Alle Beiträge von Stefan Kräh

Neue Herausforderungen, neue Wege – Lesbenberatungsstellen im Wandel

Wir möchten auf eine Tagung von Broken Rainbow in Frankfurt aufmerksam machen. Die über zwei Tage (19.5/20.5) gehende Veranstaltung  beinhaltet unter anderem Vorträge zu lesbischen, schwulen und trans* Geflüchteten im Asylverfahren, zu psychosozialer Beratung für Frauen die Gewalt in ihrer Partner*innenschaft verüben und über die Beratung von Trans*. Darüber hinaus werden die Ergebnisse zweier Studien vorgestellt.

Das komplette Programm kann im Flyer (pdf) eingesehen werden.

Aus dem Anschreiben:

„Die lesbische Community und Beratungseinrichtungen, die sich gezielt an lesbische Frauen richten, sehen sich mit grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen konfrontiert, die zum einen suggerieren, endlich in der Normalität angekommen zu sein und sich zum anderen aber auch neue Themenfeld eröffnen, wie beispielsweise lesbische Asylsuchende oder lesbische Trans*frauen. Es stellt sich die Frage, wie sich dieser gesellschaftliche Wandel auf die Arbeit von Lesbenberatungsstellen auswirkt und wie wir damit umgehen.

Die Tagung richtet sich an die Mitarbeiter*innen von Beratungseinrichtungen, die für lesbische und/oder trans* Frauen zugänglich sind sowie an die ehrenamtlichen und angestellten Mitarbeiter*innen von lesbischen und/oder trans* Community Einrichtungen und Beratungsstellen. Wir wollen diskutieren, uns austauschen und vernetzen.“

Anmeldung bis zum 5.5.2017 an:
Broken Rainbow e.V.
Kasseler Str. 1A
60486 Frankfurt/Main
Mail: frankfurt@broken-rainbow.de
Telefon: 069 / 70794300

 

Unser neuer Mitarbeiter im Queeren Zentrum

Mit dem Aufbau des neuen Queeren Zentrums in Darmstadt wird sich für die Community allgemein und für vielbunt im Speziellen einiges verändern.  Ein Meilenstein ist die Möglichkeit, nun auch eine hauptamtliche Kraft einstellen zu können, um die queere Jugendarbeit auszubauen und das Leben im Zentrum tatkräftig zu unterstützen.

Ab April wird Oliver Delto seine Stelle bei vielbunt antreten. Wir freuen uns sehr auf die künftige Zusammenarbeit und blicken spannenden Zeiten für uns alle entgegen.

Unser neuer Mitarbeiter: Oliver DeltoOliver Delto

Ich habe Ethnologie und Literaturwissenschaft in Mainz studiert und anschließend meinen Master in interkultureller Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit in Karlsruhe gemacht. In dieser Zeit habe ich viel von der dortigen Community mitnehmen können und selbst erfahren, wie wichtig queere Orte sind. Berührungspunkte mit dem pädagogischen Bereich gab es für mich bislang vor allen Dingen im Bereich der Freiwilligenarbeit.

Auf die Arbeit mit vielbunt freue ich mich sehr, da mich das vielfältige Angebot des Vereins sehr beeindruckt hat und ich davon überzeugt bin, dass eine lebendige und politische queere Community für eine offene Gesellschaft von großer Bedeutung ist.

Aufruf – Wir brauchen Geschirr und Besteck!

Noch vor der Eröffnung unseres Queeren Zentrums sind schon viele fleißige Hände bei Umbau, Renovierung und Einrichtung zugange.
Es ist sehr schön, dass viele Menschen aus dem engeren und weiteren Umfeld von vielbunt ehrenamtlich aktiv sind und sich am Aufbau unseres neuen Zuhauses beteiligen.

Spätestens in der Mittagspause zeigt sich allerdings, dass es uns jetzt schon an einigen Dingen fehlt. Deshalb sind wir auch hier wieder auf eure Hilfe angewiesen: Wir brauchen dingend Geschirr und Besteck!

Wer also folgende Sachen zu viel im Keller stehen hat und nicht bis zum nächsten Polterabend warten will, kann sie gerne bei uns los werden:

– Tassen/KaffeebecherGeschirr und Besteck
– flache Teller
– tiefe Teller
– Messer, Gabeln, Esslöffel

Wir sind an den kommenden beiden Wochenenden
(18./19./25./26. März) jeweils von 11.00 bis 17.00 Uhr beim Renovieren in der
Oetinger Villa, Kranichsteiner Straße 81
anzutreffen und freuen uns über eure Spenden!

Öffentliches Hearing: Diagnostik und Behandlung von trans* Kindern und Jugendlichen

An der Erarbeitung einer neuen Leitlinie zur „Diagnostik und Behandlung von Geschlechtsdsyphorie im Kindes- und Jugendalter“ sollen auch Behandlungssuchende und ihre Angehörigen einbezogen werden und zu Wort kommen.  Die Erfahrungen und Expertisen von trans* Menschen werden durch Vetreter_innen aus trans* Organisationen in der Arbeitsgruppe eingebracht.  Darüber hinaus sollen trans* Kinder und Jugendliche und deren Angehörige auch bereits zu Anfang des Erarbeitungsprozesses an der Diskussion im Rahmen der Entwicklung neuer Leitlinien beteiligt werden.

Aus diesem Grund veranstaltet die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.) am 1. April 2017 ein öffentliches Hearing in Frankfurt.

Eingeladen sind Betroffene, Behandlungssuchende und ihre Angehörigen, um ihre individuellen Perspektiven einzubringen.

Die Anwesenheit von trans* Kindern und Jugendlichen, deren Eltern und anderen Angehörigen erhöhen nicht nur die Sichtbarkeit. Ihre Erfahrungen, Wünsche und Forderungen in Bezug auf die Leitlinien und deren Neuformulierung sind von großer Bedeutung.  Es ist aber auch sinnvoll, einfach nur dort zu sein und seine Unterstützung zu zeigen, ohne selbst mitzudiskutieren.

Öffentliches Hearing in Frankfurt

Öffentliches Hearing mit Behandlungssuchenden und ihren Angehörigen für die Neufassung der AWMF-Leitlinie „Diagnostik und Behandlung der Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter“
Datum: Samstag 1. April 2017
Beginn: 11.00 Uhr
Ort: Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Universitätsklinik-Hausnr. 92, Seminarraum – UG
Deutschordenstr. 50, 60528 Frankfurt

Teilnehmende werden gebeten sich bis spätestens 17.3. per Fax (+49 251 83-56249) oder Email (sekre.romer@ukmuenster.de) anzumelden.

Zur inhaltlichen Vorbereitung des Hearings sind zudem schriftliche Kurzkommentare zu Erfahrungen in der medizinischen und therapeutischen Versorgung von Behandlungssuchenden und damit verbundenen inhaltlichen Bedarfen an eine Aktualisierung von Leitlinienempfehlungen ebenfalls bis zum 17.3. willkommen, jedoch nicht notwendig.

Aktuelle S1-Leitlinie „Störungen der Geschlechtsidentität im Kindes- und Jugendalter(F64)

Schrill und Laut – It’s All About 6

super6yVoll schlimm, es soll ja Zeiten gegeben haben, in denen man überhaupt nie offen über 6 reden durfte. Eine ganze Ziffer aus der Grundzahlenreihe zwischen 1 und 10 wurde einfach so wegtabuisiert und selbst in Partnerschaften war 6 mit Scham und Schuldgefühlen besetzt. Die Kirchenmoral und das insgesamt verklemmte Establishment hat eigentlich seit dem Mittelalter kaum zugelassen, offen über das zu sprechen, was da zwischen 5 und 7 ist. Obwohl es ohne 6 ja eigentlich gar nicht geht. Zum Glück sind die meisten von uns nach der 6uellen Revolution geboren, die in der Achtundsexiger-Bewegung quasi ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Damit die Entwicklung nicht wieder rückwärts verläuft, ist es weiterhin wichtig, sechsy zu bleiben und sexte Geburtstage so zu feiern, wie sie fallen.

6 means 6

Unser versechstes Jubiläum hält wie immer ein paar liebevolle Details für euch bereit. Neben super6y Marian (Vorsicht: Versechslungsgefahr mit Sixi Hartmann) an den Turntables grüßt euch die Frau, die erst bei der Sex anfängt zu zählen: Dr. Rosa Sommer beantwortet eure Fragen rund um Sechsualität und auch Liebe. Für die praktische Umsetzung wartet auch wieder der allseits beliebte All Gender Dark Room auf reges Treiben, Kalkulieren und Potenzieren. Denkt immer dran: No means no, yes means yes und 6 means 6.

Schrill und Laut – It’s All About 6
Freitag, 17.03.2017
ab 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
Queers + super6y Friends

Ihr könnt beim Facebook-Event teilnehmen und Leute einladen!

Info-Abend: trans*Kinder und -Jugendliche – Herausforderungen im schulischen Umfeld

Kinder entdecken ihre Geschlechtsidentität in der Regel im Kindergartenalter. Obwohl es hierbei häufig zu Phasen des Ausprobierens kommt, stellt sich in der Regel schnell Klarheit ein. Die meisten Kinder können sich gut mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren und betrachten es als integralen Bestandteil ihrer Persönlichkeit. Was aber, wenn Kinder und Jugendliche irgendwann feststellen, dass sie mit der erfolgten Zuweisung nicht leben können?

Der Informationsabend legt den Schwerpunkt auf die besonderen
Herausforderungen, die trans*Kinder und –Jugendliche im  schulischen Umfeld zu bewältigen haben. Er richtet sich an alle, die junge Menschen auf ihrem Weg durch die Schule begleiten. Dies können Lehrkräfte und andere pädagogische Kräfte aus dem schulischen Bereich, Eltern, aber auch Personen aus dem Bereich der Schulverwaltung oder der pädagogischen Nachmittagsbetreuung sein.

Die Referenten Dr. Erik Schneider und Tom Schaaf bringen umfassende Erfahrung zu diesem Themenbereich mit. Dr. Erik Schneider ist Psychiater und Psychotherapeut und arbeitet seit vielen Jahren mit Eltern von Kindern, die das Zuweisungsgeschlecht nicht für sich annehmen, sowie seit Ende 2016 bei der Schulberatung von Trans-Kinder-Netz e.V. Sein Augenmerk gilt dabei insbesondere der Wahrung von Kinder- und anderen Menschenrechten in Erziehung, Medizin und Recht. Tom Schaaf kennt die Herausforderungen des trans*Wegs sowohl aus der
Elternperspektive als auch aus der eigenen Biographie. Er hat außerdem ein Lehramtsstudium sowie verschiedene Zusatzausbildungen im pädagogischen und therapeutischen Bereich absolviert und verfügt über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen.

Nach zwei kurzen Eingangs-Inputs soll ein Großteil des Abends der Diskussion und der Beantwortung von Fragen aus dem Plenum gewidmet sein. Auch die Vertreter*innen der vielbunt-Elterninitiative Kim & Alex sind an diesem Abend ansprechbar. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Trans-Kinder-Netz e.V.,
dem internationalen Verein von Eltern und Familienangehörigen von minderjährigen trans*Kindern, statt.

Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind willkommen.

Informationsabend „trans*Kinder und -Jugendliche – Herausforderungen im schulischen Umfeld“

8. Mai 2017 | 19.00 Uhr

Queeres Zentrum in der Oetinger Villa
Kranichsteiner Str. 81
64289 Darmstadt

Einladung zum Download

Schrill und Laut – Deine Mutter

deine mutterSie tänzeln ungeduldig vor dem Badezimmer während du dich fertig machst, haben einen kritischen Blick auf dein Outfit wenn du dich verabschiedest und sitzen die ganze Nacht nervös ihm Sessel, bis du bei Sonnenaufgang wieder viel zu zerstört erst beim vierten Versuch den Schlüssel in die Wohnungstür rein bekommst: Deine Eltern.
Selbst wenn du schon lange ausgezogen bist, rufen sie in den ungünstigsten Momenten an, beschweren sich, dass du nie zu Besuch kommst, geben dir eingetupperte Kürbissuppe mit und fragen ständig wann du endlich deinen Abschluss machst. Und wenn du samstagmittags mit Augenringen wie ein Pandabär am Esstisch sitzt, wollen sie noch so komische Sachen wissen, über diese ominöse Party auf der du gestern warst. Als wären die nie jung gewesen! Eins wissen wir: Auch unsere Eltern waren mal in unserem Alter. Und auch unsere Eltern waren mal feiern. Nur halt nicht bei Schrill und Laut. Was muss das für eine Faszination sein, die von dieser sagenumwobenen Party ausgeht. Die würden auch gern mal hin. Die wollen das mal sehen. Die sollten das erleben!

Bring deine Mutter

Deshalb: Bringt im Januar eure Eltern mit! Die coolen Alten werden eine flotte Sohle aufs Parkett legen und dir ihre Standardtanz-Moves von damals beibringen, die eher schüchternen Exemplare können einen Gesprächskreis bilden. Mutti lernt endlich all deine Verflossenen kennen und Vati kann Rosa mal vorführen, was er damals beim Bund mit den anderen Kameraden gemacht hat. Wer Oma oder Opa mitbringt, kommt gratis rein! Es winken lange Gespräche darüber dass DJs früher noch Vinyl und Kassetten aufgelegt haben, elterliche Kuppelversuche, intergenerativer Dialog und ungläubige Blicke auf allen Seiten.

Den perfekten Soundtrack für die Familienfeier liefert DJ Carsten (Let’s Go Queer, Wiesbaden) auf dem Mainfloor. Auf dem 2nd Floor für das etwas andere Partyerlebnis organisieren wir – echt jetzt! – eine Tupperparty (Wie eine Dildoparty, nur mit Dosen)!
Wir meinen das ernst!

Eintritt trotz allem erst ab 18. Gilt auch für Teenmoms!
queers + friends + mothers* (fathers, sisters, uncles, …)
Cocktailbar – Happy Hour bis 0 Uhr!

20.01.2017 // 22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt

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Stellenausschreibung Jugendbildungs-referent_in

Bewerbungsfrist abgelaufen

Wir suchen zum 01.03.2017 oder früher:

eine_n Jugendbildungsreferent_in für das Queere Zentrum in Darmstadt

vielbunt e.V. ist Träger verschiedener queerer Angebote in Darmstadt und eröffnet 2017 ein Queeres Zentrum in der Oetinger Villa. Die Angebote des Vereins umfassen derzeit kulturelle und politische Veranstaltungen, Aufklärungsprojekte, Christopher Street Day, Geflüchtetenarbeit und queeren Sport. Außerdem bietet der Verein Gruppenangebote für queere Jugendliche, trans* Menschen und Eltern von trans* Kindern. Im Rahmen des neuen Queeren Zentrums sollen diese Angebote zusammengeführt und weiterentwickelt werden.

Das bieten wir:

  • Arbeit an den verschiedenen Themen der queeren Community
  • Mitarbeit am Aufbau des neuen Queeren Zentrums Darmstadt
  • Zusammenarbeit mit einem ehrenamtlichen Vorstand und den Arbeitsgruppen
  • Arbeit in einem lebendigen und innovativen Verein
  • Vernetzung mit Fachstellen und Fachleuten
  • Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung

Das erwarten wir:

  • Abgeschlossenes Studium der Sozial- oder Erziehungswissenschaft oder vergleichbarer Disziplinen
  • Interesse an der Zusammenarbeit mit queeren Menschen
  • Kompetenzen und Erfahrungen in Jugendarbeit und außerschulischer Jugendbildung
  • Kenntnis der queeren Community und ihrer Themen
  • Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten (Abend- und Wochenendtermine)
  • Selbständigkeit, Engagement und Organisationsfähigkeit
  • Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Erfahrungen mit Projektarbeit

Ihre Aufgaben:

  • Aufbau und Leitung des Queeren Zentrums und der offenen Jugendangebote
  • Konzeption und Durchführung von Beratungs- und Bildungsangeboten
  • Unterstützung der verschiedenen Arbeitsgruppen und Angebote im Verein
  • Konzeption und Durchführung von kulturellen und fachlichen Veranstaltungen
  • Pädagogische Begleitung von SCHLAU Darmstadt
  • Vernetzung mit anderen Organisationen in Darmstadt und Hessen
  • Unterstützung des Jugendvorstands und der Vereinsjugend
  • Weiterbildung und Begleitung des Teams der Jugendgruppe

Die Stelle hat einen Umfang von 100% und wird in Anlehnung an TVöD vergütet. Richten Sie ihre Bewerbung bitte per Mail an den Vereinsvorstand.
Bewerbungen per Mail bis zum 31.01.2017 an: vorstand@vielbunt.org

Download Stellenausschreibung Jugendbildungsreferent_in

Plätzchennotruf 1.12.

### EIL: Plätzchennotruf ###

Mit der Fünftkleinsten AIDS-Gala der Welt fackeln wir wieder ein höchst glamourös-chaotisches Feuerwerk für den guten Zweck ab: euch erwartet ein gnadenlos gemischtes Programm mit vielen bekannten und neuen Künstler_innen. Seid gespannt!

PlätzchennotrufUnser Vorbereitungsteam war mit Umzug in andere Städte, Geflüchtetenarbeit und Sekttrinken während der Organisation der diesjährigen Veranstaltung so schwer beschäftigt, dass unser Plätzchenspendenaufruf nun herzlich spät kommt. Dabei wollen wir auch dieses Jahr möglichst viele Spendengelder für die Darmstädter AIDS-Hilfe sammeln. Und Plätzchen spielen hier eine beträchtliche Rolle. Deshalb:

Plätzchenaufruf wird zu Plätzchennotruf

Wir brauchen auch dieses Mal eure Backkünste! Viele Plätzchen bedeuten viel Geld! Wer also Freude daran hat, unter Hochdruck und in rasender Geschwindigkeit zu backen und dabei etwas Gutes zu tun, ist aufgerufen uns am 1.12. ab 17 Uhr Plätzchen, Kekse und Krokant  mit viel Lalülala in die Oetinger Villa zu bringen. Das Ergebnis eurer Arbeit wird noch am gleichen Tag auf der AIDS-Gala in Bares verwandelt. Je mehr desto besser!

Deine 10 Minuten bei der Fünftkleinsten AIDS-Gala der Welt

Newcomer_innen und Alte Hasen gesucht!
In diesem Jahr findet wieder einmal unsere unschlagbare AIDS-Gala der etwas anderen Art in Darmstadt statt. Wir haben uns hierfür am Donnerstag, den 1.12.2016 ab 19.00 Uhr in die Oetinger Villa eingebucDeine 10 Minutenht.
Huch, das ist ja schon bald!
Auch dieses Mal wollen wir wieder eine kleine Revueshow auf die Bühne bringen, mit vielen verschiedenen Beiträgen von den unterschiedlichsten Leuten. Ziel ist es, so viel Geld wie möglich für die AIDS-Hilfe Darmstadt e.V. zu sammeln. Hierfür werden Gäste gebeten, uns für das tolle Programm auf der Bühne, den Glühwein und auch die Plätzchen Geld zu spenden.
Genauso bitten wir aber alle Künstler_innen und Helfer_innen für die gute Sache gratis mitzuwirken. Die „Fünftkleinste AIDS-Gala der Welt“ soll ein kleines, geiles Charityevent bleiben.

Deine 10 Minuten

Wenn du Lust hast, den Abend mitzugestalten, melde dich einfach bei uns. Es wird sicher wieder eine tolle Veranstaltung für den guten Zweck!
Kontakt: stefan.kraeh@vielbunt.org

Fünftkleinste AIDS-Gala der Welt

vielbunt e.V. und die AIDS-Hilfe Darmstadt e.V. veranstalten am Donnerstag, dem 01.12.2016 zum fünften Mal gemeinsam eine AIDS-Gala der etwas anderen Art.

Die Solidaritätsveranstaltung mit Kultcharakter versammelt bekannte Künstler_innen und Newcomer aus verschiedenen Genres für den guten Zweck in der Oetinger Villa.
Wie auch in den vergangenen Jahren organisieren vielbunt und die AIDS-Hilfe Darmstadt gemeinsam eine außergewöhnliche Spenden-Gala zum Welt-AIDS-Tag. Wieder einmal treffen Trash und Glamour schonungslos aufeinander. Das Publikum darf sich einen Abend lang mitreißen lassen von den Darbietungen bekannter Künstler_innen und neuer Talente. Die Veranstaltung bleibt ihrem alternativen Charakter treu und präsentiert eine Mischung aus Verstörung, Verzauberung, Chic und Rebellion.

Zeichen setzen gegen Stigmatisierung

Durch das Programm führt Drag Queen und Polit-Tunte Rosa Opossum: „Unsere Gala soll nicht nur Geld für die wichtige Arbeit der AIDS-Hilfe Darmstadt einbringen, sondern auch ein Zeichen setzen gegen die Stigmatisierung von Menschen, die mit HIV leben.“
„Wir von der AIDS-Hilfe in Darmstadt sind sehr froh gemeinsam mit vielbunt am Welt-Aids-Tag diese wunderbare Gala zu gestalten, vielen Menschen einen schönen Abend zu bieten und nicht zuletzt auch die Öffentlichkeit wieder auf das Thema HIV und Aids aufmerksam zu machen. In meiner täglichen Arbeit erfahre ich, dass es noch viel zu viel Stigmatisierung in der Gesellschaft gibt, unter der die Betroffenen und ihre Familien stark leiden und auch, dass eine HIV-Infektion oft mit Armut einhergeht. Daher freuen wir uns sehr über Spenden und garantieren, dass sie direkt und fünftkleinste AIDS-Galaunbürokratisch bei unseren Klientinnen und Klienten ankommen, dort, wo sie wirklich dringend benötigt werden“ erklärt Yvonne Bach, Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe Darmstadt
Die Organisator_innen versprechen Live-Musik, Travestie, Kabarett und Anarchie für den guten Zweck: Sämtliche Gewinne der Veranstaltung kommen der Aids-Hilfe Darmstadt e.V. zugute.
Die Fünftkleinste AIDS-Gala der Welt findet am Welt-AIDS-Tag statt. Weltweit erinnern jährlich am 1. Dezember verschiedenste Organisationen an das Thema HIV/AIDS und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten, an AIDS Erkrankten und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen.
Fünftkleinste AIDS-Gala der Welt
01.12.2016 / 19.00Uhr
Oetinger Villa (Kranichsteiner Str. 81, 64289 Darmstadt)
stefan.kraeh@vielbunt.org, yv.bach@darmstadt.aidshilfe.de
Telefon: 06151-3534346
Telefon AIDS-Hilfe: 06151 – 28073

Das Event bei Facebook zum Zusagen und Teilen

Schrill und Laut – The Barty Party

Die Temperaturen sinken. Es wird kalt im Gesicht – besonders an der Oberlippe. Schön dass man zur Schrill und Laut den warmen Damenbart stehen lassen darf. Schnauzer, Schnorres und Pornobalken sind am 18. November nicht nur gern gesehen, sondern das absolute Must-Have des
Abends. Egal oBarty Partyb aus Plastik, Echthaar oder Kokosfaser, fein gezwirbelt oder als breite Rotzstop- Bürste: Lasst eurem Haarwuchs und eurer Fantasie freien Lauf! Als Experte für Haarmoden im Gesicht und vor allem für tanzbare Musik empfängt euch DemBambiSeiMudder mit Elektroswing, House und anderen elektronischen Beats
 
Achtung: Rosa hat angekündigt traditionell ihre kostenfreie rektale Prostatavorsorge im Aktionsmonat Movember anzubieten. Jedoch weisen wir dringend darauf hin, ihr und allen anderen Tunten mit langen Gummihandschuhen aus dem Weg zu gehen und sich nicht beschwatzen zu lassen.
Schrill und Laut – The Barty Party
Freitag, 18. November 2016

22 Uhr
Schlosskeller Darmstadt
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Protest gegen die „Demo für Alle“ in Wiesbaden

Mach mit beim bunten Widerstand!
Für Solidarität und Vielfalt
Gegen die sogenannte ‚Demo für Alle‘

Am 30. Oktober werden wir uns dem antifeministischen, homofeindlichen, transfeindlichen und rassistischen Aufmarsch der sogenannten „Demo für Alle“ in Wiesbaden entschieden entgegenstellen.

Gemeinsam mit den Wiesbadener ‚Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung‘ und anderen Gruppen werden wir lautstark und bunt die Hetzveranstaltung von Reaktionär*innen, Erzkonservativen, Fundamentalist*innen, Rechtspopulist*innen und Neonazis zu einem Desaster machen.

Gemeinsame Anreise aus Darmstadt

Wir rufen alle Menschen in Darmstadt und Umgebung auf, mit uns zu kommen. Hierfür wurde vom Darmstädter Bündnis für Solidarität und Vielfalt eine gemeinsame Anreise mit dem Bus organisiert.

Abfahrt am 30.10.2016 um 11.00 Uhr am Europaplatz (Hbf Darmstadt)
Rückfahrt um 18.30 in Wiesbaden.

Bitte meldet euch über unser Formular an.
Die Mitfahrt ist kostenfrei, wir bitten aber im Bus um eine Spende.

"Demo für Alle" in Wiesbaden

Aufruf – Bündnis für Solidarität und Vielfalt

Schrill und Laut – Dirty Dating

Dirty DatingSchluss mit Sommer, Schluss mit verstohlenen Blicken quer über die Liegewiese und Schluss mit am Ende doch wieder keinen Move gemacht haben.
Der Herbst kommt, es wird Zeit sich was Kuschliges auszusuchen und sich gegenseitig Wärme zu spenden. Es ist Zeit, die Hemmungen abzulegen und alle Register zu ziehen. Es ist Zeit für Dirty Dating!
Lasst euch hinreißend mitreißen vom Sog der Erotik auf der Tanzfläche. Gebt euch gegenseitig sexy einen aus und schaut euch dabei superdeep in die Augen. Verteilt schamlos Küsse bis die Wangen glühen. Tragt eine Wassermelone!

Für Singles und alle anderen

Der September ist wie immer besonders den willigen Singles gewidmet. Auch dieses Mal haben wir uns einige Specials ausgedacht, um zusammenzubringen, wer sich sonst nie getroffen hätte. Wir geben euch den sanften Schubs direkt in die Arme eures Schwarms! Verdammt noch mal: Wir verbinden Menschen! Uns ist egal ob jemand gerade schon besetzt ist! Wir verraten nix!
Heiße und unwiderstehliche Musik für den ersten Schritt ins Glück auf dem Dancefloor liefert euch Collect Call!

Hier gehts zum facebook-Event. Teilnehmen und Leute einladen!

Tag der Vereine = Tag der Vielfalt

Alle zwei Jahre findet im September der Tag der Vereine im Darmstadtium statt. Auch wir sind dort stets mit einem Stand vertreten gewesen. Zur Überraschung vieler Anwesenden, hat vergangenen Spontaner Protest beim Tag der VereineSonntag die Partei Alternative für Deutschland (AfD) auch einen Stand beim 5. Tag der Vereine aufgebaut.

Dies wollten einige Menschen nicht unkommentiert lassen.
Im Laufe des Tages fanden mehrere kleine Aktionen statt.
Unter anderem wurden am Rande eines spontanen Protests (siehe Bild) Solidarität beim Tag der Vereine eine Erklärung ausgelegt, das Besucher_innen unterschreiben konnten.

Heute haben wir diese Erklärung an das Darmstadtium übergeben. Wir, Die Unterzeichnenden stellen uns gegen eine Teilnahme von Vielfaltsgegner_innen beim Tag der Vereine.

Erklärung zum 5. Tag der Vereine 2016

Darmstadt ist eine bunte und weltoffene Stadt. Das zeigt sich nicht nur, aber auch in der Vielzahl der Vereine, die in Darmstadt aktiv sind. Darmstadt hat eine lebendige Zivilgesellschaft, die das Leben der Bürger_innen mitgestaltet und in der hunderte Menschen ehrenamtlich aktiv sind.

Diese Zivilgesellschaft übernimmt Verantwortung für das friedliche und vielfältige Zusammenleben der Menschen in Darmstadt. Das ist schon sehr lange so und hat sich gerade auch in den letzten 12 Monaten gezeigt, als zahllose Ehrenamtliche in Vereinen und Initiativen Verantwortung übernommen und Hilfe für geflüchtete Menschen organisiert haben. Auch wegen dieses Engagements gelingt es in Darmstadt die Aufnahme und Integration geflüchteter Menschen zu meistern – auch wenn das viel Arbeit ist. Gesellschaftliche Veränderung, Weltoffenheit und Vielfalt prägen und bereichern unsere Stadt. Vereine und Organisationen in Darmstadt sind hierfür wichtige Akteure.

Der TAG DER VEREINE zeigt diese Vielfalt und das Engagement der Darmstädter_innen. Organisationen, die sich gegen diese Vielfalt in der Stadtgesellschaft stellen, dürfen dort keinen Platz haben.

Wir, die Unterzeichner_innen fordern die Organisator_innen des TAG DER VEREINE auf diese Veranstaltung so zu organisieren, dass Ehrenamt, Weltoffenheit und Vielfalt in Darmstadt geschützt und gestärkt werden. Vereine und Parteien, die gegen Geflüchtete, Religionen und gesellschaftliche Minderheiten hetzen, dürfen dort keinen Platz haben.

Gegen Rassismus, Homophobie, Sexismus und Rechtsextremismus beim TAG DER VEREINE!

Demo für Alle nimmt Abstand

Der homophobe Verein Ehe-Familie-Leben e.V. unter der Führung von Hedwig von Beverfoerde ruft für den 24. Juli zu einer „Demo für Alle“ in München auf. Es ist davon auszugehen, dass auch an diesem Tag etliche Rechte, Evanglikale, Identitäre, AfD-Menschen und Fundamentalist_innen aller Lager sich zu einer unheiligen und Besorgnis erregenden Allianz zusammenschließen. Das Ziel dieser Veranstaltungen ist  – nach unseren Erfahrungen – den meisten Teilnehmenden der sogenannten „Demo für Alle“ nicht klar. Der einzige Konsens zwischen Nazis, Fundis und verhindertem Landadel scheint der gemeinsame Hass gegen Lesben, Schwule, Transgender und Bisexuelle zu sein. Über eine darüber hinausgehende Verklemmtheit, mangelnde Erziehung, fehlende Bildung oder sonstige Schäden bei Organisator_innen und Teilnehmenden möchten wir keine öffentliche Aussage treffen.

Demo für Alle nimmt Abstandvielbunt e.V. hat gegen die letzten drei rechten Aufmärsche der sogenannten „Demo für Alle“ in Stuttgart mobilisiert und ist mit großen Gruppen aus Darmstadt, Frankfurt und Wiesbaden angereist, um aktiv Widerstand zu leisten. Wir waren hier Teil einer großen Bewegung, die sich rechter Hetze und homophober Propaganda in den Weg gestellt hat. Unsere Gegner_innen haben den Gegenwind gespürt und es wurde ruhiger um die sogenannte „Demo für Alle“.

Auf Distanz gegangen

Seit einigen Tagen rufen Ehe-Familie-Leben e.V., die AfD, rechte Medien und andere Strukturen des menschenverachtenden Dunstkreises von Hedwig von Beverfoerde, Beatrix von Storch und Birgit Kelle zu einer weiteren „Demo für Alle“ in München auf.

Wir erkennen hieran, dass unsere Gegner_innen Stuttgart als Schauplatz für ihr rechtes Treiben zunächst einmal als verloren betrachten. Man widmet sich nun der Bayerischen Landespolitik und versucht dort, Stimmung gegen sexuelle Minderheiten und gegen eine aufgeklärte Gesellschaft zu machen. Die Vermutung liegt nahe, dass die sogenannte „Demo für Alle“ sich in Bayern große Chancen erhofft, die Uhren zurück zu drehen.

Wir erkennen an der Orientierung noch weiter nach Süden aber auch:
Die sogenannte „Demo für Alle“ versucht, einen größtmöglichen Abstand zu Darmstadt einzunehmen. 😉

Die Gegenveranstaltung Vielfalt für Alle! startet am 24. Juli um 12.30 Uhr am Richard-Strauss-Brunnen.

Wir haben wieder eine Busfahrt organisiert: weitere Infos

Die beste Zugverbindung ab Darmstadt mit dem EC 113 um 08.38 Uhr ab Gleis 10 erreicht um 12.10 Uhr den Münchener Hauptbahnhof.

Bildet Gruppen, bleibt zusammen, seid friedlich und entschlossen!

mehr Informationen:

Queer.de Homophobe „Demo für alle“ kommt nach München (08.07.2016)

Trans* und Recht. Film – Vortrag – Austausch

Die AIDS-Hilfe Darmstadt e.V. und vielbunt e.V. laden am Donnerstag, 7. Juli 2016, zm Informationsabend „Trans* und Recht“ mit Film, Vortrag und Austausch ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im TIP, Theater im Pädagog, Pädagogstraße 5, Darmstadt und richtet sich vor allem an Trans*Menschen, aber auch Allies, Multiplikator_innen, Berater_innen und Interessierte sind herzlich willkommen.

Der Abend beginnt um 19 Uhr mit einem filmischen Input; ausgewählte Passagen aus dem Film „Transamerica“ weisen auf Herausforderungen hin, denen Trans*Personen begegnen können. Es folgt ein informativer Vortrag in dem, neben rechtlichen Aspekten, auch Unterstützungsstrukturen und die Vielfalt von Geschlechterrollen aufgezeigt werden. Der Referent Till Randolf Amelung ist GenderforschTransRechtBilder und im Vorstand des Landesverbandes für transgeschlechtliche Selbstbestimmung in Niedersachsen. Ein entspanntes Get-Together beendet die Veranstaltung.

Hintergrund: Menschen die am Anfang ihrer Trans*biografie stehen haben häufig wenige Kenntnisse über juristische und bürokratische Aspekte ihrer Situation. Auch können die Fortschritte einer Transition ins Zielgeschlecht durch rechtliche Hürden gebremst werden. Der von der AIDS-Hilfe Darmstadt und vielbunt konzipierte Abend stellt Informationen für Trans*Personen und für ein interessiertes (Fach)Publikum bereit, zeigt lokale sowie bundesweite Beratungs- und Vernetzungsstrukturen auf und macht das Thema Trans* in der Öffentlichkeit sichtbarer.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und wird aus Landesmitteln des Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt gefördert.

Weitere Informationen: Dr. Yvonne Bach
AIDS-Hilfe Darmstadt e.V.
Elisabethenstr. 45
64283 Darmstadt

Tel. 06151 280 73
Fax 06151 280 76
E-Mail: yv.bach@darmstadt.aidshilfe.de

Hier geht es zur Veranstaltung bei facebook.

Der Flyer hier zum Download: Trans-und-Recht-Flyer

 

 

Zweiter Infotag: Rainbow Refugees sind überall

Schwule, lesbische, bisexuelle, trans* oder inter* Geflüchtete sind eine Minderheit innerhalb einer Minderheit.
Die Betroffenen stellen eine besonders vulnerable Gruppe mit spezifischen Bedarfen und Problemlagen dar.

Für die zweite Informationsveranstaltung der Gruppe Rainbow Refugees Darmstadt von vielbunt e.V. in Kooperation mit dem Frauenbüro konnte Norbert Dräger als Fachreferent gewonnen werden. Er ist seit einigen Jahren innerhalb der AIDS-Hilfe Frankfurt mit diesem Thema betraut.

Rainbow Refugees sind überall

Die Informationsveranstaltung richtet sich sowohl an Menschen die hauptamtlich in der Flüchtlingsarbeit tätig sind, als auch an freiwillig Helfer_innen und solche die sich zukünftig gerne ehrenamtlich engagieren möchten. Es sind sowohl Aktive aus der LGBT-Flüchtlingsarbeit angesprochen als auch diejenigen die allgemein Flüchtlingsarbeit machen. Rainbow Refugees sind überall.

Ziele der Veranstaltungsreihe „Rainbow Refugees sind überall“ sind die Sensibilisierung für kulturspezifische Auffassungen von Sexualität und Geschlecht, Besondere Bedürfnislagen und Schutzaspekte von LGBT-Geflüchteten, die Vernetzung von Strukturen und Einzelpersonen.

Wir freuen uns auf eine fruchtbare und interessante Veranstaltung.Rainbow Refugees sind überall

24. Juni 2016
18.30 Uhr
Altes Hauptgebäude der TU Darmstadt
Hochschulstraße 1
Raum S103/109

 

Mahnwache Pulse Orlando

Mahnwache OrlandoBei der Mahnwache für die Opfer des Anschlags in Orlando wurde die folgende Ansprache in Hamburg, Münster, Bielefeld und Darmstadt verlesen:

Wir schauen heute mit großer Trauer und Bestürzung nach Orlando, wo ein sinnloses und brutales Attentat gestern 50 Menschen das Leben gekostet hat und viele weitere Verletzte zu beklagen sind. Die Opfer dieses feigen Verbrechens haben einen Club besucht. Sie wollten feiern, flirten und tanzen. Sie wollten einfach nur ausgelassen sein und eine großartige Nacht erleben. Sie wollten die Freiheit genießen, so sein zu können, wie es ihrer sexuellen Identität und Orientierung entspricht. In ihre Fröhlichkeit hinein trat ein Terrorist, der ihnen diese Freiheit, der ihnen dieses Recht auf Vielfalt absprach, und der 50 von ihnen wahllos erschoss.

Es ist kaum möglich, Worte zu finden für den Hass und die Brutalität dieses fanatischen Mörders. Zu groß ist das Entsetzen und zu groß ist die Trauer über diese Tat, die unschuldige, wehrlose Menschen getroffen hat – und mit der wir alle gemeint sind, die wir lesbisch sind oder schwul, queer, bi, inter oder trans*. Die Opfer aus dem Pulse in Orlando hatten einfach das Pech, zur falschen Zeit am falschen und doch richtigen Ort zu sein: einem Club, der für Lebensfreude steht und der für 50 von ihnen zur Todesfalle geworden ist.

Ein Angriff auf unsere Community

Eine solche Tat kann jeden von uns treffen. Terroristen kennen keine Grenzen, weder räumlich noch in ihrem verbrecherischen Vorgehen. Das haben wir in den letzten Monaten und Jahren schmerzvoll erfahren müssen. Die Terroristen des sogenannten Islamischen Staates wollen unsere offene und pluralistische Gesellschaft treffen. Dafür ist ihnen jedes Ziel und jedes Mittel recht.

Trotzdem war das Ziel dieses Anschlages sicher nicht zufällig ein Gay Club. Auch wenn wir noch zu wenig über die Hintergründe dieser Tat wissen, so zeigt sie eines doch auf schmerzhafte Weise sehr deutlich: Homophobie tötet! Dieser Angriff zielte explizit auf eine bestimmte Lebensweise. Es ist ein Angriff auf unsere Community.

Die Frage dabei ist aber nicht, ob es ein islamistischer oder ein homophober Anschlag war. Jeder Gewaltakt des sogenannten Islamischen Staates oder derer, die sich auf ihn berufen, ist automatisch ein homophober Akt. Unsere Community steht für vieles von dem, was Islamisten bekämpfen: die sexuelle Freiheit und eine offene Gesellschaft, die ein Zusammenleben in Vielfalt organisiert und aushält. Das zeigt sich an Taten wie der in Orlando von gestern. Aber das zeigt sich auch an den brutalen Morden schwuler Männer, die im Namen des IS von Hochhausdächern gestürzt werden – und an die wir heute genau so denken wollen.
Das Attentat von Orlando traf nun erstmals in einem so großen und unvorstellbaren Ausmaß Opfer der LGBTI-Community. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei ihren Familien und all jenen, die ihnen nahestanden.

Dear folks of Orlando: Our hearts are full of sadness. Our thoughts are with you, with your families and friends. We suffer with you. Our solidarity is with you.

We send you our love. And we know, that hate will never win. Love is much stronger than hate and violence can ever be. Even such an brutal act can’t take your freedom, your joy of life, your passion, your hope and your love.

Jeder Mensch hat das Recht, so leben und lieben zu können, wie es seiner/ihrer sexuellen Identität und Orientierung entspricht. Diese Freiheit kann ein solcher Terrorakt auf brutale und erbarmungslose Weise angreifen. Nehmen kann er uns diese Freiheit nicht.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit, Solidarität, Menschenwürde und Menschenrechte sind am Ende stärker als Hass, Gewalt und Unfreiheit es jemals sein können. Das dürfen wir bei aller Wut über diese Tat nicht vergessen. Hass und Ausgrenzung können nicht unsere Antwort sein.

Lasst uns weiter mutig, kämpferisch und entschlossen sein

Was gestern in Orlando geschehen ist, kann uns jederzeit auch in Deutschland, auch hier in unserer Stadt treffen. Doch diese Gewissheit sollte uns nicht davon abhalten, weiterhin mit allem Selbstbewusstsein, das wir haben, für Vielfalt und Freiheit zu kämpfen und uns den Gegnern der Vielfalt und der Freiheit entschlossen entgegen zu stellen.

Angst ist kein guter Ratgeber. Deshalb lasst uns auch weiter mutig, kämpferisch und entschlossen sein, um den geistigen Brandstiftern jedweder religiösen oder politischen Ausrichtung hierzulande zu zeigen, dass sie mit ihrem Hass und ihrer Ausgrenzung in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Das sind wir den Opfern von Mord und Gewalt, das sind wir den Toten von Orlando schuldig.

Es ist nur ein kleiner Schritt vom Wort zur Tat. Wer in seinen Reden gegen Minderheiten hetzt, wer sich auf öffentlichen Plätzen oder in den Parlamenten ans Mikrofon stellt, und sich über sexuelle Orientierung lustig macht, wer in Zwischenrufen fordert, dass Homosexuelle ins Gefängnis gehören: Der legt die Grundlage für solche Taten. Und wer zu all dem schweigt, Frau von Storch, Frau Petry, Herr Höcke oder Herr Gauland, wer sich hiervon nicht klar und glaubhaft distanziert: der stimmt zu!

„Liebe ist die einzige Macht, die im Stande ist, einen Feind in einen Freund zu verwandeln“, hat Martin Luther King gesagt. Hass führt zu Taten wie jener, die uns heute hier in Trauer und Solidarität vereint.

„Am Ende“, auch das hat Martin Luther King gesagt, „am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde.“

Noch fehlen uns die Worte, noch lähmt der Schmerz unsere Zungen. Doch wenn Menschenhass und Ausgrenzung laut werden, schweigen wir nicht mehr.

Doch für den Moment möchte Euch daher einladen und bitten, nun schweigend der Menschen zu gedenken, die gestern in Orlando ihr Leben lassen mussten.

Gender Trouble evangelisch – Vortrag an der EHD

Die Professorin für Soziale Arbeit Barbara Thiessen hält am 30. Juni

2016 in der Evangelischen Hochschule Darmstadt einen Vortrag  mit dem Titel „Gender Trouble evangelisch –
Religiös begründete Abwehrstrategien gegen
Gender- und Queerkonzepte“

Aus dem Flyer:

„Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland veröffentlichte 2013 die Orientierungshilfe „Zwischen Angewiesenheit und Autonomie. Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“, in der ein
pluralistisches Familienverständnis proklamiert wurde. Prof. Dr.
Barbara Thiessen war Mitglied der Kommission, die die Publikation
erarbeitete.
In konservativen Kreisen innerhalb und außerhalb der evangelischen Kirche stieß die Orientierungshilfe auf heftige Kritik. Sie war stark getragen von antifeministischen Vorwürfen des ‚Genderismus und von Homophobie. Barbara Thiessen analysiert vor diesem Hintergrund die Verflechtungen von Familien- und Genderfragen und rechtspopulistischen Strömungen wie AfD und Pegida, die regelmäßig vor dem sogenannten ‚Gender-Wahn‘ warnen.
EKD und kirchliche Institutionen sind dabei gefordert zu klären, wie
künftig mit ideologischen Positionen umzugehen ist, die Werte der
Geschlechtergerechtigkeit und sexuellen Vielfalt diffamieren.“

30.06.2016
14:00 Uhr
EH Darmstadt
Walter-Rathgeber-Haus (1. Stock, Raum 9)

Die Veranstaltung wird durchgeführt vom Gender- und Frauenforschungszentrum der Hessischen Hochschulen.

Gender Trouble evangelisch

Gay Christ (by Latuff)