der Schande

Zum inzwischen vierten Mal sucht die sogenannte “Demo für Alle” die Landeshauptstadt Wiesbaden heim.

Getarnt als “Bus der Meinungsfreiheit” und mit einer Handvoll Jugendlichen als Aushängeschild, verbreiten sie Lügen und hetzen gegen LSBT*IQ (Lesben, Schwule, Bi, Trans*, Inter und Queer) und deren Rechte auf.

Nach dem Lehrplan für Sexualerziehung in Hessen, der erfolgreich in den Schulen eingeführt wurde, wenden sie sich nun bundesweit gegen die Ehe für Alle.
Dabei schüren sie Ängste und behaupten, heterosexuelle Paare und Familien wären durch gleiche Rechte für alle gefährdet und entwertet.

Diese plumpen Versuche, die Gesellschaft gegen LSBT*IQ aufzuhetzen, lassen wir nicht unkommentiert.
Natürlich wird wieder eine sehr große Gruppe aus Darmstadt nach Wiesbaden reisen, wenn es darum geht, Haltung zu zeigen. Wir werden uns Hedwig von Beverfoerde und ihrer Gefolgschaft aus Fundis, Erzkonservativen, PEGIDA, AfD und anderen Nazis entgegenstellen. Packt eure Fahnen und Trillerpfeifen ein!

Hass gegen Minderheiten ist keine Meinung!

Samstag, 9. September 2017
„vielbunt gegen den Bus der Schande“
11.20 – Treffpunkt für Gruppentickets
11.30 – Treffen am Gleis 9
11.40 – Abfahrt mit der Regionalbahn
13.00 – Kein “Bus der Schande” in Wiesbaden!

Hier geht es zum Event bei Facebook! Teilnehmen, teilen, Leute einladen!

Schrill und Laut – Glow Job

Schrill und Laut erstrahlt wieder in ungewohntem Glanz! Die Lichter werden wieder aus!gedreht. Wir zeigen unsere neonschwarze Seite, schalten die UV-Röhren ein und tauchen das Schlosskellergewölbe in die glühendsten Farben.
Der Dresscode ist einfach: Strahlendes Weiß und schreiende Farben von Neonpink bis Grellgrün. Wenn ihr wollt. Wer keine UV-aktive Schminke aber dafür großes Vertrauen in Fremde hat, kann sich vor Ort noch vom Künstlerinnenkollektiv Lichtscheues Gestalten partyfein aufmotzen lassen. Den weniger Glücklichen bietet Rosa Opossum ein komplettes Bodypainting an.
So seid ihr frisch gewappnet für unsere schummrig-schimmernden Single-Spielchen und könnt zukünftige Bekanntschaften wie ein räuberischer Tiefseefisch mit eurer oszillierenden Persönlichkeit anlocken. Strahlendste Musik gibt es von mind-glowing Doris Gay – mit dem Besten was ihr euch vorstellen könnt

Schrill und Laut – Glow Job
Freitag, 15.09.2017
ab 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
hier gehts zum Event bei facebook

glow job

Lesung: „Du musst mich schon so nehmen wie ich bin“

Es gibt so viele Geschlechter wie es Menschen gibt. DasDieDer-Menschen lesen eigene und angeeignete Texte und teilen so ihre Gender-Dschungel-Erfahrungen.

„Du musst mich schon so nehmen wie ich bin“ – Reise zum Selbst

Die AIDS-Hilfe Darmstadt und der Verein vielbunt laden herzlich ein zur Lesung mit anschließendem Gespräch.

16. September 2017 // 18.00 Uhr
Queeres Zentrum Darmstadt
Kranichsteinerstr. 81
64289 Darmstadt

Förderung des Queeren Zentrums durch den Aktionsplan Akzeptanz und Vielfalt

Bereits am 27.05.2017 hat das Queere Zentrum in der Oetinger Villa in der Trägerschaft des Vereins vielbunt eröffnet. Seit Januar haben viele Personen im Rahmen des Ehrenamts die Räumlichkeiten renoviert. Bisher fehlten jedoch finanzielle Mittel, um die Räumlichkeiten multifunktionell auszustatten, damit neue Projekte und Angebote für die Zielgruppe (Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intersexuelle Menschen) realisiert werden können. Durch den „Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, hat sich für vielbunt e.V. die Möglichkeit ergeben, eine Förderung der zielgruppenspezifischen Arbeit zu bekommen. Am 27.07.2017 wurde durch Jo Dreiseitel (Staatssekretär für Integration und Antidiskriminierung) und Susanne Stedtfeld (Leiterin der Antidiskriminierungsstelle im Hessischen Sozialministerium) der Bewilligungsbescheid über 34.000 € an Vertreter_innen von vielbunt e.V. überreicht. Auch Karin Wolff (MdL/CDU), die sich für die Förderung des Projekts durch den Aktionsplan stark gemacht hat, Daniela Wagner (Landesvorsitzende der Hessischen Grünen) und Jochen Partsch (Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt) waren zur Übergabe gekommen. Jochen Partsch betonte, dass die Förderung des Queeren Zentrums durch Stadt und Land zeigt, wie wichtig die Arbeit des Vereins ist und hoch angesehen und geschätzt wird.

Durch die vom Land Hessen geleistete Starthilfe können nun Möbel angeschafft werden, damit die Projekte im Queeren Zentrum Gestalt annehmen können. Bisher fanden alle Projekte und Veranstaltungen, wie zum Beispiel die offene Jugendarbeit, zwar in den neuen Räumlichkeiten statt, jedoch auf geliehenen Möbeln.

Das Jugendzentrum hat dienstags, donnerstags und freitags von 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet.

Unsere Kontaktadresse ist: info@queereszentrum-darmstadt.org
Aktuelle Informationen finden sich auf der Homepage des Queeren Zentrums.

Sei trans* Du macht eine Sommerpause

Im Juli und August sind wir sehr eingespannt mit den verschiedenen CSDs und deren Vorbereitung.
Aus diesem Grund kann an den regulären Terminen kein Treffen von Sommerpause„Sei trans* Du“ stattfinden. Wir machen eine kleine Sommerpause.

Stattdessen freuen wir uns über eure Teilnahme bei unseren anderen Aktionen:

15. Juli: Mit vielbunt auf dem CSD Frankfurt

29. Juli: Meet – Cook – Eat – Talk

14. August: 80. Treffbunt – Mit dem Datterich-Express queer durch Darmstadt

19. August: CSD Darmstadt 2017

Im September geht es dann wie gewohnt weiter. Unser nächstes Treffen ist am 17.09. in unserer neuen Location
Queeres Zentrum
Kranichsteiner Straße 81
64289 Darmstadt

Keine „Demo für Alle“ – Gemeinsame Anreise aus Darmstadt

Zum wiederholten Mal sucht die sogenannte „Demo für Alle“ mit einer pseudochristlichen Anhäufung von Personen des rechten Spektrums die Landeshauptstadt heim. Wir haben uns diesen Hassveranstaltungen bereits in Stuttgart entgegengestellt und sind in Wiesbaden nun umso entschlossener. Kommt alle mit uns und zeigt Flagge für eine vielfältige Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung.

Unser gemeinsamer Aufruf des Bündnis für Solidarität und Vielfalt

Was es braucht, ist bunter Widerstand!
Für Solidarität und Vielfalt
Gegen die sogenannte ‚Demo für Alle‘

Am 25. Juni werden wir uns wieder dem antifeministischen, homofeindlichen, transfeindlichen und rassistischen Aufmarsch der sogenannten ‚Demo für Alle‘ in Wiesbaden entschieden entgegenstellen.

Gemeinsam mit den Wiesbadener ‚Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung‘ und anderen Gruppen werden wir lautstark und bunt die Hetzveranstaltung von Reaktionär_innen, Erzkonservativen, Fundamentalist_innen, Rechtspopulist_innen und Neonazis zu einem Desaster machen.

Bereits im vergangenen Oktober wurde der sogenannten ‚Demo für Alle‘ das Marschieren durch die Wiesbadener Innenstadt fast unmöglich gemacht. Daran werden wir anknüpfen.

Wir rufen alle Menschen in Darmstadt und Umgebung auf, mit uns zu kommen. Hierfür haben wir eine gemeinsame Anreise mit der Bahn organisiert. Wer kein Ticket hat, kann sich für die Teilhabe an einem Gruppenticket bei uns melden: gruppenticket@vielbunt.org

Treffpunkt am 25.06.2017 um 12.20 Uhr am Hbf Darmstadt (Vorhalle)
Treffpunkt zur Rückfahrt um 18.20 am Hbf Wiesbaden (vor dem Haupteingang)

Hier geht es zur Veranstaltung bei Facebook. Zum Teilnehmen und Leute einladen

Bilder von der Eröffnungsfeier

Am 27. Mai eröffnete in der Oetinger Villa offiziell das Queere Zentrum Darmstadt mit einem Sektempfang. Nach der Begrüßung durch die Vorstände von vielbunt, haben auch Oberbürgermeister Jochen Partsch und Sozial- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz in ihren Redebeiträgen erklärt, dass das neue Zentrum nicht nur ein großer Schritt für die LGBT-Community, sondern auch für die Stadtgesellschaft insgesamt sind. Im Anschluss haben die Gaga-Ladies mit einem ganz eigenen Grußwort die Bühne geentert und Aurora DeMeehl hat als Stargast dem Programm das perfekte Finale verliehen.

Ein Album mit Bildern von der Eröffnungsfeier haben wir bei Facebook veröffentlicht.

Bilder von der Eröffnungsfeier

Das Queere Zentrum wird eröffnet

In den Räumen der Oetinger Villa eröffnet vielbunt am 27.05.2017 das erste Queere Zentrum in Darmstadt. vielbunt ist bereits seit Januar kontinuierlich mit der Renovierung der Räumlichkeiten beschäftigt, um queeren Menschen zukünftig einen Ort in der Stadt zu bieten.

Ab dem 27. Mai öffnet das Queere Zentrum in der Oetinger Villa in

der TräEröffnunggerschaft des Vereins vielbunt seine Türen für eine breite Zielgruppe. Die Angebote des Vereins richten sich an Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intersexuelle Menschen in Darmstadt und Umgebung.

Am Nachmittag werden stellen die Veranstalter_innen die neuen Räume Vertreter_innen aus Politik und Presse vor und laden gleichzeitig die Unterstützer_innen der letzten Jahre ein, gemeinsam die Eröffnung des neuen Zentrums zu feiern.

 Ab 22 Uhr steigt die öffentliche Opening Party im Keller der Oetinger Villa. Feierwillige Menschen sind herzlich eingeladen, gemeinsam das Ergebnis monatelanger Anstrengungen zu feiern.

Erweiterung und Professionalisierung

Zukünftig soll vom Queeren Zentrum aus auch die Arbeit von vielbunt koordiniert werden. vielbunt arbeitet weitgehend ehrenamtlich; organisiert jährlich die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie, den Christopher-Street-Day im August, die AIDS-Gala zum Welt-AIDS-Tag und weitere kulturelle und politische Veranstaltungen. Neben aktiver Flüchtlingsarbeit, leistet die Organisation auch Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an Schulen und bietet Gruppenangebote z.B. für trans*
Menschen oder Familien mit trans* Kindern an. Seit Januar dieses Jahres sind ehrenamtlich Aktive und Nutzer_innen der vielbunten Angebote partizipativ mit der Renovierung der Räume in der Oetinger Villa beschäftigt gewesen.
Mit der Eröffnung am 27.05. erfüllt sich auch der lang gehegte Wunsch nach einer erweiterten Jugendarbeit mit offenem Jugendtreff für queere Menschen bis 27 Jahre.
Darüber hinaus bietet der Verein nun qualifizierte Beratung bei Fragen und Unsicherheiten zu sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, insbesondere für junge Menschen an. Auch die Beratung und Begleitung von geflüchteten Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* wird durch die feste Anlaufstelle mit Bürozeiten professionalisiert.
Das offene Angebot für queere Jugendliche ist dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 16 – 20 Uhr geöffnet.
Die Beratung ist während der Bürozeiten erreichbar.

Schrill und Laut – Dirty Doctors & Naughty Nurses

Im Juni wird Schrill und Laut zur Notaufnahme. Die medizinischen Notfälle bei uns beschränken sich üblicherweise auf Übelkeit nach einem Schluck zu viel Pfeffi oder verletzten Stolz wenn Heterojungs sich zu uns herein verirren und keine der Frauen mit ihnen tanzen will. Irgendwie übt dieses ganze Krankenhaus-Ding aber trotzdem eine gewisse Faszination aus. Man teilt sich mit fremden Menschen in rückenfreien Leibchen das Zimmer und die Nachtschwester kommt, wann immer man den Knopf drückt… Ganz zu Schweigen von dem ganzen verdammten Glamour, der so manchen Kliniken wie dem Betty Ford Center anhaftet wie eine eingetrocknete Mullbinde.

Die älteren Semester haben sich damals noch selbst in den Emergency Room unter die Hände von Dr. Ross geträumt, bei Grey’s Anatomy fragt man sich einfach, wie es die Protagonist_innen bei dem ganzen heulkrampfgetränkten Beziehungsgeflechten überhaupt noch schaffen, ihrem Beruf nachzuDirty Doctorskommen und Rosa ist stolze Besitzerin einer geklauten DVD-Box von Doctor’s Diary. Nicht allein weil sie aus dieser Serie ihr gesamtes Wissen über den menschlichen Körper gezogen hat, sondern auch weil sie in Gretchen Haase eine Seelenverwandte und in Marc Meier einen Sexgott sieht, erklärt sie Doctor’s Diary zur ultimativ besten Serie der Welt. Die Serie wurde übrigens nach drei Staffeln eingestellt, weil die Schauspieler keine Lust mehr hatten…

Von Medikamentenausgabe bis Musiktherapie fährt unsere kleine Privatklinik alles auf was man für Körper und Seele tun kann.
Liefert euch also ein, wir nehmen euch über Nacht stationär auf, ihr geht sicher gesünder wieder raus!
Wir werden wahrscheinlich auch mal „Die Ärzte“ spielen

Schrill und Laut – Dirty Doctors & Naughty Nurses
Pfingstsonntag, 04.06.2017 // 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
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Kundgebungsrede zum IDAHOBIT 2017

Am 17.  Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, veranstalten wir traditionell eine Kundgebung auf dem Darmstädter Luisenplatz. Wir begehen diesen Tag auch als Internationalen Tag gegen Interfeindlichkeit, Transfeindlichkeit und Bifeindlichkeit. In diesem Jahr haben Rosa und Kerstin Redebeiträge zur Kundgebung geliefert, die beide nun auch online nachlesbar sind. Rosas Ansprache findet ihr hier.
Kerstin ist die Leiterin unserer vielbunten Elterninitiative Kim & Alex  und hat die Recht und Bedürfnisse von trans* Kindern in den Fokus gerückt:
Ihr Lieben, eigentlich spreche ich heute für mein Kind, das im Augenblick noch etwas zu jung ist, um selbst hier am Mikrofon zu stehen. Für mein Kind, das wir Eltern und die Ärzte schon vor seiner Geburt aufgrund seiner Anatomie dem männlichen Geschlecht zugeordnet hatten. Dieses Kind, das nach seiner Geburt gute sechs Jahre gebraucht hat, um uns – seine Eltern – davon zu überzeugen, dass es kein Sohn, sondern eine Tochter ist.
Heute weiß meine Tochter: Sie ist nicht alleine. Vielen Menschen geht es wie ihr; Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Einige von ihnen habenmeine Tochter gerettet und mir geholfen zu verstehen, wie ich mit ihr umgehen muss. Einige sind für uns da, wenn wir Fragen und Sorgen haben. Viele Menschen vor uns haben den Weg gebahnt, auf dem meine Tochter nun unterwegs ist, und die ganze Familie mit ihr. Diesen Menschen gegenüber empfinde ich große Dankbarkeit und Verbundenheit.
Danke auch an vielbunt, dafür, dass wir bei dieser Kundgebung zum
Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit den Blick auf die Bedürfnisse und Rechte unserer Kinder lenken dürfen. Ebenso danke ich euch im Namen von Kim & Alex – einer Initiative von Eltern, die ihre Kinder nicht durch die gesellschaftlichen Normvorstellungen von „männlich“ und „weiblich“ an der Entfaltung ihrer einzigartigen Persönlichkeit hindern lassen wollen. Wir sind sehr froh darüber, dass wir unter dem Dach von vielbunt eine Anlaufstelle aufbauen konnten, die inzwischen schon fünfzehn Familien aus der Region zu einem starken Netzwerk verbunden hat. Diese Gemeinschaft gibt uns Mut und Stärke, um täglich für die Rechte und das Wohlergehen unserer Kinder zu kämpfen.

Denn wir – und unsere Kinder – wissen, was Transfeindlichkeit bedeutet. Für unsere Kinder bedeutet Transfeindlichkeit zum Beispiel, dass ihnen von einigen Gruppierungen schlicht und ergreifend ihre Existenz abgesprochen wird. Ein besonders bestürzendes Beispiel für diese Haltung ist der „Anti-Gender-Bus“, der unter dem Namen „Bus der Freiheit“ in diesem Jahr durch Spanien und die Vereinigten Staaten tourte, um trans- und menschenfeindliches Gedankengut unters Volk zu bringen. „Wenn Du als Junge geboren bist bleibst Du ein Junge. Wenn Du als Mädchen geboren bist, bleibst Du ein Mädchen. Lass dich nicht verwirren.“ stand auf diesem Bus geschrieben. Dass die Geschlechtszuordnung hierbei einzig und alleine aufgrund der äußerlich sichtbaren Geschlechtsmerkmale erfolgt, braucht wohl kaum erwähnt zu werden. Die Vertreter dieser Haltung in Deutschland mit ihrem Anspruch „für alle“ zu sprechen, sind uns natürlich ebenso bekannt.
Besonders perfide ist dieses Vorgehen, da sich ja – wenn es Kinder wie die Unseren nicht gibt – auch jede Diskussion über deren Rechte und Bedürfnisse erübrigt.
Selbst in der breiten Masse der Bevölkerung findet diese Haltung ihren Widerhall – „Ein Kind in diesem Alter kann doch nicht einfach entscheiden, welchem Geschlecht es angehört!“ – das müssen wir uns allzu oft sagen lassen.
Komischerweise traut man das den Kindern, bei denen Genitalien und geschlechtliche Selbstverortung dem gewohnten Standard entsprechen, ohne Probleme zu. Niemand würde auf die Idee kommen, zu einem vierjährigen cis Jungen, der sich deutlich als solcher einordnet, zu sagen: „Warte erst mal ab. Um das genau wissen zu können bist Du doch noch viel zu jung.“
Im Alltag zeigt sich Transfeindlichkeit gegenüber unseren Kindern auf unterschiedlichste Art und Weise. Sie haben beispielsweise kein

einklagbares Recht darauf, in Bildungseinrichtungen entsprechend ihrer geschlechtlichen Selbstzuordnung behandelt zu werden. Es gibt zwar keine gesetzlichen Regelungen, die das verbieten, aber letztendlich ist das Wohlwollen derjenigen, die über die Macht in den Institutionen verfügen, ausschlaggebend. Nur wenn diese Personen es ernst meinen mit der Akzeptanz und bereit sind, sich auch in Konfliktsituationen bedingungslos an die Seite unserer Kinder zu stellen, kann so etwas wie Vertrauen und Stabilität im Kita- und Schulalltag eintreten.

Leider erleben wir allzu oft, dass es mit dieser Akzeptanz gegenüber unseren Kindern – und damit auch gegenüber uns, ihren Familien – nicht allzu weit her ist. Bemerkungen wie „Ihr Kind kann kein Mädchen sein. Es klettert auf Bäume wie ein Junge und spielt sogar Fußball auf dem Schulhof!“ hören wir häufig. Es gibt Orte, an denen sammeln besorgte Menschen Unterschriften, um gegen Familien zu protestieren, die ihre trans*Kinder unterstützen. Auch Anzeigen beim Jugendamt sind schon vorgekommen, weil Außenstehende der Meinung waren, die unterstützenden Eltern würden das Kindeswohl gefährden. Manche Familien sind gezwungen, den Wohnort zu wechseln und ihr Haus zu verkaufen, weil sie über Jahre hinweg immer wieder angefeindet werden.

Bei einer Familie flogen Ziegelsteine durch ein Fenster. Sie landeten im Kinderzimmer eines Zehnjährigen. Auch auf die Justiz ist kein Verlass, wenn es darum geht, unseren Kindern ein selbstbestimmtes und möglichst unbeschwertes Aufwachsen zu ermöglichen. Besonders, wenn Eltern sich uneinig sind, schlagen sich Gerichte häufig auf die Seite des Elternteils, der eine normalisierende Behandlung seines Kindes für richtig hält. Dem unterstützenden Elternteil wird hingegen von Gerichten und Jugendämtern regelmäßig die Erziehungsfähigkeit abgesprochen, bis hin zum Sorgerechtsentzug. In einem aktuellen Fall war sich ein Gericht nicht zu schade, auf Betreiben eines transfeindlichen Vaters zu verfügen, welche Kleidung das Kind in der Schule tragen darf und welche Farbe die Haargummis haben dürfen, mit denen die Haare zusammengebunden werden müssen.
Nicht zu vergessen sind natürlich die Kinder, die keinerlei Unterstützung im familiären und institutionellen Umfeld erfahren, und die mit ihren Fragen und Nöten vollkommen alleine gelassen werden, bis sie selbst in der Lage sind, sich Informationen und Hilfe zu organisieren. Dieser Leidensweg kann schwerste Traumata verursachen und Kinder und Jugendliche in tiefe Verzweiflung stürzen. Ein trauriges Beispiel ist der tragische Suizid der 16jährigen Leelah Alcorn kurz nach Weihnachten 2014.
All das zeigt, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt, bis für alle diese
Kinder und Jugendlichen tatsächlich Chancengleichheit in der Gesellschaft, und insbesondere im Bildungs- und Rechtssystem hergestellt ist.
Deshalb fordern wir, in Anlehnung an die Positionen von Trans-Kinder-Netz e.V.:
  • Die Abschaffung der Diagnose trans* im Sinne eines pathologischen Zustands.
    Unsere Kinder sind weder krank noch gestört.
  • Die Abschaffung von Zwangstherapie bei gleichzeitig freiem Zugang zu allen erforderlichen Maßnahmen des Gesundheitssystems.
    Das Verweigern oder Verzögern von notwendigen Behandlungen kann zu schweren Folgeerkrankungen führen, die vermieden werden können.
  • Die Möglichkeit der Änderung des Vornamens- und Geschlechtseintrages in staatlichen Dokumenten durch Willenserklärung als Verwaltungsakt ohne Begutachtungsprozess, Wartezeiten und Altersuntergrenzen. Diese staatliche Anerkennung wäre ein wichtiger Meilenstein zur Erlangung von Chancengleichheit z.B. im Bildungssystem und beim Start ins Berufsleben.
  • Staatliche Aufklärungsarbeit mittels verbindlicher Aus- und Weiterbildungen für alle Funktionsträger in den Bereichen Medizin, Psychologie / Psychotherapie, Pädagogik, Recht etc. und die Aufnahme des Themas geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in sämtliche staatlichen Lehrpläne und –materialien. Aufklärung ist der einzige Weg zur Vermeidung von Diskriminierung und Mobbing, egal ob auf institutioneller oder zwischenmenschlicher Ebene.
  • Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.
    Kinder müssen selbst gehört werden, und ihre Äußerungen müssen ernst genommen werden, wenn es um ihre ureigensten Belange geht. Besonders wichtig ist uns, dass die Aufklärung über das Thema trans* im Bildungssystem und in den Ausbildungsgängen aller Berufsgruppen im pädagogischen Bereich fest verankert wird. Wir wissen, dass trans*Kinder häufig bereits im Alter von drei bis vier Jahren deutlich äußern können, dass die spätestens bei der Geburt von außen erfolgte – und dann ab dem ersten Lebenstag durch alle möglichen Formen der Vermittlung täglich hundertfach bekräftigte – Geschlechtszuordnung für sie nicht stimmig ist.
Vor diesem Hintergrund  wird klar, wie wichtig es ist, dass schon im Kindergarten mit der Vermittlung und dem Vorleben von Akzeptanz und Vielfalt begonnen wird. Denn damit sich trans*Kinder in ihrem Geschlecht frei und ohne Angst entwickeln können, muss in ihrem Umfeld klar sein, was die spanische Elternitiative Chrysallis in einige wenige, aber umso klarere Worte gefasst hat: Es gibt Mädchen mit Penis und Jungs mit Vagina. So einfach ist das.
Die Mehrheit von ihnen leidet jeden Tag, weil die Gesellschaft diese
Realität nicht anerkennt.
Reden wir darüber. Ihr Glück hängt auch von Dir ab!

Sein was ich fühle – Kinder überwinden Geschlechternormen

Am kommenden Montag, dem 15. Mai ist Kim & Alex bei pro familia in Rüsselsheim zu Gast:

„Sein was ich fühle“ – Kinder überwinden Geschlechternormen

Kinder entdecken ihre Geschlechtsidentität in der Regel im Kindergartenalter.
Obwohl es hierbei häufig zu Phasen des Ausprobierens kommt, z.B. weil der kleine Bruder der großen Schwester nacheifert und deshalb auch so schöne Zöpfe haben möchte wie sie, stellt sich in der Regel schnell Klarheit ein.

Zu sagen „Ich bin ein Junge“ oder „Ich bin ein Mädchen“ ist für die Mehrheit der Vier- bis Fünfjährigen eine Selbstverständlichkeit. Die meisten Kinder können sich gut mit dem bei der Geburt

Sein was ich fühle

Foto: Tim Evanson

zugewiesenen Geschlecht identifizieren und betrachten es als integralen Bestandteil ihrer Persönlichkeit. Was aber, wenn diese Klarheit sich nicht wie erwartet einstellt? Wenn Kinder immer wieder signalisieren, dass die von außen erfolgte Geschlechtszuweisung nicht oder nicht eindeutig zu ihnen passt?

An diesem Abend berichten eine Mutter und eine Kita-Erzieherin von ihren Erfahrungen mit einem Kind, das die Einordnung in ein vorgegebenes Schema nicht akzeptiert hat und seinen eigenen Weg geht.

Neben einem Einblick in die Lebenswelt eines trans* Kindes erwarten Sie auch Anregungen zur kindgerechten Vermittlung von Vielfalt und Akzeptanz sowie ein Überblick über die wichtigsten Informationsquellen zum Thema.

Montag, den 15.05.2017 20:00 – 21:30 Uhr
pro familia Geschäftsstelle Rüsselsheim
Lahnstr. 30
65428 Rüsselsheim
Tel. 06142 – 12142
www.profamilia.de/ruesselsheim
ruesselsheim@profamilia.de

(Kosten 5€)
Eine Teilnahme bei dieser Veranstaltung ist nur mit Anmeldung bei pro familia möglich

Schrill und Laut – Keine Hose, Keine Probleme

Es soll Leute geben, die Zuhause herumlaufen als würden sie jeden Moment Besuch von der Fashion Police bekommen. So richtig ordentlich angezogen, mit Socken und Schuhen an und allem. Wie soll man sich so eingeengt und in seiner persönlichen Entfaltung beschnitten überhaupt entspannen und wie zuhause fühlen können…?! Wir kennen eigentlich nur Leute, die sich die Hosen schon runterreißen, bevor die Wohnungstür ins Schloss fällt. Und wir finden das auch richtig. Schlimm ist, dass die Befreiung vom einengenden Joch der Hose, die unsere Beine teilt und unseren Willen schwächt nur im Geheimen, im Häuslichen, um Privaten ausgelebt werden kann.
Wir stellen uns klar dagegen: Für die Befreiung der Schenkel! Gegen das Diktat der skinny pants!
keine hose, keine probleme
Es gibt Alternativen! Eine andere Welt ist möglich:
Röcke, Kleider, Jumpsuits, Hella-von-Sinnen-
Gedächtnis-Overalls und Leggings für alle!
Oder einfach nix für niemand!
Entsagt dem Denim!
Keine Hose, kein Problem!

Damit die Nacht nicht in ein emanzipatorisches Jeansverbrennungsritual ausartet, haben wir für euch wieder das beste Partyprogramm des Monats zusammengestellt. Sensationelle Musik gibts von Emma England und wir halten wieder ein paar kleine Extras für euch bereit. Lasst die Hosen im Schrank und kommt alle!

Schrill und Laut – Keine Hose, Keine Probleme
Freitag, 19. Mai 2017
22.00 Uhr
Queers & Friends

Hier gehts zum facebook-Event (teilnehmen und Leute einladen!)

p.s. Schon die Gala hat berichtet: Skinny pants machen krank!
p.p.s. Wir meinen das ernst: Wer mit Hose kommt, kriegt Probleme ♥ seriously.

Pressemitteilung gegen das Symposium der Demo für Alle

Als Teil des Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt veröffentlichen wir die gemeinsame Pressemitteilung von über 100 Bündnisorganisationen.

Wir wollen keine Veranstaltung dulden, auf der Sex tabuisiert wird, homofeindliche und transfeindliche Thesen propagiert werden und man uns für krank erklärt.
Kommt am 06.05.2017 mit uns nach Wiesbaden!
Gemeinsamer Treffpunkt um 08.30 Uhr am Bahnsteig.

Gemeinsame Presseerklärung

Schon 2016 stellten sich im Rahmen des Bündnisses für Akzeptanz und Vielfalt etwa 3.000 Personen aus der Wiesbadener Stadtgesellschaft und darüber hinaus gegen die populistischeHetze und bürgerlich verpackte Diskriminierung der sogenannten „Demo für alle“. Diese hat ihren Ursprung in der französischen Bewegung „Manif pour tous!“ und wird in Deutschland aus AfD-nahen Kreisen organisiert. Dabei setzt man, trotz anderslautender Lippenbekenntnisse in der Öffentlichkeit, auf die Unterstützung durch Organisationen wie NPD, Der III. Weg und Identitäre Bewegung, welche dem äußerst aggressiven rechten Rand der Gesellschaft zuzuordnen sind.

Nun möchten dieselben Organisatoren am 06. Mai 2017 ein Symposium rund um das Thema „Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre” in einem der Wahrzeichen unserer Stadt stattfinden lassen: Im Kurhaus Wiesbaden.
Hierbei handelt es sich um einen Veranstaltungsort, der sich durch  vereinende und traditionelle Veranstaltungen wie der Ballnacht der AIDS-Hilfe Wiesbaden und zahlreiche Kunst- und Kulturveranstaltungen auszeichnet, die die gesellschaftliche Vielfalt dieser Stadt proklamieren. Es sollte weder hier noch anderswo einen Ort für pseudowissenschaftliche Vorträge und gezielte  Desinformation auf Kosten von gesellschaftlichen Gruppen geben.
Am 06.05. werden Redner auf dem Podium stehen, welche die sogenannte „Homoheilung“, also Therapien zur angeblichen Heilung der Homosexualität, befürworten und offen für eine flächendeckende Diskriminierung werben. Dabei sprechen sie zwar von Kinderrechten und Familienwerten, schränken jedoch das Recht auf Wissen und Aufklärung ein und wollen tausenden fürsorglichen Eltern den Familienstatus aberkennen.

 

„Als Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt, unter dessen Namen im vergangenen Oktober über 100 Organisationen für eine  diskriminierungsfreie Gesellschaft auf die Straße gingen, werden wir auch diesmal wieder vor Ort sein und zeigen, dass unsere Gesellschaft vielfältig, bunt und offen ist. Wir sind bereit, diese Werte gegen jede Art von Angriff zu schützen“, kündigt Manuel Wüst, 1. Vorsitzender des initiierenden Vereins Warmes Wiesbaden e.V., an.
Das Bündnis lädt daher zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr zu einem Regenbogenfest direkt vor dem Kurhaus ein. Mit Frühschoppen, Kinderprogramm und kurzen Reden wollen wir alle gemeinsam ein buntes Zeichen setzen. Es wird um Selbstversorgung gebeten.

 

Ergänzende Informationen:
Der 2016 eingeführte Lehrplan zur Sexualerziehung in Hessen rief umgehend Stimmen aus der rechten Szene um die berüchtigte  sogenannte „Demo für alle“ auf die Tagesordnung. Grund dafür war eine Modifikation der sexuellen Aufklärung im Schulunterricht: Den
Schülern sollte die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen vermittelt werden – und damit Offenheit, Diskriminierungsfreiheit und wertschätzendes Verständnis für Verschiedenheit und Vielfalt.
Fakt ist: Andere Lebenskonzepte jenseits des heterosexuellen Vater-Mutter-Kinder-Modells und Geschlechtlichkeit unabhängig von der Zuweisung bei der Geburt sind längst gesellschaftliche Realität. Das Bündnis um Hedwig von Beverfoerde (ehemals CDU, gut vernetzt mit der Familie von Storch; AfD), das tatkräftig von Beatrix von Storch (AfD) und Birgit Kelle (CDU) unterstützt wird, ist sehr weit davon entfernt, dies zu akzeptieren. Der neue Lehrplan trete Kindergefühle und Elternrechte mit Füßen, so die Veranstalter der so genannten „Demo für Alle“.
Zu diesen mit Füßen getretenen Kindergefühlen ist auch anzuführen, dass die Landesschülervertretung den neuen Lehrplan ausdrücklich befürwortet. Darüber hinaus erfüllt jede Bildungsinstitution ihren säkularen Auftrag. Die Würde von trans- oder intersexuellen Kindern und der Jugendlichen, die schwul, lesbisch oder bisexuell sind, wird dabei gezielt ausgeblendet. Die Existenz transsexueller Kinder und Jugendlicher wird einerseits angezweifelt, aber andererseits als „therapierbar“, im Sinne eines äußeren Zwangs hin zum zugewiesenen Geschlecht, dargestellt. Etwas, das die Bundesärztekammer und der Weltärztebund als unethisch einstufen.

Das Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt

Das Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt gründete sich im Oktober 2016 nach einem Aufruf der Wiesbadener Vereine Warmes Wiesbaden e.V. und AIDS-Hilfe Wiesbaden e.V..
Innerhalb weniger Wochen fanden sich über 100 Organisationen und Vereinigungen, die eindeutliches und positives Zeichen für eine offene Gesellschaft setzen wollten. Zur Demonstration am 30.10. unter dem Titel „Ihr seid nicht alle“ fanden sich über 3.000 Personen aus dem Rhein-Main Gebiet zusammen. Die durchweg friedliche Demonstration setzte einen eindrucksvollen Gegenpol zur sogenannten „Demo für Alle“, die mit knapp 1.000 Demonstrant_innen weit unter den angekündigten Zahlen blieb.
Die Organisationen des Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt bilden fast das gesamte gesellschaftliche Spektrum ab und haben in dieser Form zum ersten Mal zusammengearbeitet
Symposium