Alle Beiträge von Stefan Kräh

Patrick Angus – Proseccoführung im Museum Bensheim

Patrick Angus wurde 1953 in Hollywood geboren. Die Konventionsbrüche und experimentellen neuen Lebensstile der 60er und 70er Jahre boten dem jungen schwulen Maler nie zuvor dagewesene Identifikationsfiguren. Besonders fasziniert war er von den Arbeiten David Hockneys, der die glamouröse Seite des schwulen Lebens darstellte. Doch die Realität, die Patrick Angus erfährt, war nicht vergleichbar mit den Vorstellungen, die Hockneys Bilder vermittelten.

Patrick Angus

Angus Self Portrait, 1992, Galerie Thomas Fuchs © Douglas Turnbaugh

Patrick Angus malte das, was er sah: intime Porträts von Freunden und Familie, zahlreiche Selbstporträts mit Variationen des stets gleichen durchdringenden Blick, die Landschaften und Städte, von denen er sich umgeben findet und immer wieder Szenen aus der schwulen Subkultur in New York City.

Das Museum Bensheim zeigt rund 50 bedeutende Arbeiten von Patrick Angus – erstmals in einer Kleinstadt.  Wir freuen uns sehr über diese Ausstellung und wollen gemeinsam zur einer Proseccoführung nach Bensheim fahren.

Das Museum Bensheim lädt am Samstag, den 26.05.2018 um 15.30 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung ein. Im Anschluss kann man sich bei einem Glas Prosecco über vielbunt e.v. und das queere Leben in Südhessen informieren.
Begrenzte Teilnehmendenzahl. Ticket: 5 € / ermäßigt 3 €
Um Anmeldung unter museum@bensheim.de oder
Telefon 06251/ 847865 wird gebeten.

Für eine gemeinsame Anreise ab Darmstadt Hauptbahnhof empfehlen wir die Regionalbahn um 14.30 Uhr (Gleis 10).

Wer mit vielbunt zu der Prosecco-Führung kommen will, kann sich bei uns anmelden (bitte schnell melden):
oliver.delto@vielbunt.org
Telefon: +49 (0) 6151 9715632

 

Emile soll nicht abgeschoben werden!

Am heutigen Montag, den 26. März wurde ein von uns betreuter schwuler Mann aus Nigeria überraschend von der Polizei aus der Darmstädter Erstaufnahme mitgenommen und zur Abschiebung geführt. Über mehrere Stunden wussten weder wir noch sein Partner, mit dem er gemeinsam die Flucht nach Europa angetreten hatte, wo er sich befindet, wohin er gebracht wird und wie es ihm ging.

In Nigeria ist Homosexualität illegal. Das Strafgesetz sieht eine Gefängnisstrafe von bis zu 14 Jahren vor, in den nördlichen Bundesstaaten droht mit der Schari’a zudem die Todesstrafe (Tod durch Steinigung).  Selbst die Betätigung in Gruppen, die sich für Gay Rights oder HIV-Prävention einsetzen, wird mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft. Amnesty International berichtet, dass im Sommer letzten Jahres 42 Personen verhaftet wurden, weil sie bei einem HIV-Interventionsprogramm teilgenommen haben. Die Betroffenen wurden nicht nur durch die Behörden bestraft, sondern auch von der Polizei den Medien vorgeführt. Diese öffentliche Bloßstellung kommt einer Freigabe zum Abschuss gleich. Die nigerianische  Bevölkerung ist extrem homofeindlich eingestellt und sieht sich nicht zuletzt durch staatliche und religöse Ächtung sexueller Minderheiten zur Lynchjustiz berechtigt.

Da sie diese Zustände nicht mehr aushalten konnten, sind Fabrice und Emile* aus Nigeria geflüchtet. Sie haben sich als Paar entschieden, ihre Heimat zu verlassen, um in Deutschland frei und sicher leben zu können. Sie wünschten sich ein Leben, in dem man sie für ihre Liebe weder verachtet, noch einsperrt oder tötet. emile

Die beiden jungen Männer sind im Winter in Darmstadt angekommen und haben sich sofort bei vielbunt gemeldet.  In mehreren Treffen konnten wir sie kennenlernen, ihnen beim Ankommen in Darmstadt weiterhelfen. Bei Unsicherheiten standen wir ihnen zur Seite und so manche Ängste konnten wir ihnen nehmen. Auch wenn sie sich gerade erst in der Erstaufnahmeeinrichtung befanden, haben wir dennoch sehr gehofft, dass ihre Anhörung zu einem positiven Ergebnis führt und beide in Deutschland, bestenfalls bei uns in Darmstadt bleiben können. vielbunt hat seit 2015 sehr viele LSBT Geflüchtete und deren Schicksale kennengelernt. Dennoch ist die Aussicht darauf, dass Menschen in Länder abgeschoben werden, in denen sie keine Zukunft haben und um ihre Sicherheit bangen müssen, für uns jedes Mal schockierend.

Die Polizei kam um 5.00 Uhr morgens

Ebenso erschreckend ist die Art und Weise, wie im Asylverfahren mit Geflüchteten insgesamt und LSBT Geflüchteten im Speziellen umgegangen wird.  Emile und Fabrice haben, kaum in Deutschland angekommen, sofort einen Ablehnungsbescheid erhalten. Eine Darstellung ihrer Fluchtgründe und ihrer individuellen Biografien war nicht möglich. Die Tatsache, dass sie als Schwule besonderer Verfolgung ausgesetzt sind, wurde schlicht nicht berücksichtigt.  Die beiden mussten sich einen Anwalt nehmen und sofort Widerspruch gegen diese pauschale und ungerechtfertigte Ablehnung einlegen.

Heute früh um 5.00 Uhr kamen insgesamt vier Polizeibeamte in die Erstaufnahmeeinrichtung in Darmstadt um Emile abzuholen. Sie klopften an und betraten ohne abzuwarten das Zimmer. Sie fragten, wer von den Anwesenden Emile sei und teilten ihm mit dass er unverzüglich nach Italien abgeschoben wird. Er hatte zwei Minuten Zeit, um seine Sachen zusammenzusuchen. Ihm wurde nicht erlaubt, sich von seinem Partner Fabrice zu verabschieden. Ihm wurde auch zunächst nicht gestattet, seinen Anwalt zu kontaktieren. Dann ging es weiter zum Polizeirevier Darmstadt. Bevor er das Gebäude betreten durfte, wurden Emile Handschellen angelegt. Auch im Polizeirevier war er die ganze Zeit an einen Stuhl gefesselt. Hier wurde ihm dann gestattet, seinen Anwalt anzurufen, den er um diese Uhrzeit nicht erreichen konnte. Im Polizeirevier wurde Emile auch sein Handy abgenommen. Dann wurde er an den Flughafen gebracht und dort wieder in Handschellen gelegt. Als er das Flugzeug betrat, sagte Emile laut, dass er nicht freiwillig nach Italien fliegen will. Daraufhin wurde ihm von den Polizeikräften gedroht, dass er ins Gefängnis müsse, wenn er nicht fliegt.

Der Pilot bot an, Emile ein Ticket nach Darmstadt zu kaufen. Denn mitnehmen wollte er ihn nicht.

Die Polizei hat Emile daraufhin wieder mitgenommen und ohne ein weiteres Wort am Darmstädter Hauptbahnhof abgesetzt. Seine noch gültige Aufenthaltsgestattung wurde ihm von der Polizei nicht wieder ausgehändigt.

In der ganzen Zeit konnten wir Emile nicht erreichen. Genauso wie  Fabrice wussten wir nicht, wie es Emile geht, wo er sich befand und wohin man sich wenden soll. Fabrice war verzweifelt und wir können ihm nicht helfen.
Nachdem man ihm sein Handy abgenommen hat, konnten weder sein Anwalt, noch seine Sozialarbeiter_innen oder wir Emile erreichen. Niemand konnte ihm raten, nicht in das Flugzeug zu steigen. Das hätten wir nämlich auf jeden Fall getan. Nur durch Emiles mutigen passiven Widerstand und das resolute Agieren des Piloten konnte diese Abschiebung abgewandt werden!

Alle Rainbow Refugees die wir betreuen und begleiten, kommen aus Ländern in denen sie wegen ihrer Homosexualität um ihre Sicherheit fürchten müssen. Wir wollen niemanden in ein solches Leben zurück gehen lassen. Eine Abschiebung nach Italien würde uns die Chance nehmen, uns mit unseren ohnehin geringen Handlungsmöglichkeiten für Emile einzusetzen.

Flucht ist kein Verbrechen

Und auch für uns stellt sich nun ein Gefühl der Hilflosigkeit ein. Dabei sind wir die, die Unterstützung und Halt bieten sollten.

Wir verurteilen die skandalöse Art und Weise, wie mit den Menschen verfahren wird, denen in ihren Herkunftsländern soziale Ächtung, Gefängnis und Tod drohen. Wir stellen uns gegen eine Asylpolitik, die vor allem auf Ablehnungsbescheide und Abschiebungen fokussiert ist, statt auf individuelle Schicksale und Fluchtursachen. Jeder Mensch, der Schutz in Deutschland sucht, verdient ein faires Verfahren, in dem er seine Fluchtgründe und seine persönliche Biografie darstellen kann. Egal woher er kommt und über welches Land er eingereist ist.

Wir verurteilen ebenso die überfallartigen Abschiebe-Kommandos, die Menschen in ihren Unterkünften aus den Betten holen und wie Kriminelle abführen.  Flucht ist kein Verbrechen!

Emile und Fabrice, zwei junge Männer von 23 und 22 Jahren haben als Paar eine gefährliche Flucht nach Europa auf sich genommen, die viele Menschen nicht überlebt haben. Sie sind mit einem Boot in Italien angekommen und haben es bis nach Deutschland geschafft, weil sie sich gegenseitig hatten. Auch in Darmstadt gab es nur Emile und Fabrice. Sie hatten nur sich.
Wir verurteilen das grausame Auseinanderreißen von Paaren und (Wahl-)Familien. Unsere Leute brauchen sich!

Uns bleibt keine Zeit, den Schock zu verarbeiten. Wir sind heute zum ersten Mal unmittelbar mit der Abschiebung eines von uns betreuten Rainbow Refugees konfrontiert.  Auch wenn Emile jetzt gerade wieder zurück gekommen ist, wissen wir, dass er jederzeit wieder abgeholt werden kann.

Wir stehen vergleichsweise hilflos da, können momentan weder Trost noch Rat bieten. Dabei ist auch das eine unserer wichtigsten Aufgaben als Rainbow Refugee Supporter.
Wir haben vor zwei Jahren begonnen, LSBT Geflüchtete in Darmstadt und Umgebung zu unterstützen. Wir sind fest entschlossen, alles dafür zu tun, dass unsere Leute bleiben können. Mit dem heutigen Tag noch mehr denn je!

Wir bitten alle, die wissen wie man hier konkret helfen kann, sich bei uns zu melden.

Kontakt:
Stefan Kräh
vielbunt e. V. | Rainbow Refugees Darmstadt

0176-62573994
stefan.kraeh@vielbunt.org

 

 

 

*  Namen geändert, um die Sicherheit der Betroffenen nicht zu gefährden.

Schrill und Laut – Elektroschwule

Zehn Jahre lang hat eine Partyreihe die Stadt und ihre Menschen in ihren Bann gezogen. Zehn Jahre lang sind wir einmal im Monat zu Doris und Emma gelaufen und haben getanzt bis wir nicht mehr konnten. Die Elektroschule war vom ersten Schultag 2007 bis zur Abschlussprüfung 2017 eine Bildungsinstitution des Nachtlebens und DontCanDJ die besten Lehrerinnen der Welt.
Elektroschwule
Als die schöne Elektroschulzeit vorbei war, flossen Tränen (und Pfeffi). Wohin gehen wir nun? Wie geht es weiter? Wie sieht unsere Zukunft aus?

Schön, dass es auch nach dem Abschluss nie ganz vorbei ist und es immer die Chance gibt, die guten alten Zeiten wieder aufleben zu lassen. Zum Beispiel bei einem Klassentreffen.

Deshalb haben wir DontCanDJ ein Angebot unterbreitet, das sie hätten ablehnen können. Aber auch sie dürstet nach einem one night revival und sie haben zugesagt, exklusiv für euch und uns den Sonder-Abendunterricht zu halten.
Kommt zahlreich und seid fleißig bei Schrill und Laut Elektroschwule mit DontCanDJ, einer beschwipsten Schwulleitung und garantiert ohne Einträge ins Klassenbuch.
Schrill und Laut – Elektroschwule
Freitag, 16.02.2017 // 22.00 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
Hier geht es zum Event bei Facebook! Teilnehmen und Leute einladen!

Schrill und Laut – Mir ist Eis!

Mir ist Eis
Ich bin Eis
Ach, warum sind denn nicht alle so Eis?
Ja, ist es denn ein Wunder…
…dass man sich in dieser lebensfeindlichen Winterkälte nicht einfach nur ein bisschen schwitzige Hitze und ein paar warme Gedanken wünscht?!

Mit der bekannten Verweigerung gegenüber jeglicher Realitäten startet Schrill und Laut heißkalt in das neue Jahr und veraMir ist Eis!breicht der aufgeheizten Partymenge das was sie jetzt am meisten braucht: Eis.
Lasst euch durchschütteln von einem Wechselbad der Aggregatzustände mit klirrendkaltem Sekt von den eisesten Barmenschen der Stadt, dampfenden Plattentellern von crstn, der selbst Schnee zum Brennen bringt und einer über-flüssigen Rosa Opossum, die jedem Mann mit heißblauen Augen Himbeereis zum Frühstück verspricht. Eine Nacht zum Dahinschmelzen!

Schrill und Laut – Mir ist Eis!
Freitag, 19.01.2018 | 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
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Wir wollen keine Demo für Alle in Frankfurt!

Am 20. Januar 2018 veranstalten die Menschen hinter der sogenannten „Demo für Alle“ ein sogenanntes „Symposium“ in Frankfurt am Main. Wie immer bei diesem Zusammenschluss von neurechten, erzkonservativen und radikalkatholischen Personen geht es vor allem darum, sexuelle Minderheiten zu beleidigen, als krank zu bezeichnen und mitunter zu kriminalisieren.
Die sogenannte „Demo für Alle“ behauptet, sich dem Schutz von Familien, Kindern und jungen Menschen verschrieben zu haben. Was sie jedoch tut, ist genau diesen das Leben schwer zu machen. Lesben, Schwule, Trans*, intersexuelle Menschen, Bisexuellekeine demo für alle in frankfurt sowie deren Angehörige leiden unter hetzerischer Propaganda und politischer Agitation, die auf nichts weiteres abzielt, als die Abwertung einer ohnehin schon marginalisierten Bevölkerungsgruppe.

Deshalb machen wir seit nunmehr drei Jahren der sogenannten „Demo für Alle“ das Leben schwer. Wir dulden keine Stimmungsmache gegen sexuelle Minderheiten. Nicht in Stuttgart, nicht in Wiesbaden, nicht in Frankfurt. Nirgendwo. Wenn Organisatorin Hedwig von Beverfoerde glaubt, ungestört rechte „Christen“ und Neonazis zu einer Hetzveranstaltung versammeln zu können, hat sie sich geschnitten. Wir werden wie immer vor Ort sein und wir werden wie immer schrill und laut sein, wie man es von uns erwartet. Wir wollen widersprechen und ein klares Zeichen setzen gegen Diskriminierung und für die Akzeptanz von Vielfalt.
Und wir wollen wie immer, dass möglichst viele Menschen von Darmstadt nach Frankfurt mit kommen.

Die AIDS-Hilfe Frankfurt hat eine Demo der Vielfalt und Liebe angemeldet, der wir uns anschließen. Die Kundgebung startet am 20. Januar um 11 Uhr auf der Hauptwache,  gegen 13 Uhr gibt es einen Demonstrationszug.

Wir wollen gemeinsam mit dem Zug nach Frankfurt reisen. Die beste Direktverbindung für eine frühzeitige Ankunft ist  die S3 um 10.05 Uhr von Gleis 3. Wer kein Ticket hat, jedoch günstig auf einem Gruppenticket mitfahren möchte, kann um 9.50 Uhr zu den Ticketautomaten in der Bahnhofshalle kommen.

Bringt Schilder, Trillerpfeifen und Fahnen mit! Wir bleiben bunt, laut, vielfältig und ungemütlich. Wir wollen keine Demo für Alle in Frankfurt und auch sonst nirgendwo!

Facebook-Event zur gemeinsamen Anreise. Hier erfahrt ihr auch die neusten Updates

Wir sind Abonnent von queer.de geworden

Queer.de liefert seit 15 Jahren bundesweite und internationale Nachrichten aus Szene, Kultur und Politik.
Für uns ist queer.de eine der wichtigsten Nachrichtenquellen überhaupt.

Die Redakteure beobachten Debatten im Bundestag ebenso wie die Umtriebe der sogenannten „Demo für Alle“. Wenn Parlamentsabstimmungen zu LGBT-Themen anstanden, wussten wir das als erstes von queer.de, wenn unsere Gegner_innen wieder eine Beleidigung von sich gegeben haben, oder neurechte Vereinigungen Aufmärsche organisieren,  können wir das Nötige dazu mit Sicherheit auf queer.de lesen.
Die Berichterstattung über die Einführung des Gesetzes gegen die sogenannte „Homopropaganda“ in Russland und die mörderische Verfolgung von Schwulen in Tschetschenien waren für unsere Arbeit unheimlich wichtig, haben uns aufgerüttelt und zum Handeln motiviert. Ebenso zeigte sich hier, wie wichtig queer.de ist: Kaum eine Zeitung oder Online-Zeitung hat so frühzeitig und umfassend berichtet. Es kam uns wie eine Ewigkeit vor, bis nach der ersten queer.de-Meldung zur staatlich organisierten Schwulenermordung in Grosny auch die deutschsprachigen Mainstream-Medien berichteten.

Nun droht dem schon immer chronisch unterfinanzierten News-Portal die Zahlungsunfähigkeit. Genauso wie viele LGBT-Magazine in der Vergangenheit verschwunden sind, könnte auch queer.de dieses Schicksal ereilen, wenn ihnen niemand unter die Arme greift.
Die Vorstellung auch diese Onlinezeitung zu verlieren, hat uns alarmiert.
queer.de
Auch wenn der Untertitel „Zentralorgan der Homo-Lobby“ wahrscheinlich eher scherzhaft ist: das Redaktionsteam macht ihm alle Ehre. Gerade jetzt mit einer explizit LGBT-feindlichen Partei im Bundestag und vielen Landtagen muss die Community breit aufgestellt sein. Es braucht nicht nur aktivistische, sondern auch journalistische Arbeit.
Wir wollen auch weiterhin schnell und gut informiert sein, wir wollen dass queer.de weiter besteht und wir wollen unseren Teil dazu beitragen.
Deshalb ist vielbunt heute Abonnent_in von queer.de geworden.

Das hat nur fünf Minuten gedauert und fühlt sich extrem richtig an.

Wir hoffen, dass viele weitere Organisationen ebenfalls Abonnent_innen werden, wenn sie es nicht bereits sind. Viel mehr noch: Wir rufen sogar aktiv dazu auf. Schließt Abos ab! Wir brauchen queer.de und queer.de braucht jetzt auch uns.

Schrill und Laut – XXXmas

xxxmasI don’t want a lot for Christmas
There is just one thing I need
I don’t care about the presents
Underneath the Christmas tree
I just want
ein bisschen mehr sexy Sachen an Weihnachten…

Nicht nur dass es rund um die heilige Adventszeit ständig nasskalt draußen ist, auch durch weihnachtliche Familienfeierlichkeiten zieht ziemlich oft ein eisiger Wind. Das Fest der Liebe voller Familienidyll, Harmonie, Enttäuschung, Besinnlichkeit und Vorwürfen artet viel zu häufig in eine einzige Folterstunde aus, von der man kaum mehr weiß, wem das überhaupt noch gefallen kann. Nein, nein, nein, wir wollen das nicht! Es muss ein feuchtwarmes bis heißes Gegengewicht gesetzt werden!

Bevor ihr euch also in die Unglücksspirale der besinnlichen Feiertage stürzt, lasst euch fallen bei unserem Fest der Sinne und tanzt bis zur Besinnungslosigkeit. Wir haben bei unserer XXXMAS Party die sexuellesten Weihnachtselfen, kennen die neusten Ruten-Praktiken aus Knecht Ruprechts S/M-Studio und enthüllen private Nacktfotos vom Weihnachtsmann.

Auf dem Wunschzettel von Schrill und Laut steht dieses Jahr
* ausgelassene Moves ohne Jugendfreigabe auf dem Dancefloor
* vorweihnachtliches Treiben
* XXXtatische Sinnlichkeit

Für alle die zunächst noch etwas scheu sind, verteilen wir wieder Mistelzweige an den unmöglichsten Stellen und Santa Rosa wendet ihren legendär-verführerischen Enthemmungstrick (Schnaps) an.
Musik (garantiert ohne Last Christmas) gibt es von Santa Baby LEo Yamane. Das ist das größte Geschenk das wir uns machen konnten!

Schrill und Laut – XXXmas
Freitag, 15.12.2017
22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
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Kulturausflug Mainz „Max ist Marie“

Der Jugendvorstand hat für diesen Sonntag, den 19.11.2017 einen Kulturausflug nach Mainz zur Ausstellung „Max ist Marie – mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind“ geplant. Die Ausstellung ist ein Foto- und Textprojekt über und für transidente Menschen (natürlich auch für Interessierte nicht-transidente Menschen).

max ist marie

Foto: Kathrin Stahl


Treffpunkt ist um 13:25 Uhr im Hauptbahnhof in Darmstadt an Gleis 9.
Da es ein Kulturausflug ist übernehmen wir selbstverständlich alle anfallenden Kosten für die Zugtickets. Wir würden uns freuen wenn viele von euch mitkommen.

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Informationen zur Ausstellung gibt es hier.

Sechstkleinste AIDS-Gala der Welt

Sechskleinste AIDS-Gala der Welt zum Welt-AIDS-Tag

vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt veranstalten am Freitag, dem 01.12.2017 zum sechsten Mal gemeinsam eine etwas andere AIDS-Gala

Die sechstkleinste AIDS-Gala der Welt präsentiert bekannte Künstler_innen und neue Talente verschiedenster Genres für den guten Zweck in der Oetinger Villa.
Wie auch in den vergangenen Jahren organisieren vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt gemeinsam eine außergewöhnliche Spenden-Gala zum Welt-AIDS-Tag.

Die Veranstalter_innen bleiben dem alternativen Charakter der letzten Jahre treu: Professionelle Bands und Newcomer_innen wechseln sich im Programm ab und versprechen einen vielfältigen Abend für den guten Zweck. Verstörung, Verzauberung, Chic und Rebellion treffen an diesem Abend aufeinander. Nicht zuletzt verkörpert durch die schonungslose Moderatorin des Abends: Drag Queen und Polit-Tunte Rosa Opossum stellt sich auf volle Ränge und ein wie immer spendables Publikum ein: „Ich kenne einige Leute, die HIV-positiv sind. Manche von ihnen haben es mir gesagt, andere nicht. Bei unserer Gala Spaß zu haben und dafür auch Geld zu spenden, bedeutet vor allem, sich zu solidarisieren und gemeinsam Stigmatisierung abzubauen. HIV hat durch medizinische Behandlungsmöglichkeiten seinen Schrecken beinahe verloren. Betroffene dürfen aber nicht weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.“

Solidaritätsveranstaltung mit Kultcharakter

„Uns, den Mitarbeiter_innen der AIDS-Hilfe Darmstadt, bereitet es jedes Jahr große Freude gemeinsam mit vielbunt und vielen Ehrenamtlichen anlässlich des Welt-Aids-Tages diese bunte Traditions-Gala zu gestalten. Mit dieser Veranstaltung können wir vielen Gästen einen abwechslungsreichen Abend bieten und gleichzeitig die Öffentlichkeit auf das Themsechstkleinste aidsgalaa HIV und Aids aufmerksam machen. In unserer Arbeit in der Beratungsstelle erfahren wir Tag für Tag, wie die Stigmatisierung in der Gesellschaft Menschen mit HIV und Aids auch heute noch trifft und auch, dass eine HIV-Infektion häufig mit Armut einhergeht, die die Menschen weiter an den gesellschaftlichen Rand drängt. Daher freuen wir uns sehr über Spenden und garantieren, dass die Gelder direkt und unbürokratisch bei unseren Klientinnen und Klienten ankommen, bei denen nämlich, wo sie wirklich dringend benötigt werden“ erklärt Dr. Yvonne Bach, Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe Darmstadt.

Die Organisator_innen versprechen Live-Musik, Tombola, Travestie, Kabarett und Anarchie für den guten Zweck: Sämtliche Gewinne der Veranstaltung kommen den Klient_innen der Aids-Hilfe Darmstadt e.V. zugute.
Die sechstkleinste AIDS-Gala der Welt findet am Welt-AIDS-Tag statt. Weltweit erinnern jährlich am 1. Dezember verschiedenste Organisationen an das Thema HIV/AIDS und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten, an AIDS Erkrankten und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen.

Sechstkleinste AIDS-Gala der Welt
01.12.2017 / 19.00 Uhr
Oetinger Villa (Kranichsteiner Str. 81, 64289 Darmstadt)
Eintritt: gegen Spende

Telefon vielbunt: 06151-3534346
Telefon AIDS-Hilfe: 06151 – 28073
stefan.kraeh@vielbunt.org, yv.bach@darmstadt.aidshilfe.de

Deine AIDS-Gala braucht dich!

Deine AIDS-Gala braucht dich!

In diesem Jahr findet wieder einmal unsere AIDS-Gala der etwas anderen Art in der Oetinger Villa statt.

Wie in den letzten Jahren erwartet euch eine erstklassige Revueshow für den guten Zweck. Ziel ist es, so viel Geld wie möglich für die AIDS-Hilfe Darmstadt e.V. zu sammeln. Hierfür aids-galawerden Gäste gebeten, uns für das tolle Programm auf der Bühne, den Glühwein und auch die Plätzchen Geld zu spenden. Und es braucht den ehrenamtlichen Einsatz vieler Menschen, die ihr Talent und Engagement schenken.

Die „Sechstkleinste AIDS-Gala der Welt“ ist ein besonderes Charity-Event und steht vor allem für Solidarität mit Menschen, die mit HIV/AIDS leben und deren Angehörige.

Wir brauchen dein Talent!

Newcomer_innen und alte Hasen gesucht!

Wenn du Lust hast, den Abend mit einem bis zu zehnminütigen Beitrag auf der Bühne mitzugestalten, melde dich einfach bei uns. Es wird sicher wieder eine tolle Veranstaltung für den guten Zweck!

Kontakt: stefan.kraeh@vielbunt.org

Wir brauchen deine Backkünste!aids-gala

Um viel Geld zu sammeln, wollen wir auch viele Gelegenheiten bieten, zu Spenden. Ein Teil dessen ist der traditionelle Plätzchenverkauf, für wir euch und eure Backkünste brauchen: Viele Plätzchen bedeuten viel Geld! Wer also Freude daran hat, zu backen und dabei etwas Gutes zu tun, ist aufgerufen uns am Tag vor der Gala (Donnerstag, 30.11.2017)  Plätzchen, Kekse und Krokant zu spenden, den wir dann auf während der Show in Bares verwandeln können. Je mehr desto besser!

Melde dich einfach bei: stefan.kraeh@vielbunt.org um zu erfahren, wo wir dein Backwerk entgegen nehmen.

Wir brauchen deinen Einsatz!

Wir erwarten wie immer ein volles Haus. Hierzu brauchen wir tatkräftige Unterstützung, die am 1. Dezember beim Aufbau und Abbau, der Betreuung der Künstler_innen und des Publikums unterstützt! Wenn du Lust hast, dich für diesen besonderen Abend ehrenamtlich einzubringen, melde dich bei uns!

Kontakt: stefan.kraeh@vielbunt.org

gaga ladies nicht hilfreich

Schrill und Laut – 500 Jahre GayFormation

GayFormationUnser Organisationsteam sprüht vor Ideen. Wenn wir eine Schrill und Laut-Party planen, kommen meist mehr Mottos zustande als wir uns überhaupt zu feiern trauen. Manche Mottos sind so absurd und in einem kaum mehr nachvollziehbaren Prozess freien Assoziierens entstanden, dass einige Teilnehmende schon am nächsten Tag kaum mehr wissen, wie es dieses oder jenes Motto auf den Partykalender geschafft hat. Zum Glück gibt es Protokolle, die die Gedankengänge des Brainstormings einfangen und uns wieder ins Gedächtnis rufen was wir da eigentlich vorhatten. Tja. Das Protokoll für diese Party ist verloren gegangen.

Niemand von uns weiß mehr, wie wir auf „500 Jahre GayFormation“ gekommen sind und was wir da eigentlich mit gemeint haben. Wahrscheinlich war gerade diese gescheiterte Lutherwoche bei der die Rentner_innen in der Wittenberger Hitze umgekippt sind. Und wir wollten mal so richtig edgy was mit nem schwulen Jesus machen, der ein Andreaskreuz durch die Gegend trägt. Eventuell wollten wir auch Hostien und Messwein ausschenken und im Rahmen unserer zugegeben ziemlich braven Möglichkeiten eine verruchte Messe der Blasphemie feiern. Aber das alles lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Das Protokoll ist ja weg.

Vielleicht hat auch nur jemand was über die Beyoncé Formation Tour gesagt… Deshalb werden wir die Sitzung sehr wahrscheinlich wiederholen müssen! Aber was schon mal sicher ist: Ihr könnt euch einstellen auf eine ganz besonders biblische Party mit viel Lithurgie, Urbi und auch Orbi! Heilige Klänge gibt es von sacred DJ Emma England Betet für uns, dass in Zukunft wenigstens eine_r mitschreibt! Amen.

Schrill und Laut – 500 Jahre GayFormation
20. Oktober 2017
ab 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt

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vielbunt gegen den Bus der Schande

Zum inzwischen vierten Mal sucht die sogenannte “Demo für Alle” die Landeshauptstadt Wiesbaden heim.

Getarnt als “Bus der Meinungsfreiheit” und mit einer Handvoll Jugendlichen als Aushängeschild, verbreiten sie Lügen und hetzen gegen LSBT*IQ (Lesben, Schwule, Bi, Trans*, Inter und Queer) und deren Rechte auf.

Nach dem Lehrplan für Sexualerziehung in Hessen, der erfolgreich in den Schulen eingeführt wurde, wenden sie sich nun bundesweit gegen die Ehe für Alle.
Dabei schüren sie Ängste und behaupten, heterosexuelle Paare und Familien wären durch gleiche Rechte für alle gefährdet und entwertet.

Diese plumpen Versuche, die Gesellschaft gegen LSBT*IQ aufzuhetzen, lassen wir nicht unkommentiert.
Natürlich wird wieder eine sehr große Gruppe aus Darmstadt nach Wiesbaden reisen, wenn es darum geht, Haltung zu zeigen. Wir werden uns Hedwig von Beverfoerde und ihrer Gefolgschaft aus Fundis, Erzkonservativen, PEGIDA, AfD und anderen Nazis entgegenstellen. Packt eure Fahnen und Trillerpfeifen ein!

Hass gegen Minderheiten ist keine Meinung!

Samstag, 9. September 2017
„vielbunt gegen den Bus der Schande“
11.20 – Treffpunkt für Gruppentickets
11.30 – Treffen am Gleis 9
11.40 – Abfahrt mit der Regionalbahn
13.00 – Kein “Bus der Schande” in Wiesbaden!

Hier geht es zum Event bei Facebook! Teilnehmen, teilen, Leute einladen!

Schrill und Laut – Glow Job

Schrill und Laut erstrahlt wieder in ungewohntem Glanz! Die Lichter werden wieder aus!gedreht. Wir zeigen unsere neonschwarze Seite, schalten die UV-Röhren ein und tauchen das Schlosskellergewölbe in die glühendsten Farben.
Der Dresscode ist einfach: Strahlendes Weiß und schreiende Farben von Neonpink bis Grellgrün. Wenn ihr wollt. Wer keine UV-aktive Schminke aber dafür großes Vertrauen in Fremde hat, kann sich vor Ort noch vom Künstlerinnenkollektiv Lichtscheues Gestalten partyfein aufmotzen lassen. Den weniger Glücklichen bietet Rosa Opossum ein komplettes Bodypainting an.
So seid ihr frisch gewappnet für unsere schummrig-schimmernden Single-Spielchen und könnt zukünftige Bekanntschaften wie ein räuberischer Tiefseefisch mit eurer oszillierenden Persönlichkeit anlocken. Strahlendste Musik gibt es von mind-glowing Doris Gay – mit dem Besten was ihr euch vorstellen könnt

Schrill und Laut – Glow Job
Freitag, 15.09.2017
ab 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
hier gehts zum Event bei facebook

glow job

Lesung: „Du musst mich schon so nehmen wie ich bin“

Es gibt so viele Geschlechter wie es Menschen gibt. DasDieDer-Menschen lesen eigene und angeeignete Texte und teilen so ihre Gender-Dschungel-Erfahrungen.

„Du musst mich schon so nehmen wie ich bin“ – Reise zum Selbst

Die AIDS-Hilfe Darmstadt und der Verein vielbunt laden herzlich ein zur Lesung mit anschließendem Gespräch.

16. September 2017 // 18.00 Uhr
Queeres Zentrum Darmstadt
Kranichsteinerstr. 81
64289 Darmstadt

Förderung des Queeren Zentrums durch den Aktionsplan Akzeptanz und Vielfalt

Bereits am 27.05.2017 hat das Queere Zentrum in der Oetinger Villa in der Trägerschaft des Vereins vielbunt eröffnet. Seit Januar haben viele Personen im Rahmen des Ehrenamts die Räumlichkeiten renoviert. Bisher fehlten jedoch finanzielle Mittel, um die Räumlichkeiten multifunktionell auszustatten, damit neue Projekte und Angebote für die Zielgruppe (Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intersexuelle Menschen) realisiert werden können. Durch den „Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, hat sich für vielbunt e.V. die Möglichkeit ergeben, eine Förderung der zielgruppenspezifischen Arbeit zu bekommen. Am 27.07.2017 wurde durch Jo Dreiseitel (Staatssekretär für Integration und Antidiskriminierung) und Susanne Stedtfeld (Leiterin der Antidiskriminierungsstelle im Hessischen Sozialministerium) der Bewilligungsbescheid über 34.000 € an Vertreter_innen von vielbunt e.V. überreicht. Auch Karin Wolff (MdL/CDU), die sich für die Förderung des Projekts durch den Aktionsplan stark gemacht hat, Daniela Wagner (Landesvorsitzende der Hessischen Grünen) und Jochen Partsch (Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt) waren zur Übergabe gekommen. Jochen Partsch betonte, dass die Förderung des Queeren Zentrums durch Stadt und Land zeigt, wie wichtig die Arbeit des Vereins ist und hoch angesehen und geschätzt wird.

Durch die vom Land Hessen geleistete Starthilfe können nun Möbel angeschafft werden, damit die Projekte im Queeren Zentrum Gestalt annehmen können. Bisher fanden alle Projekte und Veranstaltungen, wie zum Beispiel die offene Jugendarbeit, zwar in den neuen Räumlichkeiten statt, jedoch auf geliehenen Möbeln.

Das Jugendzentrum hat dienstags, donnerstags und freitags von 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet.

Unsere Kontaktadresse ist: info@queereszentrum-darmstadt.org
Aktuelle Informationen finden sich auf der Homepage des Queeren Zentrums.

Sei trans* Du macht eine Sommerpause

Im Juli und August sind wir sehr eingespannt mit den verschiedenen CSDs und deren Vorbereitung.
Aus diesem Grund kann an den regulären Terminen kein Treffen von Sommerpause„Sei trans* Du“ stattfinden. Wir machen eine kleine Sommerpause.

Stattdessen freuen wir uns über eure Teilnahme bei unseren anderen Aktionen:

15. Juli: Mit vielbunt auf dem CSD Frankfurt

29. Juli: Meet – Cook – Eat – Talk

14. August: 80. Treffbunt – Mit dem Datterich-Express queer durch Darmstadt

19. August: CSD Darmstadt 2017

Im September geht es dann wie gewohnt weiter. Unser nächstes Treffen ist am 17.09. in unserer neuen Location
Queeres Zentrum
Kranichsteiner Straße 81
64289 Darmstadt

Keine „Demo für Alle“ – Gemeinsame Anreise aus Darmstadt

Zum wiederholten Mal sucht die sogenannte „Demo für Alle“ mit einer pseudochristlichen Anhäufung von Personen des rechten Spektrums die Landeshauptstadt heim. Wir haben uns diesen Hassveranstaltungen bereits in Stuttgart entgegengestellt und sind in Wiesbaden nun umso entschlossener. Kommt alle mit uns und zeigt Flagge für eine vielfältige Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung.

Unser gemeinsamer Aufruf des Bündnis für Solidarität und Vielfalt

Was es braucht, ist bunter Widerstand!
Für Solidarität und Vielfalt
Gegen die sogenannte ‚Demo für Alle‘

Am 25. Juni werden wir uns wieder dem antifeministischen, homofeindlichen, transfeindlichen und rassistischen Aufmarsch der sogenannten ‚Demo für Alle‘ in Wiesbaden entschieden entgegenstellen.

Gemeinsam mit den Wiesbadener ‚Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung‘ und anderen Gruppen werden wir lautstark und bunt die Hetzveranstaltung von Reaktionär_innen, Erzkonservativen, Fundamentalist_innen, Rechtspopulist_innen und Neonazis zu einem Desaster machen.

Bereits im vergangenen Oktober wurde der sogenannten ‚Demo für Alle‘ das Marschieren durch die Wiesbadener Innenstadt fast unmöglich gemacht. Daran werden wir anknüpfen.

Wir rufen alle Menschen in Darmstadt und Umgebung auf, mit uns zu kommen. Hierfür haben wir eine gemeinsame Anreise mit der Bahn organisiert. Wer kein Ticket hat, kann sich für die Teilhabe an einem Gruppenticket bei uns melden: gruppenticket@vielbunt.org

Treffpunkt am 25.06.2017 um 12.20 Uhr am Hbf Darmstadt (Vorhalle)
Treffpunkt zur Rückfahrt um 18.20 am Hbf Wiesbaden (vor dem Haupteingang)

Hier geht es zur Veranstaltung bei Facebook. Zum Teilnehmen und Leute einladen

Bilder von der Eröffnungsfeier

Am 27. Mai eröffnete in der Oetinger Villa offiziell das Queere Zentrum Darmstadt mit einem Sektempfang. Nach der Begrüßung durch die Vorstände von vielbunt, haben auch Oberbürgermeister Jochen Partsch und Sozial- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz in ihren Redebeiträgen erklärt, dass das neue Zentrum nicht nur ein großer Schritt für die LGBT-Community, sondern auch für die Stadtgesellschaft insgesamt sind. Im Anschluss haben die Gaga-Ladies mit einem ganz eigenen Grußwort die Bühne geentert und Aurora DeMeehl hat als Stargast dem Programm das perfekte Finale verliehen.

Ein Album mit Bildern von der Eröffnungsfeier haben wir bei Facebook veröffentlicht.

Bilder von der Eröffnungsfeier

Das Queere Zentrum wird eröffnet

In den Räumen der Oetinger Villa eröffnet vielbunt am 27.05.2017 das erste Queere Zentrum in Darmstadt. vielbunt ist bereits seit Januar kontinuierlich mit der Renovierung der Räumlichkeiten beschäftigt, um queeren Menschen zukünftig einen Ort in der Stadt zu bieten.

Ab dem 27. Mai öffnet das Queere Zentrum in der Oetinger Villa in

der TräEröffnunggerschaft des Vereins vielbunt seine Türen für eine breite Zielgruppe. Die Angebote des Vereins richten sich an Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intersexuelle Menschen in Darmstadt und Umgebung.

Am Nachmittag werden stellen die Veranstalter_innen die neuen Räume Vertreter_innen aus Politik und Presse vor und laden gleichzeitig die Unterstützer_innen der letzten Jahre ein, gemeinsam die Eröffnung des neuen Zentrums zu feiern.

 Ab 22 Uhr steigt die öffentliche Opening Party im Keller der Oetinger Villa. Feierwillige Menschen sind herzlich eingeladen, gemeinsam das Ergebnis monatelanger Anstrengungen zu feiern.

Erweiterung und Professionalisierung

Zukünftig soll vom Queeren Zentrum aus auch die Arbeit von vielbunt koordiniert werden. vielbunt arbeitet weitgehend ehrenamtlich; organisiert jährlich die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie, den Christopher-Street-Day im August, die AIDS-Gala zum Welt-AIDS-Tag und weitere kulturelle und politische Veranstaltungen. Neben aktiver Flüchtlingsarbeit, leistet die Organisation auch Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an Schulen und bietet Gruppenangebote z.B. für trans*
Menschen oder Familien mit trans* Kindern an. Seit Januar dieses Jahres sind ehrenamtlich Aktive und Nutzer_innen der vielbunten Angebote partizipativ mit der Renovierung der Räume in der Oetinger Villa beschäftigt gewesen.
Mit der Eröffnung am 27.05. erfüllt sich auch der lang gehegte Wunsch nach einer erweiterten Jugendarbeit mit offenem Jugendtreff für queere Menschen bis 27 Jahre.
Darüber hinaus bietet der Verein nun qualifizierte Beratung bei Fragen und Unsicherheiten zu sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, insbesondere für junge Menschen an. Auch die Beratung und Begleitung von geflüchteten Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* wird durch die feste Anlaufstelle mit Bürozeiten professionalisiert.
Das offene Angebot für queere Jugendliche ist dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 16 – 20 Uhr geöffnet.
Die Beratung ist während der Bürozeiten erreichbar.